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Berliner Landgericht

Prozessbeginn: Junge Männer in Parks überfallen und vergewaltigt

Dem 34-jährigen Angeklagten werden brutale Übergriffe im letzten Jahr vorgeworfen. Er war bereits 2008 wegen sexueller Nötigungen verurteilt worden.


Der Prozess wird am Montag fortgesetzt (Bild: Hans Splinter / flickr)

Vor dem Berliner Landgericht hat am Freitag der Prozess gegen Matthias Sch. begonnen, dem die Vergewaltigung zweier junger Männer in der Öffentlichkeit im letzten Jahr vorgeworfen wird. Der 34-jährige Berliner war im letzten Oktober von der Polizei gefasst worden, nachdem sie mit vollem Namen und Bild des Mannes öffentlich nach ihm gefahndet hatte (queer.de berichtete).

Der Grund für den seltenen Schritt: Der Mann soll gegenüber seinem letzten Opfer angegeben haben, weitere Taten begehen zu wollen. Die beiden jungen Männer waren im Abstand von drei Monaten im östlichen Stadtteil Hohenschönhausen nach Einbruch der Dunkelheit in der Nähe zum öffentlichen Personennahverkehr oder in Grünanlagen überfallen worden.

Bereits damals gab die Polizei bekannt, Sch. habe die Opfer mit einem Messer angegriffen und sie so in seine Gewalt gebracht. "Er führte sie an einen abgelegenen Ort, machte sie wehrlos und vergewaltigte beide Männer anschließend", so die Polizei.

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Geständnis und Reue für brutale Taten

Nach Berichten von Berliner Medien zum ersten Prozesstag handelt es sich bei den Opfern um einen 18-jährigen Schüler, der im Juni vom mutmaßlichen, kräftigen Täter in einem Park in den Würgegriff genommen und in ein Gebüsch gezerrt wurde, und um einen 20-Jährigen, der sich in einer anderen Grünanlage zunächst noch mit einem Biss in den Arm des Mannes wehren konnte, aber letztlich ebenfalls keine Chance hatte.

Der obdachlose Matthias Sch., der in einer Bibliothek gefasst wurde, ließ laut den Medienberichten über seinen Verteidiger erklären, dass er die Taten gestehe und bereue. Mit dem Geständnis wolle er den jungen Männern eine Aussage ersparen.

Bereits wegen sexueller Nötigung verurteilt

Der Prozess wird am Montag fortgesetzt, dabei soll auch die Frage einer Sicherheitsverwahrung geklärt werden. Wie "Bild" berichtet, war Matthias Sch. bereits 2008 zu fünfeinhalb Jahren Haft wegen sexueller Nötigung verurteilt worden, weil er zwei Männer im Alter von 15 und 20 Jahren "auf der Straße mit Messern überfallen, mit Klebeband gefesselt und begrapscht hatte".

Aufgrund hohem Rückfallrisikos habe der gelernte Werkzeugmacher nach der Haftentlassung 2013 unter unbefristeter Führungsaufsicht gestanden.



#1 herzesEhemaliges Profil
  • 15.04.2018, 13:17h
  • Ist so ein Verhalten auch "heteronormativ"?
    Oder ist es nicht so, dass es auch unter queeren Menschen furchtbare Individuen gibt?
    So normal Queer sein ist, so normal ist auch der Bevölkerungsquerschnitt der vertreten wird.

    Ich hoffe den Opfern gelingt es mit dem Erlebten kfertig zu werden und ein erfülltes Leben führen zu können.

    Solche Täter sind nicht "heilbar" und gehören in Sicherungsverwahrung.
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#2 herve64Ehemaliges Profil
  • 15.04.2018, 13:48h
  • Antwort auf #1 von herzes
  • Ich denke, dass du die Entscheidung darüber, wer hier heilbar ist oder nicht, besser mal professionellen Fachkräften überlassen solltest anstelle hier die gängigen kackbraunen Killerphrasen wiederzukäuen, die nicht besser von NPD oder Af'D kommen könnten.

