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Personalentscheidung

Kuratorium der Hirschfeld-Stiftung: FDP nominiert Jens Brandenburg

Der 31-jährige FDP-Sprecher für LGBTI-Politik vertritt seine Fraktion künftig in der Bundesstiftung, die gesellschaftliche Diskriminierung von sexuellen und geschlechtlichen Minderheiten bekämpfen soll.


Der Abgeordnete Jens Brandenburg wird künftig die FDP bei der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld vertreten (Bild: Deutscher Bundestag / Julia Nowak)

Der FDP-Bundestagsabgeordnete Jens Brandenburg ist von seiner Fraktion als Mitglied des Kuratoriums der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld nominiert worden. Das gab der schwule Wirtschaftswissenschaftler, der über die FDP-Landesliste Baden-Württemberg nach Berlin gekommen war, am Mittwoch bekannt. Brandenburg war nach dem Wiedereinzug der Liberalen in den Bundestag bereits zum FDP-"Sprecher für LSBTI" gewählt worden (queer.de berichtete).

Anlässlich seiner Nominierung erklärte der 31-Jährige: "Der erfolgreiche Einsatz der Magnus-Hirschfeld-Stiftung für Aufklärung und gegen Diskriminierung ist für uns Freie Demokraten schon seit ihrer Gründung von besonderem Wert. Umso mehr freue ich mich, diese Arbeit im Kuratorium mitgestalten zu können." Ein besonderes Augenmerk werde er darauf legen, dass die Aktivitäten der Bundesstiftung die gesamte Vielfalt der LGBTI-Community widerspiegle, so Brandenburg.

Das Kuratorium fasst als ehrenamtliches Gremium die wichtigsten Beschlüsse zur Arbeit der Stiftung, etwa zur Vergabe von Forschungsaufträgen und Förderungen und zur Ernennung des Vorstands. Ihm gehören Vertreter mehrerer LGBTI-Verbände sowie für die jeweilige Legislaturperiode Vertreter mehrerer Ministerien und aller Fraktionen des Bundestags an. Vorsitzende des Kuratoriums ist seit vergangener Woche Bundesjustizministerin Katarina Barley (SPD).

Twitter / katarinabarley

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Irritationen über homophobe AfD-Politikerin im Kuratorium

Im Januar hatte die Nominierung der offen homophoben Bundestagsabgeordneten Nicole Höchst durch ihre AfD-Fraktion für Irritationen gesorgt (queer.de berichtete). Höchst hatte immer wieder gegen LGBTI-Rechte polemisiert und Homosexuelle in die Nähe des Kindesmissbrauchs gerückt. In den letzten Tagen stand Höchst außerdem in der Kritik von Sozialverbänden, weil sie in einer Kleinen Anfrage an die Bundesregierung gemeinsam mit Parteifreunden eine Verbindung zwischen Behinderung, Inzest und Einwanderung hergestellt hatte (Anfrage und Antwort als PDF-Datei). Auch die Deutsche Aids-Hilfe kritisierte diese Anfrage als "Rassismus".

Twitter / Dt_AIDS_Hilfe

Die Bundesstiftung mit Sitz in Berlin war 2011 nach jahrelangem politischen Streit von der damaligen schwarz-gelben Bundesregierung eingerichtet worden (queer.de berichtete). Sie soll unter anderem an ihren 1935 im Exil verstorbenen Namensgeber erinnern, der als Mitbegründer der ersten Homosexuellenbewegung gilt.

