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ESC 2018

Zweites Eurovision-Halbfinale: Das sind alle Teilnehmer

Unser Grand-Prix-Experte Jan Gebauer bewertet die 18 Songs des zweiten Halbfinales, bei dem nun auch Deutschland mit abstimmen darf.


Kämpfen ums Finale: Schweden, San Marino und Norwegen (Bild: Andres Putting und Thomas Hanses (EBU, alle Bilder))

Das Eurovisionsspektakel in Lissabon geht in die zweite Runde – nach einer Knaller-Show am Dienstag mit einigen Überraschungen bei Gewinnern und Verlieren dürfte es diesmal etwas geordneter zugehen bei der Frage, welche zehn der insgesamt 18 Titel ins Finale einziehen.

Das Semi wird wieder live im Fernsehen auf One und als Stream unter eurovision.de übertragen; als Kommentator ist wieder Peter Urban zu hören. Folgende Kandidaten gehen an den Start, neben ihren Namen sind die jeweiligen offiziellen Musikvideos verlinkt:


Norwegen: Alexander Rybak – "That's How You Write A Song"



Nichts lieben wir ESC-Fans mehr als ein Comeback. Alexander Rybak gewann den ESC 2009 mit dem Folk-Pop-Stück "Fairytale". Danach war er ein paar Jahre gut im Geschäft, vornehmlich auf nationaler Ebene. Die letzten Jahre lief fast gar nichts mehr – außer seiner Nase. Sein neuer ESC-Beitrag, keck "That's How You Write A Song" betitelt, ist ein äußerst kitschiger Funk-Pop-Ohrwurm, der seinen Höhepunkt in einer ekeligen "Shoo-bee-doo-bee dab dab"-Phrase findet. Scheint aber keine Rolle zu spielen, denn bei den Proben stimmte bisher alles. Alexander ist gewohnt stark auf der Bühne und auch die Choreo sitzt. Und plötzlich steht er in den Wetten an zweiter Stelle und lässt alle Kritiker ratlos zurück. Wir ahnen Böses, zumal der Song diesen Effekt des kleinsten gemeinsamen Nenners hat, den schon das stilistisch ähnliche Machwerk von Estland 2001 zum Sieg verhalf. Apropos "laufende Nase": Alexander litt zuletzt unter einer Erkältung, die er hoffentlich bis zum Halbfinale in den Griff bekommt.

Rumänien: The Humans – "Goodbye"


Rumänien gehört neben Russland und der Ukraine zu den wenigen Ländern, die immer das Halbfinale überstehen – zuletzt verendeten sie dann allerdings meist im Mittelfeld. Im letzten Jahr durchbrachen die Rümänien allerdings die Durststrecke mit einem schrägen Jodel-Titel und landeten in den Top 10. In diesem Jahr sieht es wieder deutlich schlechter aus. Der Rock-Titel "Goodbye" braucht gut eine Minute, um überhaupt in Fahrt zu kommen und selbst dann klingt er nur wie ein Outtake aus einem Bonnie-Tyler-Album anno 1988. Deshalb setzen die Rumänen auf eine Show, die wieder keinen größeren Sinn ergibt. Schwarze Schaufensterpuppen stehen auf der Bühne, davor steht Leadsängerin Cristina in einem atemberaubend dekolletierten Abendkleid – das scheinbar ihren Lungen genug Freiraum gibt, denn gesanglich ist das sehr gut. Ihre starke Performance rettet den Titel ins Finale!

Serbien: Sanja Ili & Balkanika – "Nova Deca"


Auch Serbien galt einige Jahre als sicherer Finalkandidat. Seit 2013 und 2017 wissen wir, dass das keineswegs der Fall sein muss. Und auch 2018 sieht es schlecht aus. Die folkloristische Dance-Nummer klingt unausgegoren und wenig einnehmend. Die Inszenierung tut ihr Übriges: Der Flötenspieler sieht aus wie der zerstreute Professor Abronsius aus "Tanz der Vampire". Der bedeutungsschwangere Formationstanz der drei Mädels erinnert an israelische Beiträge aus den 1980er Jahren und die grauen Schleiersäcke mit Fischernetzen sind zwar nicht so gruselig wie noch in der Vorentscheidung, geben aber trotzdem keine Pluspunkte. Und so ragt gesanglich wie optisch nur Mladen Lukic – Glatze, Vollbart und Tattoos auf der Brust – heraus. Alles wieder sehr düster – auch beim Ergebnis, denn die Serbien dürfen nach Hause fahren.

