Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://www.queer.de/detail.php?article_id=30839
Home > Kommentare

Kommentare zu:
Neues Aids-Medikament ist wirksamer als je zuvor


#1 Patroklos
  • 18.03.2018, 11:22h
  • Es wäre wünschenswert, wenn es in Deutschland so schnell wie möglich auch zugelassen würde, und zwar zu einem erschwinglichen Preis.
  • Antworten » | Direktlink »
#2 la_passanteAnonym
#3 TheDadProfil
  • 18.03.2018, 16:52hHannover
  • Antwort auf #1 von Patroklos
  • ""und zwar zu einem erschwinglichen Preis.""..

    Wann genau hat man eine solche "Forderung" dann schon mal für die Zulassung eine neuen Präparates für Diabetes oder Rheuma oder gar Brust-Krebs gehört ?

    Voltaren-Schmerz-Gel..
    300 gr. für 32,70 in der Apotheke..

    Diclophenac-Schmerz-Gel..
    100 gr. 4,99..
    Also 14,97 für die gleiche Menge..

    Und immer noch halten sich die Gerüchte hartnäckig wonach Generika "anders" wirkten, oder gar "schlechter"..

    Interessanterweise werden dann teure "Originale" häufig an Privat Versicherte verschrieben, während Generika für AOK-Versicherte "ausreichen" müssen, ohne darüber zu reflektieren ob hier die Diskussion über eine Zwei-Klassen-Medizin angemessen ist..

    Oder man sich nicht endlich mal darauf konzentrieren soll die teuren "Originale" überhaupt nicht mehr zu verschreiben um das Gesundheits-System insgesamt zu entlasten..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #1 springen »
#4 TheDadProfil
  • 18.03.2018, 16:54hHannover
  • Antwort auf #2 von la_passante
  • ""Sind die lukrativen Patente schon wieder abgelaufen?""..

    Worauf bezieht sich diese Frage ?

    Die Neuzulassung eines Medikamentes hat mit dem Ablauf eines Patentes für andere Medikamente, die wie hier im Artikel beschrieben, andere Wirkungen oder bisweilen gar keine haben, im Mittel nur wenig zu tun..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #2 springen »
#5 RobinAnonym
  • 18.03.2018, 17:39h
  • Jeder weitere medizinische Fortschritt ist ein Geschenk.

    Aber es muss noch viel mehr Geld in die Forschung fließen, denn Ziel muss weiterhin die Heilung von HIV und Impfung gegen HIV sein.

    Und auch in die Erforschung, Heilung und Vorbeugung vieler anderer Krankheiten sollte noch viel mehr Geld fließen: Krebs, Hepatitis, Alzheimer, Parkinson, Rheuma, Arthrose, etc.

    Da ist das Geld viel besser angelegt als in Rüstung, Kriegen, Lobbyarbeit, Kohle- und Atomförderung, etc. etc. etc.
  • Antworten » | Direktlink »
#6 von_hinten_genommenAnonym
  • 18.03.2018, 18:08h
  • A propos Gesundheit:

    www.spiegel.de/politik/deutschland/jens-spahn-ueber-abtreibu
    ngen-es-geht-um-ungeborenes-menschliches-leben-a-1198661.htm
    l


    Ich ahnte bereits, dass seine Gesundheitspolitik nicht das ist, was Deutschland braucht. Er ist zu sehr von Religion beeinflusst und hat keine Ahnung, dass es deutliche Unterschiede gibt in der medizinischen und gesundheitlichen Versorgung und Angeboten bei Privatversicherten und Kassenpatienten. Vor allem im Bereich Psychologie und die Art und Weise des Umgangs mit den Patienten allgemein gibt es sehr starke Unterschiede. Auch in Arztpraxen wird das deutlich. Spahn hat ja selbst geäußert, dass die Terminvergabe in Praxen viel zu spärlich ist und die Wartezeit häufig zu lang ausfällt. Von den Kosten der Medikamente ganz zu schweigen - das muss besser geregelt werden.

    Übrigens bin ich davon überzeugt, dass nicht nur die Symptome behandelt werden müssen, sondern dafür gesorgt werden muss, dass es weniger "kranke" und weniger überbelastete Menschen gibt. Die Ursache muss behoben werden. Aber das ist für die Union zu viel verlangt.

