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ARD-"moscheereport" über Homosexualität im Islam

Auf tagesschau24 stellt der Journalist Constantin Schreiber am Mittwoch die Frage nach der Integrationsfähigkeit und Toleranz des Islam gegenüber Lesben und Schwulen.


Ibrahim flüchtete aus dem Libanon, weil er dort wegen seiner Homosexualität misshandelt wurde (Bild: tagesschau24)

Für eine neue Folge der Sendereihe "moscheereport" auf tagesschau24 beschäftigt sich der Journalist Constantin Schreiber schwerpunktmäßig mit Homosexualität im Islam. In den meisten muslimischen Ländern gilt gleichgeschlechtliche Liebe als Sünde, in einigen Ländern werden homosexuelle Praktiken sogar mit dem Tod bestraft. Dennoch gibt es natürlich auch lesbische und schwule Muslime.

Für die Sendung hat Schreiber u.a. Ibrahim getroffen. Der Libanese ist schwul. Deshalb wurde er in seiner Heimat in einen Hinterhalt gelockt und schwer misshandelt. Während seiner Genesung, die länger als ein halbes Jahr dauerte, entschloss er sich zu fliehen. Inzwischen lebt er in Köln. Dort engagiert er sich nun für andere homosexuelle Flüchtlinge, die wie er aus Angst vor Verfolgung, Gefängnis, Gewalt oder Folter ihre Heimat verlassen haben.

Vielfältigkeit muslimischen Lebens in Deutschland

Aber ist der Islam in seinen Grundzügen eine homophobe Religion? Wird Homosexualität im Koran verurteilt oder sogar explizit verboten? Welchen Einfluss hat religiöse Erziehung muslimischer Kinder auf deren Haltung zu Homosexualität? Und dürfen Schwule oder Lesben eigentlich in einer Moschee beten und Mitglied einer Gemeinde sein? Was sagen Experten, was ein Imam?

"Der 'moscheereport' stellt die Frage nach der Integrationsfähigkeit und Toleranz des Islam gegenüber Homosexualität, möchte aber auch mit der Darstellung unterschiedlicher Perspektiven einen Beitrag dazu leisten, die Vielfältigkeit des muslimischen Lebens in Deutschland abzubilden", sagt Constantin Schreiber, Autor und Moderator der vielbeachteten Sendereihe. "Wir wenden uns dabei Themen zu, die ein hohes Konfliktpotenzial zwischen Muslimen und Nicht-Muslimen besitzen, aber auch konstruktive Debatten auslösen."

Die Sendung wird am Mittwoch, den 18. April um 20.15 Uhr auf dem ARD-Informationskanal tagesschau24 ausgestrahlt. Die Ausgabe wird zudem am Sonntag, den 22. April um 13.15 Uhr wiederholt. (cw/ots)

Preview zur Sendung



#1 KMBonnProfil
  • 17.04.2018, 12:40hBonn
  • Ich bin Ibrahim Mokdad mal in Köln bei Rubicon begegnet, da ich anfangs des öfteren einen der beidne von uns aufgenommenen Jungs aus dem Irak, die aus genau dem gleichen Grund geflohen sind, aufgenommen habe. Deren Geschichte steht auch in dem im Himmelstürmer Verlag erschienenen Buch "Das rettende Ufer" von Axel Volberg, der sich mit der Situation queerer Flüchtlinger beschäftigt.
    Siehe
    himmelstuermer-verlag.com/produkt/das-rettende-ufer/

    Ich wundere mich schon ein wenig darüber, dass das Interview für die Tagesschau in englischer Sprache geführt werden mußte. Unsere beiden Jungs sind mittlerweile genauso lange in Deutschland wie Ibrahim und beherrschen die deutsche Sprache in einer Qualität, die für so ein Interview und das Erzählen der eigenen Lebensgeschichte mehr als ausreichend gewesen wäre.
    Einer der beiden engagiert sich auch ähnlich wie Ibrahim, ist auf CSDs aktiv und erzählt interessierten Zuhörern aus seinem Leben und warum er vor dem IS aus Mossul flüchtete. Er bekam zuletzt ein Sprach-Stipendium der Otto Benecke Stiftung, weil er sich wirklich hinsetzt und Deutsch lernt, um sich hier in Deutschland eine Basis aufzubauen.

    Wer hier ankommen und bleiben will und nach mehr als zwei Jahren Aufenthalt noch nicht so weit ist, ein Interview in der Sprache des Landes zu geben, in dem er lebt ... nun ja.

    Ich hab selber oft genug mit Medien zusammengearbeitet, um sagen zu können, dass die Produktion eines solchen Beitrages genug Zeit läßt, um sprachlichen Befindlichkeiten Raum zu bieten.

    So jedenfalls entstehen unnötige Barrieren.

    Und was die Gesamtsituation betrifft, jeder der einmal z.B. die Homoriental in Köln besucht hat und mit den Jungs dort in Kontakt kam, die nur dort mal die Chance haben, sich ohne Angst um das Entdecktwerden mal mit ihrem Freund zu treffen, den sie ansonsten auf offener Straße ansonsten nicht kennen dürfen, wenn Familie dabei ist, die ja um Himmels willen nicht Bescheid wissen dürfen.
    Ja, das ist so.

    Auch ein Grund, um Religion, Religiöse und deren Institutionen an die Kandare zu nehmen.

