Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://www.queer.de/detail.php?article_id=3104
Home > Kommentare

Kommentare zu:
Zu jung fürs Coming-out?


#1 queeryAnonym
  • 12.07.2005, 15:52h
  • warum auch nicht? ich persönlich weiss es von mir selbst seit ich 13 bin. das ist also kein neues phänomen. daher verstehe ich auch nicht so ganz, das (für schwulen sex)jugendschutzgrenzen erst ab 16 wegfallen, und bei heten schon mit 14! also, mir wäre es recht, wenn auch 14jährige schon dürften!! denn was bringen dann noch "verbote"? garnix.
  • Antworten » | Direktlink »
#2 JanAnonym
  • 12.07.2005, 16:27h
  • Ich war mir mit 14 sicher schwul zu sein hatte mit 16 meinen ersten schwulen Sex und erst mit 22 mein Comming out weil ich Angst vor meinen Eltern hatte. Gott sei Dank stellte sich die als vollkommen unbegründet herraus das einzige was meine Eltern mir sagten war : " Du bist und bleibst unser Sohn und die Hauptsache ist das du glücklich bist" Meine Mum hat es relativ schnell akzeptiert mein Vater hat wesentlich länger gebraucht und für beide ist es heute die normalste Sache der Welt einen schwulen Sohn zu haben.
    Im Bekanntenkreis meiner Eltern outete sich kürzlich ein 17 jähriger als schwul und sein Vater drehte total am Rad was ich absolut nicht verstehen konnte, denn mein Freund und ich waren dort öfter zu Gast und anfänglich drängte man fast drauf das wir gemeinsam kamen. Nach dem Motto ist doch nix schlimmes dafür brauchst du dich doch nicht zu schämen
    Daraufhin habe ich mit meinem Dad lange und intensiv über dieses Thema gesprochen und die Crux aus diesem Gesspräch war das mein Dad mir sagte das er den Vater verstehen kann und er noch nicht mal glaubt das er aus gekränktem Machostolz oder ähnl. so am Rad drehen würde. Sondern eher aus der Sorge herraus was aus seinem Kind wird. Die meisten Eltern wollen für ihre Kinder nur das beste und die Vorstellung das der Sohn irgendwann mit 60 oder 70 zum Lustgreis wird und Jünglingen hinterher steigt. Er am Ende total vereinsamt und alleine ist bringt bricht vielen Eltern das Herz. Mein Vater sagte mir das meine Mum und er auch diese Befürchtungen hatten und die sich wirklich erst gelegt hat nachdem er meinen Freundeskreis kennengelernt hat. .
    Im Grunde werden wir alle hetrosexuell erzogen und das Idealbild ist die glückliche Familie im Reihenhäuschen wo Mutti Sonntags backt und Vati mit Sohnemann Samstags zum Fußball geht. Plötzlich wird dieses Bild zerstört weil tief im inneren doch noch Klischees verwurzelt sind die sich auch nicht abstellen lassen. Selbst meine Eltern fragen schon mal nach wenn ich erzähle das ich mich ohne meinen Freund mit anderen Männern getroffen habe ob da mehr im Spiel ist. Ich amüsiere mich dann meist köstlich drüber und entgegne meist Ach wie gut das ihr nicht an Klischees glaubt.
    Der CSD ist auch keine Wirkliche Hilfe für das Comming out denn viele Eltern treibt es schier in den Wahnsinn wenn sie sich vorstellen das ihre Kinder wild knutschend und halbnackt durch die Gegend rennen und das gilt für homo und hetrosexuelle Kinder. Aber Homosexualität als normal zu zeigen wie es Wowereit, von Beust oder Westerwelle machen ist das was den Menschen am besten zeigt Homos sind keine kleinen Buben verführenden Monster sondern Menschen wie du und ich nur das die halt morgens nicht neben Mutti sondern neben Vati aufwachen. Wenn die Leute das im Hirn haben das schwul sein was völlig normales ist und nicht aus schrillem rumgegröhle und wild durch die Gegend p.ppen besteht. Haben es auch die Schwulen von morgen wesentlich leichter ihr C.O. durchzuziehen
  • Antworten » | Direktlink »
#3 PhilippAnonym
#4 madridEUAnonym
  • 12.07.2005, 18:06h
  • jan@ Erheitert hat mich die Sorge um die Lustgreise, die den Knaben hinterhersteigen. Im gayroyal wimmelt es nur so von "Greisen", die Ihresgleichen oder nur etwas Jüngere vorziehen und sich gleichzeitig gegen Kontakte junger Burschen verwahren. Ausserdem können Hetero-Greise ebenso geifernd hinter jungen Mädchen herrennen. Aber das gilt ja als "normaler".
  • Antworten » | Direktlink »
#5 egalAnonym
  • 12.07.2005, 19:25h
  • @queery
    § 180 & 182 gelten sowohl für homo- und heterosexuelle Handlungen, es wird kein Unterschied mehr gemacht, siehe auch
    www.gaystation.info/law/?/law/europa.html

