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"Ich bin queer. Nicht bi, nicht hetero"

Kehlani outet sich als queer

Nach einem wilden Bühnenkuss mit Demi Lovato spricht die R&B-Sängerin auf Twitter erstmals über ihre sexuelle Orientierung – und zeigt, wie kompliziert es für sie ist, die richtigen Worte zu finden.


Kehlani hat sich via Twitter geoutet, allerdings auch einige Fans mit ihrer Wortwahl irritiert (Bild: Tore Sætre / wikipedia)

Die amerikanische Nachwuchssängerin Kehlani hat sich am Samstag in einem inzwischen gelöschten Tweet als queer geoutet. "Ich bin queer. Nicht bi, nicht hetero. Ich finde Frauen und Männer attraktiv, ich finde queere Männer WIRKLICH attraktiv, ebenso wie nicht-binäre Menschen, Intersexuelle und Transmenschen." Die 22-Jährige schrieb außerdem in einem weiteren Twitter-Eintrag: "Am wenigsten ziehen mich heterosexuelle Männer an. Ihr seid aber manchmal auch niedlich. Bisexuelle Männer sind wirklich Gottesgeschenke."

Nach Kritik an ihren Aussagen, dass sie sich mit ihren "Labels" verrannt habe, entschuldigte sich die aus Kalifornien stammende Künstlerin in weiteren Tweets. Kehlani erklärte in einem (teilweise ebenfalls gelöschten) Twitter-Sturm, dass sie sich immer "gay" gefühlt habe. Am Sonntagabend schrieb sie etwa: "Ich habe meinen 'Queer'-Tweet zurückgezogen, weil man mich in der Art, wie ich das Geschlechtsspektrum aufgelistet habe, korrigiert hat. Ich bin sehr, sehr einfühlsam, wenn es darum geht, niemanden zu beleidigen, wenn ich nur versuche, meine Anerkennung zum Ausdruck zu bringen." Sie wolle nur aufzeigen, dass sie Menschen jeglichen Geschlechts liebe.

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Kehlani: "Das Problem war, dass ich trans- und intersexuelle Menschen herausgegriffen habe"

In einem weiteren Twitter-Eintrag erklärte sie am Montag: "Das Problem war nicht, dass ich mich als queer identifiziert habe. Das Problem war, dass ich trans- und intersexuelle Menschen herausgegriffen habe, was manche als transphob oder ignorant empfunden haben." Das sei nicht ihre Intention gewesen. "Dafür entschuldige ich mich", so die 22-Jährige.

Kehlani sorgte letzte Woche vor Aufsehen, als sie bei einem Konzert in New Jersey mit Popsängerin Demi Levato auf der Bühne Zärtlichkeiten austauschte und die beiden Künstlerinnen sich küssten.

Kehlani begann ihre Karriere vor knapp zehn Jahren als Lead-Sängerin der Pop-Gruppe PopLyFe, die durch einen Auftritt in der US-Version von "Das Supertalent" bekannt wurde. Seit einigen Jahren ist sie als Solosängerin unterwegs. Ihr letzter Song "Good Life", den sie gemeinsam mit Rapper G-Eazy aufgenommen hatte, war auf dem Soundtrack des Actionfilmes "Fast & Furious 8" vertreten und schaffte es weltweit in die Singlecharts – in Deutschland bis auf Platz 15. Ihr im Januar 2017 veröffentlichtes erstes Studioalbum bei einem Major-Label (SweetSexySavage) erreichte in den USA Rang drei der Albumcharts. (dk)



#1 NürnbergAnonym
  • 24.04.2018, 14:46h
  • Bei vielen Schwulen ist es besonders wichtig was für eine Sexualität man hat.

    Ich sehe das wie die meisten Wissenschaftler als Spektrum man ist quasi fast immer eine Mischung und nie 100% hetero, 100% gay, 100% lesbisch.
    Wie man sich am Ende selbst einordnet ist eine andere und persönliche Sache. Aber ich lass mich nicht in eine Schublade stecken.
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#2 NürnbergAnonym
  • 24.04.2018, 14:50h
  • Edit:
    Anderseits brauchen die meisten Menschen eine klare Zuordnung. Damit man immer noch sein triviales Weltbild aufrecht erhalten kann und das macht es natürlich auch leichter.

    Das ist auch völlig ok solang man niemanden damit etwas aufzwingt.
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#3 von_hinten_genommenAnonym
#4 von_hinten_genommenAnonym
#5 andreAnonym
#6 Schwul ist geilAnonym
  • 24.04.2018, 22:22h
  • Antwort auf #1 von Nürnberg
  • Diese Gesellschaft lässt ja auch wirklich keine Gelegenheit aus, allen Menschen von kleinauf das Schwul- oder Lesbischsein aufzuzwingen.

    In welcher Parallelwelt leben Sie?

    Behalten Sie Ihre Ausradierungsmasche ("Niemand ist...gay") für Ihre eigenen vier Wände!

    Und zwingen Sie uns nicht Ihre Identifikation mit dem heteronormativen Aggressor auf!
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#7 Dont_talk_aboutProfil
  • 25.04.2018, 00:11hFrankfurt
  • Jeder soll nach seiner Fasson glücklich werden. Aber die Ausführungen ergeben keinen Sinn !

    Ich kann nicht auf schwule Männer statt auf heterosexuelle Männer stehen, da man Männern ihre sexuellen Orientierung nicht ansieht.

    Wenn ich einen Mann nicht attraktiv finde, dann finde ich ihn auch nicht attraktiv, wenn ich erfahre, dass er schwul ist und umgekehrt.

    Das wäre ja eine "sexuelle Orientierung zweiten Grades". Ich finde Männer attraktiv, die Männer attraktiv finden. Beispiel für "dritten Grades" wäre dann, wenn ich Frauen attraktiv finde, die Frauen attraktiv finden, die Männer attraktiv finden.

    Nach diesem Schema lassen sich abzählbar viele sexuelle Orientierungen herleiten, die dann alle von der Politik berücksichtigt werden müssen. Irgendwann macht das alles keinen Sinn mehr
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#8 Ith_Anonym
  • 25.04.2018, 08:32h
  • Shitstorm für die Nennung von Transpersonen und Intersexuellen?

    Na, ich kenn wahrscheinlich Leute, die sich auf die Füße getreten fühlen würden, aber ich für meinen Teil finde's positiv, wenn jemand sowas signalisiert.. solange's nicht gerade in einen Fetisch ausartet.
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#9 Da OutaAnonym