    Dass das Hartz IV nicht ausreichend ist zu leben, das weiß mittlerweile jeder Bürger und jede Bürgerin in Deutschland, außer Jens Spahn. Man muss nur eins und eins zusammenzählen, damit klar wird, dass das Armut erzeugte. Ohne das Hartz IV müsste es keine "Tafeln" geben. Man muss schon egoistisch und ignorant sein, um dieses System aufrecht erhalten zu wollen und zu behaupten, dass die Hartz IV Empfänger alles hätten, was sie zu leben bräuchten. Da höre ich aber ganz gegenteiliges.
  • Antworten » | Direktlink »
#7 JadugharProfil
  • 18.03.2018, 19:54hHamburg
  • Antwort auf #5 von Robin
  • Seit ich 1986 zum ersten Mal von der AIDS-Krise gehört hatte, dachte ich, es wäre ein schlechter Witz. Damals wies ich auf die Erzeugung von Antikörpern hin. Ja sogar, daß der Körper in dessen Erzeugung selbst unterstützt wird, da meines Erachtens einige Milliarden Jahre Evolution kein Pfusch sind und unser Immunsystem etwas sehr Großartiges leisten kann. Ich selbst habe auf diesen Gebieten geforscht und auch Selbstexperimente unternommen, um keine Infektionskrankheiten mehr zu haben. Sogar mit großen Erfolg. Doch leider sind diese Methoden nicht patentierbar, da sie auf natürliche Methoden aufbauen. Züchtet man jedoch die Antikörper in vitro, dann kann man es verkaufen und auch patentieren lassen. Dabei ist es eigentlich egal, wo die Antikörper entstehen. Der Körper kann es meistens immer besser. Doch man wollte lange davon nichts wissen. Der Körper galt immer als suspekt.

    Als ich dieses Thema hier in diesen Forum vor einigen Jahren ansprach, wurde ich sehr heftig angegriffen, so als wäre ich ein Scharlatan oder Esoteriker.

    Jetzt ist genau das passiert, was ich von 1986 an immer gefordert hatte, daß man endlich Antikörper züchtet, ob in vitro oder im Organismus selbst! Auf medizinischen Kongressen wurde ich ebenfalls niedergemacht! Meine Vorträge in den achtziger Jahren über die Unterstützung von Antikörpern wurden extrem bekämpft! Es scheint in Deutschland eine sehr starke Feindlichkeit gegenüber Innovationen vorhanden zu sein, wenn man sehr einfache und kostengünstige Ansätze vorschlägt. Besonders Außenseiter werden stets heftig angegriffen!
    Es sind viel zu viel Menschen wegen AIDS aufgrund dieser Innovationsfeindlichkeit gestorben, weil man mit altbackenden Methoden in Form von Bekämpfung die Sache angehen wollte. Ich war ein heftiger Gegner dieser Vergiftungsmethoden, da früher viele AIDS-Patienten auch wegen der Giftcocktails zu Grunde gingen.
    Für mich ist das eine sehr bittere Sache und kommt viel zu spät!
  • Antworten » | Direktlink » | zu #5 springen »
#8 la_passanteAnonym
#9 InnovationAnonym
  • 18.03.2018, 21:40h
  • Antwort auf #8 von la_passante
  • Schon mal davon gehört, dass es Forschung und Weiterenwicklung gibt? Zum Beispiel schon mal die Erfahrung gemacht, dass zwischen dem Computer von 1998, 2008 und 2018 Unterschiede in der Performance bestehen? Oder den Autos dieser Jahre? Oder den Mobiltelefonen? Wäre es denkbar, dass es da auch neue Arzneien gibt, die 2018 mehr und/oder anderes leisten als 2008, 1998 und 1988? Könnte es vielleicht sogar sein, dass deshalb die Lebenserwartung steigt, jedes Jahr, die allgmeine und die von HIV-Infizierten besonders? Oder schlafen einfach alle länger, treiben mehr Sport und essen gesünder und werden deshalb älter?
  • Antworten » | Direktlink » | zu #8 springen »
#10 Rosa SoliAnonym
  • 18.03.2018, 22:19h
  • Antwort auf #7 von Jadughar
  • Der Entry-Inhibitor enthält genetisch veränderte mononukleale Antikörper, die an CD4-Rezeptoren binden und sie blockieren.

    Das ist meilenweit von dem entfernt, was Du in den 1980er Jahren vorgeschlagen und/oder gefordert hast.

    Du kannst also ganz beruhigt sein.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #7 springen »
#11 Julian SAnonym
  • 18.03.2018, 22:44h
  • Das ist ein Durchbruch für diejenigen, bei denen bisherige Mittel versagen. Man darf nicht vergessen, dass es das auch gibt.

