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Kommentare zu:
Alles über die "Mutter der Schwulenbewegung"


#1 BEARAnonym
  • 08.04.2018, 12:39h
  • Unter dem Amazon-Link finde ich sowohl das Hardcover als auch die Kindle-Ausgabe für 59,95 Euro.

    Mir reichlich unverständlich, weshalb man auch die reine Digital-Ausgabe zu diesem doch extrem hohen Preis anbietet. Insofern kann ich mir kaum vorstellen, dass in absehbarer Zeit eine bezahlbare Taschenbuch-Variante erscheinen könnte.

    Man scheint mit diesem Buch nur Leute im Visier zu haben, die eben mal sechzig Euro ausgeben können, ohne mit der Wimper zu zucken.

    Sehr schade.
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#2 von_hinten_genommenAnonym
  • 08.04.2018, 16:02h
  • Danke an Magnus Hirschfeld für seine tolle Arbeit :-)

    Dass seine Schriften und Dokumente verbrannt wurden sowie auch sein Institut zerstört, das ist natürlich bitter, leider aber typisch für die damalige Nazizeit.

    Schön, dass sein Institut wieder aufgebaut wurde und die wissenschaftliche Arbeit fortgesetzt wird.
    Sein ursprünglicher Gedanke über sein Institut war sehr mutig und sehr prägend für alles, was danach kam.
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#3 Peter RaimerAnonym
#4 BEARAnonym
  • 08.04.2018, 16:45h
  • Antwort auf #3 von Peter Raimer
  • Und Du glaubst, das Buch sei woanders günstiger zu bekommen? Schon mal was von Buchpreisbindung gehört?

    Ich bezog mich im übrigen lediglich auf den von Queer.de hier gesetzten Link. Verzeih, dass ich am Sonntag nicht extra in die nächste Buchhandlung gefahren bin, um dort nach dem Preis zu fragen, sondern statt dessen den Link benutzt habe.

    Evtl. ist Dir auch entgangen, dass Buchpreise von den Verlagen festgelegt werden? Meine Kritik hinsichtlich des Preises richtete sich also an den Verlag.

    Ach ja, und: wo ich einkaufe, geht Dich trotz allem gar nichts an. Schönen Sonntag noch.
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#5 Tommy0607Profil
  • 08.04.2018, 17:06hEtzbach
  • Man sollte nicht vergessen , wie einige für die Gleichberechtigung von Sexualitäten gekämpft haben .
    Denn es ist egal welche Herkunft, Religion oder Sexualität man hat..
    Rassismus und Homophobie sollten solangsam Tabu sein .
    Oder wird die Spezies Mensch nicht schlauer ?
    Wenn es so ist , braucht diese Spezies auch nicht auf der Welt zu bleiben !
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#6 anal 2000Anonym
  • 08.04.2018, 19:04h
  • Antwort auf #4 von BEAR
  • 59,95 Euro sind ein guter Preis, finde ich. Da gingen bestimmt Jahre, wenn nicht Jahrzehnte an Forschung in das Buch.

    Man muss Bücher auch nicht so schnell lesen wie einen Artikel in der Yellow Press. Man kann ein Buch auch mal geniessen.

    Das neueste Buch von Peter Handke, »Die Obstdiebin oder Einfache Fahrt ins Landesinnere«, kostet auch 34 Euro. Daran hat Peter Handke allerdings sein ganzes Leben geschrieben, denn auch als er noch gar nicht schreiben konnte, hat er bereits an diesem Buch geschrieben!

    Mir bereitet es keine Probleme, 34 Euro oder 59,95 Euro für ein Buch zu bezahlen, wenn ich dafür das qualitativ beste bekomme. Das Beste, was überhaupt möglich ist.

    Aber es gibt ja vielleicht Leute, die haben nicht so viel Geld.

    Und für diese Leute könnte man das Buch ja für die Stadt- und Universitätsbibliotheken zur Anschaffung vorschlagen. Das kostet nichts, nur eine E-Mail.

