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Homophobe Entgleisung

Linkspolitiker nennt Außenminister Maas "gut gestylten Nato-Strichjungen"

Für seine Äußerung beim Berliner Ostermarsch wurde der Bundestagsabgeordnete Diether Dehm von Parteifreunden scharf kritisiert.


Der Musikproduzent und Liedermacher Diether Dehm ist Mitglied der Linksfraktion des Deutschen Bundestags (Bild: Olaf Kosinsky / wikipedia)

Homophobe Entgleisung beim Berliner Ostermarsch: In Anspielung auf den Umgang der Bundesregierung mit der Russland-Affäre um die Vergiftung eines früheren Doppelagenten hat der Bundestagsabgeordnete Diether Dehm (Die Linke) am Samstag Außenminister Heiko Maas (SPD) einen "gut gestylten Nato-Strichjungen" genannt. Maas trete "jede Rechtmäßigkeit und das Grundgesetz mit Füßen", kritisierte Dehm die angebliche "Vorverurteilung" Russlands.

Dehms Wortwahl wurde von anderen Politikern der Linkspartei heftig kritisiert. "Das ist das projizierte Selbstmitleid des in die Tage gekommenen Möchtegern-Gigolos und Möchtegern-Popstars, getarnt als politische Haltung", schrieb Berlins Kultursenator Klaus Lederer auf Twitter über seinen Parteifreund. "Gewohnt peinlich im Stil, aber schon deshalb lange nicht mehr ernst zu nehmen."

Empörung auch bei der AG Die Linke.queer

Frank Laubenburg, einer der Sprecher der Arbeitsgemeinschaft Die Linke.queer, erinnerte in einem Facebook-Post daran, dass männliche Sexarbeiter eine Opfergruppe der Nationalsozialisten waren: "Sie gehörten oftmals zur sozialen Unterschicht und galten als 'Asoziale', also zu jener Gruppe, die bis heute nicht rehabilitiert und entschädigt wurde", so Laubenburg. "Männliche Prostituierte galten als Seuchenherde der Homosexualität und als 'Volksschädlinge'. Ihnen drohte Zuchthaus, 'Schutzhaft' und die Verbringung in Konzentrationslager."

Er erwarte nicht, dass sich Dehm entschuldige, so der Sprecher der queeren AG. Solche "Grenzüberschreitungen" dienten allein der "Befriedigung seiner Eitelkeit", meinte Laubenburg. "Es muss aber endlich Schluss damit sein, dass die Bundestagsfraktion Die Linke und der Parteivorstand die wiederholten sexistischen und homophoben Ausfälle von Diether Dehm weiter tolerieren und Dehm zwar nicht ernst nehmen, aber eben immer noch wie einen unter Artenschutz stehenden Exoten behandeln."

Der 67-jährige Abgeordnete hatte innerhalb der Linken immer wieder für Unruhe gesorgt. Als etwa der Sänger Xavier Naidoo für seine Nähe zur "Reichsbürger"-Bewegung und wegen eines homophoben Liedes kritisiert worden war, hatte ihn Dehm verteidigt und Kritiker als "antideutsche Shitstorm-SA" bezeichnet. Mehrfach setzte sich der ehemalige Stasi-Informant auch für den Verschwörungstheoretiker Ken Jebsen ein. (cw)



#1 LorenProfil
#3 KarstenSFAAnonym
  • 02.04.2018, 15:28h
  • Ich mage Herrn Maas auch nicht sonderlich, aber das geht echt zu weit von diesem Linken Politiker!
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#4 Alexander_FAnonym
  • 02.04.2018, 16:07h
  • Von einer Partei, die LGTBIs in der Gesellschaft, die sie einst geschaffen hatte (=DDR) an den Rand drängte und die es offenbar noch immer nicht verkraften kann, dass diese Gesellschaftsform eben tatsächlich als Verlierer aus der Geschichte hervorgegangen ist, ist diese Äußerung kaum überraschend.
    Altkommunistischer DDR-Schwulenhass trifft hier auf eine naive Nostalgie aus den Zeiten der BRD-Friedensbewegung, die blind für den Umstand macht, dass sich die ehemalige Sowjetunion in eine theokratisch-reaktionären Aggressor verwandelt, der es unabhängig davon, dass der Westen auch nicht in allem das Gelbe vom Ei ist, Einhalt zu gebieten gilt, und zwar mit allen Mitteln.

    Dass sich über Herrn Maas' Eignung für seinen derzeitigen wie auch zuvor von ihm belegte Posten trefflich streiten lässt, steht auf einem anderen Blatte. Wenn er erklärt, dass es sich bei Russland um einen Aggressor handelt, ist er nicht mehr als ein blindes Huhn, das auch einmal ein Korn findet. Recht hat er damit aber trotzdem, und wenn Herr Dehm dies zum Anlass nimmt, eine derartige Beleidigung auszusprechen, verrät das vor allen Dingen etwas über Herrn Dehm.
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#5 AlexAnonym
  • 02.04.2018, 16:09h
  • Ich versteh den Punkt nicht so ganz: Hätter er ihn "Nato-Nutte" genannt, wärs inhaltlich identisch aber nicht homophob - also okay - gewesen??
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#6 herzesAnonym
  • 02.04.2018, 16:36h
  • Das Maas sich für die Nato prostituiert, hätte man rhetorisch geschickter formulieren sollen.
    Aber als Mann kann er ja nur richtig als Stichjunge oder Callboy betitelt werden.

    Ich kann hier keine Homophobie erkennen.
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#7 andreAnonym
  • 02.04.2018, 16:38h
  • Ich schaue manchmal Phoenix. Ich glaube, der wird, in der eigenen Fraktion, nicht mehr ernst genommen. Auf jedenfall ist er der größte Schreier im Bundestag.
    Gerade mal auf Wikipedia geschaut. Er hat ja sogar 2 IM-Namen gehabt. Einen mehr als Frau Kahane.
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#8 von_hinten_genommenAnonym
  • 02.04.2018, 16:57h
  • Wer nichts zu sagen hat, muss blöde Kommentare abgeben. Er wird ja eh nicht mehr ernst genommen.
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#9 seb1983
  • 02.04.2018, 17:04h
  • Primitiv? Joa.
    Homophob? Seh ich jetzt nicht.

    Was hab ich mit Strichern zu tun? Die meisten davon sind noch nicht mal schwul.
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#10 goddamn liberalAnonym
  • 02.04.2018, 17:06h
  • Antwort auf #6 von herzes
  • "Das Maas sich für die Nato prostituiert, hätte man rhetorisch geschickter formulieren sollen."

    Dass Sie hier keine Homophobie erkennen können, verwundert nicht, weil Sie sich ja auf die Seite des mörderisch homophoben Putins schlagen.

    Die einen stehen auf der Seite der Zivilisation, die anderen bekämpfen sie.

    Was das mit Prostitution zu tun haben soll, erschließt sich mir nicht.

    Dazu muss man wohl der dunkeldeutschen Querfront anhängen wie STASI-Dehm.

    Oder Sie...
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