San Marino: Jessika feat. Jenifer Brening – "Who We Are"


Ralph Siegel durfte sich in diesem Jahr nicht mehr aufdrängen und Dauer-Entsendung Valentina Monetta wurde nach dem Desaster im letzten Jahr endgültig zu Hause angekettet. Stattdessen darf die nur beinharten ESC-Fans bekannte Jessika ein Lied singen, dass auch gut und gerne von Meister Siegel stammen könnte. Belangloser Dance-Pop nach dem Motto "Was ist denn heutzutage bei jungen Leuten so angesagt". Jessika ist eigentlich Malteserin, doch sämtliche Versuche im dortigen Vorentscheid zu triumphieren, scheiterten. Verstärkung bekommt sie aus Deutschland: Jenifer Brening sang schon bei "DSDS", für San Marino darf sie jedoch nur rappen – und auch das ist kein Ohrenschmaus! Ansonsten gibt es noch drei sinnfreie kleine Roboter, die lustige Armbewegungen machen. Als ob die Winkekatzen von Israel noch nicht gereicht hätten. Euro-Trash mit riesigen Chancen auf den letzten Platz!

Dänemark: Rasmussen – "Higher Ground"


Die Wikinger sind los. Der langhaarige Sänger Rasmussen gewann als Nobody mit 50 Prozent den dänischen Vorentscheid. Wer sich das seinerzeit angeschaut hat, wird in Lissabon keine Überraschungen zu sehen bekommen. Im schwarzblauen Licht mit gehissten Segeln stehen Rasmussen und seine Jungs mit düsterer Miene auf der Bühne und marschieren in schwarzen Kutten auf der Stelle. Gegen Ende kommt dann auch noch eine Windmaschine zum Einsatz. Das ist alles durchaus harmonisch und solide in Szene gesetzt, bleibt aber kaum hängen, zumal "Higher Ground" wie x ESC-Beiträge um die Jahrtausendwende klingt.

Russland: Julia Samoylova – "I Won't Break"



Wir erinnern uns: 2017 zog Russland nach endlosem Polithickhack seine Teilnahme zurück, weil Sängerin Julia Samoylova 2015 über die von Russland annektierte Krim getingelt war. Man versprach ihr aber, dass sie 2018 noch einmal antreten darf. Julia erkrankte als Kind an einer spinalen Muskelatrophie und ist seitdem auf einen Rollstuhl angewiesen. Davon wird das Publikum zumindest auf der Bühne nichts zu sehen bekommen, denn Julia sitzt hoch oben auf einem tüllumhüllten Vulkan, der von zarten Farben angestrahlt und einem Pärchen umtanzt wird. Ganz ohne Zweifel ist Julia eine sympathische Künstlerin. Immer am Strahlen und sehr offen bei Pressekonferenzen und anderen Terminen. Gesanglich überzeugt sie jedoch bislang nicht. Das ist alles recht dünn, zudem "I Won't Break" ein relativ schwacher Pop-Song ist, der sich mühsam über drei Minuten quält. Das wird äußerst knapp für Russland, das wahrscheinlich nur wegen der großen Diaspora weiterkommt.

Moldau: DoReDoS – "My Lucky Day"


Im letzten Jahr landete Moldau mit tanzenden Bräuten und prägnanter Sax-Linie überraschend unter den ersten drei. Dieses Jahr soll es ein extrem nerviger Dance-Titel namens "My Lucky Day" noch besser machen. Das klingt penetrant nach Sommer und Ballermann. Ufta, ufta, stampf, stampf! Wer schreibt denn so etwas? Philipp Kirkorow, Russlands singende Schmalztolle, der sich ähnlich wie Ralph Siegel fast jedes Jahr mit seinen Kompositionen in den Wettbewerb mogelt. Was den Beitrag allerdings von allen anderen abhebt und im schwächeren zweiten Halbfinale deutlich über die Zielgerade trägt, ist die perfekte Show. Auf einer weißen Wand gehen immer wieder Fenster und Türen auf, hinter denen sich so manche Überraschung verbirgt. Ein sehr geschickt in Szene gesetzter Beitrag, der von allen Beteiligten mit großem Spaß präsentiert wird. Da schnippt man dann auch plötzlich den gruseligen Song mit. Geheimtipp!

