Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?30788

"Mit einem guten Gefühl"

Barbara Hendricks scheidet aus Bundes­regierung aus

Die erste offen lesbische Bundesministerin wird der nächsten Regierung nicht mehr angehören.


Barbara Hendricks gibt nach vier Jahren die Leitung des Bundesumweltministeriums ab, bleibt aber Bundestags­abgeordnete (Bild: Deutscher Bundestag / Achim Melde)

  • 8. März 2018, 12:12h 22 2 Min.

Die SPD-Politikerin Barbara Hendricks wird in der neuen Bundesregierung kein Ministeramt mehr übernehmen. Das verriet die noch geschäftsführend tätige Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit auf ihrer Facebook-Seite. "Ich gehe mit einem guten Gefühl aus diesem Amt, weil ich glaube, dass ich dazu beitragen konnte, Positives für unser Land und für die Umwelt bewegt zu haben", so Hendricks. Als Beispiele nannte sie den boomenden Wohnungsbau sowie Fortschritte, "um die Klimakatastrophe doch noch abzuwenden" und "um mit den Sünden des atomaren Zeitalters umzugehen".

Ihrer Nachfolgerin oder ihrem Nachfolger wünschte sie Glück. Laut der "Rheinischen Post" wird die frühere NRW-Wissenschaftsministerin und derzeitige NRW-Generalsekretärin Svenja Schulze das Amt übernehmen. Auch dem niedersächischen SPD-Politiker Matthias Miersch, der als Stellvertreter im Kuratorium der Magnus-Hirschfeld-Stiftung sitzt und laut seiner Homepage in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft lebt, wird in den Medien als möglicher Nachfolger von Hendricks genannt.

"Meiner Partei wünsche ich, dass sie nun zu alter Stärke zurückfindet", so Hendricks. "Dieses Land braucht die Sozialdemokratie. In diesen Zeiten vielleicht mehr als je zuvor."

Hendricks wurde am 17. Dezember 2013 im dritten Kabinett von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zur Bundesumweltministerin ernannt. Zwei Wochen später outete sie sich in einem Presse-Interview als lesbisch (queer.de berichtete).

/ bmub
Datenschutz-Einstellungen | Info / Hilfe

Auch Gabriel nimmt den Hut

Am Donnerstag gab der innerparteilich umstrittene Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) ebenfalls bekannt, dass er der neuen Bundesregierung nicht angehören wird. In einem Brief schrieb er, die designierte Parteichefin Andrea Nahles und der wahrscheinlich künftige Finanzminister Olaf Scholz hätten ihn darüber unterrichtet, dass er in der nächsten Großen Koalition keinen Ministerposten mehr haben werde.

Bislang haben nur CDU und CSU bekannt gegeben, welche Minister sie in die neue schwarz-rote Bundesregierung schicken werden. Die SPD will ihre Kabinettsmitglieder am Freitagmorgen benennen. Mit Jens Spahn wird dem Kabinett auch ein offen schwuler Christdemokrat angehören – der 37-jährige Merkel-Kritiker wird das Bundesgesundheitsministerium übernehmen (queer.de berichtete). (dk)

-w-

#1 Julian SAnonym
  • 08.03.2018, 13:26h
  • Es wird wohl jemand gesucht, der das deutsche Automobil-Betrüger-Kartell nicht zu stark kritisiert...

    Denn da ja in Deutschland offenbar selbst bei Gesundheitsschäden bei Tausenden Bürgern die Auto-Lobby die Politik diktiert und nicht etwa ein demokratisch gewähltes Parlament, passt zu viel Kritik da nicht hinein. (Wobei auch Frau Hendricks zwar viel geredet, aber wenig gehandelt hat. Aber das kennt man ja von der SPD.)
  • Direktlink »
#2 Carsten ACAnonym
  • 08.03.2018, 13:48h
  • Ich fand Frau Hendricks immer sehr sympathisch. Auch als ich noch nicht wusste, dass sie lesbisch ist. Und ich wünsche ihr für ihren weiteren Lebensweg von Herzen alles Gute.

    Aber letztlich war auch sie, genau wie alle anderen SPD-Minister, immer nur Schoßhündchen der Union und hat brav auf die Kommandos von Mutti Merkel gehört.
  • Direktlink »
#3 schwarzerkaterEhemaliges Profil
  • 08.03.2018, 14:04h
  • mir war frau hendricks überaus sympathisch. ich hielt sie für kompetent und glaubwürdig. ausserdem musste sie ein ziemlich dickes fell haben, denn ihr ministerium wurde von anderen ministerkollegen aus dem ehemaligen kabinett immer wieder brutal übergangen und ausgespielt.
  • Direktlink »