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Wegen Kuss

Grevenbroich: Lesbisches Paar angeblich aus Einkaufszentrum geschmissen

Zwei Frauen behaupten, dass sie vom einem Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes aus einem Shoppingcenter geworden wurden, weil sie sich geküsst hatten. Das Management des Zentrums will aufklären.


Symbolbild: Führt ein simpler Frauenkuss dazu, dass man im Jahr 2018 aus einem deutschen Shoppingtempel fliegt? (Bild: Leonardo Veras / flickr)

  • 18. April 2018, 11:31h 10 2 Min.

Ein junges lesbisches Paar, das aus Angst vor beruflichen Konsequenzen anonym bleiben möchte, berichtete laut "RP Online", dass es wegen eines Kusses aus dem Einkaufszentrum Montanushof in der nordrhein-westfälischen Mittelstadt Grevenbroich geschmissen worden sein soll. Die Leitung des Einkaufszentrums zeigte sich über die Vorwürfe "erschüttert" und erklärte, es lägen keine Informationen zu dem Vorfall vor.

Eine der Frauen schilderte nach Angaben von "RP Online", dass sie sich mit ihrer Freundin auf der Rolltreppe kurz geküsst habe. Daraufhin habe sie ein zivil gekleideter Mann Mitte 20 angesprochen, der sich als Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes ausgab. Er habe gesagt, dass "so etwas nicht hierhin gehört" und die verblüfften Frauen des Zentrums verwiesen.

Auf Facebook habe dann eine lokale Sängerin am Dienstag den Fall öffentlich gemacht und erklärt, man wolle einen Protest gegen den Rauswurf organisieren. Allerdings konnten keine Angaben gemacht werden, wann sich der Vorfall ereignet haben soll.

Gab sich Passant als Security-Mitarbeiter aus?

Karin Geib, eine Sprecherin des Einkaufszentrums, beteuerte, man wolle den Vorfall aufklären. Sie habe Mitarbeiter und Mieter befragt, aber keiner habe ihr etwas über den Vorfall sagen können. Sie könne sich nicht vorstellen, dass der Sicherheitsdienst wegen eines simplen Kusses ein Paar des Zentrums verweist. "Da muss schon etwas sehr, sehr Unanständiges passieren, bevor so etwas geschieht", so Geib. Sie mutmaßte, dass sich möglicherweise ein Passant als Mitarbeiter ausgegeben habe, weil die Security Uniformen tragen würde. Geib appellierte an die Frauen, sich mit dem Zentrum in Verbindung zu setzen. (cw)

#1 ReyMAnonym
  • 18.04.2018, 14:29h
  • Wenn die security dort Uniformen trägt und der Mann keine uniform anhatte, ist die Sache doch schon geklärt.
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#2 Hyenadyke
  • 18.04.2018, 14:36hKöln
  • Das traurige ist, dass die beiden sich so haben einschüchtern lassen, dass sie wohl tatsächlich gegangen sind.
    Am besten Handy zücken, die Polizei rufen und den Clown ignorieren, bis geklärt ist, ob er zum einen tatsächlich "Sekuritieh" ist, und ob tatsächlich eine Homofeindliche Politik des Einkauftempels besteht.
    Aber wahrscheinlich wär' die Polizei für "so was" gar nicht erst rausgefahren...
    Ach ja, Homophobie ist heilbar!
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#3 Petrus48Anonym
  • 18.04.2018, 17:44h
  • Antwort auf #1 von ReyM
  • "Wenn die security dort Uniformen trägt und der Mann keine uniform anhatte, ist die Sache doch schon geklärt."

    --> Wohl wahr sehe ich auch so.

    Da ist das Frauenpaar wohl auf einen verlogenen Kunden "reingefallen", der sich einen üblen Scherz mit Ihnen geleistet hat.

    Man sollte sich in einem solchen Fall immer einen Securityausweis des jeweiligen Unternehmens vorzeigen lassen, ansonsten kann es einem unter Umständen passieren, das man um die nächste Straßenecke begleitet wird und dort dann im schlimmsten Fall ausgeraubt wird.

    Ich glaube daher nicht daran, dass das Unternehmen selbst mit diesem Vorfall etwas "zu schaffen" hat.
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