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Warnung vor Homo-"Propaganda"

AfD-Politiker: LGBTI-Schulaufklärung fördert "Missbrauch an Ihren Kindern"

Wenn im Schulunterricht Homosexualität erwähnt wird, ist das für AfD-Schulexperte Rainer Balzer nicht nur Kindessmissbrauch, sondern erinnere an die DDR und eine nicht weiter definierte "frühere Vergangenheit".


Rainer Balzer war bis 2013 Mitglied der CDU. Seit 2016 ist der Bruchsaler für die AfD Mitglied des Landtages in Stuttgart. In dem Bild ist er bei seiner Facebook-Tirade gegen den Bildungsplan zu sehen (Bild: Facebook / Rainer Balzer)

Die AfD schwingt wieder einmal die Pädo-Keule gegen Schwule und Lesben: Rainer Balzer, der AfD-Vize-Fraktionschef im Landtag von Baden-Württemberg, hat am Mittwoch auf seiner Facebook-Seite die Kritik am Stuttgarter Bildungsplan wieder aufgewärmt. Zwischen 2013 und 2015 hatte es im Ländle erhebliche Proteste gegeben, weil die damalige grün-rote Landesregierung in ihrem Bildungsplan für Schulen auch LGBTI-Lebensweisen erwähnen und eine "Bildung für Toleranz und Akzeptanz von Vielfalt" etablieren wollte (queer.de berichtete).

Balzer, der laut seiner Biografie auf der Landtagswebsite seit 1992 Lehrkraft an der Hubert-Sternberg-Schule in Wiesloch ist, behauptete nun in dem Facebook-Eintrag, dass Aufklärung über sexuelle und geschlechtliche Minderheiten zu Kindesmissbrauch führen würde: "Der rot-grüne Bildungsplan und Akionsplan (sic) Baden-Württemberg öffnet Tür und Tor für Pädophilie und Missbrauch an Ihren Kindern in den Schulen", so der 58-Jährige. "Im Rahmen der Akzeptanzbildung für sexuelle Vielfalt (Schwule, Lesben, etc.) sollen Ihre Kinder im Schulalter legal genötigt werden können, vor ihren Mitschülern unter anderem Praktiken wie Blowjob, Gangbang und Analverkehr vorspielen zu müssen."

Dass selbst junge Kinder wegen des Bildungsplans mit sexuellen Praktiken konfrontiert würden, ist eine beliebte Legende der rechten Gleichbehandlungsgegner – und freilich nicht Teil des Bildungsplanes oder des "Aktionsplanes für Akzeptanz & gleiche Rechte".

Sehnsucht nach Paragraf 175

In einem an den Facebook-Beitrag angehängten Video schien sich Balzer sogar nach dem Paragrafen 175 zurückzusehnen: "Vor wenigen Jahren noch waren diese Themen, diese Inhalte, Anstiftung zu strafbaren Handlungen." Weiter erklärte er: "Es ist sexuelle Belästigung, oder sogar Nötigung oder auch Missbrauch – an manchen Stellen Missbrauch von Kindern – wenn diese ihre Geschlechtlichkeit in der Öffentlichkeit zur Schau stellen müssen."

Die Erwähnung von LGBTI im Schulunterricht erinnere ihn an die DDR und eine nicht weiter vom Rechtspopulisten definierte "frühere Vergangenheit":

"Meine Damen und Herren! Was kennzeichnet Diktaturen gegenüber freiheitlichen Staaten? Schon immer die Untergrabung des Erziehungsrechts der Eltern gegenüber ihren Kindern. Die Unterwanderung der Familien… Erinnern Sie sich an die DDR? Und an unsere frühere Vergangenheit? Das Ziel der Schulen damals war schon immer blinde Ergebenheit der jungen Leute gegenüber einer Ideologie, die Neigung zur gegenseitigen Bespitzelung, die Denunziation und die Entfremdung gegenüber den Eltern. Und dass Jugendliche mit 14 bis 16 sich leicht von den Eltern entfremden lassen, das wissen wir aus eigener Erfahrung. Wir lehnen diese Konzepte deswegen ab."

Warnung vor Homo-"Propaganda"

Außerdem stellte Balzer nach russischem Vorbild die Warnung vor Homo-"Propaganda" in den Mittelpunkt: "Dass hier staatlicherseits Propaganda für eine sexuelle Orientierung, für bestimmte Lebensmodelle gemacht wird, lehnen wir zugunsten stabiler Familien ab."

