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Kommentare zu:
Neues Aids-Medikament ist wirksamer als je zuvor


#21 JadugharProfil
  • 19.03.2018, 19:29hHamburg
  • Antwort auf #19 von Robin
  • Leider habe ich keine Internetseite hierzu, da ich den neunziger Jahren resigniert hatte. Ein weiterer Umstand ist, daß ich kein Mediziner bin, sondern nur studierter Naturwissenschaftler im Bereich Biologie, Chemie und Physik. Vieles andere wie beispielsweise Medizin habe ich mir autodidaktisch angeeignet oder durch eigene Forschungsprojekte, da man nicht unendlich viele Fächer an einer Universität studieren kann. Meines Erachtens ist jeder erkenntnisfähig und bei Interesse eines Fachgebietes kommt doch einige interessante
    Antworten heraus.

    Ich kann jedoch einiges in Wörtern hier beschreiben und hoffe damit, daß man als Anregung dieses genauer untersuchen bzw. sich auseinandersetzen kann.

    Ich habe mich sehr mit den Immunsystem befaßt besonders im Bezug des Zusammenhangs mit Krebs usw.. So wird heute der Krebs, bzw. der böse Tumor immer noch bekämpft, indem man ihn wegschneidet, wegvergiftet, wegbestrahlt usw. und versucht hierbei den Lateralschaden zu minimieren.
    Ähnliches gilt auch für Infektionskrankheiten, indem man Bekämpfungsmittel einsetzt.
    Doch der Krebs ist das Ergebnis eines Schadens, wo es nichts zu bekämpfen gibt, sondern wo man etwas in Ordnung bringen muß. Die Mediziner sehen im Immunsystem allgemein eine Abwehr. Doch hinter dem Immunsystem steckt ein Immunkommunikationssystem, wo durch Botenstoffe signalisiert wird, wo Erreger vorhanden sind, oder wo die DNA der Zellen geschädigt ist.
    Wenn ein Erreger oder eine fehlerhafte Zelle detektiert wird, laufen verschiedene sehr intelligente komplexe Prozesse ab, die dafür sorgen, daß dieser Fehlerzustand behoben wird. Voraussetzung für ein erfolgreiches Gelingen ist ein entsprechendes Millieu im Körper.

    Um Antikörper zu produzieren, benötigt der Körper Aminosäuren, die durch entsprechende Proteine in der Nahrung zur Verfügung stehen. Doch das reicht nicht alleine aus. Es müssen auch entsprechende Reizstoffe bzw. Botenstoffe vorhanden sein, welche die Gene einschalten, aus denen Antikörper synthetisiert werden. Diese epigenetischen Zusammenhänge sind noch nicht hinreichend erforscht und bislang sehr wenig beachtet.

    Jene Reizstoffe könnte man gezielt einsetzen. Theoretisch wäre HIV im Anfangsstadium vollständig heilbar. Nämlich wenn genügend Antikörper existieren, die alle aus den lytischen Zyklus freigesetzten HIV-Viren elimieren, so daß keine weiteren Zellen infiziert werden. Als nächstes müssen die mit den HIV-Virus infizierten T4-Helferzellen erkannt werden. Das Immunsystemsystem ist in der Lage, dieses zu tun und jene befallenen Zellen vor der nächsten Zellteilung in Apoptose zu überführen. Auch hier muß man dafür sorgen, daß das Immunkommunikationssystem entsprechend unterstützt wird. Es funktioniert leider nicht mehr, wenn AIDS schon ausgebrochen ist, da dann alle T4-Helferzellen infiziert sind. Bei Virusinfektion allgemeiner Art gibt es 3 Endzustände.
    1. Der Virus nimmt überhand und tötet den befallenen Organismus, obwohl er selbst eigentlich überleben will.
    2. Es entsteht ein dynamisches Gleichgewicht. Beispiele hierür ist der Windpockenvirus und einige Papillom-Viren. Wenn im hohen Alter das Immunsystem geschädigt ist, dann treten hier Spätfolgen wie Gürtelrose oder einige Krebsarten auf.
    3. Der Körper produziert hinreichend Antikörper, so daß alle Viren unschädlich gemacht werden können wie z.B. beim Grippe-Virus. Diesen dritten Zustand kann man durch entsprechende Millieuzustände im Körper erreichen, so daß alle Formen von Virusinfektionen heilbar werden.

