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"Ich bin very happy"

23-jähriger Engländer: Schmerzmittel hat mich schwul gemacht

Ein verschreibungspflichtiges Medikament soll in einem heterosexuellen Mann plötzlich sexuelles Interesse am gleichen Geschlecht geweckt haben. Seiner Freundin gab er den Laufpass.


Eine Lyrica-Packung aus Australien (Bild: Fr0sty $ummer / wikipedia)

Der 23-jährige Scott Purdy aus der nordenglischen Provinz hat gegenüber dem Boulevardblatt "Daily Mirror" behauptet, dass ihn die Einnahme von Schmerzmitteln vom Hetero- in einen Homosexuellen verwandelt habe. Er habe das verschreibungspflichtige Medikament Lyrica des US-Herstellers Pfizer eingenommen, das unter anderem auch gegen Epilepsie und Angststörungen helfen soll. Dieses Mittel enthält den auch in Deutschland gerne verschriebenen Wirkstoff Pregabalin.

Der arbeitslose Mann aus der 16.500 Einwohner zählenden Kleinstadt Louth in der Grafschaft Lincolnshire sagte, das Medikament sei ihm verschrieben worden, nachdem er einen Knochenbruch am Fuß erlitten habe. Daraufhin habe er jegliches Interesse an seiner Freundin verloren und habe beim Anblick von Männern erstmals sexuelle Gefühle gehabt. Jetzt sei er "very happy".

Twitter / DailyMirror

Medikamenten-Absetzung macht wieder heterosexuell

"Wenn jemand in der Zukunft dieses Mittel verschrieben wird, sollte er wissen, was es mit einem tun kann", so Purdy. Nachdem er es abgesetzt habe, habe auch sein sexuelles Interesse an Männern nachgelassen. Aber nun nehme er wieder Lyrica ein: "Ich bin sehr glücklich. Ich will das weiter einnehmen, weil ich wegen meiner Sexualität glücklich bin. Ich fühle mich damit sehr offen. Das ist befreiend."

Ein Sprecher von Pfizer erklärte, das Medikament werde von Millionen Menschen weltweit eingenommen. Wer derartige Nebenwirkungen erlebe, solle sich sofort an einen Arzt wenden. Bislang gebe es noch keine Meldungen über weitere derartige Fälle. Laut der Zeitung "Metro" berichtet die staatliche britische Gesundheitsbehörde NHS von ganz anderen Nebenwirkungen – nämlich, dass Männer nach Einnahme des Medikaments an Erektionsstörungen leiden würden. Die britische Ärzteorganisation stuft den Wirkstoff als Droge der "Klasse C" ein; damit steht das Medikament bei unberechtigter Einnahme auf der selben Stufe wie Tramadol oder Cannabis.

Bereits im Jahr 2011 hatte ein Waliser eine ähnlich schwer zu glaubende Geschichte über seine vermeintliche Schwulwerdung erzählt: Damals behauptete Chris Birch, er sei nach einem Schlaganfall vom Rugby spielenden Hetero zum stylebewussten Schwulen mutiert (queer.de berichtete). Diese Story sorgte weltweit für Aufsehen. Laut einem Bericht von "Vice" aus dem Jahr 2017 hat sich an seiner Homosexualität seither nichts geändert. (dk)



#1 AndreasKAProfil
#2 CoolAnonym
#3 herzesEhemaliges Profil
#4 AmurPrideProfil
  • 17.04.2018, 13:06hKöln
  • Gab's da nicht auch die verfilmte Geschichte eines Briten, der einen Hügel hinabfiel und unten angekommen auf einmal schwul war?^^

    Die spinnen, die Briten!^^

    btw: Interessanter Trick für einen Schmerzmittelabhängigen um an sein dope heran zu kommen! :-)
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#5 petiAnonym
  • 17.04.2018, 13:25h
  • an diese wirkung des medikamentes glaube ich nicht, aber wer weiß? ich nehme ein parkinson-medikament wo auf dem beipackzettel bei nebenwirkungen steht: >>unfähigkeit, dem impuls, dem trieb, spielsuchtohne rücksicht auf pers. konsequenzen. unkontrollierteseinkaufen oder geldausgeben<< ich finde das ist genau so hanebüschen!
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#6 tomtomAnonym
  • 17.04.2018, 13:35h
  • Na wenn es ihnen als Ausrede hilft sich zu outen solls recht sein- ich warte nur auf DEN einen der das Gegenmittel dazu erfinden will mit "Antischwul" für Gays und unterdrückte Männer, um wieder WILD zu werden.....

    BLÖDSINN!
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#7 johannes86Anonym
#8 MaikyAnonym
  • 17.04.2018, 14:02h
  • Hab die auch schon nehmen müssen...Puh zum Glück bin ich nicht Hetero geworden, das wäre was geworden...Über solche schlimmen Nebenwirkungen hätte mein Arzt mich aber aufklären müssen. ;-)...
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#9 CoolAnonym
#10 herzesEhemaliges Profil