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Kommentare zu:
Hamburger CSD: Teilnehmer gewaltsam festgenommen, jetzt freigesprochen


#1 maximilianmAnonym
  • 23.03.2018, 13:39h
  • tzja so is das in hamburg...nach dem g20 dreht die polizei immer mehr frei... frag mich sowieso was die jahr für jahr mehr auf dem csd zusuchen haben....selbst am jungfernstieg nen eigenen stand...aus der geschichte nix gelernt ?
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#2 lollipopAnonym
  • 23.03.2018, 14:38h
  • Das passt leider wieder gut zur Entwicklung der letzten Jahre, dass die Polizei bei Demonnstrationen immer härter und teilweise nicht mehr gesetzeskonform vorgeht. Gerade die Hamburger Polizei rühmt sich damit besonders hart durchzugreifen.

    In dem Konkreten Fall könnte man natürlich wieder von einem Einzelfall sprechen. Aber es kommt immer wieder zu diesen Einzelfällen, die von der Politik auch noch dadurch gedeckt werden, dass es entweder gar keine kennzeichnungspflicht gibt oder sie sogar wieder abgeschafft wurde. Dass Polizisten bei Fehlverhalten von Kollegen diese decken, passiert leider auch immer wieder.

    Bei Demonstrationen frage ich mich immer öfter, welche Funktionen die Polizei eigentlich hat. Schutz der Verfassung und der Bürger scheinen es jedenfalls nicht zu sein.
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#3 stromboliProfil
  • 23.03.2018, 14:46hberlin
  • mein vorschlag vür den csd 2018: vor oder nach dem den wagen/ stand der polizei ( berlin hat seinen eigenen auf der motzstrasse..) in handfesseln als "vorauseilend sich der staatsgewalt ergebende" geben..
    Vielleicht noch ein spruchband , welches an das ereignis erinnert!

    "Gegen einen der beteiligten Polizisten wurde nun ein Verfahren wegen des Verdachts der Falschaussage gestellt. Peters vermutet jedoch, dass dieses bald eingestellt werde. Der Fall würde damit für die Hamburger Polizei keine Konsequenzen haben..."
    Ach die arme geplagte polizei.. immer diese ansprüche seitens der bürger.
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#4 stromboliProfil
  • 23.03.2018, 15:02hberlin
  • Antwort auf #3 von stromboli
  • schützten wir die polizei...
    Ach der Georg Kreisler...

    Wir hab'n den Tierschutzverein, wir hab'n den Kinderschutz,
    wir hab'n den Rentnerschutzverein, und der ist gar nichts nutz.
    Wir haben außerdem den Mutterfreudenschutzverband
    und einen Schutzverband fürs teure Vaterland.
    Wir hab'n den Denkmalschutz, wir haben auch den Jugendschutz,
    und einen Schutzverband, der schützen soll vor Schund und Schmutz.
    Doch es gibt etwas, was man überhaupt nicht schützt.
    Ich möchte hoffen, daß man mich da unterstützt:

    Schützen wir die Polizei
    vor Verdruß und Schererei!
    Wenn ein Räuber überrascht wird und das Weglaufen vergißt,
    ja, wer schützt den Polizist? Ja, wer schützt den Polizist?
    Oder sag'n wir: Ein Student
    geht spaziern vorm Parlament.
    Ja, was denkt sich der dabei?
    Schützen wir die Polizei!

    Denn für Studenten haben wir ja sowieso nie Platz.
    Die soll'n doch erst was lernen, vorher sind sie für die Katz'.
    Und wenn sie protestieren, wer beschützt die Polizei?
    Was ist schon ein Revolver und ein Knüppel oder zwei?
    Statt der Funkstreifwagen Panzer!
    Wer drin sitzt, kann zwar nichts seh'n,
    doch es kann ihm nichts gescheh'n.
    Außerdem an jeder Ecke zwei Kanonen für die Leut'.
    Sie werd'n seh'n, wie sich Ihr Schutzmann drüber freut.
    Drauf und dran! Geh'n wir's an!
    Schützet jeden Mann!