    Im Übrigen sollte man erst einmal das Urteil der Verhandlung abwarten bevor man Gift und Galle spuckt: zu jedem Täter gibt es nämlich auch eine Vorgeschichte, die evtl. erklären könnte, was da in ihn gefahren ist, dass er seine Aggressionen in Form von sexualisierter Gewalt gegenüber einigen Männern ausgelebt hat. Und diese zu beleuchten gehört auch zum Job der Richter und Anwälte im Rahmen dieses Verfahrens.
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#3 herzesEhemaliges Profil
  • 15.04.2018, 14:14h
  • Antwort auf #2 von herve64
  • Natürlich, es war ein Schwuler, also wird relativiert.
    Ich spucke keine Galle, sondern mache diese "Heilung" von Statistiken abhängig, die eine enorme Rückfallquote bei Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung sehen.
    Zudem arbeite ich mit Opfern aus diesem Milieu und deine reflexartige AFD Beschuldigung ist polemisch und peinlich billig.
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#4 LorenProfil
  • 15.04.2018, 14:39hGreifswald
  • Antwort auf #1 von herzes
  • Das hier Geschilderte erinnert mich an Dean Corll oder John Wayne Gacy in den USA, die dort wie andere ähnlich Handelnde als "sexual predators" bezeichnet werden. Ich bin mal gespannt, zu welchen Beurteilungen psychiatrische Gutachter gelangen, sollten sie hinzugezogen werden.
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#5 herve64Ehemaliges Profil
#6 herzesEhemaliges Profil
#7 herve64Ehemaliges Profil
  • 15.04.2018, 19:03h
  • Antwort auf #6 von herzes
  • Warum ich das nicht sage, dürfte relativ klar sein: ich war nicht vor Ort dabei, ergo weiß ich nicht, was sich explizit zugetragen hat und fühle mich nicht dazu berechtigt, zu dem Vorfall Stellung zu nehmen.

    Darüber hinaus kenne ich den Angeklagten nicht und weiß demzufolge nicht, was für ein Typ das ist und wie er persönlich tickt. Deswegen überlasse ich es dem zuständigen Gericht, seinen Job zu machen, wohingegen du schon mal gleich vorverurteilst ohne abschließende Kenntnis der Sachlage kräftigst austeilst.

    Und so ganz nebenbei: hast du schon mal darüber nachgedacht, dass bei der Beweisaufnahme noch weitere derartige Vorfälle ans Tageslicht kommen könnten, die das Strafmaß erhöhen und evtl. zur Sicherheitsverwahrung im Anschluss der regulären Haft führen würden?

    Also lass erst Mal die Justiz ihre Arbeit machen bevor du los polterst.
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#8 herzesEhemaliges Profil
  • 15.04.2018, 19:09h
  • Antwort auf #7 von herve64
  • Er hat bereits gestanden. Du relativierst.
    Was hättest du geschrieben, wenn ein heterosexueller Täter aus Spaß Schwule verprügelt hätte?

    Das müsste man mit Abstand betrachten... die Hintergründe sehen (schlimme Kindheit und so)?
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#9 herve64Ehemaliges Profil
  • 15.04.2018, 19:27h
  • Antwort auf #8 von herzes
  • Stell dir vor: da würde ich das auch tun. Es könnte in diesem Fall nämlich durchaus sein (und wäre es zu einer hohen Wahrscheinlichkeit auch), dass der Täter nicht so heterosexuell ist wie er vorgibt, sondern das eigentliche Motiv Selbsthass ob der eigenen Homosexualität sein könnte, die er durch Brachialgewalt gegenüber anderen Schwulen zu bewältigen versucht.

    Du machst es dir da einfach zu leicht mit deinen Vorabverurteilungen.

    Und wie bereits erwähnt: warte erst einmal den Urteilsspruch ab. Es ist nämlich durchaus denkbar, dass bei der Verhandlung noch weitere derartige Taten ans Tageslicht gelangen könnten, die ein erhöhtes Strafmaß bewirken könnten. Und das sollte doch auch in deinem Interesse sein, oder?
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#10 herzesEhemaliges Profil
  • 15.04.2018, 19:47h
  • Antwort auf #9 von herve64
  • Die Besonnenheit und Neutralität von dir scheint echt und nicht reflexhaft.
    Dann habe ich mich geeirrt.

    Hättest mich trotzdem nicht direkt anpampen müssen,schließlich haben wir nur unterschiedliche Meinungen.
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