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Ex-"Smiths"-Sänger

Morrissey unterstützt rechtsradikale Partei

Der "humansexuelle" Veganer, der in den Achtzigern als Frontmann der Band "The Smiths" zu den einflussreichsten Popmusikern der Welt gehörte, driftet immer weiter nach rechts ab.


Je älter Steven Patrick Morrissey (meist nur als "Morrissey" bezeichnet) wird, desto radikaler werden seine Ansichten (Bild: Caligvla / wikipedia)

Der 58-jährige englische Singer-Songwriter Steven Patrick Morrissey hat in einem Interview mit dem Fanportal morrisseycentral.com seine Unterstützung für die offen rechtsradikale Kleinpartei "For Britain" erklärt. Grund sei, dass sich die Abspaltung der Anti-EU-Partei UKIP für Tierrechte einsetze.

"Es gibt eine neue Partei namens 'For Britain'", erklärte der überzeugte Veganer auf die Frage, welche britische Partei seine Ansichten vertrete. "Die haben den besten Ansatz beim Thema Tierschutz, das sonst von keiner anderen Partei auch nur angesprochen wird." Die Europäische Union werde die Tiere nicht vor der jüdischen oder islamischen Zubereitung von Fleisch schützen, so der 58-Jährige weiter. Islamische Metzger, die Halal-Fleisch zubereiten, stellte Morrissey an einer Stelle sogar mit IS-Terroristen gleich. Weiter kritisierte er, dass die großen britischen TV-Sender nicht über "For Britain" berichten würde, "weil die Partei die britische Politik für immer verändern würde".

"For Britain" war von früheren Mitgliedern der antieuropäischen UKIP-Partei gegründet worden. Der selbst nicht zimperliche frühere UKIP-Chef Nigel Farage bezeichnete die Gründungsmitglieder von "For Britain" als "Nazis und Rassisten". Die Partei macht hauptsächlich Stimmung gegen "den Islam", will aber auch LGBTI-Rechte begrenzen. Sie behauptet auf ihrer Website etwa, dass britische Schüler mit "Propaganda über Politik, Brexit, Transgenderismus und den Islam" überzogen würden.

In dem Interview äußerte Morrissey außerdem mehrere Verschwörungstheorien – etwa das der Brexit nie kommen werde, da die EU-Eliten dies nie zuließen. Außerdem zeigte er eigenwillige Ansichten über Rassismus und Adolf Hitler ("Die moderne verrückte Linke scheint zu vergessen, dass Hitler am linken Rand war"). Rassismus, so Morrissey weiter, werde weniger beim Hass auf Menschen, sondern mehr beim Verhältnis zu Tieren deutlich ("Wenn man Tiere isst, ist das nicht ein Zeichen von Hass gegen eine bestimmte Spezies? Was gibt Ihnen das Recht, eine andere Spezies oder Rasse zu essen. Würden Sie Menschen aus Sri Lanka essen?").

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Morrissey bezeichnete sich als "humansexuell"

Der englische Indiepop-Sänger ist vor allem Anfang der Achtzigerjahre als Frontmann der einflussreichen Band "The Smiths" bekannt geworden – viele seiner Songs, auch während der späteren Solo-Karriere, boten einen queeren Subtext. In Großbritannien eckt Morrissey zugleich schon länger mit seinen unkonventionellen Meinungen an. Tierrechte waren immer seine Passion – bereits seit seinem elften Lebensjahr ist er Vegetarier, seit 2015 Veganer.

Über seine sexuelle Orientierung wurde lange in der Presse spekuliert. In seiner 2013 veröffentlichten Autobiografie erklärte Morrissey, dass er seine erste ernsthafte Beziehung im Alter von 35 Jahren mit einem Mann gehabt habe. Allerdings lehnte er die Bezeichnungen "schwul" oder "bisexuell" ab und nannte sich "humansexuell" (queer.de berichtete).

Bereits im vergangenen November hatte Morrissey mit einem "Spiegel"-Interview für Irritationen gesorgt, als er den Opfern sexueller Attacken von Filmmogul Harvey Weinstein vorwarf, nur "enttäuschte" Frauen zu sein. Später warf Morrissey dem Hamburger Nachrichtenmagazin vor, ihn falsch zitiert zu haben, woraufhin der "Spiegel" den Audio-Mitschnitt veröffentlichte. Der Sänger kündigte danach an, nie wieder mit Journalisten von Printmedien sprechen zu wollen.