    Denn über die Fernleihe kann jeder, der über ein Ticket seiner Bücherei verfügt, das Buch dann ausleihen und lesen. Es wird der eigenen Bücherei dann aus München oder Hamburg zugeschickt.

    Das kostet allerdings 50 Pfennig, weshalb ganz arme Leute das auch nicht so gerne tun. Denn ansonsten würden die armen Leute ja alle Bücher von Suhrkamp und De Gruyter lesen, was sie nachweislich aber nicht tun.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #4 springen »
#7 Taemin
  • 08.04.2018, 19:26h
  • Magnus HIrschfeld hat sich fraglos große Verdienste erworben. Aber aus heutiger Sicht erscheint doch seine Theorie von den "sexuellen Zwischenstufen" skurril, und seine Rolle als Gutachter in der Eulenburg/Moltke-Affäre war auch nicht gerade hilfreich. Ich möchte gar nicht wissen, auf welche seiner "Zwischenstufen" er mich stellen würde - und mit welcher absurden Begründung.
  • Antworten » | Direktlink »
#8 Manfred DuisburgAnonym
#9 BEARAnonym
  • 08.04.2018, 20:47h
  • Antwort auf #6 von anal 2000
  • "Aber es gibt ja vielleicht Leute, die haben nicht so viel Geld."

    Ja, vielleicht gibt es die. Sind aber halt auch nur 13 Millionen Menschen in Deutschland, die an bzw. unter der Armutsgrenze leben.

    Die kann man natürlich schon mal eben unter "vielleicht" subsumieren. Ist dann halt ein kleines bisschen elitär, aber doch auch egal, wenn man selbst das Geld hat, gell?
  • Antworten » | Direktlink » | zu #6 springen »
#10 TheDadProfil
  • 08.04.2018, 20:48hHannover
  • Antwort auf #4 von BEAR
  • ""Und Du glaubst, das Buch sei woanders günstiger zu bekommen? ""..

    Nöö..
    Dennoch kann man dabei darüber nachdenken wie sich dort Arbeitsbedingungen gestalten, und das Buch am Ende in einem Schwulem oder Lesbischem Buchladen kaufen..

    ""Ich bezog mich im übrigen lediglich auf den von Queer.de hier gesetzten Link.""..

    Der gesetzt werden muß, damit Queer.de Einnahmen generiert..
    Insofern ist das auch völlig in Ordnung..
    Ich schau dort dann auch mal nach, aber einkaufen geh ich schon aus grundsätzlichen Erwägungen dann immer vor Ort beim Buchhandel des Vertrauens..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #4 springen »
#11 TheDadProfil
  • 08.04.2018, 21:06hHannover
  • Antwort auf #8 von Manfred Duisburg
  • ""Danke den Tip.""..

    Leute..
    Viele von uns machen doch in ihrer Freizeit irgendetwas was man sich dann auch mal als "Ehrenamt" bescheinigen lassen kann..
    Man muß dafür nicht einmal regelmäßig älteren Menschen im Heim vorlesen gehen, es genügt schon die Mit-Organsation eines "Kirchen-Festes", oder einer anderen Veranstaltung..

    Das kann man sich bescheinigen lassen..
    Mit dieser Bescheinigung läßt man sich dann auf die "Liste der Ehrenamtler" seiner Stadt oder Region setzen, denn für die dort versammelten gibt es "Geschenke" als eine Art "Wiedergutmachung" für die geleistete Arbeit..

    Dazu gehören dann neben freiem Eintritt ins Schwimmbad oder Zoo auch mal Karten für die PREMIERE der aktuellen Lindenberg-Tour, denn der macht z.B. eine Extra-Vorstellung nur für solche Ehren-Ämtler für LAU..

    Neben Karten für Konzerte oder Kino gibt es dort auch kostenlose Abo's für Bibliotheken, fürs Theater und die Oper..

