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Polizeibericht
Passanten retten schwulen Syrer vor Landsleuten
Der 25-Jährige wurde in Saarbrücken von einer Gruppe aus vier bis fünf Personen aus Homohass brutal zusammengeschlagen. Erst als zwei Zeugen einschritten, flüchteten die Angreifer.

Die Polizei Saarbrücken informierte am Sonntag über den homophoben Angriff
- 19. März 2018, 06:29h 2 Min.
In Saarbrücken wurde ein junger schwuler Syrer am Samstagabend brutal überfallen. Nach Angaben der Polizei war der 25-Jährige gegen 20.15 Uhr in der Bahnhofstraße in der Innenstadt unterwegs, als er von einer Gruppe aus vier bis fünf Personen angegriffen wurde.
Einer der Täter soll ihm zunächst eine Bierflasche gegen den Kopf geschlagen haben, worauf der junge Mann zu Boden ging. Daraufhin hätten die Angreifer gemeinschaftlich auf seinen Kopf und seinen Oberkörper eingetreten.
Schon seit längerer Zeit wegen seines Schwulseins verfolgt
Nur durch das mutige Eingreifen von zwei Passanten konnte die Tätergruppe gestoppt und damit womöglich Schlimmeres verhindert werden, so der Polizeibericht. Der 25-Jährige erlitt blutende Kopf- und Gesichtsverletzungen. Die Angreifer konnten unerkannt flüchten.
Gegenüber der Polizei sagte das Opfer aus, dass er einige der Täter kenne. Es handele sich um andere Syrer, die ihn wegen seiner Homosexualität schon seit längerer Zeit verfolgten. Das Motiv des Angriffs am Samstag sei ebenfalls Homophobie gewesen.
Die Polizei hofft nun auf weitere Zeugenhinweise. Beobachter der Tat können sich bei der Polizeiinspektion Saarbrücken-St. Johann unter der Telefonnummer (0681) 9321-233 melden.
Erst vor rund zwei Monaten, in der Nacht zum 22. Januar, war es in Saarbrücken zu einem mutmaßlich homofeindlich motivierten Vorfall gekommen: Unbekannte schlugen auf das Schaufenster des Checkpoint-Zentrums des Lesben- und Schwulenverbands an der Mainzer Straße ein. Der LSVD stellte eine Strafanzeige (queer.de berichtete). Der Verband bietet dort unter anderem eine Beratung an, auch für Opfer homo- und transfeindlciher Gewalt. (cw)











