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Kommentare zu:
Sachsen-Anhalt: Museumsdirektorin nennt schwules Kunstwerk "abartig"


#31 MoorAnonym
  • 04.05.2018, 10:13h
  • Interessant, was man hier hirnloses liest. Sachsen / Sachsen Anhalt / Osten Bashing scheint nicht so schlimm zu sein? Fasst euch mal an die eigene Nase.
    Wenn man sich Kunst von Silas anschaut, kann man eigentlich nur pubertären Schmuddelkram sehen. Kunst ist das nicht.
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#32 LaurentEhemaliges Profil
  • 04.05.2018, 10:21h
  • Na ja, in der Allgemeinbevölkerung misst man bestimmten Ausdrücken nicht die Bedeutung zu, derer es braucht, um eine Empörungsmaschinerie in Gang zu setzen.
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#33 von_hinten_genommenAnonym
  • 04.05.2018, 10:25h
  • Antwort auf #24 von Kasimir K
  • Meine Frage war, ob das Kunstwerk mit den Satzteilen im Museum zu sehen ist?

    Dass die Eltern kapitulieren, hatte ich nicht geschrieben. Die Eltern und Lehrer bekommen es meistens nicht mit, wenn sich Jugendliche solche Videos anschauen. Ich möchte damit deutlich machen, dass bereits Teenager im "Bilde" sind was Sexualität betrifft. Diese Hefte werden bei den Teenagern keinen Schaden anrichten.

    Was die Abstimmung betrifft, das war einfach ein Gedanke von mir. Denn ich finde es nicht richtig, über etwas zu bestimmen, was Jugendliche selbst entscheiden können. Jugendliche müssen vor dieser Kunst nicht fern gehalten werden. Was sie da sehen und lesen würden, wenn die Museumsdirektorin die Hefte zugänglich gemacht hätte, ist nichts anderes als Sexualität.
    Die Hälfte der Teenager ist weiblich, ja, aber nicht alle Teenager sind hetero! Du denkst schon wieder in einer Schublade. Wie kommst du darauf, dass alle hetero seien?? Und komme mir nicht mit Mehrheit und Minderheit. Das spielt keine Rolle. Es geht hier um Kunst und das kann man zugänglich machen.
    Und wieviele Jugendliche das interessant finden, kannst du gar nicht festlegen. Übrigens geht es auch nicht darum, dass das jemand interessant finden soll. Kunst ist frei, insofern darf jeder das denken und empfinden, was er/sie möchte. Und das Interesse ist ebenfalls kein Kriterium für die Frage: sollen die Hefte gezeigt werden oder nicht. In jedem Museum gibt es Dinge, die jemand interessant findet und Dinge, die jemand weniger interessant findet. Das darf so sein.

    Was Kinder betrifft: die spazieren üblicherweise nicht alleine in ein Museum sondern werden entweder von ihren Eltern begleitet oder von Erziehern. Und da es Kinder sind (Kinder sind 3-6 jährige), können sie noch gar nicht lesen, höchstens ihren Namen. Insofern sind die Hefte dann immer noch nicht gefährdend! Was die Kinder sehen, ist nichts bedenkliches, denn sie haben ihre Eltern mindestens schon einmal nackt gesehen. Und wenn es tatsächlich etwas geben sollte, wo die Eltern denken, dass es ihre Kinder nicht sehen sollen, werden sie ihre Kinder auch nicht dazu zwingen. Übrigens haben alle Eltern die Möglichkeit zu entscheiden, ob sie das Museum alleine besuchen möchten oder mit ihren Kindern. Das Museum mit diesen Kunstwerken ist kein Pflichtprogramm.

    Ja, Selbstbefriedigung und Sex zwischen zwei Männern ist ein Unterschied. Hatte ich das bezweifelt? Ich denke schon, dass du verstanden hast, was ich damit sagen wollte: da Teenager bereits sich selbst und ihren Körper erforschen, ist ihnen das, was du zitiertest, nichts Neues. Sie sehen es in Videos im Internet und mittlerweile können sie es in abgeschwächter Form im TV sehen. Das ist nichts schädliches, denn sie sehen bereits Heterosexualität überall. Homosexualität ist nichts anderes.

    Es scheint eher so, dass es dich nicht interessiert und du dein Empfinden auf die Teenager überträgst, so wie es auch die Museumsdirektorin tut. Das ist weder pädagogisch wertvoll noch hilfreich. Nur weil du das gar nicht sehen möchtest, ist das längst keine Berechtigung, es den Teenagern und Jugendlichen zu verwehren.

    Und genau da beginnt die Diskussion, die die Politik betrifft: auch die Regierung verwehrt den Schülern eine umfassende Aufklärung. Was die Regierung möchte oder nicht, ist eine Sache. Aber die Schüler selbst haben ihr eigenes Recht auf Bildung und Aufklärung. Die meisten haben ein natürliches Interesse am Thema Sexualität, weil sie gerade ihre eigene Sexualität entdecken.
    Was nun einige Eltern und auch die Gesellschaft falsch machen, ist, dass sie ihren Kindern und Jugendlichen EINTRICHTERN, dass Homosexualität etwas Falsches sei und dass das angeblich nicht erwünscht sei.
    Das ist das einzige Schädliche!
    Weißt du eigentlich, was das bei den nicht-Hetero Jugendlichen verursacht?

