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"Unter uns"-Star

Lars Steinhöfel von Erpresser zum Coming-out gedrängt

Der RTL-Seriendarsteller erzählt, dass sein Coming-out als schwuler Mann vor vier Jahren nicht ganz freiwillig war.


Lars Steinhöfel stellt seit inzwischen 13 Jahren Ingo "Easy" Winter in der Seifenoper "Unter uns" dar (Bild: RTL)

Der 32-jährige Schauspieler Lars Steinhöfel hat gegenüber RTL erklärt, dass sein Coming-out die Folge einer Erpressung war: "Mein Bekenntnis zur Homosexualität kam tatsächlich von jemandem, der der RTL-Presse geschrieben hat, er hätte Fotos von mir", sagte der gebürtige Berliner, der seit 2005 Ingo "Easy" Winter in der RTL-Seifenoper "Unter uns" spielt.

"Es ist kein schönes Gefühl, ohnmächtig zu sein", so Steinhöfel weiter. "Andererseits ist es vielleicht auch ein guter Weg, um zu sagen, dass der Zeitpunkt gekommen ist." Anlass für das Interview war das Coming-out von Conchita Wurst als HIV-positiv, das ebenfalls Folge einer Erpressung war (queer.de berichtete).

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Coming-out im Jahr 2014

Steinhöfel hatte im Januar 2014 erstmals in der "Bild"-Zeitung öffentlich über seine Homosexualität gesprochen (queer.de berichtete). Damals sagte der Schauspieler, er möchte "mit diesem Bekenntnis Jugendlichen Mut machen, zu ihrer Sexualität zu stehen". Weiter gab er zu, dass er Angst gehabt habe, dass der Schritt in die Öffentlichkeit seiner Karriere schaden könnte.

Steinhöfels Rolle in der Soap "Unter uns", die es seit Herbst 1994 inzwischen auf über 5.800 Folgen gebracht hat, war zunächst als Frauenschwarm angelegt – nach seinem Coming-out im echten Leben verliebte sich auch seine Serienfigur Ende 2017 in einen Mann (queer.de berichtete).

Eine im vergangenen Monat ausgestrahlte Folge mit der Rolle hatte erneut für Schlagzeilen gesorgt, nachdem Steinhöfel mit seinem Schauspielkollegen Timothy Boldt eine Szene dafür am Kölner Hauptbahnhof gedreht hatte – und die beiden übel beschimpft wurden, als sie sich küssten. "Vereinzelt gab es Personen, die uns wüst beschimpft haben", erklärte Schauspieler Lars Steinhöfel damals. "Beleidigungen, die man durchaus auch zur Anzeige bei der Polizei hätte bringen können" (queer.de berichtete). Nach der Ausstrahlung der Folge habe es aber überwiegend positive Reaktionen aus aller Welt gegeben (queer.de berichtete). (dk)

TV-Tipp

Unter uns, Mo.-Fr. 17.30 Uhr bei RTL


#1 BEARAnonym
  • 19.04.2018, 16:43h
  • Und genau deshalb ist es besser, rechtzeitig ein selbstbestimmtes Coming-out hinzulegen.

    Abgesehen von der generellen Erleichterung, weil man endlich kein riesiges Lügengebäude mehr aufrechterhalten muss, nimmt dies Erpressern schlichtweg auch ihre Grundlage. Denn der "Grund" der Erpressbarkeit hat sich in Luft aufgelöst.

    Ich sage nicht, dass ein selbstbestimmtes Coming-out immer einfach ist. Mein eigenes war in den 1980er Jahren noch viel schwieriger, als Mancher das heute erahnen kann.

    Aber es ist notwendig.
    Nicht nur für die Person selbst, sondern natürlich auch gesellschaftspolitisch.

    Ich würde mir wünschen, noch eine Zeit erleben zu dürfen, in der wir solche Schlagzeilen nicht mehr lesen müssen.
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#2 Danny387Profil
  • 19.04.2018, 19:19hMannheim
  • Lars, Du bist nicht nur ein süßer Kerl, sondern Du bist ein mutiger und vorbildlicher Mann!! Ich bin froh, dass es Menschen wie Dich gibt!!
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#3 SchwulerMannAnonym
  • 19.04.2018, 19:31h
  • Antwort auf #2 von Danny387
  • Ich hoffe doch stark das die vielen Ausrufezeichen ein Zeichen für Sarkasmus sind...
    Wer mit 28 noch so unreif ist und sein Schwulsein verbergen muss ist doch kein Vorbild.
    Der Mann arbeitet als Schauspieler in Deutschland und nicht als Fussballer in Russland (Ironie off)
    Jetzt auf den "ich bin ein Opfer wie Conchita"-Zug aufzuspringen ist erbärmlich.
    Conchita hat eine, das Leben stark einschränkende Krankheit die ihre Privatsache ist.
    Herr Steinhöfel hat keine Krankheit, obwohl er scheinbar der Meinung ist das Schwulsein etwas ist was die Öffentlichkeit als Krankheit empfindet.
    Schwuler Selbsthass vom Feinsten
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#4 Homonklin44Profil
  • 19.04.2018, 20:24hTauroa Point
  • Antwort auf #3 von SchwulerMann
  • Du kennst sein Leben und die bisherigen Umstände anscheinend sehr gut, bist vielleicht befreundet oder verwandt. Dann kann man natürlich leicht so schreiben.