    Es spielt dabei keine Rolle, ob es sich um Viren oder Retrovieren handelt. Bei Retrovieren wird nur indirekt eine DNA in die Wirtszelle eingeschleust, die zuvor erst von einer Viren-RNA gebildet wird. Der Retrovirus trägt entsprechende Enzyme mit sich, um aus der RNA eine DNA zu basteln und diese in die Wirts-DNA einzubauen. Die Frage ist hier, wie kann man den lytischen Zyklus erzwingen. Da werden zwar Viren freigesetzt und können vollständig von Antikörpern eliminiert werden. Wird der lytische Zyklus nicht erreicht, so teilt sich die infizierte Zelle, sofern sie nicht vorher in Apoptose endete, und gibt den Virus an die beiden Tochterzellen weiter. Folglich muß man das Weitergeben des Virus an die Tochterzellen unterbinden und die Apoptose künstlich herbeiführen bzw. den lytischen Zyklus, da das Immunkommunikationssystem darüber entscheidet, bedarf es einer Unterstützung für diesen Entscheidungsprozeß, da das nicht hinreichend geschieht. Genau diesen Zusammenhang sollte man erforschen.

    Leider ist das Immunkommunikationssystem noch nicht bekannt, obwohl es für den ganzen generalstabsmäßigen Ablauf der Immunabwehr sorgt.
    Ist es über eine längere Zeit durch eine Infektion ständig belastet, so bricht jenes System irgendwann einmal zusammen. Die Folge ist dann meistens Krebs. Das erklärt auch, weswegen einige Krebsarten beim Endstatium AIDS auftreten.
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#22 TheDadProfil
  • 19.03.2018, 19:57hHannover
  • Antwort auf #17 von Sukram712
  • ""... aber bei lebenswichtigen neuen HIV Medikamenten sagt, die müssen billig sei, um allen Menschen zu helfen, setzt man glaube ich falsche Anreize. ;)""..

    Welche Anreize wären denn das ?
    Mein Vorschlag beinhaltet nicht das Verbot eigener Anstrengungen der Pharma-Firmen vernünftiges zu erfinden und zu produzieren..
    Außerhalb des Bereiches von Virus-Infektionen die sich zu Pandemien und Epidemien auswachsen können und damit ganze Gesellschaften bedrohen gibt es dort genügend Spielfelder..

    ""Natürlich ist auch ein anderes Wirtschaftssystem möglich. Aber ob eine verstaatlichte Pharmaindustrie bessere Medikamente entwickelt, halte ich für fraglich.""..

    Staatliche Kontrolle ist noch lange keine Verstaatlichung !
    Wäre das so gäbe es keinerlei Gesetze die den Handel regulieren, und die Zulassung von Medikamenten zum Markt erst ermöglichen..

    ""Im Moment ist es so, wie es ist. Das lässt sich auch nicht kurzfristig ändern, deshalb muss man die berücksichtigen.""..

    Bullshit-Argument..
    Es läßt sich ALLES auch "kurzfristig" ändern..
    Man muß es nur wollen..

    ""Für wichtige wirklich neuartige Medikamente sollten die Gewinne höher sein, als für das 500ste Medikament gegen Bluthochdruck oder Rheuma. Sonst läuft irgendwas falsch. ;)""..

    Das IST bereits der Fall..
    Denn je breiter das Angebot, desto weniger läßt sich dann auch mit dem 500.tem Medikament gegen Bluthochdruck am Markt erlösen..

    Gäbe es 500 wirksame Medikamente gegen HIV oder Hepatitis kosteten die auch nur wenig mehr als 100,-- Euro für eine 100.ter Schachtel..
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#23 TheDadProfil
  • 19.03.2018, 20:00hHannover
  • Antwort auf #20 von Innovation
  • ""Warum soll der Staat nur die Forschung bezahlen und die Patente erhalten und vergeben? Er kann doch alles machen, auch die Produktion organisieren und durchführen.""..

    Natürlich..
    aber dann brüllen nicht nur hier einige sofort "Sozialismus", und brechen in Panik aus..

    ""An kapitalistische Länder kann der gute Staat dann natürlich die Innovationen teuer verkaufen und so der eigenen Bevölkerung, die sich für das bessere Modell der Medikamtenentwicklung und Produktion durch den Staat entschieden hat, weitere finanzielle Vorteile schaffen.""..

    Wie SIND ein solches "kapitalistisches Land"..
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