    Aber man darf auch nicht vergessen, dass auch dieses Mittel viele mögliche Nebenwirkungen hat. Am besten ist immer noch der Schutz, diese Geissel der Menschheit erst gar nicht zu bekommen.
  • Antworten » | Direktlink »
#12 TheDadProfil
  • 18.03.2018, 23:13hHannover
  • Antwort auf #8 von la_passante
  • Das stimmt zum Teil sicher..
    Ich bin da auch zum Teil ebenso skeptisch gegenüber der Pharmazeutischen Industrie..

    Anderseits erwirtschaften Pharma-Firmen mit Medikamenten immer noch bestens Gewinne selbst dann wenn die Patente wie im Fall "Aspirin" schon vor mehr als 75 Jahren ausgelaufen sind..

    Der Ansatz dieser neuen Therapie ist dann auch nicht andere Medikamente wie Tenofovir und Truvada zu ersetzen, sondern sie zu ergänzen..

    Derzeit sehe ich dort also keine Probleme, vor allem deshalb nicht weil Tenofovir zusätzlich sehr erfolgreich zur Hepatitis-Therapie eingesetzt wird, und Truvada über die PrEP gerade einen zusätzlichen Markt erobert hat, der insgesamt für das Zurückdrängen der Infektion sehr wichtig ist, nämlich der Prävention..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #8 springen »
#13 Homonklin44Profil
  • 19.03.2018, 02:49hTauroa Point
  • Antwort auf #6 von von_hinten_genommen
  • Was erwartest Du?
    Jens Spahn lebt weder von ALG II, noch hat er vermutlich jemals auch nur 3 läppische Jahre auf der Straße gelebt. oder musste bei den Tafeln anstehen. Kein Wunder, dass er keinen blassen Schimmer von diesen Realitäten haben kann.

    Seine Ahnung von Medizin ist mir nicht geläufig.

    Bis Ratiopharm als Beispiel ein Generica dieses Medikaments erstellen kann, vergehen ab der Zulassung erst mal wenigstens 5 Jahre, je nachdem, wie lange die Patentierung da was vorgeben mag. Und bis die Zulassung erst da ist ... das ist manchmal ein langwiieriger Prozess.

    Patienten bei privaten Kassen sind da übrigens auch nicht automatisch besser dran. Fällt man da in eine Notlage oder hat man Schulden, greift nur noch ein Notlagentarif oder Basistarif und besondere Medikamente werden nicht übernommen. Sie erheben Sonderbedingungen für die Übernahme, die nur bei möglichst raren medizinischen Konditionen zutreffen, und der Patient bleibt auf den Kosten sitzen.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #6 springen »
#14 Ith_Anonym
  • 19.03.2018, 08:15h
  • Antwort auf #10 von Rosa Soli
  • Aye, danke, dass es sonst noch jemandem auffällt... 80er... das ist Steinzeit, was molekularbiologische Methoden betrifft. Manchmal liegt's halt schon daran, dass man einfach nicht genug kann und weiß, als dass man aus 'Innovationsfeindlichkeit' bloß nicht wollte.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #10 springen »
#15 Sukram712Anonym
  • 19.03.2018, 10:11h
  • Wenn die Pharma-Industrie ein völlig neues Aids-Medikament - mit völlig neuem vielversprechendem Wirkansatz - auf den Markt bringt, dann darf das auch teuer sein und die Firma soll auf Jahre richtig gut daran verdienen. (Für Entwicklungsländer sollte es natürlich Ausnahmen geben. Bei uns zahlen das die Krankenkassen.)

    Das muss so sein, damit sich die Forschung in neue Medikamente lohnt. Alles andere wäre fatal.

    Sonst entwickelt die Pharmaindustrie wie bisher das 500ste, nur leicht veränderte aber dreimal so teure, Mittel gegen Kopfschmerzen, Bluthochdruck oder Rheuma. Dagegen sollte man vorgehen.

    An wirklich neuen Aids-Medikamenten sollen die Erfinder ruhig reich werden. :)
  • Antworten » | Direktlink »
#16 TheDadProfil
  • 19.03.2018, 10:53hHannover
  • Antwort auf #15 von Sukram712
  • ""Das muss so sein, damit sich die Forschung in neue Medikamente lohnt. Alles andere wäre fatal. ""..

