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Polizeimeldung
Berlin: Transfrau beleidigt und bedroht
Die Frau wurde in der Kohlfurter Straße angepöbelt, bedroht und mit volksverhetzenden Äußerungen überzogen.

Die Berliner Polzei informiert in ihren Polizeiberichten regelmäßig über Homo- oder Transfeindlichkeit als mögliche Hintergründe der Taten (Bild: Sebastian Rittau / flickr)
- 1. April 2018, 07:53h 2 Min.
Laut einer Meldung der Berliner Polizei vom Sonntag hat am Samstagabend eine Transfrau die Behörden über einen Vorfall in Kreuzberg alarmiert. Die 37-Jährige zeigte an, dass sie kurz zuvor, gegen 18.10 Uhr, zu Fuß in der Kohlfurter Straße unterwegs gewesen sei, als sie zwei Männern begegnete. Einer der beiden habe sie dann, vermutlich wegen ihres Erscheinungsbildes, beleidigt und volksverhetzende Äußerungen hinzugefügt.
Als sie eine Erklärung von dem Pöbler verlangt habe, soll er sie auch noch bedroht haben, so die Polizei weiter. Anschließend sei der Tatverdächtige mit seinem Begleiter geflüchtet. Eine Absuche der näheren Umgebung durch die alarmierte Funkstreife verlief ohne Erfolg.
Wie bei Taten mit mutmaßlichem transphoben Hintergrund üblich, hat der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt die weiteren Ermittlungen übernommen. Die Vorwürfe lauten derzeit Volkverhetzung, Beleidigung und Bedrohung. Ebenfalls wie bei ersten Meldungen üblich machte die Polizei zunächst keine weiteren Angaben zu Tätern und Opfer. Der Vorfall ereignete sich am internationalen Tag der Sichtbarkeit von Trans-Personen (International Transgender Day of Visibility), der jährlich am 31. März begangen wird.
Anders als in anderen deutschen Städten werden mögliche homo- oder transfeindliche Hintergründe von Straftaten gezielt in den Polizeiberichten Berlins publik gemacht. Die Polizei und Staatsanwaltschaft der Hauptstadt besitzen eigene Ansprechpartner für LGBTI.
Laut einer vorläufigen Statistik wurden den Beamten in Berlin 2017 insgesamt 161 Vorfälle im Bereich "sexuelle Orientierung" gemeldet – die Statistik umfasst u.a. auch Beleidigungen und Propagandadelikte. Im Vorjahr waren es 164 Vorfälle, darunter 44 Gewalttaten (2015: 105/38, 2014: 80/26, 2013: 132/46). Die Tatorte lagen vorwiegend in den Bezirken Mitte, Schöneberg und Neukölln. Untersuchungen der Fälle zeigten sehr unterschiedliche Motive.
Im März waren drei junge Männer wegen eines eines aus Homo- und Transphobie begangenen Übergriffs auf eine Transfrau in einer U-Bahn von einem Berliner Jugendgericht zu vier Wochen Arrest und Anti-Gewalt-Kursen verurteilt worden (queer.de berichtete). (nb/pm)














Und wir brauchen endlich volle rechtliche Gleichstellung, die zwar nicht automatisch gesellschaftliche Gleichstellung bringt, die aber notwendige Voraussetzung dafür ist.
Jede Partei, die dies verzögert, abschwächt oder gar komplett blockiert, ist keine demokratische Partei und ist nicht mehr wählbar.
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Die einzigen Parteien, die volle rechtliche Gleichstellung und mehr Aufklärung an Schulen wollen, sind aktuell Grüne und Linke.