    Ja, man würde denken, im Bereich Kunst, Film, Theater sei es besser akzeptiert, wenn man nicht hetero ist.
    Sich nicht erpressbar zu machen, ist nicht in jeder Situation ganz einfach. Es hängt auch davon ab, was man den verkehrten Leuten anvertraut.

    Dass er Angst um seine Karriere hatte, kann ich gut verstehen. Auch wenn es immer heißt, beim Theater/Fernsehen seien doch die meisten schwul oder lesbisch.

    Bei bestimmten Sportarten sollte man es damit bis nach dem Erfolg belassen. Da werden schon viele aussortiert, weil nur jemand einen leisen Verdacht oder dummen Scherz los wird. Ein junges Talent muss noch nicht mal schwul/lesbisch/Trans* sein, ein entstehendes Gerede hat schon genug Schwierigkeiten zur Folge.
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#5 SchwulerMannAnonym
  • 19.04.2018, 21:14h
  • Antwort auf #4 von Homonklin44
  • Homoklin, das Gelabere kannst du dir sparen.
    Ich habe mich vor 30 Jahren mit 20 geoutet und keine Rücksicht auf die moralischen Befindlichkeiten meiner Umwelt genommen.
    Ich habe kein Verständnis für das Gejammere eines Pseudoschauspielers, der in 2014 ein Problem darin sieht ganz normal mit seiner Sexualität umzugehen.
    Nachdenken hilft dem Gehirn ungemein!!
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#6 BröeselAnonym
  • 19.04.2018, 22:11h
  • Antwort auf #5 von SchwulerMann
  • Schön das du dein Coming out ohne Rücksicht auf die Umwelt geschafft hast und so verhältst du dich auch hier und versteckst dich hinter "anonym. Eher ein Zeichen von eigener Feigheit und absoluter Unsensibilität bzw. Realitätfremdheit was du vermittelst. Homonklin44 hat Recht: es gibt Bereiche in unserer Gesellschaft, da reicht das Gerücht schon für einen Karriereaus und mehr (Gewalt gegen Schwule und Lesben...) Traurig und absolut abschaffungsnotwendig, aber immer noch Realität.
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#7 TheDadProfil
  • 19.04.2018, 22:48hHannover
  • Antwort auf #3 von SchwulerMann
  • ""Conchita hat eine, das Leben stark einschränkende Krankheit die ihre Privatsache ist.""..

    Die Einschätzung das eine HIV-Infektion Menschen wie Conchita ""stark einschränkt"" kann ich nicht verallgemeinernd vornehmen..

    ""Herr Steinhöfel hat keine Krankheit,""..

    Dazu ist bislang nichts bekannt !
    Deshalb kann man das aber auch nicht generell ausschließen, oder ?
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#8 Homonklin44Profil
#9 wassolldasAnonym
  • 20.04.2018, 06:28h
  • @SchwulerMann

    Jemanden als unreif zu bezeichnen oder jemanden zu unterstellen, dass er sein Schwulsein verbirgt weil er schwulenhass verspürt, ist wahrscheinlich noch schlimmer als homophobe selbst.

    Du würdest es wahrscheinlich gleich im Ausweis eintragen lassen wollen. Homophobe sind oft einfach dumm und schränken anderen Ihre Freiheit ein. Du solltest es besser wissen und diskreditierst jemanden weil er selbst bestimmt entscheidet was für ihn privat ist.

    Er hat die Freiheit sich wem wann und wie zu outen oder es zu lassen(!) wie auch immer es möchte und da hat Ihn keiner wirklich keiner reinzureden. Weder der Erpresser noch ein paar dahergelaufene hardcore homoaktivisten wie es hier oft welche gibt. Sonst seid Ihr kein bisschen besser wie ein Erpresser.
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#10 SchwulerMannAnonym
  • 20.04.2018, 06:54h
  • Antwort auf #6 von Bröesel
  • Erpressbar wird nur der, der was zu verbergen hat.
    Homosexualität ist nichts was man verbergen muss.
    Wenn man für seine Karriere sich selbst verleugnen muss, dann stimmt was nicht im eigenen Leben.
    So jemand ist für mich kein Vorbild.
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