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Jetzt ist es offiziell

Cynthia Nixon will Gouverneurin von New York werden

Die bisexuelle Schauspielerin ("Sex and the City") wird gegen den demokratischen Amtsinhaber Andrew Cuomo antreten, kündigte sie auf Twitter an.


Nixon, hier bei einer Veranstaltung 2013, engagiert sich seit Jahren politisch (Bild: Metropolitan Transportation Authority of the State of New York / flickr)

Nach monatelangen Gerüchten hat die Schauspielerin Cynthia Nixon am Montag bestätigt, für das Gouverneursamt in New York kandidieren zu wollen. Die 51-Jährige tritt damit gegen Amtsinhaber Andrew Cuomo an, der sich erneut um eine Regierungszeit bewerben will.

"Ich liebe New York und heute kündige ich meine Kandidatur als Gouverneurin an", schrieb die bisexuelle Schauspielerin, die als Anwältin Miranda Hobbes in der Serie und Filmreihe "Sex and the city" weltbekannt wurde, auf Twitter. "New York ist meine Heimat. Ich habe noch nie woanders gelebt", so Nixon in einem kurzen Online-Video, das alleine in diesem sozialen Netzwerk über 1,7 Millionen Aufrufe erzielte.

Twitter / CynthiaNixon | Mit diesem Video erklärte Nixon ihre Kandidatur

Die Gouverneurswahlen finden am 6. November statt. Die Vorwahlen der Demokratischen Partei, zu der Nixon und Cuomo gehören, werden rund zwei Monate zuvor abgehalten. In einer aktuellen Umfrage unter demokratischen Wählern kommt Cuomo auf 66 Prozent und Nixon bislang nur auf 19 Prozent.

Erste Gouverneurin mit Ehefrau?

Sie sei in New York aufgewachsen und das sei der Ort, an dem sie ihre Kinder aufwachsen lasse, betonte Nixon in dem Twitter-Video. Die Schauspielerin hat drei Kinder, davon zwei mit ihrem Ex-Mann und eines mit ihrer Ehefrau, die sie 2012 geheiratet hatte (queer.de berichtete).

In ihrer Schauspielkarriere hatte Nixon, die für "Sex and the City" einen Emmy gewann und für diese und weitere Rollen weitere Emmy-Nominierungen und weitere Preise erhalten hatte, bereits einige politische Figuren dargestellt, darunter zwei First Ladys: 2005 spielte sie in "Warm Springs" Eleanor Roosevelt, 2016 schlüpfte sie im TV-Film "Killing Reagan" in die Rolle von Präsidentengattin Nancy Reagan.

Bislang ist Nixon aber nie selbst in ein politisches Amt gewählt worden. In ihrer Heimatstadt New York City ist sie seit 2014 Teil eines Berater-Gremiums, das von Bürgermeister Bill de Blasio ins Leben gerufen wurde. Im Wahlkampf hatte sie den linksliberalen Politiker aktiv unterstützt.


Aktuellen Umfragen zufolge muss sich Cuomo noch wenig Sorgen über die Kandidatur Nixons machen. Bild: Diana Robinson / wikipedia

Cuomo, der dem Bundesstaat seit 2010 vorsteht und eine dritte Amtszeit anstrebt, wurde von Nixon mehrfach öffentlich kritisiert: Die Bildungspolitik bringe nur reichen Kindern etwas, während öffentliche Schulen ihnen keine Aussicht bieten würden, wie sie ihr selbst noch Chancen geboten hätten. Auch insgesamt müsse der Bundesstaat sozialer und demokratischer werden. "Unsere Anführer lassen uns im Stich. Wir sind nun der Staat mit der größten soziale Ungleichheit im ganzen Land", so Nixon im Twitter-Video. "Es muss sich etwas verändern".

Sollte Nixon die Wahl gewinnen, würde erstmals in den USA ein Gouverneursamt mit einer Person besetzt, die mit einem Partner des gleichen Geschlechts in einer Ehe lebt – in einem Bundesstaat, der unter Cuomo schon 2011 die Ehe öffnete (queer.de berichtete). Bisher gab es in allen Bundesstaaten nur zwei offen homo- oder bisexuelle Politiker: Jim McGreevey aus New Jersey outete sich 2004 während seines Rücktritts als schwul, nachdem Missbrauchsvorwürfe gegen ihn publik wurden. 2015 wurde die offen bisexuelle Politikerin Kate Brown ins Gouverneursamt von Oregon gewählt.



#1 Patroklos
#2 von_hinten_genommenAnonym
  • 20.03.2018, 11:28h
  • Schade, dass sie nur wenig Stimmen erhalten hat. Ich drücke ihr trotzdem beide Daumen.
    Your intentions are great, Lady Nixon :-)
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#3 Gerlinde24Profil
  • 20.03.2018, 13:15hBerlin
  • Ich denke mal, dass ihre Chancen nicht allzu hoch sind, aber trotzdem wünsche ich ihr viel Glück! Besser als der jetzige Amtsinhaber wäre sie allemal!
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#4 tychiProfil
  • 20.03.2018, 15:10hIrgendwo im Nirgendwo
  • Kluger Schachzug... Cynthia Nixon bringt sich in Startposition und damit ins Gespräch. Vermutlich werden wir von der Kandidatin in den laufenden Jahren noch mehr hören.

    Gegen den Amtsinhaber Andrew Cuomo wird sie kaum eine Chance haben, doch ist dies auch nicht Sinn und Zweck der Übung. Cuomo werden Ambitionen fürs Präsidentenamt nachgesagt, dann wird der Gouverneursposten frei. Oder vielleicht macht sich Nixon bereits fit für einen Sitz im Senat oder Repräsentantenhaus.
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