    Die Gesellschaft und die Politik haben eine Verantwortung für die Bürger in unserem Land. Sie haben eine viel größere Verantwortung gegenüber den Jugendlichen. Und die Öffentlichkeit hat einen starken Einfluss. Medien, Museen, Literatur, TV, ect. haben einen starken Einfluss. Die Menschen sind vielfältig, auch wenn du das blöd findest. Und jeder Mensch hat das Recht, gesund aufzuwachsen und seine/ihre Persönlichkeit zu entfalten. Dazu zählen Homosexuelle, Bisexuelle, Trans, Queer, Inter, etc., auch Menschen mit körperlicher Einschränkung, auch Menschen mit einer anderen Herkunft, mit einer anderen Religion,... Wir haben das AGG und jeder hat sich verdammt noch mal daran zu halten.

    Dich interessiert das nicht. Es zwingt dich keiner, in das Museum zu gehen. Aber du kannst nicht über andere entscheiden. Wer diese Kunst sehen möchte, darf das. Und die Museumsdirektorin hat diese Kunst bereitzustellen, wenn davon keine Gefahr ausgeht. Ihre Entscheidung basiert ausschließlich auf ihrem persönlichen Empfinden und das ist unprofessionell. Sie hat sich noch nicht mal pädagogische Beratung eingeholt.

    Ich sage folgendes: es kommt darauf an, wie man damit umgeht. Man kann diese Kunstwerke zugänglich präsentieren und bei der Eröffnung eine Führung umsetzen. Der Künstler ist mitdabei und eine erfahrene Sozialpädagogin auch, damit alle Fragen der Besucher beantwortet werden können, besonders wenn die Besucher Jugendliche sind. Die Führung wird solange angeboten wie diese Kunstwerke ausgestellt sind, und gleichzeitig hat jede/r Besucher/in die Möglichkeit, die Kunstwerke ohne Führung anzuschauen. Und alle Besucher haben die Möglichkeit, eine Rückmeldung zu geben.

    Dazu muss eine Museumsdirektorin "Popo" haben, verstehst du, was ich meine? Daran ist es leider gescheitert.

    Und deshalb wiederhole ich nochmal:
    schade für das Museum.
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#34 userer
#35 userer
#36 EulenspiegelAnonym
#37 Kasimir KAnonym
  • 04.05.2018, 12:07h
  • Antwort auf #33 von von_hinten_genommen
  • Eine lange Antwort, auf die ich etwas kürzer eingehen möchte.

    Die Bilder auf Silas Schmidt Internetseite zeigen andere Seiten.

    Ich stimme Ihnen zu, Kunst ist frei. Deshalb wiederhole ich mich: Silas Schmidt kann seine Arbeiten im Atelier, in seiner Galerie, zum morgigen Straßenfest oder wo auch immer zeigen, wo er in der Verantwortung steht. Das ist zu respektieren, auch von denen, denen das nicht gefällt.
    Ein Museumsleiter, eine Museumsleiterin tragen die Verantwortung für ihre Einrichtungen und sie sind in ihren Entscheidungen ebenso zu respektieren, auch von denen, denen das nicht gefällt.

    An keiner Stelle habe ich alle Jugendlichen zu Heteros erklärt, noch mich gegen Homosexuelle positioniert. Meine Reaktion wäre identisch ausgefallen, wenn Silas Schmidts Thema Heterosex wäre. Damit noch einmal zum Ausgangspunkt: Ich habe die Hefte bereits gesehen und darin befinden sich Abbildungen und Texte, die pornographisch sind. Es ist insofern irreführend für die queer-Leser, wenn der Artikel mit anderen Bildern aus den Cruising-Heften illustriert wurde.
    Es ist müßig nun darüber zu streiten, was pornographisch ist und was nicht. Selbstredend fallen die Antworten verschieden aus.
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#38 TheDadProfil
  • 04.05.2018, 12:46hHannover
  • Antwort auf #24 von Kasimir K
  • ""Ich gehe davon aus, dass die von Ihnen ins Gespräch gebrachte Selbstbefriedigung von Teenagern nächtlings unter der Bettdecke sich doch vom Sex zwischen Männern, wie er in den Heften beschrieben und bebildert wird, unterscheidet.""..

    Aufgrund welcher Informationen oder selbst gemachter Vorstellungen sollte das denn so sein ?

    Weshalb sollte sich die Phantasie von Jugendlichen damit nicht beschäftigen können ?
    Weil man nicht phantasieren könnte, was man noch nicht als "Vorbild" vor Augen hatte ?

    Interessante Idee..

    ""Die Hälfte der Jugendlichen besteht aus Mädchen, die vermutlich am Sex zwischen Männern kein Interesse haben.""..

    Weil ja auch nicht Hunderttausende Klicks auf lesbische Pornos durch Hetero-Männer, und durch Hetero-Frauen auf Schwule Pornos längst Gegenteiliges bewiesen hätten..

    ""Darüber hinaus werden Museen auch von Kindern besucht, die man doch eher nicht mit abstimmen lassen sollte.""..

    Weil Kinder nicht sehen dürfen worum es eigentlich geht ?
    Oder weil Kinder nicht längst wüßten, was immer noch vor ihnen verheimlicht werden soll ?

    Irgendwie passen Deine Sätze zur Idee "Sachsen-Anhalt"..
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#39 TheDadProfil
  • 04.05.2018, 12:52hHannover
  • Antwort auf #28 von Patroklos
  • ""Abartig = Normalspeech
    Entartet = Nazispeech""..

    Absurd..
    Deine Profession..

    Denn "Normalspeech" als Verballhornung aus deutschem Begriff und Anglizismus ist schon grundsätzlicher Unsinn, aus dem Du dann auch noch konotoierst, es handele sich um die richtige Auffassung..

    Auch "abartig" ist "Nazi-Sprech"..

    Man muß das nur mal googlen, und sich im Zusammenhang mit der vorgetragenen "Rassen-Lehre" der Nazis durchlesen, dann weiß man auch worum es geht..
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#40 LarsAnonym

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