    Schützen wir die Polizei!
    Sie wär längst schon an der Reih'.
    Manchmal läßt sie sich bestechen, und ich weiß ja, das ist trist,
    doch wer schützt den Polizist? Ja, wer schützt den Polizist?
    Und wer schützt ihn vor dem Schmerz,
    wenn er pfeift und keiner hört's?
    Oh, wir schützen jedes Tier, schützen Steuerhinterzieh'r,
    schützen Volksdemokratien, schützen Schützenkompanien.
    Jeden Tag sind wir beim Schützen frisch dabei,
    schützet auch die Polizei!

    www.youtube.com/watch?v=0s06mOpQe0Q
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#5 Miguel53deProfil
  • 23.03.2018, 22:16hOttawa
  • Antwort auf #1 von maximilianm
  • Der Hinweis auf die Ereignisse um den G20 liegt da sehr nahe. Leider. Und nicht nur in diesem Fall.

    Ich versuche immer, neutral zu bleiben, wenn es um das Thema Polizei geht, denn ich kenne einige Beamte und weiß, dass die Mehrheit einen seriösen Dienst abliefert.

    Doch immer dann, wenn es um politische oder politisch-gesellschaftliche Demonstrationen geht, wird es oft brenzlich, fragwürdig und unerfreulich. Um das mal vorsichtig auszudrücken.

    Es gibt so viele Beispiele aus meiner ehemaligen Heimatstadt in Deutschland, dass ich den G20 oder diesen Fall nicht einmal brauche. Es wird zu oft deutlich, dass es innerhalb der Polizei ein Problem gibt. Dass sie, wie auch die Justiz, auf dem rechten Auge gern mal blind ist. Dafür auf der linken Seite dann stattdessen ihr Mütchen kühlt.

    Lange haben ich versucht, das zu verneinen. Das ist aber einfach unmöglich.

    Ich kenne Fälle, bei denen demonstrierende Neo-Nazis von einem Kreis von Polizisten vor Gegendemonstranten geschützt werden. Das ist ihre Aufgabe.

    Doch dann können die Rechten ungehindert und per Lautsprecher über einen langen Zeitraum verbotene Parolen gröhlen. Und dazu auch den Hitler-Gruß skandieren. Niemand greift ein.

    Doch später, als die Demo längst vorbei ist, fällt ein Trupp von Polizisten über Antifaschisten her, die an einem Bahnhof auf den Zug warten. Sie drängen sie auf die Gleise. Der Bahnverkehr inkl. Intercity-Zügen wird unterbrochen. Einzelne Leute werden willkürlich aus der Masse herausgegriffen und verhaftet. Später Erfolg eine Anklage wegen gefährlichen Eingriffes in den Bahnverkehr.

    Das war es tatsächlich. Doch in einer gerechten Welt hätten die Beamten auf der Anklagebank gesessen.

    Das Verfahren wurde erst eingestellt, als ein Film auftauchte, der das wahre Geschehen eindeutig belegte.

    Natürlich passierte den Beamten nichts.

    Das ist noch ein harmloses Beispiel das ich nenne und von dem ich sowohl Beteiligte, wie auch die Filmemacher kenne. Das Video mit den Nazi-Parolen und der untätigen Polizei war lange bei YouTube zu sehen.

    Wenn ich dann diesen Artikel lese, bin ich einmal mehr geschockt. Und doch. Angesichts dessen, dass Polizisten Mitglieder oder Anhänger der Interitären und der Reichsbürger sind, muss man sich vermutlich nicht wundern. Wohl aber darüber, dass ihre Kollegen sie decken und selbst vor Falschaussagen nicht zurückschrecken.
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#6 TheDadProfil
#7 ReyMAnonym
  • 23.03.2018, 23:28h
  • Wieso wird die - ganz klar unrechte - Tat hier als homophob bezeichnet, obwohl das Motiv der Tat nicht abschließend geklärt ist?
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#8 herve64Ehemaliges Profil
  • 24.03.2018, 06:57h
  • Antwort auf #3 von stromboli
  • Wegen des Fehlverhaltens eines Einzigen bzw. eines der Wenigen in ihren Reihen jetzt die ganze Polizei mal wieder generell zu verteufeln ist genau so daneben wie die Aktion dieses Reserve-Rambos in Polizeiuniform beim Hamburger CSD und so etwas von 1968.