Niederlande: Waylon – "Outlaw In 'Em"


Nach so viel Pop, darf es jetzt gerne wieder rockiger zugehen. Waylon kennen alle noch von seinem sensationellen zweiten Platz beim ESC 2014 als Teil der Common Linnets. Der smarte Sänger hat nach wie vor eine tolle Country-Stimme, darüber hinaus hat sein druckvoller Titel – entgegen aller Gerüchte – nur wenig mit dem Genre zu tun. Mit viel Fantasie könnte man das Country-Rock nennen, aber dann müsste man auch Bon Jovi dem Genre zuordnen. Ansonsten: Von der Klamotte bis hin zur wild aufgemotzten Show ist alles irgendwie… falsch! Es will einfach nichts zusammenpassen. Highlight: Seine Band lässt irgendwann die Instrumente fallen und fängt an wild durch die Gegend zu hopsen. Seit den Proben befindet sich der niederländische Outlaw zu Recht auf dem Sinkflug in allen Umfragen. Der Finaleinzug rückt in weite Ferne.

Australien: Jessica Mauboy – "We Got Love"


Auch das hat immer noch seinen Platz beim ESC: die klassische Pop-Hymne mit ansteigendem Refrain, der sofort ins Ohr geht. Australiens Superstar Jessica kennen wir noch vom ESC 2014, als sie noch als kleiner Gruß ihrer Heimat in der Pause auftreten durfte. Ein Jahr später stieg das Land dann richtig in den Wettbewerb ein. Jessica, Zweite von "Australian Idol" 2006, singt "We Got Love" – eine sehr schöne, professionell arrangierte Pop-Nummer, die im Meer der diesjährigen Schwermut sofort gute Laune verbreitet. Zudem ist Jessica wie alle vorherigen australischen Teilnehmer eine sehr präsente Interpretin, die auf der Bühne alles gibt. Darüber hinaus passiert allerdings recht wenig auf der Bühne. Weniger ist eben manchmal mehr. Keine Show, nur eine gute Sängerin mit starker Stimme und tollem Song, der zu den Favoriten im zweiten Halbfinale gehört.

Georgien: Ethno-Jazz Band Iriao – "For You"


Damit auch keine Unklarheiten über den Stil des Trios Iriao entstehen, setzte man das Genre gleich mit in den Bandnamen ein. Auch hier wird man das Gefühl nicht los, dass der letztjährige Sieg von Portugal Einfluss auf die reduzierte Inszenierung hat. Die drei Jungs singen professionell und sicher, haben aber einen extrem unmelodischen Song am Start, der sich trist über drei Minuten schleppt. Sehr ermüdend, auch wenn wir uns über die georgische Sprache und die guten Stimmen freuen.

Polen: Gromee feat. Lukas Meijer – "Light Me Up"


Nach der betroffenen Nummer aus Georgien geht es bei Polen wieder fröhlicher zu. Der Song macht seinem Titel alle Ehre, hier denkt man sofort an Sommer, Sonne und endlose Clubnächte irgendwo zwischen Danzig und Warschau. Auf CD klang das dank dem chartstauglichen Arrangement wie ein sicherer Kandidat für das Finale. Bei den Proben stellte sich aber heraus, das Live-Singen nicht gerade die Stärke des gebürtigen Schweden Lukas Meijer ist. Die gute Bühnenshow mit ordentlich Pyrotechnik und guten Lichteffekten macht das wieder wett; damit könnte es knapp für das Finale reichen.