    @jan
    Es gibt Untersuchungen, in denen herausgekommen ist, daß Menschen mit Familie mittlerweile eher einsam im Alter sind als diejenigen, die ihren Freundeskreis zeitlebens gepflegt haben! Familie heißt nicht mehr automatisch, daß sich dieJungen um die Alten kümmern, von daher müssen Homos im Alter nicht einsamer sein als Heteros. Außerdem heißt hetero auch nicht mehr automatisch, daß man eine Familie gründet. Aber bis das in den Köpfen angekommen ist, muß noch viel Wasser die Spree herunterfließen.
  • Antworten » | Direktlink »
#6 madridEUAnonym
  • 12.07.2005, 19:38h
  • @egal:Wie so oft, baut sich hier wieder eine Diskussion auf, die am Ende nichts mehr mit dem Thema zu tun hat. Aber ich kann Dir nur beipflichten ! Die Altenheime sind voll von Eltern, deren Kinder entweder überhaupt nicht oder nur zum Kassieren der Rente kommen.Bin sicher, dass es unter Euch Pfleger gibt, die das bestätigen können ?
  • Antworten » | Direktlink »
#7 egalAnonym
  • 12.07.2005, 19:58h
  • @madridEU
    Doch, es hat mit dem Thema was zu tun, das sind nämlich die Ängste der Eltern, daß die Kinder im Alter einsam sind und damit einer der Gründe, warum Eltern die Homosexualität ihrer Kinder ablehnen. Z.B. hat es mich auch einige Überredungskünste gekostet, meinem Vater klarzumachen, daß mein Nichtkinderwunsch nichts mit meiner Sexualität zu tun hat und ich als Hetero auch keins bekommen wollen würde. Heute heißt Hetero nicht mehr, daß man eine Familie gründet und Homosein aber auch nicht, daß man es nicht macht. Nur die Klichees sind halt noch in den Köpfen drin, die Realtität sieht mittlerweile eben anders aus.
  • Antworten » | Direktlink »
#8 JanAnonym
  • 12.07.2005, 20:09h
  • Man hat letztlich keinerlei Garantie auf einen gesicherten Lebensabend mit Familie oder Freunden. Aber die Wahrscheinlichkeit mit Kindern nicht zu vereinsamen ist relativ hoch zumind. hat man jemanden der sich um einen kümmert oder bzw. kümmern muß.
    Aber @ egal du hast schon Recht Freunde kann man sich aussuchen Familie nicht allerdings bin ich in der glücklichen Lage eine intakte Familie zu haben bzw. 2 und einen intakten Freundeskreis viele haben nichtmal das eines davon.
  • Antworten » | Direktlink »
#9 garten-freundAnonym
  • 12.07.2005, 20:19h
  • also nur mal zur information:
    bei mir ist mein vater derjenige gewesen, der "cool geblieben" ist, meine mutter ist eher die verklemmte.
  • Antworten » | Direktlink »
#10 ZockwockAnonym
  • 12.07.2005, 21:17h
  • Klar wollen (hoffentlich zumindest die meisten) Eltern für Ihre Kinder nur das Beste. Und was das Beste ist, schätzen sie natürlich in erster Linie anhand ihrer eigenen Erlebniswelt ab. Manche Eltern sind da sehr offen und tolerant, viele aber leider nicht.
    Wenn ein junger Mensch für sich klar hat, daß er schwul oder lesbisch ist, braucht er auf jeden Fall Rückhalt und Unterstützung. Und ich denke, je eher ein Mensch weiß, was mit ihm los ist, umso gelöster und ausgeglichener kann er mit seinem Leben umgehen. Davon abgesehen: Wir leben immer noch im Zeitalter von tödlichen sexuell übertragbaren Krankheiten. Je eher ein Mensch über sich bescheid weiß, desto eher kann man auch mit gezielter Aufklärungsarbeit Prävention betreiben.

    Auf der anderen Seite finde ich es grundsätzlich scheiße, wenn ein Mensch (und gerade in der Pubertät sucht man nach Orientierungshilfen und Vorbildern) zur PERSÖNLICHKEITSFORMUNG in ein Verhaltensmuster gequetscht wird. Wenn sich ein Jugendlicher also in der Pubertät für das eigene Geschlecht interessiert, sollte man ihn meiner Meinung nach nicht darauf festnageln. Aber man sollte ihm zeigen: Wenn Du schwul oder lesbisch bist ist das genau so normal und gut, als wenn Du hetero bist. Und wenn den Jugendlichen eine Anlaufstelle im privaten Umfeld (Freunde, Familie) fehlt, sollten Istitutionen (AIDS-Hilfe, Jugendamt, Sozialamt, was-weiß-denn-ich...) zur Stelle sein.

    Aber generell finde ich, um auf die Überschrift dieses Threads zurückzukommen, daß es für ein Coming-Out kein "zu jung" gibt. Im Gegenteil. Ich habe in meinem Freundeskreis den Fall des vermeintlichen "zu alt" fürs Coming-Out. Und das ist etwas, was es nun wirklich zu vermeiden gilt.
  • Antworten » | Direktlink »
#11 madridEUAnonym
  • 12.07.2005, 21:32h
  • @zockwock. Ich hab´ einen 72jährigen schwulen Bekannten, der mir kürzlich sagte, dass er "zu alt fürs Outen" sei, denn sein Umfeld würde das trotz völliger Schwulen-Gleichstellung in Spanien nicht mehr tolerieren. Fazit: Auch wenn man gesetzlich abgesichert ist, so muss auch die Hürde der gesellschaftlichen Akzeptanz genommen werden, was wohl immer noch schwieriger ist, sei es bei den ganz Jungen oder den ganz Alten. In der Mitte geht´s vielleicht besser ?
  • Antworten » | Direktlink »
#12 MarkusJLVAnonym
  • 12.07.2005, 21:45h
  • wollte mal beitragen dass ich einen Riesenrespekt vor den jungs habe von denen im artikel die rede ist. je eher desto besser schliesslich machen unsere heterosexuellen freunde ihre ersten sexuellen erfahrungen auch mit 14 oder 15. ich hatte mein coming out mit 21 und das waren somit 6 jahre verpasst weil ich vielleicht nicht so mutig war. aber es war auch damals noch nicht so viel die rede davon wie heute. von daher denke ich zumindest die richtung stimmt schon.
  • Antworten » | Direktlink »
#13 JanAnonym
  • 12.07.2005, 23:00h
  • Es geht doch gerade darum zu zeigen das Homosexuelle etwas vollkommen normales sind und genau so Menschen mit einem Recht auf Liebe und Zuneigung sind wie andere auch.
    In der Regel interesiert es die Heten auch nicht was ihre Nachbarn im Bett so treiben bei Schwulen wird es interesanter mich und meinen Freund hat man auch schon gefragt wer denn Mann oder Frau in der Beziehung sei oder ob wir auf Leder stehen würden. Einen pupärtierenden hetro Teenie fragt garantiert keiner über sexuelle Vorlieben aus. Ich finde es mutig wenn sich die Teenies heute mit 13 oder 14 outen.
    Das geht auf Dauer aber nur wenn das Schwulsein was gesellschaftlich normales ist und kein exotische Erscheinung da nutzen keine ADG oder sonstige Geschichten. Das einzige was hilft ist zeigen das man kein sexgeiler Exot ist der nur von Nummer zu Nummer denkt sonden eigentlich "hetrosexuell ist nur das man halt mit Männen schläft" Mann kann nicht verlangen das man in die Gesellschaft integriert wird wenn man nicht bereit ist sich den Regeln anzupassen. Vielleicht besteht daduch doch noch die Hoffnung das das meistgebrauchte Schmipfwort auf deutschen Schulhöfen "Du schwule Sau" irgendwann so überholt ist wie der § 175.
  • Antworten » | Direktlink »
#14 queeryAnonym
  • 13.07.2005, 13:34h
  • @egal:

    also, es macht schon noch nen unterschied, ob ich ne 14jährige schwängere, oder nen 14jährigen knaben ficke...

    denn es gilt immernoch in der BRD : schwuler sex erst ab 16, heterosex ab 14 legal!
  • Antworten » | Direktlink »
#15 OlafAnonym
  • 13.07.2005, 14:19h
  • @queery

    Das Schutzalter ist in Deutschland für Homos und Heteros gleich. Laut Paragraph 176 StGB liegt es bei 14 Jahren, in besonderen Fällen gilt gemäß Paragraph 182 StGB ein Schutzalter von 16 Jahren (für Heteros und Homos).