In "Spiegel"-Gespräch war er auch auf Politikthemen eingegangen und hatte bereits angedeutet, dass er monothematisch praktisch jede Partei unterstützen würde, die das Thema Tierrechte nach seinen Vorstellungen behandelt: "Ich habe noch nie meine Stimme für irgendeine politische Partei abgegeben. Ich hebe meine Stimme für die Partei auf, die das Schlachthaus abschafft." (dk)



Morrisseys bestes Album

Neu aufgelegt; "Vauxhall and I – 20th Anniversary Definitive Master" ist ein makelloses Pop-Album mit brillanten und melodischen Songs.
#1 schwarzerkater
  • 18.04.2018, 16:53h
  • mir sind eh alle menschen suspekt, die sich mehr für tierrechte als für menschenrechte interessieren.
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#2 Alexander_FAnonym
  • 18.04.2018, 17:26h
  • Ein weiterer Beweis dafür, dass Tierrechtler ziemlich oft unter narzisstischen Störungen und Wahnvorstellungen leiden. Was für ein Vollspast.

    Darauf gehe ich jetzt erstmal zum türkischen Metzger.
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#3 ursus
  • 18.04.2018, 17:31h
  • da bin ich ja froh, dass ich neulich nur eine cover-version von "there is a place in hell" verlinkt habe und nicht das original.
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#4 ursus
#5 BEARAnonym
  • 18.04.2018, 17:58h
  • Natürlich gibt es auch unter Veganern Idioten.
    Ich kenne sogar einige davon.

    Jetzt allerdings gleich wieder auf ALLE Veganer_innen einzudreschen, ist extrem kleingeistig und noch dazu einfach nur fehlgeleitet.

    Die meisten Veganer_innen, die aus tierrechtlichen und nicht aus egoistischen Gründen vegan sind, sind gleichzeitig auch Menschenrechtler_innen und eher links bis weit links angesiedelt.

    Also bitte jetzt nicht schon wieder so ein unerträgliches Minderheitenbashing. Und nichts anderes geht hier schon wieder los.

    Frage mich langsam wirklich, weshalb die queere Minderheit meistens nichts Besseres zu tun hat, als auf andere Minderheiten einzudreschen, statt sich auf die wahren Probleme zu konzentrieren.

    Problem ist hier nämlich nicht, dass der Typ Veganer ist, sondern dass er politisch nach rechts abdriftet. Das hat mit dem Veganismus an sich ABSOLUT NICHTS zu tun.
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#6 von_hinten_genommenAnonym
  • 18.04.2018, 18:47h
  • Was er isst oder nicht, ist mir egal, aber was er äußert, ist schon daneben.

    "Hitler war links" (?)
    Herr Morrissey, sind Sie so sehr rechts, dass Ihnen sogar schon Hitler links vorkommt? Oh, da mache ich mir aber Sorgen um Sie.

    Und wie kann jemand rassistisch sein, die/der Fleisch ist?? Das erschließt sich mir nicht. Dann wären Sie, Herr Morrissey, ein Gemüse-Rassist? Oder ein Trüffel-Feind? Oder durch das Soja wären Sie ein Naturfeind?
    Was? Sie verstehen das nicht? Tja, das ist doch Ihre Argumentationstechnik.
    Was glauben Sie, was getan werden muss, um Soja in Läden kaufen zu können?
    Und dass Tiere sich gegenseitig töten, um Futter zu haben, das stoppen Sie nicht, weil? Das müsste doch Ihrer Weltanschauung widersprechen, oder nicht? Dann wären Tiere ja sogar rassistisch - komisch.

    Jetzt hab ich kein Interesse mehr, weiter zu schreiben - das ist eine Richtung, die mir nicht gefällt.
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#7 Andy2Anonym
  • 18.04.2018, 19:20h
  • Antwort auf #2 von Alexander_F
  • Es ist doch immer wieder verblüffend, dass Menschen, die ihr Leben lang diskriminiert werden (Schwule) es für nötig befinden, andere Menschen (Veganer) zu beleidigen und alle über einen Kamm zu scheren und das noch mit einem behindertenfeindlichen Wort.