    Ist das so ?
    Muß das so sein ?
    Ist es tatsächlich die Aufgabe von kapitalistischen Firmen-Konsortien Medikamente für solche Infektions-Krankheiten zu entwickeln und dann auch Markt-fähig zu machen ?

    Oder liegt dort mehr Gefahr als Nutzen im System ?
    Gerade auch bei Infektionen aus dem Bereich der Viren..

    Man kann da auch mal andere Wege denken, und dann auch gehen..

    Mir schwebte dort vor, der Staat bezahlt die Forschung dieser Medikamente..
    Und zwar komplett..
    Erhält dafür dann auch die Patente, und vergibt sie an die Pharma-Industrie mit einem vorgegebenem Marktpreis um bestenfalls Seuchen dann auch zu verhindern..
    Und um gleichzeitig zu verhindern daß sich die Pharma-Industrie am Elend von Menschen schamlos bereichern..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #15 springen »
#17 Sukram712Anonym
  • 19.03.2018, 11:55h
  • Antwort auf #16 von TheDad
  • Wenn man der Pharmaindustrie erlaubt mit relativ unwichtigen Medikamenten, für die es genug andere Medikamente gibt, große Gewinne zu machen...

    ... aber bei lebenswichtigen neuen HIV Medikamenten sagt, die müssen billig sei, um allen Menschen zu helfen, setzt man glaube ich falsche Anreize. ;)

    Natürlich ist auch ein anderes Wirtschaftssystem möglich. Aber ob eine verstaatlichte Pharmaindustrie bessere Medikamente entwickelt, halte ich für fraglich. Im Moment ist es so, wie es ist. Das lässt sich auch nicht kurzfristig ändern, deshalb muss man die berücksichtigen.

    Für wichtige wirklich neuartige Medikamente sollten die Gewinne höher sein, als für das 500ste Medikament gegen Bluthochdruck oder Rheuma. Sonst läuft irgendwas falsch. ;)
  • Antworten » | Direktlink » | zu #16 springen »
#18 von_hinten_genommenAnonym
  • 19.03.2018, 13:16h
  • Antwort auf #13 von Homonklin_@_NZ
  • Ich erwarte dieselbe Soße im gesundheitlichen Bereich wie bisher auch, solange die Union regiert.
    Gewünscht hatte ich mir allerdings eine kompetentere Person von einer anderen Partei, ohne GroKo :-)

    Und ja, im gesundheitlichen Bereich lässt sich einiges vebessern, wenn man es denn als Minister möchte. Solange man in der Union ist, sieht es diesbezüglich natürlich dunkel aus.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #13 springen »
#19 RobinAnonym
  • 19.03.2018, 15:56h
  • Antwort auf #7 von Jadughar
  • @Jadughar:

    Das finde ich sehr interessant, was Du da schreibst.

    Ich kenne mich zu wenig mit Medizin aus, um das beurteilen zu können, aber ich weiß, dass es in vielen anderen Bereichen einfache Lösungen gibt, die nur deshalb torpediert und schlechtgeredet werden, weil sie für jedermann selbst einfach und erschwinglich durchführbar sind und weil sie halt Geschäftsmodelle ruinieren.

    So ist das leider im Kapitalismus: einfacher Lösungen werden oft durch komplexere ersetzt, weil man mit den komplexeren mehr Geld machen kann.

    Deswegen würde ich gerne mehr über Deine Ansätze erfahren. Hast Du eine Website, einen Blog oder sowas, wo man mehr darüber erfahren kann?
  • Antworten » | Direktlink » | zu #7 springen »
#20 InnovationAnonym
  • 19.03.2018, 16:03h
  • Antwort auf #16 von TheDad
  • Warum soll der Staat nur die Forschung bezahlen und die Patente erhalten und vergeben? Er kann doch alles machen, auch die Produktion organisieren und durchführen. Der ganze Mehrwert, den sonst die Kapitalisten, sprich die Eigentümer der Pharmafirmen wegfressen kann so der gesamten Bevölkerung zu Gute kommen. An kapitalistische Länder kann der gute Staat dann natürlich die Innovationen teuer verkaufen und so der eigenen Bevölkerung, die sich für das bessere Modell der Medikamtenentwicklung und Produktion durch den Staat entschieden hat, weitere finanzielle Vorteile schaffen. Früher oder später sind dann die internationalen Pharmakonzerne von Pfizer über Novartis bis Gilead pleite, weil sie dem schlechteren Staatsmodell hilflos hinterhecheln. Wir brauchen nur Parteien, die das konsequent in ihr Programm aufnehmen, dann Wähler, die die wählen und dann muss es noch umgesetzt werden durch Gründung von Staatspharmafirmen.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #16 springen »
#21 JadugharProfil
  • 19.03.2018, 19:29hHamburg
  • Antwort auf #19 von Robin
  • Leider habe ich keine Internetseite hierzu, da ich den neunziger Jahren resigniert hatte. Ein weiterer Umstand ist, daß ich kein Mediziner bin, sondern nur studierter Naturwissenschaftler im Bereich Biologie, Chemie und Physik. Vieles andere wie beispielsweise Medizin habe ich mir autodidaktisch angeeignet oder durch eigene Forschungsprojekte, da man nicht unendlich viele Fächer an einer Universität studieren kann. Meines Erachtens ist jeder erkenntnisfähig und bei Interesse eines Fachgebietes kommt doch einige interessante
    Antworten heraus.