    Eine derart saudumme Pauschalisierung kann es auch nicht sein.
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#9 PozileibetrachterAnonym
  • 24.03.2018, 08:28h
  • Antwort auf #7 von ReyM
  • Vielleicht weil wenn etwas homophop aussieht, sich homophob anfühlt, homophob riecht und homophob schmeckt, dann auch wirklich homophob ist.

    Offensichtlich war sich der Herr Pozilist nicht dumm genug, in einer Art von vorauseilenden Bestrafung das Opfer dieser Polizeiwillkür öffentlich bloßzustellen.

    Für mich aber die Frage: Bleibt es lediglich bei der Anklage wegen Meineides (die dann sicher gegen Nachschulung eingestellt wird) oder muss - der auch von uns bezahlte - Beamte noch gar mit einer Rüge rechnen? (Aka "dudu-Zeigefinger")
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#10 LaurentEhemaliges Profil
#11 herzesAnonym
  • 24.03.2018, 14:54h
  • Polizeiübergriffe sind immer zu verurteilen.
    Ich verstehe bloß nicht, was daran peinlich ist, speziell mit Glitzer und goldener Jacke abgeführt zu werden.
    Das Opfer hat die Sachen doch selbst ausgewählt und es war ihm da nicht peinlich.
    Abgeführt zu werden ist immer schlimm.
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#12 von_hinten_genommenAnonym
  • 24.03.2018, 15:36h
  • So so, gegen Baden-Württemberg wird ständig abgelästert und in Artikeln schlecht dargestellt, und nun offenbart sich die Polizei in Hamburg als das wirkliche Problem.
    Gut zu wissen.
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#13 von_hinten_genommenAnonym
  • 24.03.2018, 15:38h
  • Ich sagte ja schon: AUF DIE STRAßE GEHEN UND PROTESTIEREN.
    Diskriminierung und Erniedrigung müssen wir uns nicht gefallen lassen.
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#14 von_hinten_genommenAnonym
#15 Von_Vorne_BedientAnonym
#16 von_hinten_genommenAnonym
#17 Homonklin44Profil
  • 24.03.2018, 20:13hTauroa Point
  • Antwort auf #11 von herzes
  • Nicht in den Klamotten abgeführt werden ist peinlich, sondern wie zur Schau über diese Weite vorgeführt zu werden! In einer Stadt, deren Polizeikräfte einen stattlichen Fuhrpark nutzen kann, und wo solches Abführen nicht üblich sein sollte. Egal, was man dann anhat, das ist auch peinlich für die Polizei.
    Wenn der Beamte seine persönlichen Antipathien mit dienstlichen Interessen verwechselt, begeht er außerdem Amtsmissbrauch. Noch neben der Falschaussage sollte das zu Bedenken führen.

    Sicher sollte man nicht die ganze Truppe deswegen schlecht reden, wenn einer oder einige über ihre Kompetenzen hinaus handeln, oder wie in dem Fall pure Willkür anwenden. Aber polizei-intern sollte da mal was passieren, wo Diejenigen ausgemistet werden, die ihren Job missverstanden haben.

    Es gibt auch GLBTIQ*-PolizistInnen, wir täten jenen Unrecht und Solchen, die Leben retten und Straftaten aufklären, täglich den Kopf für uns hin halten, wenn wir da Kammscheren betreiben!

    Wer da den Esprit de Corps falsch verinnerlicht, hat aber nix bei der Polizei zu suchen. Solche Charaktere sollten auch keine wie auch immer geartete Deckung erhalten
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#18 TheDadProfil
  • 24.03.2018, 22:57hHannover
  • Antwort auf #8 von herve64
  • ""Eine derart saudumme Pauschalisierung kann es auch nicht sein.""..

    Das stimmt..
    Ist es aber auch wieder nicht, wie man aus dem Kommentar von "Miguel53de" erlesen kann, denn bei der Polizei ist es wie in vielen anderen Gruppen auch :
    Es herrscht neben der Gruppendynamik auch ein Gruppendruck der auf die einzelnen Beamten einwirkt..
    Und so können sich dann einzelne Beamte durchaus konform verhalten während eine "geführte Polizei-Einsatz-Gruppe" über das System der Führung, sagen wir mal, "aus der Fassung" gerät, und ganz offensichtlich genau das Gesetz aus den Augen verliert, was es eigentlich zu schützen angetreten ist..