    Und vieles mehr..
    Wer will kann hier mal für Niedersachsen stöbern :

    www.freiwilligenserver.de/index.cfm?uuid=5F2F785E50414D81882
    4E58C85ECB7D0


    Also..
    Karte beantragen :

    www.freiwillig-in-hannover.de/ehrenamtskarte/
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#12 g_kreis_adventProfil
#13 g_kreis_adventProfil
  • 08.04.2018, 21:32hBerlin-Prenzlauer Berg
  • Manfred Herzer live am 12. Juni 2018 ab 18;30 - Beginn der Lesung 19:30 Uhr im Gesprächskreis Homosexualität:
    150 Jahre Magnus Hirschfeld
    Wir feiern die MUTTER DER SCHWULENBEWE-GUNG. Von den Nazis aus Deutschland verjagt. 1935, am Tag seines 67. Geburtstag, im französischen Exil gestorben. Wir laden gemeinsam mit dem Historiker Manfred Herzer zu seiner Geburtstagsfeier mit Kaffee & Kuchen ein. Manfred Herzer wird aus seiner im vorigen Jahr erschienenen Hirschfeld-Biografie »Magnus Hirschfeld und seine Zeit« vorlesen und mit uns diskutieren.
    Herzlich willkommen!

    www.advent-zachaeus.de/gemeindeleben/gespraechskreis-homosex
    ualitaet.html
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#14 BEARAnonym
  • 08.04.2018, 22:01h
  • Antwort auf #10 von TheDad
  • "Dennoch kann man [...] das Buch am Ende in einem Schwulem oder Lesbischem Buchladen kaufen"

    Letztlich bleibt es für die benannten 13 Millionen Menschen in Deutschland völlig gleichgültig, ob sie sich ein Buch für 59,95 Euro NICHT bei Amazon oder NICHT in einem beliebigen anderen Buchladen kaufen können.

    Was ich hier einzig und allein kritisiere, ist der elitäre Preis - und die Tatsache, dass eine Digitalausgabe, die erheblich weniger Kostenaufwand erfordert als ein Hardcover, nicht etwa günstiger ist, sondern genauso viel kostet wie das Hardcover.

    Auf Grund dessen ist m.E. wohl kaum zu erwarten, dass der Verlag irgendwann noch eine annähernd bezahlbare Taschenbuchausgabe herausbringt.

    Die Bundesstiftung Magnus Hirschfeld "hat dieses Buch erst ermöglicht". Offenbar genügt es einer Bundesstiftung, dass ausreichend finanziell ausgestattete Menschen dieses Buch kaufen können. Einem tatsächlichen Ernstnehmen des Bildungsauftrages einer solchen Bundesstiftung hätte es m.E. eher entsprochen, eine für ein breiteres Publikum erschwingliche Ausgabe herauszugeben. Beispielsweise gibt es manche Bücher in einer speziellen Ausgabe der Bundeszentrale für politische Bildung zu einem stark reduzierten Preis.

    Aber das wäre halt eine emanzipationspolitische Frage. Und keine rein wirtschaftliche.

    Ich weiß: da die neoliberale Politik heute komplett wirtschaftshörig ist und die Menschen überhaupt nicht mehr im Fokus hat, ist das natürlich kaum zu erwarten.

    Kritisieren darf man das glücklicherweise trotzdem noch.
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#15 BEARAnonym
  • 08.04.2018, 22:56h
  • Antwort auf #12 von g_kreis_advent
  • Da sich alle hier so unfassbar darüber aufregen, dass ich den von Queer.de bereitgestellten Amazon-Link angeklickt habe:

    Don't blame it on ME.
    Queer.de verweist IMMER auf Amazon.

    Also habt bitte ausnahmsweise mal nicht mit MIR das Problem. Nur weil ich Dinge kritisch anspreche, bin ich nicht automatisch verantwortlich für alles Leid der Welt und trage nicht die gesamte Schuld.