    Ich kann jedoch einiges in Wörtern hier beschreiben und hoffe damit, daß man als Anregung dieses genauer untersuchen bzw. sich auseinandersetzen kann.

    Ich habe mich sehr mit den Immunsystem befaßt besonders im Bezug des Zusammenhangs mit Krebs usw.. So wird heute der Krebs, bzw. der böse Tumor immer noch bekämpft, indem man ihn wegschneidet, wegvergiftet, wegbestrahlt usw. und versucht hierbei den Lateralschaden zu minimieren.
    Ähnliches gilt auch für Infektionskrankheiten, indem man Bekämpfungsmittel einsetzt.
    Doch der Krebs ist das Ergebnis eines Schadens, wo es nichts zu bekämpfen gibt, sondern wo man etwas in Ordnung bringen muß. Die Mediziner sehen im Immunsystem allgemein eine Abwehr. Doch hinter dem Immunsystem steckt ein Immunkommunikationssystem, wo durch Botenstoffe signalisiert wird, wo Erreger vorhanden sind, oder wo die DNA der Zellen geschädigt ist.
    Wenn ein Erreger oder eine fehlerhafte Zelle detektiert wird, laufen verschiedene sehr intelligente komplexe Prozesse ab, die dafür sorgen, daß dieser Fehlerzustand behoben wird. Voraussetzung für ein erfolgreiches Gelingen ist ein entsprechendes Millieu im Körper.

    Um Antikörper zu produzieren, benötigt der Körper Aminosäuren, die durch entsprechende Proteine in der Nahrung zur Verfügung stehen. Doch das reicht nicht alleine aus. Es müssen auch entsprechende Reizstoffe bzw. Botenstoffe vorhanden sein, welche die Gene einschalten, aus denen Antikörper synthetisiert werden. Diese epigenetischen Zusammenhänge sind noch nicht hinreichend erforscht und bislang sehr wenig beachtet.

    Jene Reizstoffe könnte man gezielt einsetzen. Theoretisch wäre HIV im Anfangsstadium vollständig heilbar. Nämlich wenn genügend Antikörper existieren, die alle aus den lytischen Zyklus freigesetzten HIV-Viren elimieren, so daß keine weiteren Zellen infiziert werden. Als nächstes müssen die mit den HIV-Virus infizierten T4-Helferzellen erkannt werden. Das Immunsystemsystem ist in der Lage, dieses zu tun und jene befallenen Zellen vor der nächsten Zellteilung in Apoptose zu überführen. Auch hier muß man dafür sorgen, daß das Immunkommunikationssystem entsprechend unterstützt wird. Es funktioniert leider nicht mehr, wenn AIDS schon ausgebrochen ist, da dann alle T4-Helferzellen infiziert sind. Bei Virusinfektion allgemeiner Art gibt es 3 Endzustände.
    1. Der Virus nimmt überhand und tötet den befallenen Organismus, obwohl er selbst eigentlich überleben will.
    2. Es entsteht ein dynamisches Gleichgewicht. Beispiele hierür ist der Windpockenvirus und einige Papillom-Viren. Wenn im hohen Alter das Immunsystem geschädigt ist, dann treten hier Spätfolgen wie Gürtelrose oder einige Krebsarten auf.
    3. Der Körper produziert hinreichend Antikörper, so daß alle Viren unschädlich gemacht werden können wie z.B. beim Grippe-Virus. Diesen dritten Zustand kann man durch entsprechende Millieuzustände im Körper erreichen, so daß alle Formen von Virusinfektionen heilbar werden.

