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Autohof Eifeltor
Köln: Schwule Freier mit Stangen angegriffen
Am Straßenstrich am Eifeltor attackierten Unbekannte drei Männer und verletzten sie schwer – ein Mann schwebt in Lebensgefahr.
- 29. April 2018, 09:50h 2 Min.
Drei unbekannte Täter haben in der Nacht zum Sonntag im Kölner Stadtteil Rondorf mit Stangen auf drei Männer im Alter von 30, 31 und 40 Jahren eingeschlagen. Die Angegriffenen erlitten erhebliche Verletzungen, der 31-Jährige schwebt in Lebensgefahr.
Laut Polizei hatten die drei späteren Opfer gegen ein Uhr morgens auf dem Straßenstrich am Autohof Eifeltor sexuelle Dienstleistungen mit zwei Männern im Alter von 50 und 53 Jahren vereinbart. Während der Ausübung der sexuellen Handlungen am Zollstocker Weg sei plötzlich eine Gruppe von drei dunkel gekleideten Männern auf die fünf Personen zugekommen. Ohne Vorwarnung hätten die Unbekannten mit Stangen auf die Köpfe der drei Freier eingeschlagen. Anschließend seien die Täter in Richtung Autohof geflüchtet.
Der 31-Jährige erlitt ein lebensgefährliches Schädel-Hirn-Trauma. Er befindet sich derzeit auf der Intensivstation im künstlichen Koma. Seine Begleiter erlitten ebenfalls Kopfverletzungen, sind aber nach Angaben der Staatsanwaltschaft gegenüber der Lokalzeitung "Express" vernehmungsfähig.
Die Polizei hat die Ermittlungen wegen eines versuchten Tötungsdelikts aufgenommen und eine Mordkommission eingesetzt. Die Hintergründe der Tat sind bislang unbekannt. An dem Straßenstrich kommt es immer wieder zu Gewalt und Bandenkriminalität.
Schätzungen zufolge gibt es in der Domstadt bis zu 1.000 Männer, die Sex gegen Geld anbieten – viele davon in Szenelokalen, auf der Straße, in Bordellen oder per Apps. Das Thema ist stark tabuisiert. Mit dem Projekt Looks gibt es in Köln eine spezielle Anlaufstelle für Jungs, die anschaffen gehen. Neben Beratung und Begleitung im Rahmen aufsuchender Sozialarbeit bietet der Verein auch eine Anlaufstelle mit Grundversorgung wie Duschen und Verpflegung. (nb/pm)
















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