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Polizeibericht

Junger Schwuler in Berlin-Neukölln beleidigt, mit Reizgas besprüht und beraubt

Der 23-Jährige wurde in der Nacht zu Donnerstag auf der Sonnenallee aus einer etwa 15 Personen großen Gruppe angegriffen und dabei verletzt.


Symbolbild für die Berliner Polizei, die mögliche homo- oder transphobe Hintergründe einer Tat in ihren Presseberichten immer wieder aufgreift (Bild: Sebastian Rittau / flickr)

  • 12. April 2018, 07:57h 20 2 Min.

Unbekannte haben in der Nacht zu Donnerstag in Berlin-Neukölln einen jungen Schwulen beschimpft und überfallen. Nach Angaben des 23-Jährigen lief er gegen 23.30 Uhr auf dem Gehweg der Sonnenallee in Richtung Weichselstraße und sei aus einer ihm entgegenkommenden etwa 15 Personen großen Gruppe heraus beleidigend auf seine Homosexualität angesprochen worden.

Drei Personen sollen ihn dann laut Polizeibericht umringt und ihm das Essen aus der Hand geschlagen haben. Ein Mann des Trios habe ein Messer hervorgeholt, woraufhin der 23-Jährige schützend eine Hand vor sein Gesicht hielt und dabei eine Schnittverletzung an einem Finger erlitt. Ein weiterer Täter soll den Angegriffenen mit Reizgas besprüht und zu Boden gestoßen haben.

Die mutmaßlichen Täter konnten unerkannt flüchten

Während die Gruppe anschließend in Richtung Hermannplatz flüchtete, bemerkte der Attackierte, dass ihm auch sein Handy und sein Geld geraubt worden waren. Der 23-Jährige erlitt Augenreizungen und Rumpfverletzungen. Der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt Berlin hat die Ermittlungen übernommen. Eine nähere Beschreibung der mutmaßlichen Täter wurde von der Polizei nicht veröffentlicht.

Anders als in anderen deutschen Städten werden mögliche homo- oder transfeindliche Hintergründe von Straftaten gezielt in den Polizeiberichten Berlins publik gemacht. Die Polizei und Staatsanwaltschaft der Hauptstadt besitzen eigene Ansprechpartner für LGBTI. (cw/pm)

#1 RutenAnonym
  • 12.04.2018, 10:19h
  • Dass, zumindest gefühlt, die Angriffe gegen Homosexuelle mehr werden, sicher Gründe. Was ich schade finde ist, dass diese Gründe nicht benannt werden dürfen, ohne als Nazi dazustehen.
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#2 EulenspiegelAnonym
  • 12.04.2018, 10:57h
  • Antwort auf #1 von Ruten
  • Ermitteln der Täter lohnt eh nicht, da sie da es ja Jugendliche sind maximal ein paar Sozialstunden für eine Messerattacke gibt - siehe den anderen Queer - Artikel. Das kann sie eher noch bestärken, das die Tat einigermaßen richtig war - oder sie können als die großen Macker dastehen.
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#3 ungenanntAnonym