    Bevor du den Stand von 1994 postest, informier dich das nächste Mal bitte.
  • Antworten » | Direktlink »
#16 egalAnonym
  • 13.07.2005, 14:20h
  • @queery
    Bitte belege Deine Behauptung! Wie sieht das denn bei lesbischen Sex aus, dazu hast Du gar nichts geschrieben. M.W. ist Sex, egal welcher Art, mit jemandem zwischen 14-16 nur strafbar, wenn man selber über 18 ist. Zwei 15jährige dürfen hingegen miteinander straffrei schlafen, so es in beidseitigem Einverständnis passiert.
  • Antworten » | Direktlink »
#17 queeryAnonym
  • 13.07.2005, 20:33h
  • hier nochmal genauer, okay....

    Bundesrepublik Deutschland
    Paragraph 182 des Strafgesetzbuches verbietet sexuelle Handlungen von Erwachsenen ab 21 Jahren mit Jugendlichen unter 16 Jahren, wenn der Erwachsene dabei eine "fehlende Fähigkeit des Opfers zur sexuellen Selbstbestimmung ausnutzt". Außerdem sind sexuelle Handlungen eines Erwachsenen (ab 18 Jahren) mit einem Jugendlichen unter 16 Jahren verboten, wenn der Jugendliche durch Ausnutzung einer Zwangslage oder gegen Geld dazu gebracht wurde.

    Rechtsgut der Vorschrift ist die sexuelle Selbstbestimmung Jugendlicher.

    Die "fehlende Fähigkeit zur sexuellen Selbstbestimmung" kann nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofes nicht allein aus dem Alter des Jugendlichen abgeleitet werden, sondern muss im Einzelfall festgestellt werden (BGH, 1 StR 481/95, Beschluss vom 23.01.1996, BGHSt 42, 27)

    § 182 Strafgesetzbuch neuer Fassung betrifft sowohl auf Täter- als auch auf Opferseite beide Geschlechter gleichermaßen und ersetzte 1994 die alten §§ 182 und 175. § 182 alter Fassung ("Verführung") betraf ausschließlich den Geschlechtsverkehr zwischen erwachsenem Mann und einem "Mädchen" unter 16 Jahren. § 175 ("Homosexuelle Handlung") betraf zunächst homosexuellen Verkehr allgemein, später nur den Verkehr zwischen erwachsenem Mann und männlichem Jugendlichen.

    Wenn das Opfer unter 14 Jahre alt und damit im Rechtssinn Kind ist, greift vorrangig § 176 des Strafgesetzbuches ein.

    Im Folgenden der Wortlaut der Norm:

    § 182 Sexueller Missbrauch von Jugendlichen
    (1) Eine Person über achtzehn Jahre, die eine Person unter sechzehn Jahren dadurch missbraucht, dass sie
    unter Ausnutzung einer Zwangslage oder gegen Entgelt sexuelle Handlungen an ihr vornimmt oder an sich von ihr vornehmen lässt oder
    diese unter Ausnutzung einer Zwangslage dazu bestimmt, sexuelle Handlungen an einem Dritten vorzunehmen oder von einem Dritten an sich vornehmen zu lassen,
    wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.
    (2) Eine Person über einundzwanzig Jahre, die eine Person unter sechzehn Jahren dadurch missbraucht, dass sie
    sexuelle Handlungen an ihr vornimmt oder an sich von ihr vornehmen lässt oder
    diese dazu bestimmt, sexuelle Handlungen an einem Dritten vorzunehmen oder von einem Dritten an sich vornehmen zu lassen,
    und dabei die fehlende Fähigkeit des Opfers zur sexuellen Selbstbestimmung ausnutzt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.
    (3) In den Fällen des Absatzes 2 wird die Tat nur auf Antrag verfolgt, es sei denn, dass die Strafverfolgungsbehörde wegen des besonderen öffentlichen Interesses an der Strafverfolgung ein Einschreiten von Amts wegen für geboten hält.
    (4) In den Fällen der Absätze 1 und 2 kann das Gericht von Strafe nach diesen Vorschriften absehen, wenn bei Berücksichtigung des Verhaltens der Person, gegen die sich die Tat richtet, das Unrecht der Tat gering ist.
  • Antworten » | Direktlink »
#18 queeryAnonym
  • 13.07.2005, 20:40h
  • und nun möchte ich nochetwas klarstellen! in der DDR wurde der paragraph 175 StGB bereits 1988 ERSATZLOS gestrichen und ein allgemeines jugendschutzalter von 16 jahren für sowol homosexuelle als auch heterosexuelle kontakte eingeführt. diese Änderung wurde erst 1994 aufgrund der Tatsache, das dies im Einigungsvertrag stand, in der BRD umgesetzt. allerdings mit der kleinen aber feinen änderung(dank kohl & co), das homosexuelle kontakte zwischen erwachsenen & jugendlichen unter 16, aber über 14 jahren weiterhin strafrechtlich verfolgbar waren. heterosexuelle kontakte von erwaxhsenen zu unter 16, aber über 14 jährigen waren NICHT stafrechtlich verfolgbar, es sei denn, es wäre ein abhängigkeitsverhältniss gewesen.

    alles klar??

    ungerecht behandelt werden sind wir ja nun von diesem staate gewohnt......
  • Antworten » | Direktlink »
#19 queeryAnonym
  • 13.07.2005, 20:46h
  • nun nochmal zu mir selber: also, mit 13 wusste ich es von mir selbst, hatte mit 14 mein "erstes(richtiges)mal" und habe mich mit 16 meinen eltern gegenüber geoutet..

    wenn eltern so wie in dem artikel von jan reagieren, dann kann ich nur sagen, das diese eltern dies vielleicht bei leuten aus ihrem umfeld tolerieren, aber bei den eigenen kindern nicht. das kann etwas mit der these zu tun haben, das eltern auch gewisse ansprüche an ihre söhne stellen. nagut, wenn der 17jährige ein einzelkind ist, was ja aus dem kommentar nicht hervorgeht, ist das schon ein problem für die eltern..

    ich hab ne schwester und die hatte sich bereits viel eher um die enkelkinder gekümmert.

    würde aber sehr gerne nen kind adoptieren, oder bei uns aufnehmen....
  • Antworten » | Direktlink »
#20 timmiAnonym
  • 14.07.2005, 08:48h
  • @jan:

    also, ich kläre das problem inzwischen(19J alt) auf diese etwas radigale ard: wenn mich einer fragt, ob ichs den wenigstens mal mit nem mädchen probiert hatte, kommt meine gegenfrage: "hast du schonmal sex mit nem mann gehabt?"

    womit sich die dumme rumfragerei erübrigt hätte.

    allerdings können heten nur heterosexuell denken. da gibt es nunmal klar definierte rollen. also, ist die frage, wer die frau ist, garnicht so untypisch.