Malta: Christabelle – "Taboo"


Malta ist nach dem letztjährigen Sieg der Portugiesen das Land, das am längsten auf einen Sieg wartet, nämlich seit 1971. Dabei betreiben die Maltesen stets einen großen Aufwand, um den richtigen Song zu finden. Auch die Sängerin Christabelle sang bereits einige Male in der maltesischen Vorentscheidung. Mit "Taboo" hat es nun endlich geklappt. Ganz in Schwarz singt Christabelle inmitten von Spiegelwänden, auf denen Projektionen von Menschen zu sehen sind, deren Mimik nichts Gutes erahnen lassen. Ein weiterer düsterer Beitrag, denn immerhin geht es in "Taboo" um psychische Erkrankungen. Das wird symbolisch noch unterstrichen, wenn eine Tänzerin den Spiegelkäfig durchbricht. Eine gute Popnummer mit effektvoller Show!

Ungarn: AWS – "Viszlát nyár"


So viele Lieder in Landessprache wie 2018 gab es schon lange nicht mehr. Auch die stolzen Ungarn wollen mit ihrem Metal-Beitrag "Viszlát nyár" das Finale erreichen. Die harten Jungs setzen ganz auf Licht- und Pyrotechnik und schaffen dabei echte Arena-Atmosphäre wie es sich für eine Metal-Kombo gehört. In der letzten Minute wird zwar etwas viel geschrien, in der Halle kommt die druckvolle Nummer aber gut rüber. Und schließlich schreit sich der Leadsänger die Trauer über den Verlust seines Vaters aus der Seele – übrigens thematisch genau auf einer Linie mit dem deutschen Beitrag. Könnte dem rockigen Niederländer glatt die Show stehlen, denn die Ungarn machen ihre Sache lockerer und setzen sogar zum Stagedive an!

Lettland: Laura Rizzotto – "Funny Girl"


Nein, die Frau hat nichts mit einem italienischen Reisgericht zu tun und der Titel ist auch kein Tribut an das legendäre Streisand-Musical. Die Brasilianerin mit lettischen Wurzeln versucht sich an einem ähnlichen lasziven Soul-Stil wie die – ausgeschiedene – Kroatin aus dem ersten Halbfinale. Die Konkurrentin vom Balkan hat allerdings nicht nur die bessere Komposition, sondern auch ein moderneres Arrangement und vor allen Dingen die bessere Stimme. Was nicht heißt, dass auch Laura ihre Qualitäten hat und ihren Titel gut singt. Die bildhübsche Dame trägt einen tollen roten Fummel und auch das entsprechende Licht setzt sie sehr gut in Szene. Leider ist ihr Titel nicht sehr auffällig, so wird es leider knapp mit dem Finaleinzug.

Schweden: Benjamin Ingrosso – "Dance You Off"


Naturgemäß gehören die Schweden mit ihren Beiträgen seit Jahren zu den absoluten Favoriten im Wettbewerb. Die Jungs wissen einfach wie es geht und der 80s-Funk-Titel "Dance You Off" bildet da keine Ausnahme. Daft Punk meets Justin Timberlake: Der 20-jährige Benjamin wird ganz in Schwarz vor gelben Neonröhren singen, was manchmal so aussieht als ob er schweben würde. Licht und Kameraarbeit wurden sehr geschickt auf seinen hypnotischen, sexy Titel abgestimmt, was wieder einmal beweist, das sich die Schweden x Gedanken machen, bevor sie ihre Künstler ins Rennen schicken. Außerdem ist der smarte Benjamin sehr stimmsicher und erlaubte sich bisher keinerlei Patzer. Einer DER Top-Favoriten des zweiten Halbfinals.

Montenegro: Vanja Radovanovic – "Inje"


Auf Montenegrinisch geht es weiter. Größer könnte der musikalische Kontrast zum vorherigen Beitrag nicht sein, denn Vanja singt eine selbstgeschriebene, leider äußerst fade Ballade voller Balkan-Sehnsucht. Diese Art von Ethno-Balladen hat es aus dieser Region schon x Mal gegeben, allerdings auch x Mal besser. Der asymmetrische, hellblaue Metallanzug von Vanja brennt in den Augen und könnte glatte den Barbara-Dex-Award abräumen. Hinzu kommt der etwas unpassende Formationstanz seiner Backgroundtänzerinnen, die immerhin schöne Kleider mit Federkragen tragen. Das reicht aber kaum fürs Finale.

Slowenien: Lea Sirk – "Hvala, Ne!"


