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Katholischer Tiervergleich

Kardinal: Transsexuelle sind Katzen mit Hundenamen

Mit einem Vergleich von Transsexuellen mit Haustieren sorgte der Erzbischof von Santiago de Chile für Aufregung.


Ob Erzbischof Ricardo Ezzati eher ein Katzen- oder Hundemensch ist? (Bild: Carlos Figueroa / wikipedia)

Ricardo Kardinal Ezzati, der Erzbischof von Santiago de Chile, hat am Freitag mit einem Vergleich von Transsexuellen mit Haustieren für Empörung gesorgt. Der 76-Jährige erklärte in einem Interview, als er nach der Anerkennung von Transpersonen angesprochen wurde: "Man muss die Dinge beim Namen nennen: Wenn ich eine Katze den Namen eines Hundes gebe, beginnt sie nicht, ein Hund zu sein."

Die transphobe Aussage führte zu scharfen Reaktionen aus Politik und Gesellschaft. Der konservative Staatspräsident Sebastián Piñera, der sich bereits 2011 für die Einführung von eingetragenen Partnerschaften eingesetzt hatte, nannte den Kommentar "inakzeptabel" und erklärte: "Ich glaube, diese Wortwahl war unglücklich." Es sei unangebracht, Menschen mit Tieren zu vergleichen.

Rolando Jiménez, der Chef der LGBTI-Organisation Movimiento de Integración y Liberación Homosexual, kritisierte die Aussage des katholischen Würdenträgers scharf: "Transmenschen mit Tieren zu vergleichen ist unmenschlich und beschädigt auf skandalöse Art die Bürgerrechte", so Jiménez.

Nach der Kritik veröffentlichte das Erzbistum eine kurze Stellungnahme auf seiner Website, in der erklärt wird, dass Ezzatti seine "Allegorie" bedaure. Eine Entschuldigung enthielt die Mitteilung nicht.

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Würdenträger vergleichen LGBTI gerne mit Tieren oder Verbrechern

Bereits in der Vergangenheit haben katholische Würdenträger versucht, queere Menschen mit Tiervergleichen abzuwerten. So behauptete der mexikanische Bischof José María de la Torre Martín etwa 2014 anlässlich der Debatte um die Ehe-Öffnung, dass die Gleichbehandlung von Homosexuellen im Ehe-Recht zu Mensch-Tier-Ehen führen werde (queer.de berichtete). Als der Boxer Manny Pacquiao 2016 Homosexuelle als "schlimmer als Tiere" bezeichnete, stellte sich der Chef der katholischen Bischofskonferenz hinter das Sport-Idol (queer.de berichtete).

Beliebter als Tiervergleiche sind allerdings Vergleiche von queeren Menschen mit Verbrechern: 2011 stellte der inzwischen verstorbene amerikanische Kardinal  Francis George etwa LGBTI-Aktivisten mit dem rassistischen Geheimbund Ku-Klux-Klan gleich (queer.de berichtete). Auch der Vergleich zwischen Homosexualität und Kindesmissbrauch ist sehr populär und wurde beispielsweise vom mächtigen Kardinal Tarcisio Bertone bemüht (queer.de berichtete). Selbst vor Vergleichen von Homosexuellen mit Mördern schrecken manche Bischöfe nicht zurück.

In den letzten Jahren ist allerdings eine Veränderung des Feindbilds festzustellen: Während katholische Würdenträger in der Vergangenheit Homosexuelle als Ziele ihrer Angriffe ausmachten, übernahmen Transpersonen in den letzten Jahren mehr und mehr diese Rolle. So versuchte die amerikanische Bischofskonferenz kurz vor Weihnachten, Transsexuellen die Daseinsberechtigung abzusprechen, als sie in einer Stellungnahme erklärte, dass Transsexualität überhaupt nicht existiere (queer.de berichtete). (dk)



