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Katholische Kirche
Bamberger Pfarrer wegen Callboy-Dienstleistungen suspendiert
Ein mutmaßlicher Kunde des "Vatikan-Escorts" Francesco Mangiacapra hat in Oberfranken seinen Job als Pfarrer verloren.

Eine Szene aus dem schwulen Porno-Film "Penance", der sich mit den lüsternen Sünden von Pfarrern beschäftigt (Bild: Bulldog Studios)
- 11. April 2018, 13:54h 2 Min.
Der 51-jährige Pfarrer der Bamberger Kirchengemeinde St. Martin ist nach Angaben des Erzbistums von Erzbischof Ludwig Schick suspendiert worden, weil er sich "schwerer Verfehlungen" gegen kirchliche Vorschriften schuldig gemacht habe, die das sechste Gebot ("Du sollst nicht ehebrechen") sowie "den priesterlichen Zölibat betreffen". Konkret wird dem Mann laut Medienberichten vorgeworfen, die Dienste eines Callboys in Anspruch genommen zu haben.
Der Bayerische Rundfunk berichtet, dass der Pfarrer als konservativ und traditionsverhaftet gegolten hatte. Er soll nach Kirchenangaben die ihm vorgeworfenen "Verfehlungen" zugegeben haben und habe sich jetzt in ein Kloster zurückgezogen.

Erzbischof Ludwig Schick hat den beschuldigten Pfarrer aus seiner Gemeinde entfernt
"Ich hatte auch einen geistlichen Kunden aus Bamberg"
Die Entlassung steht offenbar im Zusammenhang mit der Outing-Aktion von Callboy Francesco Mangiacapra, der damit die Heuchelei innerhalb der katholischen Kirche zeigen wollte (queer.de berichtete). In einem bereits vor einer Woche veröffentlichten Interview mit dem Magazin "Stern" sprach der 37-Jährige offen über einen Kunden aus Bamberg: "Überall in Italien, in Rom, im Süden des Landes, durch die Chatgruppe war ich schnell bekannt und wurde dementsprechend oft gebucht. Ich hatte auch einen geistlichen Kunden aus Bamberg, der mich buchte, wenn er nach Rom kam."

Callboy Francesco Mangiacapra sorgte mit seinem Outing von Pfarrern als seine Kunden für viele Irritationen in der katholischen Kirche
Laut einem Bericht der "Mediengruppe Oberfranken" erklärte der Pressesprecher des Erzbistums, dass der Bischof nicht als Reaktion auf einen Pressebericht den Pfarrer gefeuert habe: "Das Bistum haben vielmehr Informationen auf dem kirchlichen Dienstweg direkt aus Rom erreicht und zu der Reaktion veranlasst." Unter Berufung auf den Persönlichkeitsschutz wollte der Sprecher nicht bestätigen oder dementieren, ob der Pfarrer über eine Affäre mit einem Callboy gestolpert war.
Der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick gilt als erbitterter Gegner von LGBTI-Rechten. So forderte er die Bundesregierung im letzten Sommer auf, die gerade beschlossene Ehe-Öffnung für schwule und lesbische Paare wieder zurückzunehmen (queer.de berichtete). 2014 kritisierte er indirekt das Coming-out des früheren Fußballnationalspielers Thomas Hitzlsperger und forderte, dass Homosexuelle statt sich zu outen lieber ihre Sünden beichten und Buße tun sollten (queer.de berichtete). (dk)















Francesco das hast Du gut gemacht.
Weiter so.