Der Totalausfall des zweiten Halbfinals kommt ebenfalls vom Balkan: Eine furchtbare Elektro-Nummer, die ohne Melodie unmotiviert vor sich hin dümpelt und ein heißer Kandidat für den letzten Platz bildet. Grelle Stroboskopblitze machen es auch schwer die Optik einzuschätzen, aber bei dem scheußlichen schwarzen Fetzen von Lea möchte man auch ganz schnell umschalten. Leider ein weiterer Flop in der mittlerweile 25-jährigen Eurovisionsgeschichte Sloweniens.

Ukraine: Mélovin – "Under The Ladder"


Zum Abschluss wieder ein Casting-Show-Sieger ("X Factor Ukraine"), der zwar einen konventionellen Radio-Pop-Song von der Stange singt, der aber dermaßen geschickt in Szene gesetzt wird, dass hier noch einmal richtig Freude aufkommt. Mélovin erinnert an einen Vampir, der aus seinem Sarkophag emporsteigt. Irrerweise handelt es sich hierbei um sein Klavier. Wir verraten nicht zu viel, aber gegen Ende geht ein Teil des Gerüsts auch noch in Flammen auf.


Jans Prognose
Weiter kommen: Norwegen, Rumänien, Russland, Moldau, Australien, Polen, Malta, Ungarn, Schweden, Ukraine. Zum ersten Semi hatte er immerhin sechs Länder richtig getippt…

Playlist-Direktlink | Playlist: Alle Musikvideos zum zweiten Halbfinale

Die Hälfte der Punkte kommt von Jurys (zu einem nicht ausgestrahlten Dress Rehearsal vor Publikum vom Mittwoch), die Hälfte von Zuschauern. Auch Deutschland darf bei diesem Halbfinale abstimmen – und kurz seinen diesjährigen Vertreter Michael Schulte vorstellen. Der ist bereits fürs Finale am Samstag (21h, ARD) gesetzt, mit einem per Los gezogenen Start in der ersten Hälfte der Show. Die genaue Startreihenfolge wird von den Produzenten der Show kurz nach dem zweiten Halbfinale bestimmt.

Direktlink | Kurzer Ausschnitt aus der zweiten Probe Deutschlands

 Update  23.10h: Das Ergebnis
Weiter sind: Australien, Dänemark, Moldau, Niederlande, Norwegen, Schweden, Serbien, Slowenien, Ukraine, Ungarn. Russland ist damit zum ersten Mal seit 1996 in einer Vorrunde gescheitert und im zweiten Jahr in Folge nicht im Finale vertreten.



#1 AngelZAnonym
  • 10.05.2018, 09:07h
  • Stimme hier bei fast allen zu, nur Slowenien finde ich richtig gut und bei Russland hoffe ich sehr auf ein Ausscheiden! :D
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#2 Patroklos
  • 10.05.2018, 09:15h
  • Am Dienstag gab es schon Überraschungen, denn Irland, mit dem vorher niemand rechnete, kam ins Finale und Aserbaidschan schied dafür aus. Heute Abend werden wir das erstmalige Aus Rußlands im Halbfinale erleben, da wird auch die Diaspora aus dem Ausland nichts ausrichten!
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#3 32tergfdhdfAnonym
  • 10.05.2018, 12:11h
  • Der russische Beitrag ist ganz klar mein Favorit auf den Gesamtsieg.

    Eine gesangliche Meisterleistung.

    Eine großartige Choreographie.

    Eine arme Frau im Rollstuhl, die wahrscheinlich die beste Sängerin aller Zeiten ist.

    Das Gesamtpaket stimmt und wird alle überzeugen.
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#4 herve64Ehemaliges Profil
  • 10.05.2018, 13:19h
  • Antwort auf #3 von 32tergfdhdf
  • Es schrieb der Kremlbot aus dem Nähkästchen!

