Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?30789

Sieg für LGBTI-Rechte

US-Gericht: Trans-Diskriminierung ist Diskriminierung

Zum zweiten Mal innerhalb von zehn Tagen hat ein Bundesgericht entschieden, dass die Diskriminierung von LGBTI gegen das Gesetz verstößt.


Seit Aimee Stephens vor rund fünf Jahren wegen ihrer Transsexualität gefeuert wurde, kämpft sie für ihr Recht

Die Diskriminierung von Transpersonen ist in den USA nach einem Bürgerrechtsgesetz aus dem Jahr 1964 verboten. Das hat ein Bundesberufungsgericht in Cincinnati (US-Bundesstaat Ohio) am Mittwoch entschieden. Der "United States Court of Appeals for the Sixth Circuit" hatte über einen Fall eines Bestattungsinstituts in Garden City (US-Bundesstaat Michigan) entschieden, das eine Trans-Mitarbeiterin wegen ihrer Geschlechtsidentität fristlos gefeuert hatte.

Das Unternehmen "RG & GR Harris Funeral Homes" hatte 2013 die Transsexuelle Aimee Stephens nach sechs Jahren Betriebszugehörigkeit entlassen, nachdem sie ihrem Arbeitgeber bekannt gegeben hatte, dass sie sich einer Geschlechtsanpassung unterziehen und künftig in Frauenkleidung ihre Arbeit verrichten würde. Ihr Chef begründete die Kündigung mit seinem religiösen Empfinden. "Das Geschlecht einer Person ist unabänderbar und gottgegeben", erklärte er während des Verfahrens.

Im Jahr 2016 gab ein Bundesrichter in Detroit dem Bestattungsunternehmen Recht (queer.de berichtete). Der von George W. Bush ernannte Jurist argumentierte, dass die Transsexualität einer Mitarbeiterin eine "erhebliche Belastung" für einen christlichen Arbeitgeber darstellen könne.

- Werbung - Video (60s): KLM – Wir sind eine Airline

Transsexualität keine "substanzielle Belastung" für religiöse Menschen

Die drei Richterinnen am Berufungsgericht in Cincinnati wiesen die Auffassung der Vorinstanz einstimmig zurück. Sie argumentierten, dass das in "Title VII" des Bürgerrechtsgesetzes festgelegte Verbot der Diskriminierung aufgrund des Geschlechtes auch das Merkmal Geschlechtsidentität beinhalte. In ihrer Entscheidung argumentierten die Juristinnen, dass es für einen Christen keine "substanzielle Belastung" bedeute, eine Transsexuelle zu beschäftigen. Zwei der Juristinnen waren von Bill Clinton ernannt worden, eine von George W. Bush.

Bereits vergangene Woche hatte ein Bundesberufungsgericht in New York entschieden, dass das Diskriminierungverbot aufgrund des Merkmals Geschlecht in "Title VII" auch das Merkmal sexuelle Orientierung einschließe (queer.de berichtete).

Die Entscheidungen haben allerdings noch keinen endgültigen Charakter – am Ende hat wohl der Supreme Court, der in Washington ansässige Oberste Gerichtshof, das letzte Wort. Die Höchstrichter haben aber auch das Recht, Fälle abzulehnen. Dann würde im Einzelfall die Entscheidung der Vorinstanz bestehen bleiben.

Die Trump-Regierung und Justizminister Jeff Sessions argumentieren anders als die Obama-Vorgängerregierung, dass es auf Bundesebene keinen Diskriminierungsschutz für die Merkmale sexuelle Orientierung und Geschlechtsidentität im Arbeitsrecht gibt. "Title VII" nennt explizit als Diskriminierungsverbote lediglich Rasse, Hautfarbe, Religion, Geschlecht, nationale Herkunft und Religion. (dk)



#1 FelixAnonym
  • 08.03.2018, 16:01h
  • Richtig so!

    Diskriminierung ist Diskriminierung. Punkt.

    Und auch Religiöse stehen nicht über dem Gesetz und können ihren Glauben nicht als Begründung für Diskriminierung nehmen. Genauso wenig wie man aus seinem Glauben heraus vergewaltigen, morden oder was auch immer darf.

    Die verlangen, dass ihr Glaube respektiert wird, aber sie respektieren nicht, dass andere Menschen nicht ihren Glauben teilen. Damit geht es ihnen nicht um Freiheitsrechte, sondern nur um die Durchsetzung ihrer totalitären Gesinnung.
  • Antworten » | Direktlink »
#2 Alex AndersAnonym
  • 09.03.2018, 11:33h
  • Deutsche Gerichte sollten endlich auch einmal so konsequent gegen diskriminierende Christen und ihre Institutionen vorgehen!
    "Bischöfe" wegen Volksverhetzung verurteilen. Hohe Geldstrafen verhängen, wenn ein christlicher Arbeitgeber Angestellte unter Angabe "religiöser" Gründe feuert usw.
    Es ist an der Zeit, diese Christen in die Schranken geltendes Rechts zu verweisen und die Sonderregelungen für "Gläubige" abzuschaffen.
  • Antworten » | Direktlink »
#3 Tommy0607Profil
  • 09.03.2018, 17:15hEtzbach
  • Da hat das Gericht richtig "mal" entschieden .
    Und die Amis. sollten mal auch nicht gegen Homos "wettern".
  • Antworten » | Direktlink »