    Schon gar nicht daran, dass Queer.de Amazon und nicht Prinz Eisenherz verlinkt. Also wendet Euch, wenn Euch das nicht passt, bitte an Queer.de, aber nicht an mich.
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#16 AndreasKAProfil
  • 09.04.2018, 09:37hKarlsruhe
  • Antwort auf #15 von BEAR
  • ... den Apell an die Verlinkung von Queer,de mit schwulen Buchhandlungen unterstütze ich hiermit. Ich würde mich sehr freuen, wenn die Queer-Redaktion hierzu sich äußern würde.

    Das mit dem Preis hat wie immer zwei Perspektiven:
    Als Mitglied der schreibenden Zunft weiß ich, wie mühsam es ist, ein Manuskript mit Substanz zustande zu bringen. Hinzu kommt, dass der Verlag sich entscheiden muss, welche Auflagenhöhe er dem Titel einräumt. Je spezieller ein Buch auf eine Zielgruppe abgestellt ist, desto weniger hoch ist die Anzahl der gedruckten Bücher der ersten Auflage. Je nach Verkauf entschließt sich ein Verlag dann, weitere Auflagen zu produzieren und/oder ein Taschenbuch daraus zu machen, das günstiger zu bekommen ist. Die Preispolitik schwankt dann immer zwischen den Erwägungen, wie ein Verlag den maximalen Gewinn erzielt. Manchmal wird der Preis hoch gehalten und man spekuliert auf die Kaufkraft der angesprochenen Zielgruppe. Mal wird er niedrig gesetzt, dann muss es die Masse bringen. Ich gehe mal davon aus, dass dieses Buch, so gut es sein mag, kein Spiegel-Bestseller wird wie etwa die Romane von Martin oder Grisham. Aber auch solche Romane die ebenfalls noch teuer sind können Sinn machen, da sie Geld einspielen um weniger weit verbreitbare Titel zu realisieren. So nach dem Motto: "Wir schicken die schick geschminkte, naive und willige Tochter teuer auf den Strich, damit der Sohn studieren kann ..." (Hoffentlich fühlt sich jetzt keine Feministin auf die Schleppe getreten, es soll nichts mehr als ein laxer Spruch sein ... ich bitte vorauseilend um Pardon)

    Die andere Seite sind die Mittel der angesprochenen Käuferschicht. Mir geht es auch so, dass ich bei Büchern die deutlich teurer sind als etwa 20 Euro genau überlege, ob ich sie mir leisten kann. Auf Bibliotheken weiche ich gelegentlich aus, doch ich gebe zu, dass ich mir wichtige Bücher lieber selbst besitze. Was tun? Wenn mir etwas wichtig ist, ist es mir auch etwas wert. Und darauf kann ich auch warten und mir Geld zusammensparen oder auf bessere Zeiten oder Geschenkanlässe spekulieren. Auch wenn mich etwas interessiert - ich muss das nicht immer sofort haben.

    Klingt schrecklich piefig, ich weiß. Aber- auch wenn ich die genaue Preisfindung beim Hirschfeld-Buch nicht kenne - ich hoffe mal, dass die Autoren fair bezahlt werden und dass es sich hier nicht um Beutelschneiderei handelt.

    Dass die e-book-Version den gleichen Preis wie die Print-Ausgabe hat, kann ich dabei übrigens genauso wenig nachvollziehen wie Du. Das ist wirklich ein Ärgernis.
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#17 AndreasKAProfil
  • 09.04.2018, 10:24hKarlsruhe
  • ... uaah - Appell schreibt man mit zwei p - und das mir ... ich entschuldige mich für diesen Lapsus-lazuli ;-)

    Aber der Appell an die Redaktion von Queer bleibt erhalten ;-)
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#18 TheDadProfil
  • 09.04.2018, 10:28hHannover
  • Antwort auf #14 von BEAR
  • ""Was ich hier einzig und allein kritisiere, ist der elitäre Preis - und die Tatsache, dass eine Digitalausgabe, die erheblich weniger Kostenaufwand erfordert als ein Hardcover, nicht etwa günstiger ist, sondern genauso viel kostet wie das Hardcover.""..

    Ich kann nicht erkennen wieso eine digitale Ausgabe irgendwie kostengünstiger sein sollte, denn die Bearbeitung hat den gleichen Aufwand wie die Druckausgabe..