    Der Kasus Knaktus an der Sache :
    Die Polizei verfügt nur "in besonderen Situationen" wirklich über "mehr Rechte" als der "gemeine Bürger", diese aber völlig unabhängig von der Situation IMMER über die gleichen Rechte wie alle anderen Bürger..
    Wir sind hier nämlich nicht in einem "Polizei-Staat" wo die Ordnungs-Hüter generell im Recht wären..
    Der Bürger MUSS sich nachweislich Fehlverhalten haben um ein Einschreiten der Polizei zu rechtfertigen..
    Der bloße Verweis darauf das man ja Polizei sei genügt hier nicht..

    Das wird dann sehr leicht mal aus dem Fokus verloren..

    Das darf dann nicht nur kritisiert werden, das muß sehr deutlich kritisiert werden, und zwar immer wieder, wie die Tatsache zeigt daß der Text von Georg Kreisler den "Stromboli" zitiert schon über 50 Jahre alt ist, und genau aus der Zeit der "68-er-"Demos" stammt, was aufzeigt das sich die Polizei nicht wirklich viel entwickelt hat..
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#19 herve64Ehemaliges Profil
  • 25.03.2018, 13:02h
  • Antwort auf #18 von TheDad
  • "(...) was aufzeigt das sich die Polizei nicht wirklich viel entwickelt hat..":

    Abermals eine Pauschalisierung, die erst einmal zu beweisen wäre. Es geht hier um das Fehlverhalten eines oder einiger Beamter, dem man eben mit den rechtlichen Mitteln begegnen muss. Und da ist auch der Rechtsanwalt des Opfers gefragt, der sich nicht alleine auf den Prozess beschränken sollte, sondern auch darüber hinaus.

    Hat er z. B. den Beamten verklagt? Wurde zudem eine Dienstaufsichtsbeschwerde gegen besagten Beamten eingelegt?

    Die ganze Angelegenheit könnte dann auch noch ein Disziplinarverfahren nach sich ziehen, bei dem der Polizist ordentlich eines auf die Nuss kriegt von seinen Vorgesetzten.

    Aber um dahin zu kommen, muss man sich aus der Opferrolle hinaus begeben, in die Offensive gehen und den Spieß einfach mal umdrehen.

    Es ist nicht so, dass sich Sicherheitskräfte alles erlauben können in diesem Land. Man darf sich dabei halt nur nicht in den Schmollwinkel zurückziehen und mit Schimpfen auf die ach-so-böse Polizei und den damit verbundenen Verallgemeinerungen aufhalten, sondern muss aktiv werde, denn wie heißt es so schön "Wo kein Kläger, da kein Richter."
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#20 TheDadProfil
  • 25.03.2018, 15:02hHannover
  • Antwort auf #19 von herve64
  • ""Abermals eine Pauschalisierung, die erst einmal zu beweisen wäre.""..

    Ob man nun das Beispiel aus dem Kommentar von "Miguel53de" heranzieht, oder wie Weiland die konzertierte Aktion von Bundes-und Landespolizei in Bad Kleinen, wo ein SEK einen des Terrorismus verdächtigen auf die Gleise stößt und von Angesicht zu Angesicht hinrichtet..

    Ein Gesamtbild könnte hier aufzeigen würde man mal zusammentragen wie viele der Strafanzeigen von Bürgern gegen Polizei-Beamte aufgrund von Verfehlungen im Dienst eigentlich zu "spürbaren" Verurteilungen oder gar zum Ausschluß aus dem Beamten-Status geführt haben, denn auffällig bleibt bei der Recherche, das die absolute Zahl der Berichte über solche Verurteilungen dann unter dem Strafmaß von 2 Jahren auf Bewährung bleiben, was immer zur Folge hat daß keiner der Beamten als wirklich "ungeeignet" eingestuft und entlassen wird, egal welcher Verstoß gegen geltendes Recht ihm oder ihr zur Last gelegt wurde..
    Das nährt den Verdacht der "internen Regelung" den auch der Anwalt des Betroffenen hier schon angeführt hat..

