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Ups!

Vater von Scott Purdy: Mein Sohn stand schon immer auf Männer

Die Geschichte sorgte weltweit für Schlagzeilen: Schmerzmittel hätten ihn schwul gemacht, so die Behauptung eines 23-jährigen Engländers. Stimmt nicht, behauptet jetzt sein Papa.


Scott Purdy erzählte seine Geschichte im britischen Frühstücksfernsehen (Bild: Screenshot ITV)

Der Vater von Scott Purdy hat in der Onlineausgabe der Boulevardzeitung "Daily Mail" der Behauptung seines Sohnes widersprochen, durch Einnahme von Schmerzmitteln schwul geworden zu sein. Der 23-Jährige aus dem Norden Englands hatte vor wenigen Tagen in einem Zeitungsinterview gesagt, dass er sich durch das Medikament Lyrica vom überzeugten Heterosexuellen in einen Schwulen verwandelt habe (queer.de berichtete).

Die unglaubliche Geschichte sorgte weltweit für Aufsehen und führte dazu, dass Pfizer als Herstellerfirma des Schmerzmittels in die Defensive gedrängt wurde – und erklären ließ, dass eine Veränderung der sexuellen Orientierung in klinischen Tests bislang nie beobachtet werden konnte.

"Ich kenne meinen Sohn. Wir dachten einfach immer, dass er bisexuell ist", sagte der 57-jährige Nigel Purdy gegenüber der "Daily Mail". Jetzt stelle sich wohl heraus, dass sein Sohn nicht bi sondern schwul sei. Schon seit seiner Kindheit habe Scott "Verhaltensweisen" an den Tag gelegt, die den Vater an dessen Heterosexualität zweifeln ließen. "Eltern kennen doch ihr Kind. Ich weiß nicht, warum er mit seinem Coming-out so lange gewartet hat. Sein ganzes Leben war eine Lüge." Das Verhalten des Jungen habe sich seit der Einnahme der Medikamente nicht verändert. Scotts Stiefmutter Gail behauptete ferner, dass ihr Stiefsohn bereits im Alter von 17 Jahren sexuelle Kontakte mit mindestens einem Mann gehabt habe.

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Seine Medikamentenstory machte Purdy zum Fernsehstar

Nun wird in sozialen Netzwerken darüber spekuliert, ob der arbeitslose Scott Purdy lediglich mit seiner Behauptung in das Licht der Öffentlichkeit kommen wollte. Erst am Mittwochmorgen trat er mit seiner Geschichte im Frühstücksfernsehen des Privatsenders ITV auf. In dem Interview behauptete er, dass er "zuvor nie Interesse für Männer" gehabt habe. Er habe stattdessen "eine ganze Menge Freundinnen" gehabt – nur als 16- oder 17-Jähriger habe er mal einen Freund geküsst, aber gemerkt, dass ihm das nicht zugesagt habe. (dk)

Direktlink | Scott Purdys Auftritt in der ITV-Frühstückssendung "This Morning"



#1 herve64Ehemaliges Profil
#2 GastAnonym
#3 Homonklin44Profil
  • 21.04.2018, 10:02hTauroa Point
  • War eh klar.

    Wohl war das seine etwas verunglückte Reise dazu hin, sich das Schwulsein einzugestehen.
    Ich weiß zwar nicht, an was für Verhaltensweisen es erkennbar sein soll, ob sich Jemand Bi oder schwul entwickelt, aber wenn das der Vater schon mitgekriegt hat, muss es relativ deutlich gewesen sein.

    Vielleicht wollte er auch mal im Mittelpunkt stehen und hatte die kuriose Idee.
    Wenn das einige Nachmacher findet, wurde vielleichtbald Jemand Hetero durch Entführung von Aliens oder durch wochenlange Hinbetung.
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#4 Ith_Anonym
  • 21.04.2018, 10:42h
  • Meine Theorie war ja bislang, dass das Bisexualität mit Unterdrückung der Homo-Komponente ist, bei der die Medikamente vielleicht einfach die Psyche und das Selbstbewusstsein soweit stabilisiert haben, dass das Ausleben möglich wurde.

    Lustig aber auch, wie ein Vater oder das Umfeld offenbar ziemlich gut mitbekommen, und das schon sehr lange, dass der Sohn sich in die Tasche lügt. Ich vermute selbst wenigstens einen Fall von Bisexualität in meiner Familie, der sich als hetero verkauft, und in meinem Bekanntenkreis hatten wir auch mal so einen Fall von jemandem, bei dem kollektiv der Kopf geschüttelt wurde, wenn er mal wieder die nächste neue Freundin präsentiert hat, und man sich gemeinschaftlich fragte, wann ihm wohl auffallen würde, dass er auf Frauen nicht steht.
    Irgendwann ist dann ein wirklich hübscher Sunnyboy aufgetaucht, der wohl schon out war, da war's um ihn dann geschehen und man war allgemein erleichtert *g
    Möglicherweise war er überrascht darüber, wie okay das gewesen ist.

    Keine Ahnung, ob man sich da selbst was vormacht, und/oder einfach nur glaubt, dem Umfeld was vormachen zu müssen, selbst wenn dem nicht so ist. Aber ich stimme dem Vater zu: Wenn man jemanden kennt, merkt man sowas.
    Traurig macht mich dabei der Gedanke, dass man vor dem Umfeld vielleicht manchmal mehr Angst hat als man das müsste. Menschen, die einen wirklich mögen, hören doch wegen ein bisschen Queerness nicht damit auf.
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#5 saltgay_nlProfil
  • 21.04.2018, 17:05hZutphen
  • Da gehen selbst die Leute mit solchen Geschichten hausieren, nur um einmal Aufmerksamkeit und Geld abzugreifen. Eigentlich nichts anderes als die Steigerung der beliebten Formate wie: Frauentausch, Britt um halb eins, die Super-Nanny, etc.

    Kein Wunder, dass die AfD fordert, dass Hartz IV - Empfänger erst einmal ihre Organe verkaufen sollen, bevor sie die Leistungen nach SGB II in Anspruch nehmen.

    Dieses neoliberale System macht vor nichts mehr halt. Der Mann ist vielleicht nicht der hellste, aber auch er besitzt eine Menschenwürde. Wenn sich eine Nina Hagen in ihrem pathologischem Selbstdarstellungszwang in einer Talkshow zum Affen macht und ihre Halluzinationen schildert, ist das auch aus Patientensicht nicht in Ordnung, aber sie hat es andererseits zu ihrer Lebensrolle selbst gemacht.

    Ob der Mr. Scott Purdy nun schwul, oder tralala ist, spielt keine Rolle. Es geht um das Prinzip und der totalen Vermarktung des Menschen. Humankapital also.
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#6 Sabelmann