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Todd Harrity

Erstes Coming-out eines schwulen Squash-Profis

Mit dem Amerikaner Todd Harrity outet sich erstmals ein männlicher Squash-Profi.


Todd Harrity nach dem Sieg bei der amerikanischen Squash-Meisterschaft im Jahr 2016 (Bild: Twitter / @USSQUASH)

Sein Coming-out soll ein "Quell der Inspiration" sein: Der 27-jährige amerikanische Squash-Profi Todd Harrity, derzeit Nummer 54 in der Weltrangliste der Männer, hat sich am Samstag via Twitter als schwul geoutet. "Ich bin schwul und bereit, mein Leben als offen schwuler Mann zu leben", so Harrity in einer ausführlichen Erklärung. Harrity ist der erste männliche Squash-Profi, der während seiner aktiven Laufbahn offen über seine Homosexualität spricht.



"Ich habe mich zum Coming-out entschlossen, weil ich überzeugt bin, dass ich nur zufrieden sein kann, wenn jeder darüber Bescheid weiß. Ich denke auch, dass es das beste für all diejenigen ist, die um mich herum sind, damit wir uns besser verstehen können." Harrity bedankte sich auch bei denjenigen, bei denen er sich bereits geoutet hatte, dass sie sein "Geheimnis" für sich behalten haben.

"An die Squash-Profiwelt: Wir sind eine sehr vielfältige Gruppe unterschiedlicher Nationalitäten, unterschiedlicher Volksgruppen und unterschiedlichen Glaubens", so der Sportler aus Pennsylvania, der seit 2013 als Profisportler aktiv ist. "Ich weiß nicht, wie das von allen aufgenommen wird. Ich habe mir seit einiger Zeit darüber Gedanken gemacht. Das Coming-out ist nötig für mich, um ich zu sein und um den Rest meiner Karriere – und auch darüber hinaus – genießen zu können."

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Harrity will ein Vorbild sein

Harrity erklärte auch, dass er zwar nicht weltbekannt sei, aber dennoch etwas mit seinem Coming-out bewegen wolle: "Wenn ich ein Quell der Inspiration für andere in einer ähnlichen Situation sein kann, freut mich das. Das war für mich nicht einfach. Ich habe eine lange Zeit gebraucht, um mich so zu akzeptieren, wie ich bin"

Die Spielervereinigung PSA World Tour hat Harrity bereits ihre Unterstützung ausgesprochen: "Die Squash-Welt ist vielfältig, unabhängig vom Glauben, Rasse oder sexueller Orientierung sollten wir einander willkommen heißen und einander akzeptieren."

Mehrere andere Spieler zollten Harrity für sein Coming-out Respekt. Der irische Profi Sean Conroy schrieb etwa auf Twitter an Harrity: "Wir alle bewundern deinen Mut und deine Ehrlichkeit."

Twitter / SConroy001

Im Squash-Profisport der Frauen hatte es bereits letztes Jahr ein Coming-out gegeben: Die Engländer Jenny Duncalf, die gegenwärtige Nummer 25 in der Welt, und die Australierin Rachael Grinham (Weltranglistenplatz: 26) erklärten im "Squash Magazine", dass sie ein Paar sind. (dk)

Twitter / USSQUASH | Jenny Duncalf und Rachael Grinham outeten sich bereits im vergangenen Jahr



#1 YannickAnonym
  • 30.04.2018, 18:48h
  • Toll, je mehr Leute sich outen, desto besser... Gerade auch wenn es Promis sind...
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#2 Patroklos
#3 thorium222Profil
  • 01.05.2018, 16:58hMr
  • Finde ich gut und wichtig, vor allem da in Sportarten wie Tennis nach wie angeblich 100% der männlichen Spieler heterosexuell sind, es gibt nicht mal Spieler, die sich nach dem Karriereende outen. Der letzte, von dem es offiziell bekannt war, war meines Wissens der mehrfache Grand-Slam Sieger Bill Tilden, der in den 40er Jahren zwei Mal vor Gericht für seine Homosexualität (offiziell wegen "homosexueller Belästigung Jugendlicher", was immer das heißen mag) verurteilt wurde.
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#4 2HerzenIn1BrustAnonym
  • 03.05.2018, 01:54h
  • Glückwunsch zum coming-out. Ein coming-out ist immer ein persönlicher Triumpf. Aber ob es immer gut ist, ein schwuler Vorreiter zu sein? In Einzelsportarten ist es sicher anders als im Mannschaftssport. Ich denke, dass viele schwule Professionelle (in Sport, Medien etc.) sich bedeckt halten, um ihren Erfolg nicht zu gefährden. Es besteht immerhin, das Risiko, das die Karriere schneller enden könnte und es gibt selten eine 2. Chance. Wenn noch eine kommerzielle Komponenten hinzukommt, dann bleiben die meisten eh im Schrank. Auch wenn das für die Community schlecht ist, ich kann diese Männer gut verstehen.
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