Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?31012

Homophobie

Israel Folau bekräftigt "Homos in die Hölle"-Aussage

Der Rugby-Star will von seiner homophoben Botschaft nicht abrücken – und behauptet, dass er Schwulen und Lesben nur helfen wolle, nicht in ein "Loch" zu fallen.


Israel Folau gilt als derzeit bester Rugby-Spieler Australiens – und kann sich daher offenbar homophobe Ausbrüche erlauben, ohne Sanktionen fürchten zu müssen (Bild: Eva Rinaldi / flickr)

In einem langen Artikel auf der von ihm mitgegründeten Sport-Seite playersvoice.com.au hat der australische Rugby-Union-Nationalspieler Israel Folau bekräftigt, dass Homosexuelle generell in die Hölle kommen, sollten sie nicht nach christlicher Tradition Buße tun. Der evangelikale Gläubige behauptete ferner, er sei nicht homophob, weil er 2014 das schwul-lesbische Rugby-Turnier "Bingham Cup" unterstützt habe. "Ich weiß, dass ich keine Phobie gegen irgendjemanden habe", so Folau.

Der 29-Jährige war Anfang April in die Kritik geraten, weil er in seinem Instagram-Kanal auf die Frage, was Gottes Plan für homosexuelle Menschen sei, antwortete: "DIE HÖLLE. Wenn sie nicht für ihre Sünden Buße tun und sich Gott zuwenden" (queer.de berichtete). Rugby Australia und das Team des 29-Jährigen, die New South Wales Waratahs, distanzierten sich nur halbherzig von ihrem großen Star – die Chefin des Rugby-Verbandes bescheinigte dem Sportler trotz der Aussage sogar, ein "starkes Vorbild" zu sein (queer.de berichtete). Der Kuschelkurs zwischen den Sportfunktionären und dem homophoben Star stieß auf viel Unverständnis, weil der Rugby-Sport seit mehreren Jahren in Antidiskriminierungsrichtlinien die Herabsetzung von sexuellen Minderheiten verbietet.

- Werbung - Video (60s): KLM – Wir sind eine Airline

Folau möchte "sündige" Homosexuelle "retten"

Im "playersvoice"-Artikel verteidigte Folau seinen Höllen-Spruch näher: "Ich sehe es so: Man sieht jemanden, der auf ein Loch zuläuft, und man hat die Chance, ihn zu retten. Dieser Mensch möge auf diesem Kurs bleiben wollen und mag nicht hören, was man zu sagen hat. Aber wenn man ihm nicht die Wahrheit erzählt – so unpopulär sie auch sein möge – wird er in dieses Loch fallen."

Ferner erklärte Folau, dass diese Sünde nicht nur Homosexualität umfasse. Einige Sünden habe er auch selbst schon verübt. Aber: "Wenn du sündigst, und wir alle tun das, aber nicht nach Vergebung bittest, wirst du nicht das Reich Gottes erben."

Zum politischen Streit um LGBTI-Rechte hatte sich Folau erstmals öffentlich im September 2017 geäußert. Damals erklärte er anlässlich des anstehenden Volksentscheids über die Ehe für alle, er sei gegen die Gleichbehandlung von Schwulen und Lesben im Ehe-Recht. (dk)



#1 Roman BolligerAnonym
  • 16.04.2018, 18:41h
  • Ach, Herr Folau, Herr Folau!
    Wenn Sie das denken wollen, dann denken Sie es.

    Ich denke anders:
    Religion ist gemacht durch Menschen, um Menschen zu kontrollieren. Zum Begriff Religion gehören darum auch Begriffe wie Sünde, Gott und Hölle.

    Aus Sicht der Religion sehen Sie das wohl Wahrheiten.
    Aus Sicht Nichtreligiöser sind es menschliche Erfindungen.

    Aus religiöser Sicht sehen Sie sich berufen, "Sündige" zu retten.
    Aus nichtreligiöser Sicht sind Sie ein nervender Fanatiker, der sich das Recht rausnimmt, Anderen den "rechten Weg" zeigen zu wollen und ins Alltagsleben zu pfuschen.

    Ach Herr Folau, Sie nerven wirklich. Sie helfen nicht.
  • Antworten » | Direktlink »
#2 Homophobia KillsAnonym
  • 16.04.2018, 22:20h
  • Weiter geht die ungehemmte Verbreitung mindestens psychologischer Gewalt und faktische Suizidförderung insbesondere gegen junge Schwule und Lesben durch diesen Sportkonzern und seine Millionäre.

    Wenn solche Leute im Namen der Profite als "starkes Vorbild" hofiert werden und keine starke Zurückweisung ihrer Menschenverachtung erfolgt, ist das ein durchaus bewusster Anschlag mit Signalwirkung auf die Gesundheit, auf Leib und Leben von LGBT und ermutigt viele weitere homophobe Gewalttäter.

    Homophobie tötet!

    bilerico.lgbtqnation.com/2014/02/new_study_homophobia_kills_
    literally.php
  • Antworten » | Direktlink »
#3 Homonklin44Profil
  • 17.04.2018, 06:43hTauroa Point
  • Verdummbibelt as verdummbibelt goes.

    Da hilt auch nix von Ratiopharm und kein Anstoss zu Erkenntnisbildung. Tropfen und Salz vergoren, oder wie das heißt.

    ""Wenn du sündigst, und wir alle tun das, aber nicht nach Vergebung bittest, wirst du nicht das Reich Gottes erben.""

    Ja, dann mach mal weiter mit dem Quatsch. Statt solcher eigebildeten Reiche läuft man lieber auf Löcher zu und locht ein! Anus hossiana!
  • Antworten » | Direktlink »
#4 zeitgeistAnonym
#5 StreunerAnonym
  • 17.04.2018, 14:54h
  • Ach, dann gehen wir eben stolz in die Hölle, lüften da mal durch und verpassen dem Teufel ein neues Outfit.

    Meine Fresse, wen juckt denn bitte dieser Götterscheiss? Wer will schon einen Gott haben, der ein tyrannischer, massenmörderischer, bigotter KINDERMÖRDER ist?
    Wenn das "euer" Gott ist, dann ist für mich der Kampf gegen dieses Monster Pflicht.
  • Antworten » | Direktlink »
#6 ursus
#7 swimniAnonym