    Nun könnte man versuchen zu argumentieren, die Auswahl-Kriterien der Polizei-Akademien seien so gut daß man auf "bestes Personal" trifft..

    Da stellte sich dann die Frage wieso man keine Kritierien aufstellt die nur die Spitze dieses "so guten Personals" erfassen ?

    Demgegenüber stellen dann die Berichte über sich aus angeblichen Clans Bewerbende bei der Berliner und auch der Polizei in NRW doch ein anderes Bild auf..

    Es gilt hier also weder einzelne Beamte zu diskreditieren, noch die Polizei insgesamt irgendwie als "bösartig" darzustellen, aber dennoch darauf zu verweisen das bestimmte "Polizei-Strategien" nicht nur deutlich kontra-produktiv sind, wie etwa das Einkesseln von Demonstranten einer "genehmigten" Demonstration, die dann auch gar nicht erst "genehmigt" werden muß, wie man wissen kann wenn man sich mit dem Demonstrationsrecht einmal auseinandersetzt..

    Sie sind auch aus "historischer" Sicht schon längst nicht mehr auf dem Laufendem..

    ""Hat er z. B. den Beamten verklagt? Wurde zudem eine Dienstaufsichtsbeschwerde gegen besagten Beamten eingelegt?

    Die ganze Angelegenheit könnte dann auch noch ein Disziplinarverfahren nach sich ziehen, bei dem der Polizist ordentlich eines auf die Nuss kriegt von seinen Vorgesetzten.""..

    Jepp..
    Steht im Artikel..
    Wenigstens für den geleisteten Meineid im laufendem Prozess erfolgte ein Strafantrag..
    Ob den überhaupt der Rechtsanwalt eines Beschuldigten erst stellen muß, oder es sich dabei um ein Offizial-Delikt handelt das von Richter und Staatsanwaltschaft der beteiligten Kammer "von Amts wegen" verfolgt werden muß, sei mal dahingestellt..

    Dienst-Aufsicht-Beschwerden werden meiner Erfahrung nach auf die lange Bank geschoben bis ein eventuelles Verfahren gegen den Beschuldigten geführt wurde, um dann bei seiner Verurteilung als "offensichtlich unbegründet" eingestellt zu werden, oder im Bedarfs-Fall mit dem bereits erklärtem "Du-Du" zu enden, einer Form von "rechtlicher Würdigung des Vorganges" über den derjenige der die Dienst-Aufsichts-Beschwerde gestellt hat bestenfalls nichts weiter erfährt..

    Kernsatz von ablehnenden Bescheiden lautet dann auch regelmäßig :
    "aus unserer sicht kann kein fehlverhalten festgestellt werden"..
    Was dann auch oft mit
    "das ergebnis rechtfertigt die mittel"
    übersetzt werden kann..
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#21 ursus
  • 25.03.2018, 16:42h
  • Antwort auf #17 von Homonklin_@_NZ
  • hier bin ich zu hundert prozent deiner meinung.

    am beunruhigendsten finde ich hier nicht mal so sehr das eindeutige fehlverhalten, sondern, dass es danach riecht, als ob kolleg_innen nicht gerade allzu eifrig dabei helfen, dieses aufzudecken. der "korpsgeist" in der polizei, den du ansprichst, scheint ein großes strukturelles problem zu sein.

    übrigens ein problem, das wir in nahezu allen organisationen finden, die früher einmal exklusiv männlich waren. insofern passt auch ins bild, dass es hier ein homofeindlicher übergriff ist, der verschleiert wird. homofeindlichkeit und männerbund gehörten schon immer zusammen.
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#22 herve64Ehemaliges Profil
  • 25.03.2018, 18:06h
  • Antwort auf #20 von TheDad
  • Womit du dich mal wieder vom Hundertsten ins Tausendste begibst. Bleiben wir doch mal bei dem Fall, über den berichtet wurde.

    Allein wegen Meineid oder uneidlicher Falschaussage gefälltes Urteil wird dem freigesprochenen Opfer auch nicht weiter helfen. Hier wäre eine Gegenanzeige wegen Freiheitsberaubung und ggf. Körperverletzung im Dienst angesagt. Darüber, dass Übergreifer schonungslos zu verfolgen sind, brauchen wir nicht weiter zu reden, hoffe ich doch mal.