    *Kopf schüttel*
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#8 ServiervorschlagAnonym
  • 18.04.2018, 20:08h
  • Antwort auf #6 von von_hinten_genommen
  • "Speziesismus (aus Spezies (= Art) und -ismus) bezeichnet die moralische Diskriminierung von Individuen ausschließlich aufgrund ihrer Artzugehörigkeit. Dies schließt ein, dass das Leben oder das Leid eines Lebewesens nicht oder weniger stark berücksichtigt wird, weil es nicht einer bestimmten Spezies, wie etwa der Spezies des anatomisch modernen Menschen (Homo sapiens), angehört. Die Bezeichnung wurde erstmals 1970 von dem britischen Psychologen Richard Ryder verwendet, um einen aus dem Anthropozentrismus abgeleiteten Art- oder Speziesegoismus oder zentrismus auszudrücken."

    de.wikipedia.org/wiki/Speziesismus
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#9 Alexander_FAnonym
  • 18.04.2018, 20:48h
  • Antwort auf #7 von Andy2
  • Es tut mir leid, wenn ich hier irgendwen beleidigt haben sollte, aber meiner Erfahrung nach sind die meisten Tierrechtsaktivisten deshalb Tierrechtsaktivisten, weil sie sich damit für eine Zielgruppe einsetzen, die ihnen nicht widersprechen kann, sie mit Menschen nicht klar kommen und außerdem wissen, dass niemand etwas dagegen sagen kann, ganz frei nach Christian Lander: "White people love situations where they can't lose". Sprich, weil sie etwas suchen, um sich über andere zu erheben. Und ein solcher Elitismus passt auch perfekt zu rechtsextremen Ansichten.

    Das mag subjektiv gesagt sein, vielleicht auch vorurteilend, aber Herr Morrissey passt leider perfekt in diese Schublade, die ich mir aus meiner Lebenserfahrung gezimmert habe. Sollten mir gegenteilige Fälle begegnen, möchte ich mich gerne dafür entschuldigen, aber bis jetzt ist das noch nicht geschehen.

    Ich gebe allerdings zu, dass es eine Beleidigung aller Behinderten ist, Morrissey als solchen zu bezeichnen. Dies möchte ich an dieser Stelle auch in aller Form zurücknehmen.
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#10 von_hinten_genommenAnonym
  • 18.04.2018, 21:05h
  • Antwort auf #8 von Serviervorschlag
  • Und was möchtest du mir damit nun sagen? Dass die These Morrisseys die des von dir erwähnten R. ähnelt?
    Mir geht es gar nicht um sein Vegan sein, sondern darum, was er äußert. Er findet, Hitler war links - damit übertrifft er ihn bei weitem. Du lieber Himmel - wie weit rechts kann jemand sein? Was ist das mit solcher Denkweise - ist das neue Mode? Es geht ja anscheinend immer noch krasser.
    Und was ich dabei am allerwenigsten verstehe, ist folgendes:
    Einerseits äußern manche Leute sowas fürchterlich rechtes, aber andererseits sind sie Deutschland gegenüber immer noch kritisch und behandeln uns teilweise immer noch wie... du weißt, was ich meine.
    Mein Cousin und seine Frau sind vor langer Zeit nach London gezogen und leben dort seit einigen Jahren. Sie wurden kritisch beäugt und sogar auf diese dunkle Vergangenheit Deutschlands angesprochen worden. Erst als sie auf eine Frage antworteten, dass sie im Westen Deutschlands aufgewachsen sind, wurden die Kollegen freundlicher. Mittlerweile sind mein Cousin und seine Frau in ihrer Umgebung akzeptiert, aber sie werden teilweise trotzdem noch als "Ausländer" betrachtet.

    Und nun lese ich sowas wie im Artikel und ich stutze. Anscheinend gibt es in Großbritannien auch eine öde Doppelmoral :-/

    Danke für deinen Serviervorschlag, ich koche lieber selbst :-) Gelegentlich esse ich Fleisch und das ist weder besser noch schlechter als Vegan zu sein.
    Bei Spezie erinnerte ich mich an Spezi. Ein Spezi bei den momentanen Temperaturen inklusive Salat oder ein internationales Mittagessen und einem Eis hinterher - das darfst du mir gerne servieren :-D
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