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LGBTI-Beziehungsratgeber
Treu, nicht treu oder vielleicht ein bisschen?
In seinem neuen Buch "Abschied vom Mythos Monogamie" plädiert der Psychologe Tim K. Wiesendanger für Wahlfreiheit in queeren Beziehungen.
- 9. April 2018, 14:05h 2 Min.
In vielen Beziehungen taucht früher oder später – ob ausgesprochen oder unausgesprochen – das Thema "Fremdgehen" auf. Auch innerhalb der queeren Community sind ein spontaner One-Night-Stand außerhalb der Partnerschaft oder selbst ein kurzer Quickie im Dampfraum Anlass für Drama, Tränen und Trennungen.

Das Buch ist im März im Berliner Querverlag erschienen
Doch was heißt es eigentlich, "treu" zu sein? Würde es sich nicht lohnen, eine Neugestaltung des bisherigen Beziehungsmodells zu wagen, ohne dass sich Eifersucht und schlechtes Gewissen aufdrängen? Wieso ist sexuelle Ausschließlichkeit in einer Partnerschaft überhaupt erstrebenswert? Könnten nicht gerade wir LGBTI-Menschen unsere Beziehungen bewusst anders gestalten?
In seinem neuen, im Berliner Querverlag erschienenen Buch "Abschied vom Mythos Monogamie" (Amazon-Affiliate-Link ) hat der Psychologe Tim K. Wiesendanger keine pauschale Antwort auf diese Fragen, die für alle Queers gleichermaßen gilt. Er plädiert für Wahlfreiheit im Sinne authentischer Beziehungsformen – ob sich diese weiterhin monogam oder aber seriell monogam, polygam oder polyamourös ausgestalten mögen.
Wiesendanger arbeitet seit gut 20 Jahren überwiegend mit LGBTI und hat im Laufe seines Berufslebens als Therapeut, mit Praxis in Zürich, Paare und Singles immer wieder bei ihrem Ringen um das Thema offene Partnerschaft unterstützt. Deswegen setzt er sich in diesem Sachbuch für eine vorurteilsfreie und ernsthafte Diskussion rund um den seit Jahrhunderten überlieferten "Mythos Monogamie" ein. (cw/pm)
Tim K. Wiesendanger: Abschied vom Mythos Monogamie: Wege zur authentischen Beziehungsgestaltung. Sachbuch. 176 Seiten. Querverlag. Berlin 2017. Taschenbuch: 14,90 € (ISBN: 978-3-89656-264-7). Ebook: 9,99 €
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Das jeder seine Art von Beziehung selbst bestimmen kann ist doch klar. Das muss mir keiner psychologisch erklären, oder gar Tips geben.
Oder ist das wieder die Aufforderung als queerer Mensch gefälligst eine offene Beziehung zu führen, damit man ja nicht dem Hetero ähnelt.