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Australien
Rugby-Star: Homosexuelle kommen in die Hölle
Der beste australische Rugby-Union-Spieler sorgt mit einem homophoben Ausbruch für Empörung.

Rugbystar Israel Folau glaubt, dass er mal in einen schwulenfreien Himmel kommt (Bild: Eva Rinaldi / flickr)
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4. April 2018, 09:33h 2 Min.
Der australische Rugby-Nationalspieler Israel Folau hat am Montag auf seinem Instagram-Profil erklärt, dass Schwule und Lesben in die Hölle kämen, sofern sie nicht für ihre Sünden Buße tun. Das führte zu scharfer Kritik in sozialen Netzwerken. Ein Sprecher der Rugby-Union-Liga distanzierte sich laut "Sydney Morning Herald" sofort von der inzwischen gelöschten Aussage; der Sportler, der in diesem Monat verletzungsbedingt aussetzen muss, hat sich bislang nicht zu Kritik an seiner homophoben Aussage geäußert.
Der Stein des Anstoßes: An seinem 29. Geburtstag veröffentlichte der gläubige Athlet zunächst ein Bild, in dem Gottes Weg als kompliziert dargestellt wird. Darunter setzte er ein Zitat aus dem Brief des Jakobus, in dem Christen zur Geduld aufgefordert werden.

Das inzwischen gelöschte Bild aus dem Instagram-Profil von Israel Folau
Daraufhin fragte ein Nutzer Folau: "Was war Gottes Plan für homosexuelle Menschen?" Die Antwort des Rugby-Spielers: "DIE HÖLLE. Wenn sie nicht für ihre Sünden Buße tun und sich Gott zuwenden."

Folau zählt zu den besten Rugby-Spielern dieses Jahrzehnts. Er wurde 2014, 2015 und 2017 mit der John Eales Medal als bester Spieler des Jahres ausgezeichnet – kein anderer Spieler gewann den Preis so oft.
Aus seinem Glauben macht Folau kein Geheimnis – immer wieder postet der 29-Jährige Bibelzitate in sozialen Netzwerken. Der ehemalige Mormone gehört seit 2011 zur amerikanischen Glaubensgemeinschaft "Assemblies of God", die weltweit 68 Millionen Anhänger zählt. Diese Pfingstkirche lehnt Homosexuelle grundsätzlich als Sünder ab und verpflichtet die Mitglieder zu einer Reihe weiterer politischer Ansichten, etwa beim Thema Abtreibung.
Antidiskriminierungsrichtlinie der Rugby Union verbietet Homo-Hass
Der schwul-lesbische Rugby-Verein Sydney Convicts zeigte sich enttäuscht über die homophobe Äußerung des Star-Spielers. Diese entsprächen nicht der im Rugby-Sport vorherrschenden Haltung, so der Verein via Twitter. Tatsächlich hat die Rugby-Liga bereits im Jahr 2014 eine Antidiskriminierungsrichtlinie beschlossen, die neben Geschlecht, Rasse und Religion auch das Merkmal "sexuelle Orientierung" enthält. Ferner heißt es: "Es gibt in unserem Sport keinen Platz für Homophobie oder jegliche andere Form der Diskriminierung. Das muss mit unseren Taten und Worten sowohl auf dem Spielfeld als auch anderswo reflektiert werden."
Zum Volksentscheid über die Ehe-Öffnung hatte Folau erklärt, dass er für die Beibehaltung des Ehe-Verbots für Schwule und Lesben sei. Im September 2017 meinte er auf Twitter: "Ich liebe und respektiere alle Menschen, so wie sie und ihre Meinungen sind. Aber persönlich werde ich die gleichgeschlechtliche Ehe nicht unterstützen."
/ IzzyFolauI love and respect all people for who they are and their opinions. but personally, I will not support gay marriage.
Israel Folau (@IzzyFolau) September 13, 2017
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Aber ist das der Grund, Homosexuellen dann schon zu Lebzeiten die Hölle auf Erden zu bereiten?