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"Die Ehe für alle macht es möglich"

Schlagerstar Fredi Malinowski heiratet seinen Freund

Ende September wird der Fantasy-Sänger seinem Liebsten in einem pittoresken Wasserschloss in Nordrhein-Westfalen das Ja-Wort geben – und möchte auch seine Fans zur Feier einladen.


Die Band Fantasy, bestehend aus Fredi Malinowski (li.) und Martin Hein, feierte letztes Jahr ihr 20-jähriges Bühnenjubiläum (Bild: Sony Music Entertainment Germany GmbH)

Schlagersänger Fredi Malinowski, der seit zwei Jahrzehnten mit Martin Hein das Schlagerduo Fantasy bildet, wird am 27. September seine "große Liebe" Dean heiraten. Das gab der 47-Jährige, der auch unter dem Künstlernamen Freddy März bekannt ist, in einem am Freitag veröffentlichten Interview mit der "Sächsischen Zeitung" bekannt. Trauzeuge wird sein Fantasy-Gesangspartner werden, so Malinowski.

"Die Ehe für alle macht es möglich", erklärte der in Essen lebende gebürtige Kroate. "Seit 2012 leben Dean, der ebenfalls Kroate ist, und ich in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft. Aber am 27. September wird ganz offiziell geheiratet. Stattfinden wir die Hochzeit auf Schloss Wittringen in Gladbeck, Nordrhein-Westfalen. Mit vielen Freunden und Fans." Er wolle auch "vielen Fans die Möglichkeit geben, dabei zu sein. Als Dankeschön für deren Treue zu uns." Wie genau die Auswahl der Gäste erfolgen werde, sei noch in Planung. "Das braucht seine Zeit. Schließlich soll alles perfekt und wunderschön werden", so Malinowski.

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Malinowski hatte 2017 sein Coming-out


Im Wasserschloss Wittringen will Fredi seinen Dean ehelichen (Bild: Christiane Jodl / flickr)

Der Schlagersänger hatte sich erst im September letzten Jahres als schwul geoutet (queer.de berichtete). In einem Buch erzählte er, wie er sich 2006 nach 15 Jahren Ehe von seiner Frau Silke getrennt hatte – die beiden hatten drei gemeinsame Kinder, die inzwischen erwachsen sind. Ein Jahr nach der Trennung von seiner Frau habe er dann erstmals sexuelle Erfahrungen mit einem Mann gesammelt. 2008 habe er dann seinen jetzigen Partner Dean kennengelernt – und dann habe es gefunkt.

Jetzt berichtete Malinowski im Interview, dass die Fans auf sein Coming-out "überraschend gut" reagiert hätten. "Damit hatte ich gar nicht gerechnet. Ich habe gedacht, dass da eine Menge Anfeindung auf mich kommt. Doch im Gegenteil – sowohl die Männer als auch die Frauen kommen nach den Konzerten zu mir, zollen mir Respekt vor so viel Mut." Die Liebesbriefe und Heiratsanträge seien deshalb nicht weniger geworden. "Ich finde das total schön. Ich bin ja Frauen auch nicht abgeneigt, werde sie immer lieben", so der Sänger.

Fantasy gehört zu den erfolgreichsten deutschen Schlagerbands. Die Alben "Eine Nacht im Paradies" aus dem Jahr 2014 und "Freudensprünge" aus dem Jahr 2016 schafften es jeweils auf Rang eins der deutschen Charts. Die neueste CD "Bonnie und Clyde", die im April 2017 veröffentlicht wurde, erreichte immerhin Platz drei. Anfang März erschien dann die Kompilation "Das Beste von Fantasy – Das große Jubiläumsalbum mit allen Hits!", die es erneut auf die Spitzenposition der deutschen Charts schaffte. Auch in Österreich und der Schweiz ist das Duo in den vergangenen Jahren mehrfach in den Top-5 der Charts vertreten gewesen. Bislang konnte Fantasy mehr als zwei Millionen Tonträger verkaufen. (dk)

Direktlink | So stellt sich Fantasy die perfekte Party vor: Der Stimmungshit "Gespenster der Nacht"



#1 HanniballAnonym
  • 27.04.2018, 14:27h
  • Oh man nee , und ich habe heute meinen Wellensittich Hannelore geheiratet. Wen interessiert dieser Quatsch eigentlich noch wer wen heiratet liebe Queer?
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#2 maaaartinAnonym
#3 BlödsinnAnonym
#4 HanniballaballaAnonym
  • 27.04.2018, 17:28h
  • Antwort auf #1 von Hanniball
  • Und ich dachte bisher, dass nur AfDler und Christinnen Schwulsein mit Sodomie gleichsetzen und die bei Öffnung der Ehe vor der Heirat mit Tieren warnen.
    Aber vielleicht habe ich damit ja recht.
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#5 daVinci6667
  • 27.04.2018, 18:29h
  • Antwort auf #1 von Hanniball
  • Die arme Sittichdame kann ich da nur sagen! Mein Herzliches Beileid euch beiden!

