Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://www.queer.de/detail.php?article_id=3104
Home > Kommentare

Einzelkommentar zu:
Zu jung fürs Coming-out?


#10 ZockwockAnonym
  • 12.07.2005, 21:17h
  • Klar wollen (hoffentlich zumindest die meisten) Eltern für Ihre Kinder nur das Beste. Und was das Beste ist, schätzen sie natürlich in erster Linie anhand ihrer eigenen Erlebniswelt ab. Manche Eltern sind da sehr offen und tolerant, viele aber leider nicht.
    Wenn ein junger Mensch für sich klar hat, daß er schwul oder lesbisch ist, braucht er auf jeden Fall Rückhalt und Unterstützung. Und ich denke, je eher ein Mensch weiß, was mit ihm los ist, umso gelöster und ausgeglichener kann er mit seinem Leben umgehen. Davon abgesehen: Wir leben immer noch im Zeitalter von tödlichen sexuell übertragbaren Krankheiten. Je eher ein Mensch über sich bescheid weiß, desto eher kann man auch mit gezielter Aufklärungsarbeit Prävention betreiben.

    Auf der anderen Seite finde ich es grundsätzlich scheiße, wenn ein Mensch (und gerade in der Pubertät sucht man nach Orientierungshilfen und Vorbildern) zur PERSÖNLICHKEITSFORMUNG in ein Verhaltensmuster gequetscht wird. Wenn sich ein Jugendlicher also in der Pubertät für das eigene Geschlecht interessiert, sollte man ihn meiner Meinung nach nicht darauf festnageln. Aber man sollte ihm zeigen: Wenn Du schwul oder lesbisch bist ist das genau so normal und gut, als wenn Du hetero bist. Und wenn den Jugendlichen eine Anlaufstelle im privaten Umfeld (Freunde, Familie) fehlt, sollten Istitutionen (AIDS-Hilfe, Jugendamt, Sozialamt, was-weiß-denn-ich...) zur Stelle sein.

    Aber generell finde ich, um auf die Überschrift dieses Threads zurückzukommen, daß es für ein Coming-Out kein "zu jung" gibt. Im Gegenteil. Ich habe in meinem Freundeskreis den Fall des vermeintlichen "zu alt" fürs Coming-Out. Und das ist etwas, was es nun wirklich zu vermeiden gilt.
  • Antworten » | Direktlink »

» zurück zum Artikel