    Wer selbst mal eine PowerPoint- Präsentation erstellt hat weiß wie aufwendig das sein kann..

    Natürlich wäre es allein schon auch aus ökologischen Erwägungen heraus wünschenswert digitale Erzeugnisse günstiger anzubieten als Druck-Erzeugnisse, die nicht nur Energie, sondern auch noch Papier verschlingen..

    ""Die Bundesstiftung Magnus Hirschfeld "hat dieses Buch erst ermöglicht". Offenbar genügt es einer Bundesstiftung, dass ausreichend finanziell ausgestattete Menschen dieses Buch kaufen können.""..

    Da ist der Kritik-Punkt an dem man ansetzen muß..
    Ich gehe da mit Dir konform..
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#19 BEARAnonym
  • 09.04.2018, 10:33h
  • Antwort auf #16 von AndreasKA
  • Soweit ich weiß, erhält Queer.de durch eine Affiliate-Vereinbarung mit Amazon eine Vermittlungsprovision, sofern direkt über den angegebenen Link bestellt wird. Queer.de hatte dazu schon einmal geschrieben, dass die schwulen Buchläden zu keinem solchen Modell bereit seien, dass Queer.de jedoch auf die Amazon-Provisionen angewiesen sei.

    Ich bin selbst sehr eng mit jemandem aus der "schreibenden Zunft" befreundet und weiß daher sehr, sehr gut, wieviel Arbeit in Texten oder Büchern steckt.

    Dennoch bleibe ich beim Kern meiner Kritik - zum einen ist für mich wie für Dich nicht nachvollziehbar, weshalb das E-Book keinen Cent günstiger ist als das "aufwändige großformatige Hardcover". Zweitens schließe ich mich dem Wunsch von Queer.de an, dass irgendwann eine annähernd erschwingliche Taschenbuchausgabe erscheinen möge. Und drittens verweise ich noch einmal auf meinen Kommentar #14, den ich auszugsweise nochmals zitiere:

    "Die Bundesstiftung Magnus Hirschfeld "hat dieses Buch erst ermöglicht". Offenbar genügt es einer Bundesstiftung, dass ausreichend finanziell ausgestattete Menschen dieses Buch kaufen können. Einem tatsächlichen Ernstnehmen des Bildungsauftrages einer solchen Bundesstiftung hätte es m.E. eher entsprochen, eine für ein breiteres Publikum erschwingliche Ausgabe herauszugeben. Beispielsweise gibt es manche Bücher in einer speziellen Ausgabe der Bundeszentrale für politische Bildung zu einem stark reduzierten Preis."

    ***

    "Wenn mir etwas wichtig ist, ist es mir auch etwas wert."

    Das ist leicht gesagt, hat allerdings sehr enge Grenzen, wenn man mit dem Regelsatz von 416 Euro über einen ganzen Monat kommen muss. Laut Äußerungen des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes von 2017 liegt der Regelsatz derzeit 120 Euro pro Monat unter dem eigentlich notwendigen Existenzminimum. Sich davon also auch noch monatelang 60 Euro vom Mund abzusparen, finde ich etwas arg viel verlangt, zumal durchaus die drei oben genannten Möglichkeiten, ein solches Buch günstiger zu erwerben, bestanden hätten / bestehen würden.

    Der Verlag hat sich dazu entschieden, keine dieser Möglichkeiten zu wählen. Jedenfalls im Moment. Das hat für mich eben auch eine politische Dimension. Wie Du so schön schreibst: "Manchmal wird der Preis hoch gehalten und man spekuliert auf die Kaufkraft der angesprochenen Zielgruppe." Ganz offenbar hat man hier die gut bis sehr gut verdienenden Schwulen im Blick, die auch genügend Geld haben, um z.B. mehrere Reisen pro Jahr zu machen oder mal eben mehrere tausend Euro für Fetischklamotten oder Ähnliches auszugeben und daher bei einem Betrag von 60 Euro gerade mal eben mit dem Finger schnippen. Auch ich kenne solche Schwule, und es sei ihnen gegönnt, sich diesen Luxus leisten und das Buch als Prestigeobjekt ins Regal stellen zu können.

