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Kommentare zu:
Zu jung fürs Coming-out?


#11 madridEUAnonym
  • 12.07.2005, 21:32h
  • @zockwock. Ich hab´ einen 72jährigen schwulen Bekannten, der mir kürzlich sagte, dass er "zu alt fürs Outen" sei, denn sein Umfeld würde das trotz völliger Schwulen-Gleichstellung in Spanien nicht mehr tolerieren. Fazit: Auch wenn man gesetzlich abgesichert ist, so muss auch die Hürde der gesellschaftlichen Akzeptanz genommen werden, was wohl immer noch schwieriger ist, sei es bei den ganz Jungen oder den ganz Alten. In der Mitte geht´s vielleicht besser ?
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#12 MarkusJLVAnonym
  • 12.07.2005, 21:45h
  • wollte mal beitragen dass ich einen Riesenrespekt vor den jungs habe von denen im artikel die rede ist. je eher desto besser schliesslich machen unsere heterosexuellen freunde ihre ersten sexuellen erfahrungen auch mit 14 oder 15. ich hatte mein coming out mit 21 und das waren somit 6 jahre verpasst weil ich vielleicht nicht so mutig war. aber es war auch damals noch nicht so viel die rede davon wie heute. von daher denke ich zumindest die richtung stimmt schon.
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#13 JanAnonym
  • 12.07.2005, 23:00h
  • Es geht doch gerade darum zu zeigen das Homosexuelle etwas vollkommen normales sind und genau so Menschen mit einem Recht auf Liebe und Zuneigung sind wie andere auch.
    In der Regel interesiert es die Heten auch nicht was ihre Nachbarn im Bett so treiben bei Schwulen wird es interesanter mich und meinen Freund hat man auch schon gefragt wer denn Mann oder Frau in der Beziehung sei oder ob wir auf Leder stehen würden. Einen pupärtierenden hetro Teenie fragt garantiert keiner über sexuelle Vorlieben aus. Ich finde es mutig wenn sich die Teenies heute mit 13 oder 14 outen.
    Das geht auf Dauer aber nur wenn das Schwulsein was gesellschaftlich normales ist und kein exotische Erscheinung da nutzen keine ADG oder sonstige Geschichten. Das einzige was hilft ist zeigen das man kein sexgeiler Exot ist der nur von Nummer zu Nummer denkt sonden eigentlich "hetrosexuell ist nur das man halt mit Männen schläft" Mann kann nicht verlangen das man in die Gesellschaft integriert wird wenn man nicht bereit ist sich den Regeln anzupassen. Vielleicht besteht daduch doch noch die Hoffnung das das meistgebrauchte Schmipfwort auf deutschen Schulhöfen "Du schwule Sau" irgendwann so überholt ist wie der § 175.
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#14 queeryAnonym
  • 13.07.2005, 13:34h
  • @egal:

    also, es macht schon noch nen unterschied, ob ich ne 14jährige schwängere, oder nen 14jährigen knaben ficke...

    denn es gilt immernoch in der BRD : schwuler sex erst ab 16, heterosex ab 14 legal!
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#15 OlafAnonym
  • 13.07.2005, 14:19h
  • @queery

    Das Schutzalter ist in Deutschland für Homos und Heteros gleich. Laut Paragraph 176 StGB liegt es bei 14 Jahren, in besonderen Fällen gilt gemäß Paragraph 182 StGB ein Schutzalter von 16 Jahren (für Heteros und Homos).

    Bevor du den Stand von 1994 postest, informier dich das nächste Mal bitte.
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#16 egalAnonym
  • 13.07.2005, 14:20h
  • @queery
    Bitte belege Deine Behauptung! Wie sieht das denn bei lesbischen Sex aus, dazu hast Du gar nichts geschrieben. M.W. ist Sex, egal welcher Art, mit jemandem zwischen 14-16 nur strafbar, wenn man selber über 18 ist. Zwei 15jährige dürfen hingegen miteinander straffrei schlafen, so es in beidseitigem Einverständnis passiert.
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#17 queeryAnonym
  • 13.07.2005, 20:33h
  • hier nochmal genauer, okay....

    Bundesrepublik Deutschland
    Paragraph 182 des Strafgesetzbuches verbietet sexuelle Handlungen von Erwachsenen ab 21 Jahren mit Jugendlichen unter 16 Jahren, wenn der Erwachsene dabei eine "fehlende Fähigkeit des Opfers zur sexuellen Selbstbestimmung ausnutzt". Außerdem sind sexuelle Handlungen eines Erwachsenen (ab 18 Jahren) mit einem Jugendlichen unter 16 Jahren verboten, wenn der Jugendliche durch Ausnutzung einer Zwangslage oder gegen Geld dazu gebracht wurde.

    Rechtsgut der Vorschrift ist die sexuelle Selbstbestimmung Jugendlicher.

