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University of Texas

Trans Jugendliche: Gewählter Name gut für die Psyche

In einem akzeptierenden Umfeld sinkt das Depressions- und Selbstmordrisiko bei jungen Transsexuellen massiv, ergab eine neue Studie aus den USA.


Für trans Jugendliche ist es wichtig, dass sie nicht mit ihrem Geburtsnamen angesprochen werden

  • 3. April 2018, 10:21h 14 2 Min.

Wenn trans Jugendliche einen selbst gewählten Namen möglichst frei in der Schule, am Arbeitsplatz und auch daheim nutzen können, ist das sehr gut für ihre Psyche. Das zeigt eine Studie unter Leitung der University of Texas in Austin. Demnach sinken Depressions- und Selbstmordrisiko bei einem sehr offenen Umfeld massiv gegenüber jenen jungen Transsexuellen, die in ihrem Alltag an ihren Geburtsnamen gefesselt sind.

"Viele Kids, die Transgender sind, haben einen anderen Namen gewählt als den, den sie bei der Geburt erhalten haben", betonte Stephen T. Russell, Professor für Humanentwicklung und Familienwissenschaft an der University of Texas. Für die Jugendlichen ist es offenbar wichtig, dass dieser Name als Teil ihrer Gender-Identität auch wirklich Verwendung findet. "In umso mehr Umfeldern sie ihren bevorzugten Namen nutzen können, desto besser ist ihre mentale Gesundheit", so fasste Russell die aktuellen Studienergebnisse zusammen.

Geburtsname verträgt sich nicht mit Geschlechtsidentität

Das Team hatte für die Untersuchung trans Jugendliche im Alter von 15 bis 21 Jahren befragt, ob sie ihren gewählten Namen in der Schule, am Arbeitsplatz, daheim sowie unter Freunden nutzen können. Jene, die das in allen vier Lebensbereichen tatsächlich können, haben demnach 71 Prozent weniger schwere Depressionen als trans Jugendliche, die überall ihren Geburtsnamen nutzen müssen. Schon ein einziger namensoffener Lebensbereich senkt wiederum die Selbstmordgedanken um 29 Prozent. "Ich widme mich seit fast 20 Jahren der Forschung zu LGBT-Jugendlichen, und sogar ich war davon überrascht, wie deutlich dieser Zusammenhang ist", meinte Russell.

Tatsache ist, dass viele Vornamen geschlechtsspezifisch sind. Der Geburtsname von trans Jugendlichen verträgt sich also oft nicht mit ihrer Gender-Identität. Daher kann das Umfeld solcher Jugendlichen diese durch das Zulassen und akzeptieren eines gewählten Namens bestärken. "Es ist praktisch, junge Menschen dabei zu unterstützen, ihren gewählten Namen zu nutzen", so Russell. "Es zeigt Respekt und ist für die Entwicklung angebracht." (cw/pte)

-w-

#1 Alexander_FAnonym
  • 03.04.2018, 12:38h
  • Die Ergebnisse dieser Studie in Ehren, aber hat die vielleicht ein gewisser Captain Obvious durchgeführt?
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#2 NatanjiAnonym
  • 03.04.2018, 13:08h
  • Antwort auf #1 von Alexander_F
  • Die Studie ist für queere Menschen sicherlich nicht verwunderlich. Allerdings sind derartige Studien ein sehr wichtiges Mittel, um sie als Belege für politische Änderungen anführen zu können. Es gibt eine Menge transfeindliche Menschen die uns für psychisch krank halten und gerade in den USA, wo "Gay Conversion Therapy" vielfach durchgeführt wird ist das vielleicht noch einmal extremer.

    Es ist gut, wenn es keine Frage der Moral mehr ist, ob man die gewählten Namen verwendet - sondern es im Umkehrschluss als verbaler Angriff gelten kann, dies nicht zu tun, da man somit das Suizidrisiko beim Gegenüber steigert, wie diese und andere Studien belegen.
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#3 von-hinten-genommenAnonym
  • 03.04.2018, 18:17h
  • Das ist sicherlich sehr wichtig, ja.
    Aber das allerwichtigste ist immer noch, dass die Diskriminierung und die Homo- und Transphobie aufhört.
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