    Nur wie gesagt: hier ist die Initiative des Geschädigten gefordert bzw. die seines Rechtsanwalts. Das sind Vorfälle, die einfach gar nicht gehen, und da muss einfach Druck gemacht werden.

    Ferner ist der Dienstherr bzw. die Dienstbehörde des bzw. der Beamten gefordert, der bzw. die sich dieses Fehlverhalten geleistet haben. Und auch da muss der Rechtsanwalt mal sehen, wie er den Druck auf diese erhöhen kann.
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#23 stromboliProfil
  • 25.03.2018, 20:20hberlin
  • Antwort auf #10 von Laurent
  • ja, du hast vollauf recht.
    Wer mit der polizei genannt staatsgewalt siuch hat auseinander setzen müssen kennt die pappenheimer.
    Ob dies die polizei der demos 1968 ( kurras z.b. )( , oder die der wackersdorf und flughafen ffm, die akw demos und hauzsbesetzungsdemos z. b ffm oder west-berlin kennt, kennt auch seine "poizei, dein freund und helfer".

    Wer selbst hausdurchsuchungen erlebt , die übergriffigkeit in einer geschlossenen räumliche situation, die wiederum "nur von seitens der poliztei"dokumentiert wurde, der kennt seine nachbarschaftspolizisten.

    Erzähl mir nichts über sachen, die du selbst offensichtlich nicht erlebt hast.
    Nichts über die herabwürdigung, mit der staatliche gewalt in dein leben eindringt, dich zum hilflosen opfer degradiert.
    Ich bin die "personifizierte endlösung des readikalenerlasses, ohne das ich mich selbst nich der staatliche willkür ausgestzt hätte.
    Sicher, ich habe menschen gekannt, die dies mit einem wesentlich höherem einsatz an verlust von leben und lebensqualität haben bezahlen müssen.
    Da bin ich privilegiert!

    Ich hab mich lediglich den möglichkeiten der beamtenlaufbahen aus freiwilliger einsicht, eben nicht teil dieses im radikalenerlass formulierten abnicken obrikkeitsbedingter herrschaftsstrulkturen werden zu wollen, gegen die "freiheitlich -demokratische grundordnung " entschieden.
    Bin nicht mit fackeln durch das brandenburger tor marschiert, um die neue ordnung zu begrüssen.
    Einen marsch, den heute gedanklich wieder eine steigende anzahl leute bereit sind zu maschieren...
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#24 stromboliProfil
#25 TheDadProfil
  • 26.03.2018, 00:29hHannover
  • Antwort auf #22 von herve64
  • ""Allein wegen Meineid oder uneidlicher Falschaussage gefälltes Urteil wird dem freigesprochenen Opfer auch nicht weiter helfen. Hier wäre eine Gegenanzeige wegen Freiheitsberaubung und ggf. Körperverletzung im Dienst angesagt.""..

    Das zeitliche Zusammentreffen mehrerer Delikte führt zu einer Tatmehrheit die dann strafverschärfend wirken würde..
    Ist hier aber nicht der Fall, denn der Meineid nimmt nur Bezug auf die Handlung die nun als Tat im Raum steht..
    Doch die Strafe für den Meineid wiegt dann schwerer, und so kommt die Freiheitsberaubung wahrscheinlich gar nicht mehr zum Zuge in der Strafzumessung..
    Sprich das angestrengte Verfahren wegen Freiheitsberaubung wird dann wahrscheinlich eingestellt werden, weil der Beamte durch das Verfahren wegen Meineides "von Seiten des Gerichtes als beeindruckt genug" angesehen werden wird..

    Man kann sich das also auch sparen..
    Denn um das dann noch "rechtlich zu würdigen" müßte man mit hoher Wahrscheinlichkeit ein "Klage-Erzwingungs-Verfahren" führen..
    Langwierig, aufwendig, und vor allem Teuer..