Dieses Jahr organisiert die Bundesstiftung einen Festakt zum 150. Geburtstag von Magnus Hirschfeld am 14. Mai. Bis zum 100. Gründungstag des von Hirschfeld mitinitiierten Instituts für Sexualwissenschaft im Sommer 2019 wird die Stiftung das Jubiläumsjahr mit zahlreichen Veranstaltungen würdigen. (pm/dk)



#1 Homonklin44Profil
  • 26.04.2018, 10:14hTauroa Point
  • ""In den letzten Tagen stand Höchst außerdem in der Kritik von Sozialverbänden, weil sie in einer Kleinen Anfrage an die Bundesregierung gemeinsam mit Parteifreunden eine Verbindung zwischen Behinderung, Inzest und Einwanderung hergestellt hatte""

    Mein Internet-Stick geht gerade langsam, das Pdf muss ich mir nächsten Mona
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#2 Petrus48Anonym
#3 TheDadProfil
  • 26.04.2018, 22:42hHannover
  • Antwort auf #2 von Petrus48
  • ""Sehr lobenswert wie sich die FDP bei LSBTI-Themen seit vielen Jahrzehnten verhält.""..

    Jeder Bundestags-Fraktion steht es zu Mitglieder in den Stiftungs-Rat von Bundes-Stiftungen zu entsenden..
    Dort erhalten sie dann zusätzlich zu ihren Abgeordneten-Diäten weitere Apanagen..

    Mit dem angeblich so freundlichem Verhalten der FDP gegenüber LGBTTIQ*-Rechten hat das also wenig zu tun..

    Auch die "AFD" sitzt dort im Stiftungs-Rat..
    Dazu gab es hier sogar einen Artikel..
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#4 Ralph
  • 28.04.2018, 14:22h
  • Antwort auf #2 von Petrus48
  • Die FDP hat 1980 Helmut Schmidt und 1983 Helmut Kohl die Beibehaltung des Rest-Paragraphen 175 zugestanden. Die FDP hat 2000 die Lebenspartnerschaft abgelehnt. Das waren aus meiner Sicht die herausragenden Taten dieser Partei zum Thema schwule und lesbische Gleichberechtigung. Ich bin vielleicht blöd - aber mir kommt das eher homofeindlich als homofreundlich vor.
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#5 TheDadProfil
  • 29.04.2018, 14:03hHannover
  • Antwort auf #4 von Ralph
  • ""Die FDP hat 1980 Helmut Schmidt und 1983 Helmut Kohl die Beibehaltung des Rest-Paragraphen 175 zugestanden.""..

    Das war sogar noch dramatischer, denn die FDP hat schon 1969 bei der 1.Koalition mit der SPD diese dazu gezwungen, die bereits erfolgte Bewegung zur kompletten Abschaffung durch die vorhergehende GroKo unter Kanzler Kiesinger wieder zu beenden, denn der vormalige Justizminister und spätere Bundespräsident Heinemann wollte den Paragraphen vollständig abschaffen, weil er unter der Ägide des GG die Notwendigkeit nicht sah, für Männer Straftatbestände aufrecht zu erhalten, die für Frauen nicht galten..

    Die FDP bestand unter dem immer noch bestehendem Eindruck ihres ehemaligen Justizministers, und nachfolgendem Ehren-Vorsitzendem Thomas Dehler auf dessen Forderungen diese "Volks-Schädlinge" auch weiterhin mit dem Strafgesetz zu verfolgen..

    Das ist dann nicht nur NICHT "homofreundlich" sondern vorsätzliche Verfolgungs-Politik die die FDP betrieben hat..

    Vor dem Hintergrund das dieser "Paulus48" hier immer mal wieder das Märchen von der "beteiligung der fdp an der ehe-öffnung" daher-schwadroniert, muß man hier auch einmal deutlich formulieren :
    Es ist sehr zweifelhaft das eine FDP-Fraktion im Bundestag bei der Abstimmung über die Ehe-Öffnung ein anderes Ergebnis als die UNION abgeliefert hätte..

    Ganz im Gegenteil..
    Man kann sogar davon ausgehen das die FDP diese Abstimmung mit allen Geschäftsordnungstricks zusammen mit der UNION verhindert hätte, und dann wenn sie wie geschehen, unumgänglich geworden wäre, zusammen mit der UNION die Ehe-Öffnung zu verhindern versucht hätte..
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