    PS: Gerade Weibchen können sehr bissig werden und geben meist den Ton im Rudel an. Also heissts für Dich schon mal unterordnen!
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#6 Patroklos
#7 herve64Profil
#8 Homonklin44Profil
  • 28.04.2018, 08:32hTauroa Point
  • Antwort auf #1 von Hanniball
  • Okay. Hoffentlich habt ihr's nicht so mit AV. Sonst dürfte es ein kurzes Vergnügen werden -- Puff + Quietsch = Federball ;o) Nu, dann kannste sie wenigstens als fancy Federboa verwenden, wenn'de mal in Drag gehst.

    Ich weiß auch nicht, wer der Typ ist, und warum er bisexuell mit schwul verwechselt, aber eine nette Hochzeit kann er doch haben.

    Und schau mal in so ein Boulevardmagazin rein. Ständig wird über die Hochzeiten irgendwelcher B- bis Z-Prominenz berichtet. Ob die jetzt Weltmeister im Teppichverkauf an der Grenze wurden oder bloß berühmt sind, weil sie im Studio dem Kameramann hinterher putzen.
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#9 NajaAnonym
  • 28.04.2018, 11:33h
  • Warum outen sich solche Menschen ( die auch heutzutage noch mit einer Frau verheiratet sind und die sagen dass sie Frauen nicht abgeneigt sind, nicht einfach als bisexuell?
    Heute muss man sich wirklich nicht verstecken und eine Lüge leben ( es sei denn man hat keine Eier in der Hose).

    Er hatte angeblich mit über 40 das erste mal Sex mit einem Mann und danach merkt er das er schwul ist? Glaube ich nicht, das merkt man doch nicht erst wenn man Sex mit dem bevorzugten Geschlecht hat.
    Entweder er macht sich ( wie so viele andere) was vor und hat eine Lüge gelebt, denn wenn er wirklich schwul ist war die Ehe eine Lüge, oder aber er ist bisexuell.

    Zudem würde ein bisexuellen Outing das ganze einfacher machen, vor seiner Frau und auch vor der Öffentlichkeit würde man nicht im Nachhinein die gesamte Ehe anzweifeln, denn als Bisexueller kann er sie ja tatsächlich lange Zeit geliebt und begehrt haben...aber als Schwuler in ihr wohl kaum mehr als eine enge Freundin mit geschwisterlichen Gefühlen oder so gesehen haben.

    Ich hatte mit 15 eine Beziehung zu einem Mädchen, aber immer von Jungs geträumt und danach nur noch Beziehungen mit Jungs/ Männern...denn das man sich noch nicht mit 15 als schwul outet ist verständlich.
    Aber erst mit über 40 ist feige.
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#10 AndreasKAProfil
  • 28.04.2018, 12:51hKarlsruhe
  • Antwort auf #9 von Naja
  • Soso, es ist also feige, sich erst ab über 40 ein coming-out zu haben?

    Falsch!
    Manchmal ist das verdammt mutig!

    Es gibt Menschen, die gestehen sich erst sehr spät ein, schwul zu sein. Nicht, weil sie feige sind, sondern weil sie ihr Leben und womöglich ihre Frau und Kinder lieben ... und es nicht zusammen bekommen, dass ein Eheleben nicht mit der tatsächlichen sexuellen Begierde, die sie verdrängen und die sich erst nach und nach Bahn brechen, zusammen geht.

    Es gibt Lebenswege, die sich erst spät als falsch entpuppen.

    Es gibt Menschen, denen es sehr spät bewusst wird, welche sexuelle Identität sie wirklich haben und die homoerotische Fantasien nicht mehr als "Phase" oder bisexuelle Identität werten können, die als Ausweichausrede herhalten kann um ein Familienleben zu behalten.

    Es gibt Menschen, die dann Hilfe und Zuspruch brauchen, sich aus einem "perfekten" Bilderbuchleben zu lösen. Menschen, die Hilfe brauchen, wie sie mit einem coming-out ihre Ex-Frau und ihre Kinder so mitnehmen können, dass diese echten, wertvollen Bindungen nicht auf der Strecke bleiben.

    Es gibt Menschen, die dann nicht mehr im Schrank bleiben und trotz aller Verurteilungen von allen Seiten den Mut finden, zu ihrem neu gewonnenen Bewusstsein zu stehen und damit ein Leben auf ehrlichen Fundamenten aufbauen.

    Ich bin ein solcher Mensch.

    Ich bin nicht feige!
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