    ABER da ein solches Buch auch eindeutig eine politische Dimension hat, finde ich es - und dabei bleibe ich - nach wie vor deutlich verfehlt, es ausschließlich im Hochpreissegment anzubieten. Zumal, und auch da wiederhole ich mich, offenbar eine Förderung durch eine Bundesstiftung mit eingebunden war.

    Förderungen durch Stiftungen für Produkte im Hochpreissegment halte ich für fast schon obsolet, wenn man dann ohnehin ausschließlich auf eine extrem zahlungskräftige Klientel setzt. Denn die könnte und würde wohl auch noch einen Zehner mehr zahlen - wieder, ohne mit der Wimper zu zucken.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #16 springen »
#20 BEARAnonym
  • 09.04.2018, 10:37h
  • Antwort auf #18 von TheDad
  • "Ich kann nicht erkennen wieso eine digitale Ausgabe irgendwie kostengünstiger sein sollte":

    Erstens ist es allgemein üblich, dass E-Books günstiger sind als Printausgaben.

    Zweitens gibt es dafür mindestens 3 Gründe, die mir sehr spontan einfallen:
    - Materialkosten
    - Versandkosten
    - Lagerkosten.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #18 springen »
#21 AndreasKAProfil
  • 09.04.2018, 11:22hKarlsruhe
  • Antwort auf #19 von BEAR
  • Hi Bear,

    dass die Bundesstiftung hier mitgearbeitet hat, habe ich übersehen - sorry für die Tomaten auf meinen Augen. Das relativiert natürlich meine Haltung, die ich auf ein übliches Procedere eines Verlages abgestellt hatte und ärgert mich.

    Allerdings stellt sich selbst bei einer Stiftung die Frage, wieviel ein Buch kosten darf/soll ... und ob auch der halbe Preis für jemanden, der mit Harz IV knapsen muss, noch erschwinglich wäre ... oder ob der Bildungsauftrag nicht doch schlagkräftiger wahrgenommen werden kann, indem man die Inhalte als e-book kostenlos zur Verfügung gestellt wird. Aber wie das so ist. Auch Stiftungen müssen Geld verdienen, da sie meist mit öffentlicher Förderung nicht auskommen.
    Scheiße! Mir wäre es auch lieber, wenn solche interessanten Bücher wenig kosten würden. Ich bin da hin- und hergerissen, zwischen der Haltung, dass eine gute Arbeit angemessen bezahlt werden muss und das sinnvolle Stiftungen unterstützt werden sollten ... und meiner eigenen finanziellen Gemengelage.

    Deine Punkte im Folgekommentar, warum e-books für Verlage günstiger als Prinz-Versionen sind, stimmen allesamt und wiegen die Aufbereitung des Stoffes für e-Books mehr als auf. Ich meine, diese Kostenersparnis sollte auch an die Kaufinteressenten weiter gegeben werden. Das stünde erst recht eines Verlages an, der mit einer Stiftung zusammenarbeitet.

    Naja - und das Queer.de mit Amazon vertraglich verhandelt ist, habe ich geahnt und mag das nicht tadeln, da auch die Macher dieses WebPortals mit der Kohle jonglieren müssen.
    Wieder so ein Preis der für kostenlose oder sehr wenig kostende Internet-Aktionen zu zahlen ist. Mist. Irgendwie dreht sie immer was im Kreis - es ist zum Mäusemelken.

    Hier also darum zwei Fragen an Queer.de:

    Ist die Vereinbarung mit amazon exklusiv?

    Ist es möglich, schwule Buchhandlungen solidarisch durch Nennung zu unterstützen - etwa indem deren Bestelladressen wie eine Signatur ebenfalls unter Buchrezensionen erscheinen?
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#22 Peter RaimerAnonym
  • 09.04.2018, 13:59h
  • Zurück zum Thema: Bodo Niendel hat hier eine Rezension vorgelegt die ich durchaus für lesenswert halte. Vielen Dank! Das M. Herzer von dem auch Veröffentlichungen unter dem Pseudonym Thorsten Graf oder Mimi Steglitz vorliegen sei hier nur am Rande erwähnt. Sein erstes Glanzstück legte Herzer im Jahr 1982 mit seiner vorgelegten Bibliographie aus dem Jahr 1982 vor. Diese Nachschlagwerk war mir bis zu Zeiten des Internets ein ständiger Begleiter.
    Für mich gibt es in der Geschichte zwei Personen die sich unermüdlich für unsere Belange in der Vergangenheit eingesetzt haben von denen wir heute noch immer partizipieren: Karl Heinrich Ulrichs aus Aurich und Magnus Hirschfeld. Übrigens, beide starben im Exil, deren Wiederentdeckung der zweiten Schwulenbewegung zu danken ist.
    Das Herzer nach seiner Veröffentlichung über Magnus Hirschfelds Leben und Werk eines jüdischen, schwulen und sozialistischen Sexologen aus dem Jahr 1992 erneut eine Biographie vorlegt ist bewundernswert. Von der jetzt vorliegenden Biographie erwarte ich hier im Internet gegenwärtig keine kritische inhaltliche Auseinandersetzung, diese wird mit Sicherheit in den noch folgenden wissenschaftlichen Printmedien erfolgen.
    Als ich mir kürzlich von Volkmar Sigusch 'Karl Heinrich Ulrichs. Der erste Schwule der Weltgeschichte' aus dem Jahr 2000 aus meinem Bücherregal zog, fand ich von mir im Impressum eine kleine handschriftliche Notiz: Auflage 500 Exemplare. Das hier im Forum angesichts solch geringer Auflagen über Preise diskutiert wird ist mit keiner Fussnote erwähnenswert. In der Veröffentlichung über Ulrichs finden sich bei Sigusch bewundernswerte Kritik und zugleich wissenschaftliche Fehleinschätzungen beider Personen: '[...] wie tief die Liebe von Ulrichs und Hirschfeld zu den Anstössigen war und wie gross der Abgrund ist, der zwischen Homosexuellen und Ephebosexuellen klafft, von Pädophilen und Pädosexuellen ganz zu schweigen.'
    Bleibt zu hoffen das Manfred Herzer mehr als 500 schwule Leser bzw. Buchkäufer findet.
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#23 andreAnonym
  • 09.04.2018, 18:21h
  • Antwort auf #3 von Peter Raimer
  • Wenn unsere regionalen Buchhandlungen E-Books oder Hörbücher anbieten würden, würde ich dort sogar kaufen. Machen die aber nicht. Klar zu teuer und sicher ein Riesenaufwand. Praktisch sicher auch nicht zu realisieren. Aber so gnadenlos ist nun mal die Entwicklung.
    Zur Zeit lese, sorry höre ich eines der wenigen deutschsprachigen Gay Hörbücher. "Irgendwie anders:Gay Romance" von Chris P. Rolls. Witzig und erotisch zugleich. Der Erzähler hat eine freche, sehr erotische Stimme. Scheint ein junger Mann zu sein. Es geht um eine Wette. 30 Typen in 30 Tagen flach legen. Nun ja und erzählt wird eben recht detailliert...... Gibts auch als Taschenbuch bei Amazon. Aber beim Hörbuch hat man eben noch die echt geile Stimme. Stimme, das macht jedes Hörbuch zum Erlebnis.
    Und deshalb muß ich wohl, auf regionale Buchhandlungen, verzichten.
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#24 andreAnonym
  • 09.04.2018, 18:38h
  • "Nur noch 8 auf Lager, mehr ist unterwegs" liest man, bei Amazon. Für ein Buch, mit nicht einer Rezension, welches bei Novelrank nicht gelistet ist und seit Herbst 2017 auf dem Markt-Wow. Ich meine, der Hinweis ist nur Werbung, um den Verkauf, dieses teuren Buches, anzukurbeln.
    Das Buch von Heiko Maas zum Beispiel ist, knappes Jahr auf dem Markt, bei Novelrank auf Platz 195,669 mit 37 "All Time Sales"