    @queery:

    ich will zwar jura studieren, allerdings ist mir bis jetzt schon klar, das der 175er in der bundesrepublik nicht wie in der ddr ersatzlos gestrichen wurde, sondern durch andere, -"harmlosere"- , paragrafen ersetzt wurde.
  • Antworten » | Direktlink »
#21 simonAnonym
  • 14.07.2005, 20:20h
  • Auch von mir ein kurzes statement:

    Auch wenn es vielleicht viele nicht glauben wollen, aber an meinem 5. oder 6. geburtstag (genau weiß ich das leider nicht mehr) überreichte mir eine nachbarstochter ein geschenk, mit einem bussi auf den mund. Und ich dachte damals - ungelogen - wieso konnte das jetzt nicht ein bestimmter spielkamerad machen!?

    Erst mit 13 wurde ich mir aber bewusst, dass ich auf jungs stand, mit 18 hatte ich dann meinen ersten freund, und das erste mal sex. Derzeit bin ich 27.

    Zu keinem zeitpunkt hatte ich mit mir selbst ein problem wegen meiner homosexualität, wie das durchaus viele jugendliche haben, wenn sie an sich diese gefühle entdecken.

    Ich finde es interessant und mutig, wenn sich die kids heute mit 13 / 14 ihrer gefühle so sicher sind, dass sie sich vor ihrer familie, vor ihren freunden outen. Das verdient respekt, auch wenn - wie oben schon jemand geschrieben hat - sie sich nicht darauf "festnageln" sollten.

    Und sie brauchen alle unterstützung, die sie nur bekommen können, gerade auch in form der verschiedenen schulprojekte, an denen ich vor einigen jahren selbst auch teilgenommen habe, wobei da hochinteressante diskussionen zustande kamen!!

    Es sollte einem zu denken geben, dass ein ausgesprochen hoher anteil selbstmordgefährdeter jugendlicher (bzw. solche, die versuche unternehmen, bzw. "erfolgreich" in die tat umsetzen) massive probleme mit ihren gefühlen haben, wenn sie erkennen, dass sie mehr für gleichgeschlechtliche menschen empfinden. Und das liegt wiederum an der mangelnden toleranz / akzeptanz der gesellschaft, die auf ein heterosexuelles "weltbild" gemünzt ist...

    Daher bedarf es nach wie vor großen engagements aller schwulen, lesben, transgenders, usw. damit sich jugendliche selbstbewusst und in achtung ihrer gefühle entwickeln können!!
  • Antworten » | Direktlink »
#22 hab ich per mail bekommen....Anonym
  • 15.07.2005, 12:55h
  • Herrn Präsidenten
    Romano PRODI
    Europäische Kommission

    Brüssel
    Belgien
    Wien, 29.05.2001


    Betrifft: Vorschlag für einen Rahmenbeschluß des Rates zur Bekämpfung der sexuellen
    Ausbeutung von Kindern und der Kinderpornographie (2001/C 62 E/25,
    ABl. C 62 E/327-330)

    Sehr geehrter Herr Präsident!

    Mit großer Sorge haben wir den o.a. Vorschlag der Kommission zur Kenntnis genommen. Wir begrüßen es sehr, dass nun auch auf Unionsebene gegen die sexuelle Ausbeutung von Kindern vorgegangen und Maßnahmen ergriffen werden sollen, die national nicht oder nur unzureichend getroffen werden können.

    Die konkrete von der Kommission ergriffene Initiative erachten wir zu diesem Zweck jedoch als ungeeignet, ja selbst als potentielle Gefährdung des Wohls der minderjährigen Unionsbürger. Der vorgeschlagene Rahmenbeschluß schützt das Recht von Kindern und Jugendlichen auf sexuelle Autonomie, Integrität und Selbstbestimmung nicht umfassend. Während einerseits die Maßnahmen zur Bekämpfung des Missbrauchs und der Ausbeutung von Kindern unzureichend und lückenhaft bleiben, wird andererseits in die Lebensrealität von Jugendlichen massiv eingegriffen und ihr Recht auf sexuelle Selbstbestimmung in eklatantem Ausmaß beschnitten.

    Der Grundfehler des vorliegenden Entwurfs der Kommission scheint uns in der undifferenzierten Gleichsetzung von Kindern und Jugendlichen unter dem einheitlichen Begriff „Kind“ zu liegen. 5jährige Kinder und 17jährige Jugendliche können, insb,. in sexueller Hinsicht, nicht über einen Leisten geschlagen werden. Keine Sprache der Welt hat jemals den Begriff „Kind“ für Personen verwendet, die den frühen Teens entwachsen sind. Tut man dies, wie der vorliegende Entwurf, dennoch und setzt 5jährige Kinder und 17jährige Jugendliche hinsichtlich des Schutzes vor sexuellem Missbrauch gleich, zeitigt dies absurde und gefährliche Folgen.

    Keine Mindestaltersgrenzen

    So sieht der Entwurf keine verbindlichen Mindestaltersgrenzen für die Wirksamkeit der Einwilligung in sexuelle Handlungen vor, obwohl sämtliche Mitgliedstaaten der Union, ja darüber hinaus sämtliche Staaten in Europa und außerhalb Europas solche Altersgrenzen vorsehen, die nirgendwo unter 12 Jahren und zumeist bei 14 oder 15 Jahren liegen (vgl. Helmut Graupner: Sexual Consent - The Criminal Law in Europe and Overseas, Archives of Sexual Behavior, Vol. 29 (5) 415-461, NY: Plenum (2000), in Kopie anbei). Nach dem vorgeschlagenen Rahmenbeschluß müssten sexuelle Handlungen mit Kindern lediglich im Zusammenhang mit Pornographie, Prostitution und Gewalt sowie dann unter Strafe gestellt werden, wenn ein Kind „verleitet“ wird (Art. 2). Findet keine „Verleitung“ statt, so ist ein Straftatbestand nicht vorgeschrieben. Diese Lückenhaftigkeit des vorgeschlagenen Schutzes erscheint uns unannehmbar, könnten die Mitgliedstaaten der Union demnach doch pädophile Kontakte sogar entkriminalisieren, soweit keine „Verleitung“ des Kindes erfolgt.

