Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?30803

Ansfelden

Anwohner wehren sich gegen schwulen Cruising-Club

In einem Vorort von Linz wollen Nachbarn, "Kronenzeitung" und FPÖ die Eröffnung des "Club OZ" mit Darkroom und Privatkabinen verhindern.


Cruisingbars für schwule und bisexuelle Männer gibt es in vielen Städten Europas
  • 11. März 2018, 13:35h 25 2 Min.

Der "Club OZ", kurz für "Ohne Zwang", sollte ein "neuer, sicherer Ort für die Community in Linz-Ansfelden" werden, hieß es auf der mittlerweile abgeschalteten Homepage. Doch die Eröffnung der Gay-Cruisingbar mit Privatkabinen und Darkroom in der Schenterstraße 2 in der Ortschaft Freindorf wird immer unwahrscheinlicher.

In der vergangenen Woche hatte die Kronenzeitung unter der Überschrift "'Homo-Treff' sorgt für Wirbel in Freindorf" erstmals darüber berichtet, dass "mitten im Wohngebiet" und "direkt neben einer Einfamilienhaussiedlung nun ein derartiges Etablissement eröffnen soll". "Entsetzte" Anwohner, die im Artikel allerdings anonym blieben, wurden mit den Worten zitiert: "Wir sind bei der Verhandlung vom Hauseigentümer eindeutig getäuscht worden und über die eigentlich geplante Verwendung der Räumlichkeiten wurde kein Wort verloren."

Betriebserlaubnis beantragt, aber bislang nicht erteilt

Hinter dem "Club OZ" steckt ein Unternehmer aus Kirchberg ob der Donau, der bei den Behörden ordnungsgemäß eine Betriebserlaubnis für ein Lokal für 30 Personen beantragt hat. Ansfeldens Vizebürgermeister Christian Partoll von der FPÖ sprach sich jedoch bereits gegen eine Lizenz aus: "Wir brauchen in Freindorf weitere Nahversorger und andere Betriebsansiedelungen", erklärte er laut "Kronenzeitung". "Eine solche Verwendung ist abzulehnen und darf keine Genehmigung bekommen!"

Die Facebook-Fans des Boulevardblatts reagierten gelassener auf das Cruisingbar-Projekt. "Ich wohne 1 Straße weiter… und mich hat niemand gefragt… hätte aber nix dagegen… Leben und leben lassen würd ich sagen! Ich glaub eher, dass es ein Parkplatzproblem geben wird", heißt es in einem Kommentar unter dem geposteten Artikel. Ein anderer User schrieb: "Schwule Männer ab 18. Sehr Gut, dass es für uns dann wieder Treffpunkte in OÖ gibt." Eine Leserin meinte sarkastisch: "Aber bei an 'normalen' Puff würdens wahrscheinli 'hier' schrein." (cw)

#1 easykeyProfil
  • 11.03.2018, 14:23hLudwigsburg
  • Mich wundert die Aufregung und Ablehnung nicht, handelt es sich doch um eine der ganz braunen Ecken von Österreich.
  • Direktlink »
#2 Gerlinde24Ehemaliges Profil
  • 11.03.2018, 14:29h
  • Vor was haben die Anwohner Angst? Das ihre Söhne schwul werden? Oder, dass "Perverse" in der Nachbarschaft sind, die ein österreichisch-katholisches Herz nicht ertragen kann, weil alles sauber, hinter Kirchenmauern passieren soll?
    Soviel Heuchelei und Doppelmoral ertrag ich nicht! Ich besauf mich mit Cola!
  • Direktlink »
#3 konsumAnonym
  • 11.03.2018, 17:00h
  • Ich meine, dass weder ein Darkroom mit(Kabinenräumen noch ein Bordell in ein Wohngebiet gehören. Solche Läden sollten wie eine Disco in Rand- oder Partygegenden liegen.
    Eine schwule Bar hätte ich gerne an jeder Ecke.
  • Direktlink »

Kommentieren nicht mehr möglich
nach oben
Debatte bei Facebook

Newsletter
  • Unsere Newsletter halten Dich täglich oder wöchentlich über die Nachrichten aus der queeren Welt auf dem Laufenden.
    Email: