Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?30871

Klare Ansage

CSD Leipzig verbannt Mitglieder und Anhänger der AfD

Wir dokumentieren die "Unvereinbarkeitserklärung" der Pride-Veranstalter in der sächsischen Metropole.


Rechte Hetze hat beim Leipziger CSD keinen Platz (Bild: De Havilland / flickr)
  • 25. März 2018, 08:31h 29 2 Min.

1. Der Leipziger CSD, die teilnehmenden Personen, Vereine, Parteien und Initiativen / Projekte bekennen sich zu den im Forderungskatalog veröffentlichten Grundwerten. Der CSD Leipzig steht insbesondere für eine offene / freie Gesellschaft, die Verteidigung der Menschenwürde, das Recht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit, Respekt, sowie das Recht auf körperliche, psychische und verbale Unversehrtheit.

2. Rassismus, Fremdenfeindlichkeit, Sexismus, Klassismus, Homo-, Trans*- und Interfeindlichkeit, nationalistische, antisemitische, anti-demokratische, anti-emanzipatorische Ideologien, Feindlichkeit gegenüber behindert werdenden Menschen, rechte Hetze und weiteren Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeiten haben beim Leipziger CSD keinen Platz.


CSD-Parade und -Straßenfest in Leipzig finden in diesem Jahr am 21. Juli statt

3. Die Teilnahme am CSD, dessen Veranstaltungen sowie dem CSD-Plenum, ist unvereinbar für Person, Gruppen und Parteien, welche den unter Punkt 1 genannten Forderungen inhaltlich entgegenstehen oder die die unter Punkt 2 genannten Formen der Ausgrenzung in Ihrer Programmatik und Veröffentlichungen tolerieren. Dies gilt grundsätzlich für Parteien, Mitglieder und Anhänger*­innen rechtspopulistischer / rechtsextremer Parteien / Gruppierungen. Deren Inhalte und Weltanschauungen, gestützt / untermalt durch Äußerungen und Handlungen der jeweiligen Mitglieder, stehen Haltung, Forderungen und Selbstverständnis des CSD Leipzig diametral entgegen und sind mit diesen unvereinbar. Deshalb kann und wird es mit deren Vertreter*­innen keine Zusammenarbeit und Austausch geben.

4. 49 Jahre nach den "Stonewall-Aufständen" in der Christopher Street liegt es in unserer Verantwortung, die seitdem erkämpften Errungenschaften und Fortschritte zu verteidigen und die Aktivist*­innen dieses Kampfes nicht erneut Opfer eines anti-emazipatorischen, autoritären Roll-Backs werden zu lassen.

5. Diese Unvereinbarkeitserklärung ist daher gekoppelt mit dem Forderungskatalog von allen zu unterstützen, die am CSD Leipzig mitwirken möchten.

-w-

#1 MarcAnonym
  • 25.03.2018, 10:40h
  • Ist nur konsequent und absolut richtig. Wenn die AfD unbedingt demonstrieren will, hat sie ja zig andere Möglichkeiten dazu: Demo für alle, Pegida, Anti-Asyl-Aufmärsche, Pro-Putin-Kundgebungen... Da muss sie nicht so tun, als habe sie irgendetwas an Hut mit den Rechten von LSBTQI, die sie ansonsten ja doch nur bekämpft.
  • Direktlink »
#2 mmmmAnonym
  • 25.03.2018, 11:31h
  • Also CDU wird auch endlich ausgeschlossen?
  • Direktlink »
#3 PatroklosEhemaliges Profil
  • 25.03.2018, 12:00h
  • Antwort auf #2 von mmmm
  • Wir sind hier nicht bei "Wünsch Dir was"! Daß jetzt die AfD ausgeschlossen wurde, ist ein richtiger und wichtiger Schritt.
  • Direktlink »