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Stichwort: Homosexualität
Jens Spahn fordert katholische Kirche zum Umdenken auf
Der Gesundheitsminister kritisiert, dass seine Kirche ihn wegen seiner Homosexualität verdamme. Der CDU-Politiker ist sich sicher, "dass Gott mich so nimmt, wie ich bin".

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn kann mit der Haltung seiner Kirche gegenüber Schwulen und Lesben wenig anfangen (Bild: Deutscher Bundestag / Achim Melde)
- 8. Mai 2018, 12:38h 2 Min.
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat die katholische Kirche aufgefordert, ihre Haltung gegenüber Schwulen und Lesben zu überdenken. Der schwule Katholik kritisierte in der "Zeit"-Beilage "Christ & Welt" die Weigerung der Kirche, gleichgeschlechtliche Paare zu segnen. Damit mache die Glaubensgemeinschaft "so viel kaputt", sagte der 37-Jährige.
Als schwuler Mann wie auch als Katholik könne er mit dem Teil der katholischen Lehre, der Homosexuelle zur Enthaltsamkeit aufruft, wenig anfangen. Der Grund: "Weil ich überzeugt bin, dass Gott mich so nimmt, wie ich bin. Weil mein Glaube so selbstverständlich zu mir gehört wie mein Schwulsein." Von einer Kirche, die "mich verdammt für das, was ich bin", fühle er sich nicht respektiert.
Anfang des Jahres hatte der Osnabrücker Bischof Franz-Josef Bode eine Debatte um Segnungen von gleichgeschlechtlichen Paaren losgetreten. Der stellvertretende Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz regte an, über eine derartige Segnung nachzudenken (queer.de berichtete). Der Vorsitzende Kardinal Reinhard Marx betonte jedoch wenige Wochen später, ein solcher Schritt stehe nicht zur Debatte (queer.de berichtete).
Mehrere weitere katholische Würdenträger bekräftigten, dass sie Homo-Paare keinen Segen zukommen lassen könnten, weil diese Beziehungen schlicht "nicht gut" seien, wie Weihbischof Dominikus Schwaderlapp ausführte (queer.de berichtete). Dagegen ist das Segnen von Haustieren wie Hunden oder Meerschweinchen in der katholischen Kirche gang und gäbe.
Spahn stärkt CSU-Regierung im Kreuzstreit den Rücken
In dem Interview kritisierte Spahn auch, dass es aus seiner Kirche Kritik am Beschluss der CSU-Alleinregierung in Bayern gegeben habe, ein christliches Kreuz in jeder Amtsstube aufzuhängen. "Ich finde es irritierend, wenn hohe Kirchenvertreter plötzlich Anstoß nehmen am Kreuz", so Spahn. Das Kreuz sei eine Einladung an Menschen; auch für Atheisten oder Andersgläubige sei es "beruhigend, in einer Amtsstube auf ein Selbstverständnis zu treffen, das allen Menschen die gleiche Würde zuspricht." Er befürworte es, "wenn zur Abwechslung mal Kreuze auf- statt abgehängt werden."
Spahn, der kurz vor Weihnachten seinen langjährigen Partner Daniel Funke geheiratet hatte, ist unter LGBTI-Aktivisten umstritten, weil er als CDU-Vorzeigekonservativer immer wieder im Streit um Rechte für sexuelle und geschlechtliche Minderheiten auf die Bremse getreten ist. So forderte er etwa in der aggressiven Auseinandersetzung um den Bildungsplan in Baden-Württemberg oder um die Ehe für alle eine "Abrüstung" auf den jeweiligen "beiden Seiten" und betonte mehrfach, dass eine Ablehnung der Gleichstellung noch keine Homophobie darstelle. Im letzten Jahr warf der LSVD dem Politiker eine "Instrumentalisierung der Themen Homo- und Transphobie" vor, weil er den Eindruck erwecke, "dass nur Muslime Homosexuelle diskriminieren würden" (queer.de berichtete).
Bei der Abstimmung über die Ehe für alle im letzten Sommer votierte Spahn wie ein Viertel seiner Fraktion für die Gleichbehandlung von Schwulen und Lesben im Ehe-Recht (queer.de berichtete). (dk)















Bereits 20111 forderte dies auch im rk Theologeprofessorenmemorandum von über 100 deutschen, schweizerischen und österreichischen Theologieprofessoren im Papier (Kirche 2011 - notwendige Reformen) gefordert.
Nunmehr haben sich die ersten rk Bischöfe und Kardinäle wie Franz-Josef Bode in Osnabrück, Bischof Ackermann in Trier, De Kees in Brüssel öffentlich zu Wort gemeldet, die eine Reform des Katholischen Katechismus fordern und Segnungsgottesdienste befürworten; die große Mehrheit der Rk Bischöfe/Kardinäle aber schweigt und dafür melden sich auf der Gegenseite lautstark Rk Bischöfe/Kardinäe zu Wort, die jede Reform -egal bei welchem Thema - ablehnen und die eine regelrechte Wut auf Papst Franziskus haben, der bereits bei anderen Themen "alte Zöpfe" abgeschnitten hat.
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Da lobe ich dann heute die Methodisten, die mit dem befürwortenden Votum ihres Bischofsrates in Chicago gestern Trauungen für gleichgeschlechtliche Paare befürwortet haben und wo die berechtigte Hoffnung besteht, das kommendes Jahr die Synodalen Ihren Bischöfen bei der Abstimmung dann folgen werden.