#1 BelloAnonym
#2 Tommy0607Profil
  • 09.04.2018, 16:17hEtzbach
  • Solangsam sollten mal auch Christliche Würdenträger "Hirn" einschalten : Und nicht Menschen beleidigen!
    DER ist bestimmt nicht von einen Gott gesegnet worden.
    Wenn DER an der Himmelspforte am Ende seiner Lebenszeit steht; bleibt die ZU!
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#3 FeliAnonym
#4 GegesAnonym
  • 09.04.2018, 16:58h
  • Ältere Männer in schwarzen Kleidchen, rosa oder purpurnen Gürtelchen und Hütchen, die sich vornehmlich mit ebensolchen Typen herumtreiben, maßen sich an, Menschen im Namen eines Gottes, der selbst als alter Mann, wahlweise auch als dessen eigener Sohn, der über Wasser gehen kann, Wasser in Wein, sowie Brot in Fische verwandelt erscheint, vorzuschreiben, wie sie ihre Sexualität auszuleben haben.
    Wenn das nicht superhypertransig und so richtig pervers ist, umso mehr als dieser Gott manchmal auch als gemeine Stadttaube erscheint, dann weißich nicht.
    Sie selbst haben übrigens geschworen, ihre Sexualität nicht auszuleben, tun es aber trotzdem sehr oft.
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#5 FleischfresserDEAnonym
#6 määääääähAnonym
#7 Gpeterjoachim
  • 09.04.2018, 19:08h
  • Es ist schon mehr als schlimm, dass ein hoher Vertreter der Kirche überhaupt Menschen mit Tieren vergleicht! Denn jeder Mensch ist doch nicht nur ein Geschöpf Gottes sondern sogar als sein Ebenbild erschaffen.
    Solche Äußerungen sind für niemanden akzeptabel aber es fehlt den Bischöfen und der Kurie der Mut sich dagegen klar zu positionieren!
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#8 LillyComptonAnonym
  • 09.04.2018, 19:11h
  • Antwort auf #1 von Bello
  • Wuff.
    Lasset uns Kratzen und Beißen.
    Kopfkino...

    Lustig ist nur das sowohl mein Kater Blacky hieß als auch meine Hündin...
    Was soll denn bitte ein spezifischer Katzen oder Hundename sein?

    Meine Hündin war allerdings definitiv Butch. Gepinkelt wie ein Rüde. Ganz besonders wenn andere Rüden in der nähe waren ;)

    Vlt. will der Kardinal ja auch nicht wirklich Gottes schöpfung so kennen sehen wie sie ist. Denn dann bräuchte es mehr respekt und demut.
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#9 Please NoAnonym
  • 09.04.2018, 19:24h
  • Antwort auf #2 von Tommy0607
  • Nein, bitte keine geschlossene Himmelspforte (gibt es eigentlich nur eine Pforte oder sind es doch mehrere - ich meine weil man z.B. gerade mal wieder über den feinen Unterschied zwischen evangelischen und katholischen Gläubigen diskutiert (Abendmahl, Kommunion und darf man das mixen) - ob die wohl die selbe Pforte benutzen müssen?)
    Oh ich schweife ab in wichtige Fragen des Universums, doch zurück zum Kardinal: Lasst ihn bitte rein, sonst kommt der doch zu uns, zu uns in die Hölle (das sagen die doch immer wieder. Erst gibt es uns nicht, dann kommen wir doch in die Hölle, das muss uns erst einmal jemand nachmachen ;-) )

    Btw: Wir könnten die Hölle auch später mal etwas umdekorieren - so viele kreative Köpfe, die wir da sind ... Für genauere Infos, wie es da so ist müssten wir wohl vertrauensvoll an den Klerus wenden, denn manche wissen da erstaunlich genau drüber Bescheid - bestimmt weil die einen guten Geheimdienst haben oder so.

    Ich möchte ja nicht auf dem Alter herumreiten, bin ja auch keine 20 mehr: Vielleicht sollte man manchen alten Herren auch ein bisschen Verstreutheit und Verwirrtheit zugestehen, nicht alle wissen wohin sie abends um Acht kurz nach der Tagesschau all diese kleine Dinge, diese Dinge da hingelegt haben oder was sie so in die Welt hinauszwitschern.

    Habt Nachsicht mit den alten Zossen - oh ein Tierver- nein ein Hauspferdvergleich? - ach doch nur ein Fehlerteufelchen: "den alten Zauseln" ist doch gemeint.
    Zausel: Wortherkunft "Person mit zerzaustem Haar"
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#10 ursus
  • 09.04.2018, 19:26h
  • "Wenn ich einer Katze den Namen eines Hundes gebe, beginnt sie nicht, ein Hund zu sein."

    wenn man einem klappspaten eine brokatschärpe umhängt, beginnt er nicht, vernünftig zu denken.
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