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Rugby-Star legt nach

Nach Homo-Hetze: Israel Folau fühlt sich verfolgt

Der australische Rugby-Star erhielt nach seiner Behauptung, dass Schwule und Lesben in die Hölle kommen, viel Kritik. Mit einem Bibelzitat geht er nun wieder in die Offensive.


Israel Folau, hier mit Ball im Leibchen der australischen Nationalmannschaft, glaubt, dass er einmal in einen schwulenfreien Himmel kommen wird (Bild: www.davidmolloyphotography.com / flickr)

Israel Folau hält auch nach scharfer Kritik an seiner Aussage fest, dass Schwule und Lesben grundsätzlich in die Hölle kämen, sofern sie nicht für ihre Sünden, also ihre Homosexualität, Buße tun. In einem neuen Twitter-Eintrag vom Sonntag stellt sich der beste australische Spieler der Rugby Union mit einem Bibelvers als Opfer von Schmähungen und Verfolgung dar und bezichtigte seine Gegner indirekt der Lüge.

Das Ausnahmetalent markierte unter dem Hashtag #allglorytoGod (Gepriesen sei Gott) zwei Verse aus dem Matthäus-Evangelium (Matthäus 5,11-12). Wörtlich heißt es: "Selig seid ihr, wenn euch die Menschen um meinetwillen schmähen und verfolgen und allerlei Böses gegen euch reden und dabei lügen. Seid fröhlich und jubelt; es wird euch im Himmel reichlich belohnt werden."



Folau hatte vergangene Woche in seinem Instagram-Kanal auf die Frage, was Gottes Plan für homosexuelle Menschen sei, geantwortet: "DIE HÖLLE. Wenn sie nicht für ihre Sünden Buße tun und sich Gott zuwenden." Das führte zu scharfer Kritik am Nationalspieler. So distanzierten sich der Rugby-Verband und das Team des 29-Jährigen, die New South Wales Waratahs, von der Aussage ihres Stars. Beide kündigten an, mit dem Sportler das Gespräch suchen zu wollen.

Hauptsponsor Qantas wird nervös

Auch die Fluglinie Qantas, der Hauptsponsor des australischen Nationalteams, zeigte sich irritiert über die homophobe Aussage. Man sei "sehr enttäuscht" über den Star, teilte der Konzern mit. Auf Twitter forderten viele Nutzer, dass Qantas den Sponsorenvertrag kündigen solle, sollte Folau weiterhin für Australien spielen dürfen. Qantas gilt als LGBTI-freundliches Unternehmen, das im vergangenen Jahr beim Volksentscheid um die Öffnung der Ehe für Schwule und Lesben offen für die Gleichbehandlung eintrat.

In den vergangenen Jahren machte Folau aus seinem Glauben nie ein Geheimnis – immer wieder postete der 29-Jährige Bibelzitate in sozialen Netzwerken. Der ehemalige Mormone gehört seit 2011 zur amerikanischen Glaubensgemeinschaft "Assemblies of God", die weltweit 68 Millionen Anhänger zählt. Diese Pfingstkirche lehnt Homosexuelle grundsätzlich als Sünder ab und verpflichtet die Mitglieder zu einer Reihe weiterer politischer Ansichten, etwa beim Thema Abtreibung. (dk)



#1 herzesEhemaliges Profil
  • 09.04.2018, 19:07h
  • Der arme Mann im Geiste fühlt sich verfolgt.
    Ich glaube nicht, dass er daraus lernen wird, sich besser in oftmals verfolgte Schwule einzufühlen.
    Aber diese dogmatisch religiösen Schwachköpfe legen ihren Glauben eh so aus, wie es ihnen passt. Oder wie ist das sonst mit dem Reichen und dem Nadelöhr?
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#2 Bibel-FestAnonym
  • 09.04.2018, 19:43h
  • Das Zitat
    "Selig seid ihr, wenn euch die Menschen um meinetwillen schmähen und verfolgen und allerlei Böses gegen euch reden und dabei lügen. Seid fröhlich und jubelt; es wird euch im Himmel reichlich belohnt werden."

    Meint das uns ? - uns LGBTIIQ*-Leute?

    Ja klingt stark so - oder?
    Wenn wir so durch seinen Willen geschaffen wurden wie wir sind (Forschungen deuten darauf hin), und werden wir dann also um "seinetwillen" geschmäht, verfolgt und Böses und Lügen wird gegen uns verbreitet:
    "Gesellschaftszersezter*innnen"
    "Familienvernichter*innen"
    "Genderwahnsinnige"
    "Atomkrieger*innen der Genderideologie"
    ...

    Na, dann jubeln wir mal und feiern und sind allesamt fröhlich, denn wir werden reichlich belohnt werden - im Himmel !

    Das ist nett, dass Herr Folau sich mit uns solidarisiert ... ähm ja
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#3 AFD-WatchAnonym
  • 09.04.2018, 20:12h
  • Wie war das noch mit "wer von euch ohne Sünde sei, werfe den ersten Stein?" oder "Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet!"?!?
    Besser noch: "man erntet, was man säät"! Und da wundert er sich noch?
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#4 AchdumeinegüteAnonym
  • 09.04.2018, 21:30h
  • Noch so ein religiös Hirngewaschener, der jegliche Menschlichkeit verliert und zudem höchstens noch auf dem Rubgyfeld zu verwenden ist (vorerst), wo er unter dem sportlichen Deckmantel sein tabuisiertes Bedürfnis nach extremer mann-männlicher Körpernähe realisieren kann, welches ohne Deckmantel gemäss seinem gewaschenen Hirn in die Hölle führt.

    Oh ist der strohdumm!
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#5 Gerlinde24Profil
  • 10.04.2018, 03:39hBerlin
  • Typische Taktik von bigoten Fundichristen: Erst hetzen, und sich dann, wenn sie Gegenwind bekommen, als Opfer stilisieren. Einfach nur zum kotzen!
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#6 lindener1966Profil
  • 10.04.2018, 19:35hHannover
  • Religiöser Fundamentalismus gleich welcher Provenienz wird sich niemals mit einer Demokratie moderner Prägung und unseren westlichen Gesellschaften vereinbaren lassen. Jegliche Art von Appeasement ist mir ein Gräuel.
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