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Israel Folau zelebriert Abneigung gegen Schwule und Lesben
Homophober Rugby-Star: "Ich bleibe standhaft"
Kurz vor seiner sportlichen Rückkehr nach einer Verletzungspause stellt der australische Rugby-Spieler klar, dass er seine "Homos in die Hölle"-Aussage ernst meint.
- 4. Mai 2018, 10:32h 3 Min.
Der 29-jährige Rugby-Union-Star Israel Folau verteidigt weiterhin seine homophoben Sprüche. Am Donnerstag erklärte der evangelikale Spieler gegenüber Journalisten, dass er seine Aussage, Homosexuelle kämen in die Hölle, nicht zurücknehmen werde: "Ich bleibe standhaft in den Dingen, an die ich glaube. Das ist etwas Persönliches, das mich als Mensch ausmacht. Es kommt aus den Tiefen meines Herzens. Das hat auch keinen Einfluss auf mein Rugby-Spiel und die Kerle, die um mich rum sind." Er sei immer noch ein loyaler Teamspieler, der viel Energie mitbringe. "Wenn ich im Team bin und an den Wochenenden spiele, ändert das freilich nicht, wer ich bin."
Folau war Anfang April in die Kritik geraten, weil er in seinem Instagram-Kanal auf die Frage, was Gottes Plan für homosexuelle Menschen sei, antwortete: "DIE HÖLLE. Wenn sie nicht für ihre Sünden Buße tun und sich Gott zuwenden" (queer.de berichtete). Rugby Australia und das Team des 29-Jährigen, die in Sydney ansässigen New South Wales Waratahs, distanzierten sich nur halbherzig von ihrem großen Star – die Chefin des Rugby-Verbandes bescheinigte dem Sportler trotz der Aussage sogar, ein "starkes Vorbild" zu sein (queer.de berichtete). Der Kuschelkurs zwischen den Sportfunktionären und dem homophoben Star stieß auf viel Unverständnis, weil der Rugby-Sport seit mehreren Jahren in Antidiskriminierungsrichtlinien die Herabsetzung von sexuellen Minderheiten verbietet.
Sportliches Comeback am Samstag
Am Samstag wird Folau sein Comeback nach einer längeren Verletzungspause feiern – und erstmals seit Beginn des Skandals um seine Äußerungen wieder auf dem Platz stehen. Sein Verein wird gegen die neuseeländische Mannschaft Auckland Blues antreten.
Während australische Rugbyprofis zu dem Fall schweigen, haben bereits einige Sportler aus Neuseeland, die mit den australischen Vereinen in einer Liga spielen, ihr Unbehagen darüber geäußert, dass ihr Sport nun in einem Wort mit Minderheitenhass genannt werde. TJ Perenara, einer der besten Rugbyspieler in der neuseeländischen Nationalmannschaft, erklärte: "Das ist eine Einstellung, die ich in dem Spiel, das ich liebe, nicht sehen will."
Brad Weber vom Verein Waikato Chiefs erklärte Mitte April auf Twitter: "Ich bin es leid, dass wir Spieler bei dieser Sache unseren Mund halten. Ich halte es kaum aus, dass ich dieses Spiel, das ich liebe, mit Leuten wie Folau spielen muss, die sagen, was er gesagt hat." In einem weiteren Tweet schrieb er, dass seine Kusine und deren Partnerin die "liebevollsten und fürsorglichsten Menschen" seien, die er kenne. "Daran zu denken, dass ich gegen jemanden spiele, der behauptet, dass die beiden in die Hölle kommen, weil sie lesbisch sind, ekelt mich an."
/ brad_weber9My cousin and her partner, and my Aunty and her partner are some of the most kind, caring & loving people I have ever had the pleasure of knowing. To think that I play against someone that says they'll go to Hell for being gay disgusts me.
Brad Weber (@brad_weber9) April 17, 2018
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Auch der offen schwule walisische Rugby-Schiedsrichter Nigel Owens kritisierte die Äußerungen Folaus. Sie führten dazu, dass junge Schwule und Lesben mit ihrer sexuellen Orientierung nicht klar kommen würden – das führe im Extremfall bis zum Suizid. (dk)