    NovelRank= Sales Rank Tracking for Author Book Sales on Amazon.
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#25 TheDadProfil
#26 giliatt 2Anonym
  • 09.04.2018, 23:04h
  • Ich bin entsetzt:
    Zum Thema MAGNUS HIRSCHFELD diskutieren wir hier ausgiebig über Bücher-Preise bei Amazon? Schlimmer geht`s nimmer...

    Hirschfeld gilt als das forschende Urgestein bezüglich der Homosexualität und somit als Ur-Initiator der (unserer) Schwulenbewegung.

    Ihn als "Mutter der Schwulenbewegung" zu bezeichnen, halte ich für überdenkenswert. Als MUTTER hat er sich bestimmt nicht gesehen. Er war Wissenschaftler und somit VATER seiner Erkundungen. Er lebte in einer Zeit, in der man noch nicht "genderte" und gesetzlich nicht drei Klosetts brauchte, um endlich in einen Eimer pissen zu dürfen.
    Er hat Kopf und Kragen riskiert für seine Lehre. Weiblich - also mütterlich - wird er da wohl nicht empfunden haben als Mann. Denn ein Mann ist ein Mann, auch wenn er schwul oder bisexuell ist.
  • Antworten » | Direktlink »
#27 BEARAnonym
  • 10.04.2018, 01:32h
  • Antwort auf #26 von giliatt 2
  • Ich hatte meine Gründe und habe diese dargelegt. Dazu stehe ich, ob es Dir nun passt oder nicht. Übrigens sind Buchpreise überall gleich, und nicht nur "bei Amazon".

    Karl Heinrich Ulrichs war deutlich früher dran.

    "Denn ein Mann ist ein Mann":

    gewagte These angesichts der Lehre Hirschfelds, die Du hier so verteidigst, ohne sie überhaupt richtig zu kennen.

    bit.ly/2qioE2N

    Neben all der Polemik und Falschinformation dann auch noch eine gute Portion Transfeindlichkeit? Tja: das nenne ich eine rundum gelungene Argumentation. So lesen wir's gern hier im queeren Forum.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #26 springen »
#28 mutigAnonym
#29 TheDadProfil
  • 10.04.2018, 11:26hHannover
  • Antwort auf #26 von giliatt 2
  • ""Ihn als "Mutter der Schwulenbewegung" zu bezeichnen, halte ich für überdenkenswert. Als MUTTER hat er sich bestimmt nicht gesehen. Er war Wissenschaftler und somit VATER seiner Erkundungen. Er lebte in einer Zeit, in der man noch nicht "genderte" und gesetzlich nicht drei Klosetts brauchte, um endlich in einen Eimer pissen zu dürfen.""..

    Äh ?

    ""Im berühmten Lokal Eldorado, das von vielen Transvestiten besucht wurde und in dem auch Damenimitatoren auftraten, war Hirschfeld wohlbekannt und wurde Tante Magnesia genannt. Nach seinem Tod gab es haltlose Gerüchte, dass er selbst Transvestit gewesen sei.""..

    de.wikipedia.org/wiki/Magnus_Hirschfeld

    Was dann das "gendern" betrifft, so verursacht das NICHT die Nutzung von gar "Drei Klosetts", sondern macht dagegen Eines einfach überflüssig !
  • Antworten » | Direktlink » | zu #26 springen »
#30 ursus
  • 10.04.2018, 13:32h
  • Antwort auf #26 von giliatt 2
  • "Denn ein Mann ist ein Mann, auch wenn er schwul oder bisexuell ist."

    kühne idee, ausgerechnet tante magnesia, den erfinder der zwischenstufentheorie, für den eigenen binaritätskult zu instrumentalisieren.

    der seitenhieb auf genderneutrale toiletten war vollkommen überflüssig.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #26 springen »

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