    Derartig billige Beeinflussungsversuche werden nur nichts bringen: der russische Beitrag ist durchkalkuliertestes und durchsichtiges Schmierentheater und wird aller Voraussicht nach ganz gewaltig abkacken.
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#5 andreAnonym
  • 10.05.2018, 16:27h
  • Antwort auf #4 von herve64
  • Siehe es gelassen. Behinderung ist zwar bedauerlich, aber die "Mitleids-Tour" sollte nicht ziehen. Das hat Deutschland 2002, mit der blinden Corinna May auch versucht. Herausgekommen ist ein, achtbarer, 21. Platz, unter 24 Teilnehmern. Und die Russen, die immer etwas sentimentaler sind, als andere (Mütterchen Rußland), dürfen ja, für die eigene Teilnehmerin, nicht stimmen. Bedeutet nicht, daß das ein schlechter Titel ist. Aber letztes Jahr gabs schon einen sentimentalen Siegertitel. Und auch unter dem Titel des deutschen Teilnehmers, sollte ein Warnhinweis eingeblendet werden. "Nichts für labile und gefährdete Menschen" oder so etwas Ähnliches.
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#6 herve64Ehemaliges Profil
  • 10.05.2018, 23:29h
  • Antwort auf #5 von andre
  • Du, das tue ich auch (abgesehen davon, dass Corinna May dem Vernehmen nach nicht wirklich blind ist, sondern nur stark schielt und deswegen die abgedunkelte Brille trägt, um dieses Manko zu kaschieren. Ist ein Gerücht, aber sei es wie es mag: die Mitleidsmasche wäre in beiden Fällen daneben, im letzteren käme noch Betrug hinzu, was es aber auch nicht mehr großartig heraus reisst).

    Aber zum heutigen Semifinale: ich bin zu 90 % mit der Entscheidung zufrieden. Lediglich Schweden hätte ich außen vor gelassen und statt dessen Georgien hinein genommen. Aber ansonsten gingen mir die Ergebnisse herunter wie Öl.

    Zum ersten Mal seit etlichen Jahrzehnten freue ich mich auf das ESC-Finale wie ein kleines Kind. So bunt liebe ich es.
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#7 herve64Ehemaliges Profil
  • 10.05.2018, 23:36h
  • Antwort auf #3 von 32tergfdhdf
  • Tja, wie gesagt: es hat nicht funktioniert. Aber tröste dich: Russland ist trotzdem dabei, und zwar in Form des tuckigen Komponisten Filipp Kirkorow, der den moldavischen Beitrag komponiert hat und von dem jedeR weiß, dass er die (übrigens von mir hochgeschätzte) Alla Pugatschowa als Alibi-Frau an der Seite hat oder hatte.

    Und genau DAS ist die schallende Ohrfeige, die ich den schwulenfeindlichen russischen Orthodoxen, Oligarchen und Altstalinisten gönne: kulturell seid Ihr ohne Schwule einfach am Arsch und zieht null Fisch.

    Q.E.D.
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#8 schwarzerkater
  • 11.05.2018, 06:00h
  • Antwort auf #3 von 32tergfdhdf
  • "Der russische Beitrag ist ganz klar mein Favorit auf den Gesamtsieg. Eine gesangliche Meisterleistung. Eine großartige Choreographie. Eine arme Frau im Rollstuhl, die wahrscheinlich die beste Sängerin aller Zeiten ist. Das Gesamtpaket stimmt und wird alle überzeugen."
    der russische beitrag ist zuecht ausgeschieden. :-D
    schlecht gesungen, choreographie sollte, wie schon so oft, von einer unterdurchschnittlichen komposition ablenken. das gesamtpaket konnte nicht überzeugen und ist zurecht ausgeschieden. danke europa.
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#9 schwarzerkater
  • 11.05.2018, 06:06h
  • Antwort auf #6 von herve64
  • "Aber zum heutigen Semifinale: ich bin zu 90 % mit der Entscheidung zufrieden. Lediglich Schweden hätte ich außen vor gelassen und statt dessen Georgien hinein genommen. Aber ansonsten gingen mir die Ergebnisse herunter wie Öl."
    geht mir ähnlich dir, freue mich schon auf samstag.
    ich hätte lieber auf den beitrag der ukraine verzichtet. aber alles gut, weil russlands politisches statement im halbfinale krachend gescheitert ist.
    :-D :-D :-D
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#10 Patroklos
  • 11.05.2018, 09:33h
  • Rußland ist absolut verdient ausgeschieden! Es ist ein ESC der Überraschungen, denn mit Slowenien und Serbien hatte keiner gerechnet. denn für die beiden Länder standen die Wettquoten schlecht, aber sie haben die Wettanbieter Lügen gestraft, deshalb verdient im Finale!
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