Balzer war bereits zuvor durch homophobe Aussagen aufgefallen. Vergangenes Jahr erhielt er deswegen sogar eine Rüge des Landtags (queer.de berichtete).

Der grün-rote Bildungsplan war in Baden-Württemberg auf heftigen Widerstand von (der damals noch außerparlamentarischen) AfD und der homo- und transfeindlichen Bewegung "Demo für alle", aber auch von CDU und sogar FDP gestoßen. Als die grün-rote Regierung die Initiative vorstellte, erklärte etwa FDP-Fraktionschef Hans-Ulrich Rülke, dass Homosexuelle grundsätzlich als "nicht gleichwertig" mit Heterosexuellen anzusehen seien (queer.de berichtete). Inzwischen trägt die CDU in der grün-schwarzen Landesregierung den Bildungsplan mit.



#1 Alex AndersAnonym
  • 08.03.2018, 12:44h
  • Solche Politiker sind sicher dafür, Home Schooling zu erlauben, damit Christen ihre Kinder nach Strich und Faden verdummbibeln können.
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#2 LorenProfil
  • 08.03.2018, 13:19hGreifswald
  • Typische Hetze aus rechtsradikalen Kreisen. Der Herr Lehrer ignoriert zudem den in seinem Bundesland gesetzlich verankerten Erziehungsauftrag der Schulen vorsätzlich, da er ihm von Berufs wegen bekannt ist. Wahnsinn, was für Figuren Wählerinnen und Wähler in deutsche Parlamente befördern. Da ist wahrlich nicht nur dieser "Schulexperte" zu kritisieren.
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#3 Julian SAnonym
  • 08.03.2018, 13:19h
  • Schule hat die Aufgabe, ihre Schülerinnen und Schüler zu bilden; ihnen also etwas über die Realität beizubringen. Dazu gehört auch die Thematisierung von Homo-, Bi- und Transsexualität.

    Die Schüler, die selbst homo-, bi- oder transsexuell sind, haben es dadurch leichter, sich selbst zu akzeptieren und sind weniger Mobbing ausgesetzt. Und die Hetero-Schüler gehen auch leichter durchs Leben, wenn sie gebildet und ohne Hass durchs Leben gehen.
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#4 FelixAnonym
  • 08.03.2018, 13:22h
  • Die Kinder erfahren doch eh von Homosexualität und Transsexualität. Und sie sehen es in den Medien, in der Familie, bei Freunden, Nachbarn, etc.

    Ist es da nicht besser, wenn sie von pädagogisch geschultem Fachpersonal mit zertifiziertem, auf das jeweilige Alter zugeschnittene Lehrmaterial darüber erfahren, als wenn sie sich irgendwelche Horror-Phantasien zusammenreimen oder im Internet auf duibiose Inhalte dazu treffen?!
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#5 PierreAnonym
  • 08.03.2018, 13:35h
  • Die altbekannte Taktik:
    einfach mal was behaupten, ohne es irgendwie belegen zu können. In der Hoffnung, dass es genug Deppen gibt, bei denen das auch ohne Beweis hängen bleibt.

    Warum wollen die wohl kommende Generationen dumm halten? Damit diese Taktik weiterhin funktioniert...
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#6 Carsten ACAnonym
  • 08.03.2018, 13:46h
  • Vielleicht sollten die einfach mal mit Leuten reden, der sich mit Entwicklungspsychologie, Pädagogik, Didaktik, etc. auskennen, statt immer nur irgendwelche erfundenen Ammenmärchen zu verbreiten und zu hetzen, um auf dem Rücken der Kinder politisch Kapital zu schlagen.