    Es spielt dabei keine Rolle, ob es sich um Viren oder Retrovieren handelt. Bei Retrovieren wird nur indirekt eine DNA in die Wirtszelle eingeschleust, die zuvor erst von einer Viren-RNA gebildet wird. Der Retrovirus trägt entsprechende Enzyme mit sich, um aus der RNA eine DNA zu basteln und diese in die Wirts-DNA einzubauen. Die Frage ist hier, wie kann man den lytischen Zyklus erzwingen. Da werden zwar Viren freigesetzt und können vollständig von Antikörpern eliminiert werden. Wird der lytische Zyklus nicht erreicht, so teilt sich die infizierte Zelle, sofern sie nicht vorher in Apoptose endete, und gibt den Virus an die beiden Tochterzellen weiter. Folglich muß man das Weitergeben des Virus an die Tochterzellen unterbinden und die Apoptose künstlich herbeiführen bzw. den lytischen Zyklus, da das Immunkommunikationssystem darüber entscheidet, bedarf es einer Unterstützung für diesen Entscheidungsprozeß, da das nicht hinreichend geschieht. Genau diesen Zusammenhang sollte man erforschen.

    Leider ist das Immunkommunikationssystem noch nicht bekannt, obwohl es für den ganzen generalstabsmäßigen Ablauf der Immunabwehr sorgt.
    Ist es über eine längere Zeit durch eine Infektion ständig belastet, so bricht jenes System irgendwann einmal zusammen. Die Folge ist dann meistens Krebs. Das erklärt auch, weswegen einige Krebsarten beim Endstatium AIDS auftreten.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #19 springen »
#22 TheDadProfil
  • 19.03.2018, 19:57hHannover
  • Antwort auf #17 von Sukram712
  • ""... aber bei lebenswichtigen neuen HIV Medikamenten sagt, die müssen billig sei, um allen Menschen zu helfen, setzt man glaube ich falsche Anreize. ;)""..

    Welche Anreize wären denn das ?
    Mein Vorschlag beinhaltet nicht das Verbot eigener Anstrengungen der Pharma-Firmen vernünftiges zu erfinden und zu produzieren..
    Außerhalb des Bereiches von Virus-Infektionen die sich zu Pandemien und Epidemien auswachsen können und damit ganze Gesellschaften bedrohen gibt es dort genügend Spielfelder..

    ""Natürlich ist auch ein anderes Wirtschaftssystem möglich. Aber ob eine verstaatlichte Pharmaindustrie bessere Medikamente entwickelt, halte ich für fraglich.""..

    Staatliche Kontrolle ist noch lange keine Verstaatlichung !
    Wäre das so gäbe es keinerlei Gesetze die den Handel regulieren, und die Zulassung von Medikamenten zum Markt erst ermöglichen..

    ""Im Moment ist es so, wie es ist. Das lässt sich auch nicht kurzfristig ändern, deshalb muss man die berücksichtigen.""..

    Bullshit-Argument..
    Es läßt sich ALLES auch "kurzfristig" ändern..
    Man muß es nur wollen..

    ""Für wichtige wirklich neuartige Medikamente sollten die Gewinne höher sein, als für das 500ste Medikament gegen Bluthochdruck oder Rheuma. Sonst läuft irgendwas falsch. ;)""..

    Das IST bereits der Fall..
    Denn je breiter das Angebot, desto weniger läßt sich dann auch mit dem 500.tem Medikament gegen Bluthochdruck am Markt erlösen..

    Gäbe es 500 wirksame Medikamente gegen HIV oder Hepatitis kosteten die auch nur wenig mehr als 100,-- Euro für eine 100.ter Schachtel..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #17 springen »
#23 TheDadProfil
  • 19.03.2018, 20:00hHannover
  • Antwort auf #20 von Innovation
  • ""Warum soll der Staat nur die Forschung bezahlen und die Patente erhalten und vergeben? Er kann doch alles machen, auch die Produktion organisieren und durchführen.""..

    Natürlich..
    aber dann brüllen nicht nur hier einige sofort "Sozialismus", und brechen in Panik aus..

    ""An kapitalistische Länder kann der gute Staat dann natürlich die Innovationen teuer verkaufen und so der eigenen Bevölkerung, die sich für das bessere Modell der Medikamtenentwicklung und Produktion durch den Staat entschieden hat, weitere finanzielle Vorteile schaffen.""..

    Wie SIND ein solches "kapitalistisches Land"..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #20 springen »

» zurück zum Artikel