    Das Leben eines Menschen, sein Wohlbefinden und seine Wünsche sind in jedem Fall den Aussagen von sog. "Heiligen Büchern" übergeordnet.
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#2 johannes86Anonym
  • 17.04.2018, 13:09h
  • afd 12,6 PROZENT im Bundestag

    die reaktionären braunen rassisten werden bald wohl dafür sorgen, dass er erneut fliehen muss
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#3 Wtf44Anonym
  • 17.04.2018, 13:50h
  • Antwort auf #1 von KMBonn
  • Ich verstehe nicht, deinen Comment in Bezug auf die Sprache, es zu erlernen und dem zwei jährigen Aufenthalt. Kritisierst du, dass die Betroffenen nicht die Sprache gut genug für das Interview sprechen, was somit ihren Willen hier zu leben hier relativiere unds somit auch ihren Anspruch? Oder dass der Sender ihnen nicht die deutsche Sprache zutraut und du eben das kritisierst?

    Wenn ersteres:
    Was tut das jetzt zur Sache und inwiefern unterscheidet sich deine Aussage von anderen Rechten, die die Berechtigung
    Zu bleiben anhand solchen Sachen abhängig macht?
    Flieh mal in ein anderes Land und lerne die Sprache und dann mach bitte ein Interview in deren Sprache. Lebe mal in derartiger abhängigkeit. Und DANN bitte reden!
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#4 Alexander_FAnonym
  • 17.04.2018, 14:49h
  • Antwort auf #2 von johannes86
  • Und wenn die AfD es nicht tut, werden es sicher seine heterosexuellen Landsleute übernehmen, die von den restlichen Parteien soviel Schützenhilfe bekommen.
    Es tut mir schon leid für diesen Mann, denn er wird irgendwann feststellen, dass er mit seiner Flucht nach Deutschland vom Regen in die Traufe gekommen ist.
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#5 herzesEhemaliges Profil
#6 KMBonnProfil
  • 17.04.2018, 17:26hBonn
  • Antwort auf #3 von Wtf44
  • Tja, das ist lustig. Sofort steht man als rechts da, wenn man etwas kritisiert. Nebenbei bemerkt, wegen unseres Engagements haben mein Mann und ich sieben Einbrüche und Einbruchsversuche im Betrieb mit Bedrohungen und Hakenkreuzschmiereien sowie diverse Haßkommentare seitens der Rechten, Zitat "Euer Haus ist ja nichts mehr wert, wenn da so ein Pack wohnt. Bei uns in Chemnitz würde man sowas warm lösen und das ist der legitime Freiheitskampf des deutschen Volkes. Wenn erst mal die richtige Partei an die Macht kommt, wirste schon sehen, was man mit Volksverrätern macht.", erlebt. Das zum Thema rechtes Gedankengut.

    Ich sehe es täglich live bei unseren beiden Jungs, die uns wie eigene Söhne ans Herz gewachsen sind, wie wichtig es ist, die deutsche Sprache zu beherrschen. Wir sind mit den beiden durch das Chaos an Kursangeboten gegangen, und sehen eben auch die Erfolge. Ohne Beherrschung der Sprache keine Integration und keine Zukunft.

    Die beiden wären übrigens in der Lage, in nahezu fließendem Deutsch einen solchen Bericht abzugeben. Und wie schon geschrieben, sie sind genauso lange in Deutschland.

    Was die eigenen Sprachfähigkeiten betrifft, so ist man nach diversen Intensivkursen im Zeitraum von zwei Jahren durchaus fähig, eine Sprache so zu beherrschen, dass man eben auch passend auftreten kann. Ich hab selber vor rund 25 Jahren Orientalistik studiert, wenn auch nicht beendet und seinerzeit diverse Arabisch-Intensivkurse am LSI Bochum gemacht. Ich mag die Sprache und den arabischen Kulturraum, denn Sprache transportiert Kultur. Mit all ihren positiven wie negativen Aspekten.

    Also denke ich schon, dass ich eine Meinung zum Thema haben kann, ohne mir gleich Totschlagargumente Marke "rechte Ecke" anhören muß.
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#7 johannes86Anonym
#8 herzesEhemaliges Profil
#9 leitkulturAnonym
  • 17.04.2018, 17:54h
  • fragte die ard eigentlich schon mal nach der "integrationsfähigkeit" von csu, teilen der cdu, afd, evangelikalen usw.?

    oder des fortlaufend (hetero-) sexistischen wie auch rassistischen programmes der hiesigen staatlichen fernsehkonzerne?

    wer schon von anfang an aus afd-perspektive "fragt" (siehe auch "wahlkampf"), anstatt schlichtweg historische fakten zu benennen (der orient war historisch weitaus weniger homophob als das gelobte "christliche abendland"), der entlarvt sich immer wieder selbst als agendist der rechten.
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#10 PeerAnonym
  • 17.04.2018, 18:44h
  • Ich weiß von mehreren LGBTI-Flüchtlingen, dass ihre heterosexuellen Landsleute hier regelrecht Jagd auf sie machen und dass es richtige Milizen gibt, weil die LGBTI angeblich "Schande über ihr Land" bringen. Und Politik und Justiz sehen weg.

    Schön, dass wenigstens die Medien auch langsam die Brisanz des Themas erkennen. Wäre das früher geschehen, hätte man das im Keim ersticken können...
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