    Mir wäre hier daran gelegen daß ein Ergebnis des Verfahrens sich dann auch auf dem diesjährigem Hamburger CSD widerspiegelt und man mit den begleitenden Beamt*innen in ernsthafte Gespräche darüber kommt, was ihr Einsatz an einem solchem Tag in die Bevölkerung transportieren soll, denn wie bei allen anderen CSD's im Lande auch wird bei der Hamburger Polizei KEIN EINZIGER der Polizist*innen dazu "abgeordnet", sondern alle Beamt*innen leisten diesen Dienst freiwillig !
    Das wurde hier überhaupt noch nicht angesprochen, was ich fatal finde..
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#26 herve64Ehemaliges Profil
  • 26.03.2018, 21:32h
  • Antwort auf #25 von TheDad
  • Hier geht es mir eher darum, dass man sich als Geschäödigter mal auf die Hinterfüße stellt und endlich mal anfängt, sich zu wehren anstelle ziel- und planlos über die Ungerechtigkeiten zu lamentieren. Leben wir nun in einem Rechtsstaat oder nicht? Das gilt es heraus zu finden. Und das schafft man nur, wenn man wirklich den Marsch durch die Institutionen bestreitet. Erst dann kann man bei Nichteinstellung des erwünschten Ergebnis in Sarkasmus oder Zynismus verfallen, aber vorher ist das ziemlich billig.
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#27 TheDadProfil
  • 27.03.2018, 11:47hHannover
  • Antwort auf #26 von herve64
  • ""Hier geht es mir eher darum""..

    Da bin ich ganz bei Dir..
    Das Problem mit unserem Rechtssystem ist aber das man wenigstens einen langen Atme braucht, und dazu noch einen Rechtsanwalt der sich wirklich einsetzt..

    Was wir für die Gleichberechtigung&Gleichstellung brauchen ist so eine Art "Verbraucherzentrale" die dann als Verband auch Musterklagen betreiben kann die sich in weniger als 5 Jahren oder so (das ist nämlich auch eine Form der "gewollten politischen Verzögerung") die rechtlichen Fallstricke aus dem Weg räumt..
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#28 von_hinten_genommenAnonym
  • 27.03.2018, 19:57h
  • Antwort auf #27 von TheDad
  • Da kann ich dir ausnahmsweise mal wieder zustimmen. Auch die rechtliche Lage ist verbesserungswürdig. Und es gibt Hürden, gewollte Verzögerungen, Lücken, unausgegorene Gesetze und teilweise keine konkrete rechtliche Möglichkeit in bestimmten Situationen.

    Bestimmte Verfahren sind langwierig, Kräfte zehrend, und kostspielig. Erfolgsaussichten aufgrund von Beweismangel eher gering. Am Ende bleibt der entstandene Schaden beim Betroffenen und der/diejenige darf schauen wie er /sie damit klarkommt.

    Es gibt an jeder Stelle und in jedem Bereich Verbesserungsbedarf.
    Da muss man schon in einer Gruppe aktiv werden, dass was erreicht werden kann. Natürlich muss auch jeder selbst aktiv sein. Aber die eigene Aktivität ist eben begrenzt. Sobald man sich an einer bestimmten Stelle nicht mehr auskennt, ist Hilfe angesagt. Und diese Hilfe ist manchmal keine Garantie für die Hilfe, die man speziell benötigt.

    .... never ending story.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #27 springen »
#29 von_hinten_genommenAnonym
  • 27.03.2018, 20:08h
  • Antwort auf #26 von herve64
  • Informiere dich bitte erst, bevor du derjenige bist, der hier Dampf macht, obwohl dir Einzelinfos fehlen.
    Ich bin davon überzeugt, dass jeder das tut, was ihm/ihr möglich ist.

    Du weißt aber auch, dass einem an einem bestimmten Punkt "die Hände gebunden sind." Es gibt Dinge, auf die du irgendwann keinen Einfluss nehmen kannst. Jede und jeder hat eine so individuelle Situation, dass es nicht gut ist, pauschale "Urteile" auszusprechen, so nach dem Motto: nun tu doch endlich was.

    Pfff, hast du ne Ahnung, was jeder Schwule und jede Lesbe für sein und ihr Leben täglich tut??
  • Antworten » | Direktlink » | zu #26 springen »

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