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Einsatz für gesellschaftliche Vielfalt

Elfi Scho-Antwerpes erhält Rosa-Courage-Preis

Die Kölner Bürgermeisterin und Ex-Bundestagsabgeordnete wird für ihren Einsatz für LGBTI geehrt.


Elfi Scho-Antwerpes bei einer Rede im Bundestag im Jahr 2015 (Bild: Deutscher Bundestag / Achim Melde)

  • 16. April 2018, 13:55h, noch kein Kommentar

Der Kölner SPD-Politikerin Elfi Scho-Antwerpes wird am 4. Mai im Friedenssaal des historischen Rathauses Osnabrück der Rosa-Courage-Preis verliehen. Mit dieser Auszeichnung wird seit 1992 im Rahmen der Veranstaltung "Gay in May" herausragendes Engagement für die Belange von sexuellen Minderheiten gewürdigt. Vergangenes Jahr hatte der Grünenpolitiker Volker Beck den Preis erhalten.

"Sie setzt sich für eine gesellschaftliche Vielfalt und für Toleranz ein und tritt Homophobie, Transphobie und Hassgewalt entschieden entgegen", so die Begründung der "Gay in May"-Organisatoren. Für diesen "unermüdlichen Einsatz" habe Scho-Antwerpes den Preis verdient.

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Einsatz für HIV-Positive und LGBTI

Die 65-jährige Ex-Frau des ehemaligen NRW-Regierungspräsidenten Franz-Josef Antwerpes und zweifache Mutter hatte sich in der Domstadt seit 1988 als Vorstandsmitglied der Kölner Aids-Hilfe einen Ruf als streitbare Anwältin für HIV-Positive wie für die Belange von LGBTI erarbeitet. Seit 2004 ist sie ehrenamtliche Bürgermeisterin der Stadt Köln und seit 2009 Stellvertreterin des Oberbürgermeisters bzw. der Oberbürgermeisterin. 2015 zog Scho-Antwerpes als Nachrückerin in den Bundestag ein, scheiterte aber bei der Bundestagswahl 2017 als Direktkandidatin. Während ihrer Zeit in Berlin galt sie als entschiedene Kämpferin für LGBTI-Rechte und besonders die Ehe für alle.

Scho-Antwerpes wurde bereits 2012 für ihr Engagement gegen Homophobie mit dem Europäischen Tolerantia-Preis geehrt (queer.de berichtete).

"Gay in May" wird in diesem Jahr vom 1. Mai bis 6. Juni stattfinden. Mehr als 40 Veranstaltungen sind geplant, darunter Lesungen, Filmaufführungen oder auch eine Radtour. Das Motto der Kulturtage lautet dieses Jahr "Zeit für Anerkennung"; damit wollen die Organisatoren darauf hinweisen, dass Schwule und Lesben zwar rechtlich mit der Ehe für alle praktisch gleichgestellt sind, die gesellschaftliche Anerkennung aber weiter nicht selbstverständlich sei. "Noch immer ist es wichtig, Vorurteile in der Gesellschaft abzubauen, Stigmatisierungen vorzubeugen und für Akzeptanz und Toleranz zu werben. 'Gay in May' trägt dazu seit vielen Jahren bei", erklärte Oberbürgermeister Wolfgang Griesert (CDU) in seinem Grußwort. (dk)