    Auch ein Verbot der Beaufsichtigung von Kindern für wegen sexuellen Missbrauchs Verurteilte müssen die Staaten nur „prüfen“, nicht jedoch verpflichtend vorsehen (Art. 5 Abs. 5). Dies erscheint uns ebenso unverständlich und defizitär wie dass Opfern nur (ganz unbestimmt) ein „angemessener“ Rechtsschutz und eine „entsprechende“ Stellung im Gerichtsverfahren eingeräumt werden soll (Art. 9) und dass nur privatrechtliche, nicht aber öffentlich-rechtliche Körperschaften für zu ihren Gunsten begangene Delikte haftbar gemacht werden müssen (Art. 1 lit. d, Art. 6 & 7).

    Die zögerlichen und unzureichenden Maßnahmen bei Kindern stehen in auffallendem Gegensatz zu den geradezu drakonischen Einschränkungen, die für das Sexualleben von Jugendlichen vorgeschrieben werden.


    Strafbarkeit von Verführung

    Ist die Strafbarkeit des „Verleitens“ zu sexuellen Handlungen bei Kindern für einen wirksamen Schutz vor sexuellem Mißbrauch nicht ausreichend, so schießt ein solcher Tatbestand für Jugendliche weit über das Ziel hinaus. „Verleiten“ oder „Verführen“ ist ein essentieller Bestandteil sexueller Beziehungen zwischen Menschen. „Verführung“ macht intime Kontakte erst interessant. Ohne „Verführung“ wäre die menschliche Sexualität ein armseliges geschäftsmäßiges Aushandeln bar jeder Erotik. Wer in diesem Sinne nicht zu „verführen“ vermag, ist ein Fall für die Sexualtherapie. „Verführung“ bei geschlechtsreifen und sexuell voll erlebnisfähigen Menschen jenseits der frühen Teens unter Strafe zu stellen, die Strafbarkeit ihrer intimen Kontakte davon abhängig zu machen, von wem die Initiative zu diesen Kontakten ausgeht, grenzt, nicht zuletzt auch wegen der dann notwendig werdenden weitwendigen und gerichtsöffentlichen diesbezüglichen Untersuchungen und Erörterungen, an das Absurde und Unmenschliche.

    Auf die Spitze getrieben wird dies, wenn der vorgeschlagene Rahmenbeschluß diesen Straftatbestand sogar für Kontakte zwischen Jugendlichen untereinander (etwa für den 14jährigen, der seine 17jährige Freundin „verführt“) und sogar zwischen Ehepartnern zwingend vorschreibt, liegt doch das Ehemündigkeitsalter in den Mitgliedstaaten der Union teilweise (weit) vor dem 18. Lebensjahr. Bedenkt man weiters, dass die „Verführung“/“Verleitung“ sogar bei fahrlässiger Begehung unter Strafe gestellt werden muß (im Gegensatz zum Tatbestand der Kinderpornographie (Art. 3) findet sich in Art. 2 keine Beschränkung auf vorsätzliche Handlungen), drängt sich der dringende Verdacht auf, dass die Autoren des Entwurfs die Konsequenzen dieser Bestimmungen nicht gewollt haben können, vielmehr unbedacht (groteske) Tatbestände formuliert haben, die auch in keinem einzigen Mitgliedstaat eine Entsprechung finden (vgl. Graupner. aaO). In den Erläuterungen der Kommission zu der vorgeschlagenen Maßnahme findet sich für diese weitgehenden Tatbestände auch nicht die geringste Begründung.


    Nicht geldwerte Vergütung

    Ebenso unbegründet bleiben andere völlig unbestimmte Tatbestände, wie „sonstige“ (über Nötigung, Verleitung, Ausbeutung und Gewinnerzielung hinausgehende) „die Kinderprostitution begünstigende Handlungen“ (Art. 2 lit. a). Es bleibt völlig unklar, welche Verhaltensweisen damit erfasst werden sollen, zumal die Hauptursachen von Jugendprostitution neben wirtschaftlicher Not vor allem in Defiziten (insb. emotionaler Verarmung, Lieblosigkeit, Mißhandlung, Alkoholismus) in den Herkunftsfamilien und (im Falle der gleichgeschlechtlichen Prostitution) in der Diskriminierung und (Selbst)Verleugnung jugendlicher Homosexualität liegt. Ebenso unerfindlich bleibt, was mit „sonstigen“ (nicht geldwerten) „Vergütungen“ (Art. 2 lit. b) ii)) oder mit „Einfluss auf ein schutzbedürftiges Kind“ (Art. 2 lit. b) iii)) gemeint ist. Unter diesen Begriffen kann alles und jedes verstanden werden. Solche uferlosen Tatbestände, die als Folge jede intime Beziehung von Jugendlichen a priori mit Kriminalitätsverdacht belegen, sind eines modernen, auf den demokratischen Grundwerten der Pluralität, Weltoffenheit und Toleranz basierenden Rechtsstaates des 21. Jahrhunderts unwürdig. Zudem entspricht es gesichertem sexualwissenschaftlichen Erkenntnisstand, dass die Probleme im Zusammenhang mit Jugendprostitution durch Repression verschlimmert und nur durch niedrigschwellige akzeptierende Sozialarbeit gelöst werden kann.


    Strafbarkeit erotischer Darstellungen

    Den vorgeschlagenen Bestimmungen zur Kinderpornographie müssen wir insofern entgegentreten, als sie jede, auch nichtkommerzielle, ja selbst von Jugendlichen selbst aufgenommene, erotische Abbildung von unter 18jährigen unter Strafe stellen, die eine „aufreizende Zurschaustellung“ der Schamgegend (geschweige denn der Geschlechtsorgane) beinhaltet. Demnach wäre jeder 17jährige als Kinderpornoproduzent strafbar, der im Urlaub am Strand seine 17jährige Freundin im knappen Bikini (geschweige denn nackt) in einer erotischen Pose fotografiert. Dies gewollt zu haben, können wir den Autoren des Entwurfs nicht unterstellen, zumal sich auch hiefür keine Begründung im Entwurf findet. Erkennbar beruht diese Vorschrift auf der unkritischen Übernahme der entsprechenden (ganz wortgleichen!) US-amerikanischen Vorschrift (§ 2256 (2) U.S. Federal Criminal Code), ohne die absurden und grotesken Auswirkungen zu bedenken, die diese Vorschrift in den USA gezeitigt hat.

    Zu weitgehend erscheint es uns auch, bloße Zeichnungen und andere fiktive Darstellungen zwingend europaweit unter Strafe zu stellen. Soweit es um geschlechtsreife Jugendliche geht ist zu vermerken, dass ein sexuelles Interesse an dieser Altersgruppe weder pathologisch noch per se abzulehnen ist. Sexuelle Beziehungen sind für Jugendliche heute ein zentraler und zumeist positiv erlebter Bestandteil ihrer Lebenswirklichkeit. Die Abbildung solcher Beziehungen ohne dass ein Jugendlicher tatsächlich pornographisch agierend tätig wird und an der Herstellung mitwirkt (wie bei bloßen Zeichnungen etc.) kann daher auch kein strafwürdiges Unrecht sein. Soweit es um Kinder geht erscheint es uns wiederum nicht zielführend, Pädophilen jede Möglichkeit zu nehmen, ohne Gefährdung eines Kindes, ein Ventil für ihre Neigungen zu finden. Andernfalls läuft man Gefahr durch Verschließung jeder Ausdrucksmöglichkeit (sogar durch bloße harmlose Zeichnungen in der privaten Abgeschlossenheit der eigenen Privatheit, ohne dass diese Zeichnungen weitergegeben werden) der Begehung tatsächlicher Sexualdelikte Vorschub zu leisten.

    Auch die Beweislastumkehr hinsichtlich des Alters der Darsteller können wir nicht akzeptieren, bedeutete diese doch im Zusammenhalt mit der Altersgrenze von 18 Jahren einen permanenten Kriminalitätsverdacht von pornographischen Produkten, soweit die Darsteller nicht über die Mitte ihrer zwanziger Jahre hinausgewachsen sind, kann doch bei nur den allerwenigsten Personen unter 25 ausgeschlossen werden, dass sie (auch) unter 18 sein könnten. Dies gilt selbst für die bloßen Besitzer pornographischer Filme, kann doch gerade der Letztkonsument in den allerseltensten Fällen einen Beweis über das tatsächliche Alter der Darsteller führen. Die vorgeschlagene Vorschrift kommt daher einer Totalprohibition von Pornographie (mit Darstellern unter 25) sehr nahe, was wir mit Nachdruck ablehnen.


    Recht auf umfassende sexuelle Autonomie

    Zusammenfassend lehnen wir die vorgeschlagenen Rahmenbeschluß daher ab, weil er, so er angenommen würde, das Recht auf sexuelle Selbstbestimmung und Autonomie in seinen beiden Seiten verletzte: sowohl das Recht auf wirksamen Schutz vor ungewollter Sexualität als auch das Recht auf Freiheit zu gewollter Sexualität. Während der Entwurf einerseits sogar die Entkriminalisierung der (nicht verführenden) Pädophilie zuließe, nimmt er andererseits nicht darauf Bedacht, dass es im Falle von Jugendlichen, wie es das britische Royal College of Psychiatrists ausdrückte, nicht auf das Alter der Partner, sondern auf die Qualität ihrer Beziehung ankommt. Wenn der Entwurf 5jährige Kinder und 17jährige Jugendliche gleichsetzt, untergräbt er die Autorität der so notwendigen Schutzbestimmungen, indem er sie der Lächerlichkeit preisgibt.

    Besonders schlimm erscheinen uns die vorgeschlagenen Maßnahmen nicht nur auch deshalb, weil (was für wirkliche Schutzbestimmungen auch notwendig erscheint) vorgeschrieben wird, die Tatbestände in die Schwerkriminalität aufzunehmen und hiefür das Weltrechtsprinzip vorzusehen, sondern vor allem auch, weil von dieser Maßnahme, so sie einmal angenommen ist, nur mehr mit einstimmigen Beschluß des Ministerrats, also möglicherweise niemals mehr, abgegangen werden kann.

    Abschließend sei noch darauf verwiesen, dass die Maßnahme in ihrer derzeit vorgeschlagenen Form unsere seit über einem Jahrzehnt intensive und breit gesellschaftlich unterstützte Arbeit gegen die Kriminalisierung einverständlicher sexueller Kontakte und Beziehungen von 14 bis unter 18jährigen (männlichen) Jugendlichen mit (männlichen) Partnern über 19 Jahren unter dem berüchtigten antihomosexuellen Sonderstrafgesetz § 209 österreichischen Strafgesetzbuches, dessen Streichung etwa das Europäische Parlament seit Jahren nachdrücklich fordert, zunichte machen würde, wenn nun auf gesamteuropäischer Ebene einverständliche sexuelle Kontakte und Beziehungen von 14 bis unter 18jährigen Jugendlichen, wenn auch geschlechtsneutral, unter Kriminalitätsverdacht gestellt würden.

    Weil wir das nicht akzeptieren können, haben wir uns zu diesem Widerspruch entschlossen und ersuchen Sie, den Vorschlag entsprechend zu überarbeiten.


    Univ.-Lekt. Prof. Dr. Rotraud PERNER
    (1.Vorsitzende)

    RA Dr. Helmut GRAUPNER
    (2. Vorsitzender)

    Mag. Johannes WAHALA
    (3. Vorsitzender)

    Mehr infos unter:
    www.rklambda.at/
  • Antworten » | Direktlink »
#23 JWAnonym
  • 15.07.2005, 12:58h
  • Die lieben Kleinen

    Die Angst vor Kindesmißbrauch steigert die Repression. Die neue Gigi widmet sich dem »impotenten Kind«

    Im Dunkeln läßt sich’s gut munkeln. Das, was man sehen kann, ist im Kapitalismus uninteressant, es sei denn, es steht zum Verkauf bereit. Wer Geld bezahlen soll, dem darf man nicht mit realem Elend kommen. Das macht unlocker. Die meiste Angst macht aber das, was unsichtbar ist. Die Angst produziert sich nämlich jeder selbst.

    Allerdings zu den Geschäftsbedingungen allgemeiner Panikattacken. Früher war in der BRD die rote Gefahr aus dem Osten sehr beliebt. Seit sie gebannt wurde, wird globaler gedacht: Der Orient will uns fertigmachen. Selbstmordattentäter sind daran erkennbar, daß sie nicht erkennbar sind. Nun, sie werden vielleicht nicht blond und blauäugig sein. Wer aber exakt so aussieht, der könnte ein Kinderschänder sein. Mitten unter uns. Die Angst hat niemals frei. Die Prozesse gegen Kindesmörder, die Skandale in der belgischen oder portugiesischen Politik oder im österreichischen Katholizismus – da geht einiges. Und dann wird ein Kinderpornoring nach dem nächsten ausgehoben. Die Vorwürfe gegen Michael Jackson. Kinder, Kinder, die Welt ist pervers. Das will man alles gar nicht so genau wissen.

    Sollte man aber. Denn der proklamierte Schutz der lieben Kleinen, denen beispielsweise die USA im Irak vor ihrem Einmarsch einfach mal die Lebensmittelprogramme sperrten, dient hierzulande einer repressiver werdenden Sexualmoral. Früher oder später merkt die jeder. In dem Maße, wie das Individuum sich mangels Arbeit oder staatlicher Förderung bei allem möglichen immer stärker bescheiden soll, haben die Entfaltungsmöglichkeiten der Persönlichkeit weniger zu interessieren. Die Sexualmoral folgt der sozio-ökonomischen Entwicklung hin zur Katastrophe als Dauerzustand. 1970 kam ein Sonderausschuß des Bundestages zur Reform des Sexualstrafrechts zu dem Ergebnis, daß partielle, nichtgewaltsame sexuelle Erlebnisse von Kindern mit Erwachsenen diese nicht automatisch psychisch kaputt machen. Entscheidend wären der soziale Kontext und die Beziehung der Beteiligten. Heute werben dagegen Kinderschutzorganisationen um Spenden mit der Behauptung, daß jedes dritte Kind Opfer sexuellen Mißbrauchs sei. Deshalb werden in Großbritannien kleine Kinder mitunter an der Leine geführt wie Hunde.

    Grundgesetz verteidigen

    Die Folgen dieser gesellschaftlichen Erregung verhandelt die neue Ausgabe von Gigi – Zeitschrift für sexuelle Emanzipation. Die Autoren interessieren sich nicht für die Verteidigung pädosexueller Interessen, sondern für die Verteidigung des Grundgesetzes. So wird das Urteil dokumentiert, mit dem das Landgericht Unna einer Wohungsgesellschaft recht gab, jemanden zu kündigen, weil er als Pädophilen-Aktivist bekannt ist. Gegen diese Person lag weder der Verdacht einer Straftat vor, noch hatte er sich der Störung des sogenannten Hausfriedens schuldig gemacht. In einem anderen Beitrag konstatiert Michael Griesemer, daß »Pädophilie – nicht Kindesmißbrauch – als Bedohungspotential« medial festgeschrieben wird. »Die Todesstrafe, die Zwangskastration oder die lebenslange Einsperrung [werden] ... mit Pädophilie – nicht mit dem, was Betroffene getan oder nicht getan haben« begründet. Er glaubt, daß diese »Minderheitenaversion erkennbar plötzlich achtzig Prozent unserer Bevölkerung befallen hat«. Entsprechend hat die Redaktion der Gigi das Heft konsequent bebildert: Mit Szenenfotos aus Fritz Langs Film »M – Eine Stadt sucht den Mörder« von 1931. In ihm flieht Peter Lorre als psychisch gestörter Kindesmörder vor der Polizei, den Medien und dem Mob, dem er schließlich in die Hände fällt. Am Vorabend des Faschismus wird ihm von einem aus Kriminellen gebildeten »Volksgericht« der Schauprozeß gemacht, bei dem er als zur Bestie stilisiertes Objekt gelyncht werden soll.

    Angstphantasie

    Griesemer erinnert daran, daß das Gerede über Kindesmißbrauch Mitte der 80er Jahre »als Breitendiskussion ursprünglich mit intrafamiliärem Mißbrauch des ›Patriarchats‹ (von Vätern an ihren eigenen Töchtern) als bürgerliches ›Syndrom der Geheimhaltung‹ begonnen hatte«, aber wenige Jahre später »auf die Parias der Primärpädophilen – irgendwo ›da draußen‹ am gesellschaftlichen Rand – projiziert worden ist.« Mit einer Angstphantasie werden implizit Menschen behelligt, die politisch kaum mehr artikulationsfähig sind. Im Gegensatz zu den 80er Jahren, als die Forderung, Pädophilie als eine mit Homo- und Heterosexualität gleichrangige sexuelle Orientiertung zu betrachten, noch Landesparteitage der Grünen beschäftigte.

    In dem bemerkenswerten Aufsatz »Das impotente Kind« arbeitet Sebastian Anders heraus, daß der offiziell angestrebte Schutz des Kindes vor sexueller Gewalt diesem tendenziell auch jedwede Sexualität abspricht. »Der ›Kinderschänder‹ ist nicht etwa einer, der Schande über sich, sondern über das Kind bringt. Das ›reine‹ und (sexuell) ›unschuldige‹ Kind wird durch Sexualität mit ›Schande‹ beladen. Wie im vorletzten Jahrhundert wird Sexualität unbewußt in Konzepten wie Schuld oder Schande begriffen«. Eine Pointe besteht darin, daß in den USA beispielsweise die zu schützenden Kinder vor dem Gesetz konstant älter werden. Sie müssen mittlerweile 16 bis 18 Jahre alt sein, um einer sexuellen Handlung zustimmen zu dürfen – auch wenn kein Erwachsener daran beteiligt ist. »Ist ein Sexualpartner jünger, bleibt ihm nur die Wahl auf Sexualität zu verzichten oder sich per Dekret vergewaltigen zu lassen.«

    * Gigi Nr. 38, Juli/August 2005, 2,50 Euro. Erhältlich bei Reaktion Gigi, Postfach 080208, 10002 Berlin oder redaktion@gigi-online.de
  • Antworten » | Direktlink »
#24 D.G.Anonym
  • 19.07.2005, 21:28h
  • Online Artikel bei gigi 38 - nur ein Auszug, wegen Autorenrechte:

    Mehr, als Ihnen lieb ist ...

    Am Internationalen Kindertag, dem 1. Juni, präsentierte die VolkswagenStiftung in der Bundespressekonferenz das von ihr finanzierte und von Prof. Dr. Klaus M. Beier geleitete Forschungsprojekt „Prävention von sexuellem Kindesmißbrauch im Dunkelfeld“ des Instituts für Sexualwissenschaft und Sexualmedizin der Berliner Charité. Besitze doch ein Teil der „potentiellen Täter“, die „auf Kinder gerichtete sexuelle Phantasien bekunden“, „ein Problembewußtsein und wünsche therapeutische Hilfe“.
    Kurt Hartmann vom Verein für belletristische und wissenschaftliche Pädoliteratur e.V.“ war dort und durchkreuzte etwas das Konzept. Zu seinen Eindrücken befragte ihn Eike Stedefeldt

    Weiter lesen direkt bei Gigi-Online:

    www.gigi-online.de/Mehr%20als%20Ihnen%20lieb%20ist38.html
  • Antworten » | Direktlink »
#25 MarzipanschweinAnonym
  • 19.07.2005, 21:29h
  • also ich und mein freund wussten auch schon sehr früh dass wir auf junx stehen
    (11Jahre)
    ich denke jeder muss selbst wissen wann er darüber reden und sich informieren und schliesslich auch outen sollte
  • Antworten » | Direktlink »
#26 PeterAnonym
  • 03.08.2005, 20:01h
  • hab alles gelesen.
    Ich werde bald 12 und weis nich was ich tun soll.
    hab angst mich zu auten. Ob ich den 12ten noch erlebe, weis ich nicht.
    Hofentlich haben die anderen eine chance....
    warum kann ich nicht so leben wie ich wil.

    lebt wohl euer peter
  • Antworten » | Direktlink »
#27 queeryAnonym
  • 03.08.2005, 21:44h
  • @peter:

    vielleicht solltest du dich einer gruppe in deiner nähe oder einer person deines vertrauens gegenüber äussern. ansonsten empfehle ich dir mal, den chat unter
    kids.lsvd.de/

    zu besuchen. ich glaube mal, das du da mit deinen problemen etwas eher beraten werden kannst.

    viel erfolg.
  • Antworten » | Direktlink »
#28 PeterAnonym
  • 03.08.2005, 21:54h
  • ich habe schon alles vorbereitet.
    warum mischt sich der staat ein. die haben keine ahnung. Das jugendamt hat gesagt, das ich nicht selbst entscheiden kann.

    danke für alles
  • Antworten » | Direktlink »
#29 40Anonym
  • 03.08.2005, 22:29h
  • also wenn ich mir ansehe, wie jüngere mit uns in der szene und sonstwo (gayromeo usw.) umgehen, frage ich mich allen ernstes, warum wir uns für sie engagieren sollten!!!
  • Antworten » | Direktlink »
#30 madridEUAnonym
  • 03.08.2005, 22:35h
  • @40 : Nur mal ´ne Idee als Tip für Dich:Bei gayroyal haste das Problem weniger. Da sind die Jungs etwas höflicher.
  • Antworten » | Direktlink »
#31 40Anonym
  • 03.08.2005, 22:40h
  • @madridEU:
    da hab ich zwar einen account, aber da sind doch nur ältere (suche in der "preislage" 28 bis 40) (selbst 41)
  • Antworten » | Direktlink »
#32 DavidAnonym
  • 03.08.2005, 23:37h
  • @40.
    Also, ich verstehe dich nicht.
    Du beklagst dich darüber, das nur ältere zu finden sind, dabei suchst du doch selber jüngere, für die du doch genauso älter bist. Wenn du dich selber an Älteren störst, dann musst du damit rechnen, genauso als störend empfunden zu werden.
    Sorry, aber das ist etwas, was ich nicht begreifen kann.
  • Antworten » | Direktlink »
#33 peterzwoAnonym
#34 kann nie....Anonym
  • 04.08.2005, 21:09h
  • .......früh genug sein! ich wusste bereits mit 11 das mich junx mehr reizen als mädels!
  • Antworten » | Direktlink »
#35 für PeterAnonym
  • 14.08.2005, 17:23h
  • @peter

    was du da sagst, klingt sehr angstmachend (Zitat: Mal sehen, ob ich meine 12 Jahre noch erreiche)
    Wenn du das machen willst, was ich denke, dann will ich dir was sagen:

    Du hasst noch Deine schöne Zeit vor dir, hab noch etwas gedult. Es wird sich noch alles zum positiven wenden!!! ;-)
    Du brauchst den anderen leuten nichts beweisen, dass sie gesagt haben, das du nicht alleine entscheiden darfst, indem du DAS versuchst, bitte!!!
  • Antworten » | Direktlink »
#36 queeryAnonym
  • 14.08.2005, 21:04h
  • @norbert kühn:

    also, ich glaub mal das sich da so mancher aus der sm-szene drüber freuen könnte. ganz davon abgesehen sind glücklicherweise nicht alle menschen so dumm wie du.

    @redaktion:

    könntet ihr bitte den komentar von diesem nazi "norbert kühn" löschen? das nervt!!

    @queery:

    Danke queery, wir haben es im Griff, Du brauchst uns nicht immer darauf hinzuweisen. Ansonsten gilt: Lass Dich nicht provozieren von den Kommentaren. Wir kontrollieren regelmäßig das Forum und löschen solche Kommentare sofort. DIe Redaktion
  • Antworten » | Direktlink »
#37 christianAnonym
  • 15.09.2006, 20:45h
  • Ich bin der Meinung das man heute in keinsterweise zu jung is um sich zu outen es ist ja bei jungs und mädels auch kein problem ich bin der meinung das man in den schulen wie auch in der öffentlich besser und verstärkter auf das thema homosexualität mehr eingehen soll .die akzeptanz wird zwar mehr in österreich das weis ich aus erfahrung aber sie nach wie vor zu wenig ist und das ist ein problem vorallem auf dem land .mehr aufklärung ist notwendig denn kein homosexueller hat es notwendig in welchem alter auch immer sich zu verstecken gleiches recht für alle das ist meine meinung
  • Antworten » | Direktlink »
#38 tux2006Anonym
  • 15.09.2006, 21:57h
  • Leider verlangt die aktuelle Gesetzgebung das Jugendliche unter 25, die Arbeitslos & Bezieher von ALG-II sind, bei Ihren Eltern leben müssen. Dies erschwert Coming-Out Prozesse ungemein. Es gibt so genannte "Ausnahmeregelungen", allerdings werden diese von Sachbearbeitern entschieden, die nicht wirklich Ahnung von der Thematik haben.
  • Antworten » | Direktlink »
#39 MarcelAnonym
  • 05.01.2007, 23:59h
  • Ja das mit den Lustgreisen habe ich auch schon erlebt ich sehe das aber nicht als Problem. Es gibt kaum Homosexuelle Kinder/Jugendliche die auf alte Säcke stehen die meisten suchen Gleichaltrige oder etwas ältere natührlich gibt es auch Jugendliche die auf Ältere stehen aber das beruht dann auch auf Gegenseitigkeit geht Ausenstehende also nix an!.
  • Antworten » | Direktlink »
#40 MarcelAnonym
  • 05.01.2007, 23:59h
  • Ja das mit den Lustgreisen habe ich auch schon erlebt ich sehe das aber nicht als Problem. Es gibt kaum Homosexuelle Kinder/Jugendliche die auf alte Säcke stehen die meisten suchen Gleichaltrige oder etwas ältere natührlich gibt es auch Jugendliche die auf Ältere stehen aber das beruht dann auch auf Gegenseitigkeit geht Ausenstehende also nix an!.
  • Antworten » | Direktlink »
#41 BennyAnonym
  • 14.01.2007, 17:34h
  • Hey

    Also meine Meinung ist, dass wenn Jungs und Mädels Sex haben wollen, dann tun sie das doch wann sie das wollen, egal ob mit 12 oder 18, da ist es doch vollkommen egal welche Alterschutzgrenze da nun vorherrscht.

    Ich persönlich wusste auch schon mit 13/14 dass ich schwul bin und hab da auch schon angefangen Erfahrungen zu sammeln, da war es mir auch egal welche Altersgrenze da nun vorherrscht...

    Liebe Grüße an alle
  • Antworten » | Direktlink »

» zurück zum Artikel