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Hauptsponsor springt ab

Braunschweiger Sommerlochfestival in Finanznot

Nach dem kurzfristigen Verlust des Hauptsponsors bittet der CSD Braunschweig um Spenden, um das traditionelle Festival auch dieses Jahr durchführen zu können.


Die Sommerlochfestivals-Veranstalter bitten um Spenden (Bild: VSE)

Die Veranstalter des seit 1996 jährlich im Juli stattfindenden Sommerlochfestivals, wie der CSD im niedersächsischen Braunschweig genannt wird, haben am Montag Alarm geschlagen: Der Hauptsponsor, die Volkswagen Financial Services AG, habe die Unterstützung des Vereins für sexuelle Emanzipation VSE mit sofortiger Wirkung komplett eingestellt. Weil die Entscheidung den Veranstaltern erst sehr spät – nach der Erstellung des Programmheftes – mitgeteilt worden sei, sei nun eine große finanzielle Lücke zu beklagen.

"Es ist verständlich, wenn die Bank das Sponsoring beendet. Das ist ihr gutes Recht. Wir sind dankbar für die vielen Jahre der Unterstützung und der kooperativen Zusammenarbeit. Diese Kurzfristigkeit stellt jedoch einen kleinen Verein, der das ganze Festival ehrenamtlich organisiert, vor große finanzielle Herausforderungen", erklärte Markus Manegold vom für den CSD verantwortlichen Verein für sexuelle Emanzipation (VSE). Man habe vergeblich versucht, zumindest noch einen Teilbetrag für das diesjährige Festival von Volkwagen Financial Services zu erhalten. "Leider hat man uns mitgeteilt, dass auch dies nicht möglich ist", so Manegold.

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Kürzungen im Haushaltsplan beschlossen

Zum Zeitpunkt der Absage seien die Planungen für das diesjährige Festival bereits abgeschlossen und die Verträge unterzeichnet gewesen, betonen die Organisatoren. Der Verein habe auf die Zusage der Bank vertraut, dass eine mögliche Beendigung des Engagements mindestens ein Jahr vorher kommuniziert werden würde, so Manegold. Die Mitgliederversammlung des Vereins habe daher am Sonntag entschieden, das entstehende Defizit durch Kürzungen im aktuellen Haushaltsplan und durch Auflösen von Vereinsrücklagen zumindest zu reduzieren.

Sommerlochfestival-Mitbegründer Andreas Paruszewski erklärte, man wolle "den zweitgrößten CSD in Norddeutschland auf jeden Fall erhalten". Dafür sei Geld nötig: "Wir bitten besonders die Bürgerinnen und Bürger aus Stadt und Region um kurzfristige Spenden. Kleine und große Unternehmen, die durch Sponsoring dazu beitragen möchten, dass Braunschweig auch in künftigen Sommern ein vielfältiges, tolerantes und weltoffenes Gesicht zeigen kann, sind hochwillkommen – jeder Euro zählt", sagte Paruszewski.

Das Motto des diesjährigen Sommerlochfestivals lautet "Aufklärung schafft Akzeptanz". Damit soll dargestellt werden, dass die rechtliche Gleichstellung in Deutschland nur zur Selbstverständlichkeit werden könne, "wenn der Diskriminierung von LSBTTI auch weiterhin mit aktiver Aufklärungsarbeit und Bildungspolitik begegnet wird". Noch ist unklar, wie viele der geplanten Veranstaltungen stattfinden können. (pm/cw)

Spendenkondo

"Spende Sommerloch", Volksbank Braunschweig Wolfsburg, IBAN: DE73 2699 1066 6080 5450 00. Über die Webseite ist auch eine Spende via Paypal möglich.


#1 BEARAnonym
  • 07.05.2018, 20:44h
  • Soso. Der größte Autobauer der Welt (bzw. eine seiner Tochtergesellschaften) zieht also - entgegen aller Absprachen - Knall auf Fall seine Unterstützung zurück und bringt ein Projekt dadurch in existenzielle Nöte.

    Da sollte man sich als queere Person, so man denn überhaupt das Geld für ein Auto hat, doch schwer überlegen, ob es unbedingt ein VW, ein Audi, ein Skoda oder ein Seat sein muss.
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#2 derDaAnonym
#3 olfwobAnonym
  • 07.05.2018, 22:36h
  • Wäre interessant zu wissen, ob es evtl. einen Wechsel im Management des VWFS gab und ob das bei dem plötzlichen Rückzieher eine Rolle gespielt hat.
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#4 NürnbergAnonym
  • 08.05.2018, 06:24h
  • Jetzt gegen einen Spnsoren haten der freiwillig! über Jahre dieses Fest unterstützt hat.

    Dann dieses Anspruchsdenken ....*'Kopfschütteln

    Und der Boykottaufruf unter aller Sau. Dann würde ich als Sponsor gleich solche Gruppen komplett meiden wenn man bei einem ausstieg gleich boykottiert wird.

    Der VW Sponsor wird seine Gründe schon haben.
    Es gibt auch andere Förderbaren Projekte oder die Zahlen passen nicht oder die Sponsoren sind zu unverschämt geworden. Wer weiß das schon.
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#5 SchwulerMannAnonym
  • 08.05.2018, 07:23h
  • Antwort auf #4 von Nürnberg
  • Ein Sponsor, der durch eine kurzfristige Absage zum denkbar schlechtesten Zeitpunkt, es den Veranstaltern des Braunschweiger CSD unmöglich macht sich einen neuen Sponsor zu suchen.....
    Das kann den Braunschweiger CSD an den Rand seiner Existens bringen und das ist mehr als schlechter Stil.
    Das wissen auch die Wolfsburger und da muss die Frage erlaubt sein warum man sich erst so spät zum Ausstieg entscheidet und damit dem CSD torpediert.
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#6 DerDaAnonym
  • 08.05.2018, 09:55h
  • Antwort auf #4 von Nürnberg
  • Es geht doch nicht darum DAS das Sponsoring eingestellt wird, sondern darum wieso es so kurzfristig mitgeteilt wurde obwohl es absprachen gab das es 1 Jahr im Voraus angekündigt wird.

    Wie soll ein kleiner Verein wie der VSE in so kurzer Zeit einen neuen Sponsoren finden?
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