    Die "fehlende Fähigkeit zur sexuellen Selbstbestimmung" kann nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofes nicht allein aus dem Alter des Jugendlichen abgeleitet werden, sondern muss im Einzelfall festgestellt werden (BGH, 1 StR 481/95, Beschluss vom 23.01.1996, BGHSt 42, 27)

    § 182 Strafgesetzbuch neuer Fassung betrifft sowohl auf Täter- als auch auf Opferseite beide Geschlechter gleichermaßen und ersetzte 1994 die alten §§ 182 und 175. § 182 alter Fassung ("Verführung") betraf ausschließlich den Geschlechtsverkehr zwischen erwachsenem Mann und einem "Mädchen" unter 16 Jahren. § 175 ("Homosexuelle Handlung") betraf zunächst homosexuellen Verkehr allgemein, später nur den Verkehr zwischen erwachsenem Mann und männlichem Jugendlichen.

    Wenn das Opfer unter 14 Jahre alt und damit im Rechtssinn Kind ist, greift vorrangig § 176 des Strafgesetzbuches ein.

    Im Folgenden der Wortlaut der Norm:

    § 182 Sexueller Missbrauch von Jugendlichen
    (1) Eine Person über achtzehn Jahre, die eine Person unter sechzehn Jahren dadurch missbraucht, dass sie
    unter Ausnutzung einer Zwangslage oder gegen Entgelt sexuelle Handlungen an ihr vornimmt oder an sich von ihr vornehmen lässt oder
    diese unter Ausnutzung einer Zwangslage dazu bestimmt, sexuelle Handlungen an einem Dritten vorzunehmen oder von einem Dritten an sich vornehmen zu lassen,
    wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.
    (2) Eine Person über einundzwanzig Jahre, die eine Person unter sechzehn Jahren dadurch missbraucht, dass sie
    sexuelle Handlungen an ihr vornimmt oder an sich von ihr vornehmen lässt oder
    diese dazu bestimmt, sexuelle Handlungen an einem Dritten vorzunehmen oder von einem Dritten an sich vornehmen zu lassen,
    und dabei die fehlende Fähigkeit des Opfers zur sexuellen Selbstbestimmung ausnutzt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.
    (3) In den Fällen des Absatzes 2 wird die Tat nur auf Antrag verfolgt, es sei denn, dass die Strafverfolgungsbehörde wegen des besonderen öffentlichen Interesses an der Strafverfolgung ein Einschreiten von Amts wegen für geboten hält.
    (4) In den Fällen der Absätze 1 und 2 kann das Gericht von Strafe nach diesen Vorschriften absehen, wenn bei Berücksichtigung des Verhaltens der Person, gegen die sich die Tat richtet, das Unrecht der Tat gering ist.
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#18 queeryAnonym
  • 13.07.2005, 20:40h
  • und nun möchte ich nochetwas klarstellen! in der DDR wurde der paragraph 175 StGB bereits 1988 ERSATZLOS gestrichen und ein allgemeines jugendschutzalter von 16 jahren für sowol homosexuelle als auch heterosexuelle kontakte eingeführt. diese Änderung wurde erst 1994 aufgrund der Tatsache, das dies im Einigungsvertrag stand, in der BRD umgesetzt. allerdings mit der kleinen aber feinen änderung(dank kohl & co), das homosexuelle kontakte zwischen erwachsenen & jugendlichen unter 16, aber über 14 jahren weiterhin strafrechtlich verfolgbar waren. heterosexuelle kontakte von erwaxhsenen zu unter 16, aber über 14 jährigen waren NICHT stafrechtlich verfolgbar, es sei denn, es wäre ein abhängigkeitsverhältniss gewesen.

    alles klar??

    ungerecht behandelt werden sind wir ja nun von diesem staate gewohnt......
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#19 queeryAnonym
  • 13.07.2005, 20:46h
  • nun nochmal zu mir selber: also, mit 13 wusste ich es von mir selbst, hatte mit 14 mein "erstes(richtiges)mal" und habe mich mit 16 meinen eltern gegenüber geoutet..

    wenn eltern so wie in dem artikel von jan reagieren, dann kann ich nur sagen, das diese eltern dies vielleicht bei leuten aus ihrem umfeld tolerieren, aber bei den eigenen kindern nicht. das kann etwas mit der these zu tun haben, das eltern auch gewisse ansprüche an ihre söhne stellen. nagut, wenn der 17jährige ein einzelkind ist, was ja aus dem kommentar nicht hervorgeht, ist das schon ein problem für die eltern..

    ich hab ne schwester und die hatte sich bereits viel eher um die enkelkinder gekümmert.

    würde aber sehr gerne nen kind adoptieren, oder bei uns aufnehmen....
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#20 timmiAnonym
  • 14.07.2005, 08:48h
  • @jan:

    also, ich kläre das problem inzwischen(19J alt) auf diese etwas radigale ard: wenn mich einer fragt, ob ichs den wenigstens mal mit nem mädchen probiert hatte, kommt meine gegenfrage: "hast du schonmal sex mit nem mann gehabt?"

    womit sich die dumme rumfragerei erübrigt hätte.

    allerdings können heten nur heterosexuell denken. da gibt es nunmal klar definierte rollen. also, ist die frage, wer die frau ist, garnicht so untypisch.

    @queery:

    ich will zwar jura studieren, allerdings ist mir bis jetzt schon klar, das der 175er in der bundesrepublik nicht wie in der ddr ersatzlos gestrichen wurde, sondern durch andere, -"harmlosere"- , paragrafen ersetzt wurde.
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