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Einzelkommentar zu:
Jerusalem: Mann angeklagt


#5 WernerAnonym
  • 06.07.2005, 23:27h
  • Habe heute bei swr3 diese "Gedanken" gehört:

    von Pfarrerin Annette Bassler, Mainz, Evangelische Kirche

    Schwule Schwäne
    Schwule Schwäne! Können Sie sich das vorstellen: Schwule Schwäne? Die ein Leben lang zusammenbleiben und miteinander ein Junges großziehen? Gibt es. Und lesbische Fledermäuse gibt es auch und schwule Affen, Delphine, Giraffen und Elefanten. Mehr als 450 Tierarten sind es, in denen wissenschaftlich erwiesen Homosexualität vorkommt. Homosexualität als etwas Natürliches? Es sieht danach aus. Dennoch lehnen viele Politiker und Kirchenmänner Homosexualität als etwas Widernatürliches ab und machen Stimmung. Und trotz eingetragener Partnerschaft und kirchlichem Segen, die Gefahr, diskriminiert zu werden, ist längst nicht vorbei.
    Die Schwulengegner begründen ihre Position vor allem mit Aussagen des Apostels Paulus in der Bibel. Der hatte damals bestimmte Männer vor Augen. Männer, die sich – wie in der Antike oft üblich- Sex kauften. Für die Sex nichts mit Beziehung zu tun hatte. Wir würden das heute „promiskuitiv“ nennen. Und genau das prangerte Paulus an, den Sex ohne Beziehung und ohne Verantwortung füreinander.
    Homosexualität kann man auch anders sehen. Dazu gibt eine andere Stelle in den Briefen des Paulus viel mehr her. Paulus sagt nämlich eindeutig, was das Wichtigste ist. Nicht mit wem, sondern wie man sich begegnet.
    „Wenn ich alle Weisheit hätte und alle Moral und wenn ich alles richtig machen würde, schreibt er, und hätte die Liebe nicht, so wäre alles nichts.“ Mit wem immer man sich einlässt- entscheidend ist, ob man den Anderen im Blick hat. Seine Interessen, seine Bedürfnisse. Ob man ihn als Mensch respektiert, ihm verzeiht, wenn er Mist gebaut hat. Ob man treu zu ihm steht. Kurzum: ob man ihn liebt.
    Und da kann man sich lange umschauen. Das ist doch in jeder Beziehung DAS Thema. Daran arbeiten sich doch die Heteros ständig erfolglos ab. Dabei brauchen wir alle jede Menge Unterstützung und den Segen Gottes. Und wenn man schon was zum Bekämpfen braucht: Wie wäre es mit Respektlosigkeit, Egoismus und Gewalt in der Ehe? Da gäbe es reichlich viel zu tun!

    Schade, das nicht alle so denken.....
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