    Denn nicht Bildung schadet Kindern, sondern deren Hass.
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#7 gaymeanslifeAnonym
  • 08.03.2018, 14:29h
  • Es ist erwiesen (!), dass Homosexualität und Pädophilie a priori nichts miteinander zu tun haben.Quelle:
    www.gaymed.at/startseite_gaymed/homosexualitaet-und-paedophi
    lie/


    Kinder in gleichgeschlechtlichen Partnerschaften unterliegen keinem höheren Risiko, Opfer sexuellen Missbrauchs zu werden. Täter in sog. Kindesmissbrauchsdelikten sind ganz überwiegend (zirka 95 Prozent nach Erkenntnissen des Sicherheitsberichts der Bundesregierung) Männer aus dem heterosexuellen nahen Lebensumfeld der Kinder. Das Missbrauchsrisiko für Mädchen ist drei- bis viermal höher als für Jungen.[40] Damit liegt das Missbrauchsrisiko für Kinder, die bei einem lesbischen Paar aufwachsen und für Mädchen, die bei einem schwulen Elternpaar aufwachsen, aus statistischer Sicht niedriger als bei Kindern in heterosexuellen Partnerschaften. Gesicherte statistische Zahlen dazu gibt es allerdings nicht. Es wird argumentiert, dass das Risiko auf Grund hoher sozialer Kontrolle auch hier deutlich niedriger liege als bei heterosexuellen Paaren. Somit findet ein weit verbreitetes Vorurteil keinerlei Bestätigung in der Forschung.Quelle:
    de.wikipedia.org/wiki/P%C3%A4dophilie

    "The truth is the vast majority of pedophiles and child molesters are in fact, heterosexual males."
    Übersetzung: "Die Wahrheit ist die überwiegende Mehrheit der Pädophilen und Kinderschänder sind in der Tat, heterosexuelle Männer."
    Quelle:
    stopabusecampaign.org/2017/03/10/most-sex-abusers-are-hetero
    sexual/


    Zudem empfehle ich diesen Link :

    www.hna.de/kassel/erziehungswissenschaftler-zu-umstrittenen-
    homo-ehe-ansichten-kutschera-liegt-schlicht-falsch-8494218.h
    tml


    "Homosexual men are not more likely to sexually abuse children than heterosexual men..."

    Übersetzung:
    "Homosexuelle Männer tun nicht häufiger Kinder sexuell missbrauchen als heterosexuelle Männer."

    Quelle:
    www.raccfm.com/files/child%20sexual%20abuse.pdf


    Der weltgrößte Psychologenverband American Psychological Association (APA) sagt unter dem Punkt "Can lesbians and gay men be good parents?" siehe dann Punkt 4. :" Are these children more likely to be sexually abused by a parent or by a parent's friends or acquaintances? Übersetzung:"Werden diese Kinder eher von einem Elternteil oder Freunden oder Bekannten eines Elternteils sexuell missbraucht?"There is no scientific support for fears about children of lesbian or gay parents being sexually abused by their parents or their parents' gay, lesbian or bisexual friends or acquaintances.Übersetzung: "Es gibt keine wissenschaftliche Unterstützung für Befürchtungen, dass Kinder von lesbischen oder schwulen Eltern durch Ihre Eltern eher sexuell missbraucht werden oder das die Kinder von lesbischen oder schwulen Eltern durch Schwule, Lesbische oder Bisexuelle Freunde der Eltern oder Bekannten eher sexuell missbraucht werden."In summary, social science has shown that the concerns often raised about children of lesbian and gay parents, concerns that are generally grounded in prejudice against and stereotypes about gay people, are unfounded. Overall, the research indicates that the children of lesbian and gay parents do not differ markedly from the children of heterosexual parents in their development, adjustment or overall well-being."Übersetzung:"Zusammenfassend hat die Sozialwissenschaft gezeigt, dass die oft geäußerten Bedenken über Kinder von lesbischen und schwulen Eltern, die im Allgemeinen auf Vorurteilen und Stereotypen über Schwule beruhen, unbegründet sind. Insgesamt zeigen die Untersuchungen, dass sich die Kinder lesbischer und schwuler Eltern in ihrer Entwicklung, Anpassung oder ihrem allgemeinen Wohlbefinden nicht wesentlich von den Kindern heterosexueller Eltern unterscheiden."

    siehe
    www.apa.org/topics/lgbt/orientation.aspx

    Der weltgrößte Psychologenverband American Psychological Association (APA) unterstützt die Volladoption siehe:
    de.wikipedia.org/wiki/Regenbogenfamilie

    "Homosexual men are not more likely to sexually abuse children than heterosexual men..."

    Übersetzung:
    "Homosexuelle Männer tun nicht häufiger Kinder sexuell missbrauchen als heterosexuelle Männer."

    Quelle:

    www.raccfm.com/files/child%20sexual%20abuse.pdf

    "Researcher Carole Jenny found, in a 1994 study, that a childs risk of being molested by his or her relatives heterosexual partner is 100 times greater than by someone who might be identified as homosexual. Of the 93,000 sexually abused kids in the US in 1999 (the last year of available statistics), half of the children were sexually abused by their parents (Sandusky), while other relatives committed 18 percent of the offenses.
    In other words, sexual orientation isnt a factor in determining child sexual abuse.
    The research is clear that the sexual orientation of an adult is not a factor in the analysis of child abuse. The American Psychological Association, the National Association of Social Workers, the American Academy of Child Psychiatrists and the Child Welfare League of America all have policy statements stating there is no correlation between homosexuality and child abuse."

    Übersetzung:
    "Die Forscherin Carole Jenny fand 1994 in einer Studie heraus, dass "das Risiko eines Kindes, vom heterosexuellen Partner seines Verwandten missbraucht zu werden, 100 Mal höher ist als von jemandem, der als homosexuell identifiziert werden könnte." Von den 93.000 sexuell missbrauchten Kindern in den USA 1999 (das letzte Jahr der verfügbaren Statistiken) wurde die Hälfte der Kinder von ihren Eltern (Sandusky) sexuell missbraucht, während andere Verwandte 18 Prozent der Straftaten begingen.
    Mit anderen Worten, sexuelle Orientierung ist kein Faktor für den sexuellen Missbrauch von Kindern.
    Die Forschung zeigt, dass die sexuelle Orientierung eines Erwachsenen kein Faktor bei der Analyse von Kindesmisshandlung ist. Die American Psychological Association(weltgrößte Psychologenverband), die National Association of Social Workers, die American Academy of Child Psychiatrists und die Child Welfare League of America haben alle Grundsatzerklärungen, dass es keine Korrelation zwischen Homosexualität und Kindesmissbrauch gibt."

    Quelle:
    stopabusecampaign.org/2017/03/10/most-sex-abusers-are-hetero
    sexual/


    Of abusers who perpetrate against young children, 90% are male and 95% are heterosexual.

    95% der Missbarucher von jungen Kindern sind heterosexuell, 90% sind männlich.

    Quelle:
    www.icasa.org/docs/sexual_offenders_-_draft-7.doc

    Die Daten kommen von der Illinois Coalition Against Sexual Assault, die andere Quellen für die Daten verwendet.Siehe Randnummern und unten auf der Seite stehenden Legenden.

    "Es gibt etwa doppelt so viele heterosexuelle pädophile Männer wie homosexuelle."Quelle:goo.gl/qLVDtB

    Der größte Psychologenverband der Welt die American Psychological Association (APA) sagt auch

    ,dass LGBT -Eltern oder LGBT-Freunde nicht eher Kinder missbrauchen.Schwule Männer tun Kinder

    nicht eher belästigen als heterosexuelle Männer siehe:
    www.splcenter.org/fighting-hate/intelligence-
    report/2011/10-
    anti-gay-myths-debunked

    "Der weitaus größte Teil aller sexuellen Übergriffe an Kindern wird nicht von Kernpädophilen begangen, sondern von regressiven Tätern, auch bekannt als heterosexuelle Ersatzobjekttäter. Dies sind Männer, die in ihrer Sexualität eigentlich auf Erwachsene ausgerichtet sind, zumeist auf Frauen. "
    Quelle:
    www.schicksal-und-herausforderung.de/missbrauch-und-kinderpo
    rnographie/sind-alle-missbrauchstaeter-paedophil/
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#8 BuntesUSchoenesEhemaliges Profil
#9 gaymeanslifeAnonym
#10 Tommy0607Profil
  • 08.03.2018, 16:28hEtzbach
  • Wer solche Aussagen macht ; einen § 175 wieder möchte :
    Der , Die oder so ein "Verein" ist nicht besser , als es Verein im 3. Reich des 20 . JH war.
    Es ist nun mal so: Rechtspop. haben viele Namen :
    Und DIE sind alle gleich.
    Nämlich Rassistisch , Homophob, Intolerant sowie Unmenschlich !
    Es ist eine Schande für die Menschheit , dass man sowas wieder nachläuft!
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