Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?30864

Staat ausgetrickst

Geschlechtsanpassung für die Rente

In Argentinien hat ein 60-jähriger Finanzbeamter nur deshalb sein Geschlecht ändern lassen, um fünf Jahre früher in den Ruhestand gehen zu können.


"Erledigt!": Mit einem kleinen Trick hat Sergio/Sergia das Renteneintrittsalter erreicht

Argentiniens fortschrittliches Transsexuellenrecht wurde vermutlich erstmals von einem Cis-Menschen ausgenutzt. Nach einem am Mittwoch veröffentlichten Bericht des Portals InformaSalta ließ sich ein 60-jähriger Finanzbeamter bei der Meldebehörde als Frau umschreiben, um fünf Jahre früher in Rente gehen zu können: aus Sergio wurde Sergia.

In Argentinien kann seit 2012 jede Person selbständig entscheiden, ob sie im Personlausweis oder in der Geburtsurkunde als Frau oder Mann eingetragen wird (queer.de berichtete). Die entsprechende Reform des Transsexuellengesetzes hatte der Senat bei nur einer Enthaltung ohne Gegenstimme beschlossen. Die bei den Meldebehörden kostenlose Änderung erfordert keine Operationen, Hormonbehandlungen oder Diagnosen.

- Werbung - Video (60s): KLM – Wir sind eine Airline

Argentinische Männer gehen erst mit 65 Jahren in Rente

Durch den geänderten Buchstaben im Namen kann der am 18. Januar 1958 geborene Beamte nun sofort in den Ruhestand gehen. In Argentinien beträgt das gesetzliche Renteneintrittsalter für Frauen 60 Jahre, Männer müssen fünf Jahre länger arbeiten.

Das Beispiel von Sergio/Sergia sei ein "klarer Fall von Missbrauch der Ruhestandsregelungen und der Gesetze zur geschlechtlichen Identität", kritisierte der oberste Standesbeamte der Provinz Salta, Matias Assenato. Man werde alles unternehmen, um die Geschlechtsänderung wieder rückgängig zu machen. (cw)



#1 AltersrenteAnonym
  • 23.03.2018, 12:37h
  • Die Alternative, um früher in Rente gehen zu können, wäre gewesen, seinen Personalausweis wegzuwerfen und sein Alter schätzen zu lassen (grins).
  • Antworten » | Direktlink »
#2 von_hinten_genommenAnonym
  • 23.03.2018, 13:03h
  • Antwort auf #1 von Altersrente
  • Witzige Idee, aber damit wäre er nicht durchgekommen. Er hat ja eine Geburtsurkunde und ist sowohl mit seinem Geburtsdatum beim Arbeitgeber gemeldet als auch bei seiner Krankenkasse oder Hausarzt. Zusätzlich hat er wahrscheinlich einen Führerschein.
    Somit würden sich die Behörden eher nicht auf ein Alter schätzen einlassen ;-)
  • Antworten » | Direktlink »
#3 von_hinten_genommenAnonym
  • 23.03.2018, 13:18h
  • :'-D
    Das ist ja mal wirklich eine Nachricht.

    Also ehrlich: ich an seiner Stelle hätte mich gefreut, noch fünf Jahre arbeiten zu können. Wenn ich ein hetero Mann wäre, würde ich meinen Namen behalten wollen, anstatt ihn ändern zu lassen wegen fünf Jahren früherer Rente.

    Dass aber die Behörde so ungenau gearbeitet hat und gar keine Nachweise für irgendwelche Operationen oder dergleichen forderte, tja, da sind sie dann selbst schuld.

    Dann dürfen sie nun mal schauen wie sie aus Sergia wieder Sergio machen :'-D Lustig.

