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Gouverneur unterschreibt Gesetz

Elf US-Bundesstaaten verbieten "Heilung" von queeren Jugendlichen

Mit Washington hat ein weiterer amerikanischer Bundesstaat Ärzten untersagt, "Konversionstherapien" an Minderjährigen durchzuführen.


Gouverneur Jay Inslee macht Washington zum elften Bundesstaat, der queere Jugendliche per Gesetz vor wissenschaftlich nutzlosen Eingriffen zur Änderung der sexuellen Orientierung schützt (Bild: Jay Inslee / flickr)

Jay Inslee, der demokratische Gouverneur des US-Bundesstaates Washington, hat am vergangenen Mittwoch das Gesetz SB 5722 unterzeichnet, das sogeannte "Konversionstherapien" an Jugendlichen untersagt. Das neue Regionalgesetz verbietet künftig allen Ärzten und anderem medizinischen Personal, "Therapien" durchzuführen, die zum Ziel haben, die sexuelle Orientierung oder Geschlechtsidentität von queeren Personen unter 18 Jahren ändern zu wollen. Bei Verstößen gegen das neue Recht kann die Zulassung entzogen werden.

In den letzten Wochen hatten bereits beide Kammern des Regionalparlamentes dem Gesetzentwurf mit großer Mehrheit zugestimmt. Im Februar sprach sich das Repräsentantenhaus in de Hauptstadt Olympia mit 66 zu 32 Stimmen für die Initiative aus, im März folgte der Senat mit 33 zu 16 Stimmen.

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"Mit euch ist alles in Ordnung"

"Koversionstherapien zu verbieten sendet ein lautes und eindeutiges Signal an LGBTQ-Jugendliche: Mit euch ist alles in Ordnung", erklärte der offen schwule Senator Marko Liias, der sich für die Verabschiedung des Gesetzes engagiert hatte.

In den USA sind damit in elf Bundesstaaten, der Hauptstadt Washington sowie vielen Städten die "Heilung" von queeren Jugendlichen verboten. Erst letzte Woche verabschiedete Milwaukee als erste Stadt in Wisconsin eine derartige Richtlinie.

Psychologenverbände warnen bereits seit Jahren davor, dass Homosexuelle mit "Konversionstherapien" in den Suizid getrieben werden könnten. Bislang verbieten weltweit nur drei Länder "Konversionstherapien" generell, also auch für Erwachsene – dabei handelt es sich um Brasilien, Ecuador und als einziges EU-Land Malta, das ein entsprechendes Gesetz vergangenes Jahr beschlossen hatte (queer.de berichtete).

In Deutschland dürfen Homo-"Heiler" dagegen weiterhin aktiv sein: Die Bundesregierung hat erst vor einem Jahr erklärt, dass sie "Konversionsthreapien" zwar ablehne, aber keinen Grund sehe, diese zu verbieten (queer.de berichtete). (dk)



#1 Oh_Happy_GayAnonym
  • 03.04.2018, 09:17h
  • Eine sehr gute Entscheidung und mal schauen, wer sich dem US-Bundesstaat Washington in baldiger Zukunft noch anschließen wird. Ganz besonders die aktuelle Bundesregierung sollte sich daran mal ein Beispiel nehmen!
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#2 von_hinten_genommenAnonym