    Ich an Sergios Stelle würde mir das noch bestätigen lassen mit dem Namen Sergia, oder eine Kopie machen von der Umschreibung als Sergia - das ist ein Versehen der Behörde, die garantiert für ein Lacher im Freundeskreis sorgt :'-D
  • Antworten » | Direktlink »
#4 MarcAnonym
  • 23.03.2018, 13:21h
  • Clever gemacht. Warum dürfen Frauen eigentlich fünf Jahre eher in Rente als Männer - die durchschnittliche Lebenserwartung von Frauen dürfte dort doch ebenso spürbar höher sein als die von Männern...?
  • Antworten » | Direktlink »
#5 AvispadaAnonym
  • 23.03.2018, 14:42h
  • Antwort auf #3 von von_hinten_genommen
  • Sag mal, willst Du mich verarschen?

    Sag mal, hast Du eigentlich irgendetwas mitbekommen?!

    Wieso sollte eine Behörde so etwas prüfen. Auf welcher rechtlichen Basis. Wieso? Weißt Du, was mit Argentinien ist?

    Hast Du den Text überhaupt gelesen? Hast Du in der Vergangenheit Kommentare auf queer.de aufmerksam gelesen?

    Mag hier jemand Nachhilfe leisten? Als Belohnung hätte ich hier einen Sticker, Luftballons, Gummibärchen... und ein Gehirn.
  • Antworten » | Direktlink »
#6 EstupidoKielAnonym
  • 23.03.2018, 14:53h
  • Antwort auf #5 von Avispada
  • Tja Bunt und Schön, jetzt haste die Scheiße!
    Sag hier niemals, dass irgendwer irgendetwas nachweisen müsste, dann kommen nämlich gleich die entsprechenden Schlägertrupps der sich angegriffen fühlenden Peergroup, in diesem Fall Transleute, die gegen jegliche Begutachtungsverfahren sind
    im-01.gifer.com/80Gg.gif
  • Antworten » | Direktlink »
#7 stromboliProfil
  • 23.03.2018, 14:55hberlin
  • Antwort auf #5 von Avispada
  • seufz.. wem sagst du das..
    Wir kennen, leiden und "lieben sie trotz allem.
    Sei also großzügig mir ihr, sonst löscht sie auch diesen account, und ich hab mich nun so an den ungewöhnlichen nick gewöhnt...
  • Antworten » | Direktlink »
#8 SchlägertruppAnonym
  • 23.03.2018, 15:03h
  • Antwort auf #6 von EstupidoKiel
  • Oha!

    Gut. Dann fordere ich jetzt IQ-Tests bevor man auf queer.de schreiben darf.

    Muss ich mich jetzt auch vor Schlägertrupps fürchten?

    Und Deniz Yücel wurde in U-Haft ja auch nur begutachtet, was ist schon dabei.

    Und Menschenrechte sind vermutlich ein ziemlich radikales Konzept.

    Was ist passiert? Eine gewisse Person ist einfach davon ausgegangen, dass es völlig normal sei, dass Behörden bei Menschen beliebige Willkür anlegen können ohne rechtliche Grundlage.

    Ist das so? Sollte das so sein?

    Im Übrigen sind Dinge, die eine gewissen Person aus Stuttgart hier für normal erklärt hat, in Deutschland seit 2011 verboten. Nur mal so als Beispiel.

    @stromboli: Ja, ich bin großzügig, deswegen gibt's ja auch ein Gehirn zu gewinnen. Wenn man googelt und sich über die rechtliche Situation informiert und hier aufklärt. Ich fühle mich heute sehr spendabel. Account löschen muss hier heute niemand. ;-)

    PS:
    Der Spamcheck hier sagt gerade "gayga" :-D
  • Antworten » | Direktlink »
#9 onesecondAnonym
  • 23.03.2018, 15:44h
  • Der eigentliche Skandal ist, dass Frauen fünf Jahre weniger arbeiten müssen. Es heißt doch GLEICHberechtigung.
  • Antworten » | Direktlink »
#10 OrthogonalfrontAnonym
  • 23.03.2018, 15:54h
  • Das eigentliche Problem wird völlig ausgeblendet! Warum sollten Männer fünf Jahre länger arbeiten müssen als Frauen? Dahingehend finde ich es völlig OK, sich auf diese Weise gegen staatliche Diskriminierung auf Grundlage der Geschlechterzugehörigkeit zu wehren.
  • Antworten » | Direktlink »