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Bekanntgabe des Präsidalamtes

Dunja Hayali erhält Bundesverdienstkreuz

Für ihr Engagement gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit wird die ZDF-Moderatorin vom Bundespräsidenten mit dem deutschen Verdienstorden ausgezeichnet.


Die Goldene Kamera hat Dunja Hayali schon – nächste Woche kommt das Bundesverdienstkreuz hinzu (Bild: Zuzan Berlin / flickr)

Kommende Woche wird Bundespräsident Frank-Walter Steinmeiner (SPD) der lesbischen Journalistin und Moderatorin Dunja Hayali das Bundesverdienstkreuz überreichen. Das gab das Bundespräsidialamt am Montag bekannt. Als eine von 24 Personen erhält sie den Orden am 22. Mai im Schloss Bellevue.

Grund für die Auszeichnung an die 43-Jährige ist ihr ehrenamtlicher Einsatz gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit. Das Präsidialamt erwähnt dabei ihren Einsatz für die Aktion Störungsmelder on tour; unter dem Motto "Wir müssen reden. Über Nazis." diskutiert sie dabei mit Schülerinnen und Schülern über rechte Trends und trainiert Zivilcourage. Außerdem wurde ihre Unterstützung für die Initiative des Deutschen Fußball-Bundes gegen Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Gewalt lobend erwähnt.

"Immer wieder macht Dunja Hayali zudem öffentlich, wie sie in sozialen Medien wegen ihrer Herkunft und ihres Engagements beleidigt und bedroht wird und wie sie dagegen vorgeht. Als Betroffene zeigt sie damit eindringlich, dass Hass in der politischen Auseinandersetzung nicht tatenlos hingenommen werden muss", heißt es in der Begründung der Auszeichnung.

Twitter / dunjahayali | Hayali weist auch auf Twitter immer wieder auf Rassismus und Fremdenfeindlichkeit in Politik und Gesellschaft hin

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Hayali, eine im nordrhein-westfälischen Datteln geborene Tochter irakischer Christen, ist inzwischen zu einem der bekanntesten ZDF-Gesichter geworden. Im April 2007 wurde sie Moderatorin der "Heute"-Nachrichten und Co-Moderatorin des "Heute-Journals", seit Oktober 2007 moderiert sie außerdem das "ZDF-Morgenmagazin", bei dem sie drei Jahre später zur Hauptmoderatorin aufstieg.

Seit 2015 übernimmt sie zudem im Sommer die Vertretung von "Maybrit Illner" am Donnerstagabend mit ihrer Sendung "ZDFdonnerstalk", die vergangenes Jahr in "Dunja Hayali" umbenannt wurde. Bereits vergangenen Herbst gab das ZDF bekannt, dass diese Sendung künftig nicht nur eine Sommerloch-Vertretung sein wird, sondern ab Juli regulär mittwochs um 22.45 Uhr ausgestrahlt wird. Letzten Monat wurde außerdem bekannt, dass Hayali ab August Moderatorin im ZDF-Dauerbrenner "Das aktuelle Sportstudio" wird (queer.de berichtete).

Für ihre journalistische Arbeit hat Hayali bereits diverse Auszeichnungen erhalten: So gewann sie 2016 die Goldenen Kamera in der Kategorie "Beste Information". Damals machte sie ihre Haltung mit den Worten deutlich: "Wenn Sie sich rassistisch äußern, dann sind Sie verdammt noch mal Rassist."

Geoutet hatte sich Hayali 2008, als sie erstmals über ihre damalige Freundin Mareike Arning, eine Sängerin der Band "Uschi's Orchester", sprach (queer.de berichtete). 2011 gab sie ihre Trennung bekannt und erklärte später, dass sie extrem darauf bedacht" sei, ihr Privatleben zu schützen. (dk)



#1 von_hinten_genommenAnonym
  • 15.05.2018, 16:21h
  • :-) einfach sympathisch. Ne sehr gute Journalistin und Moderatorin. Ich finde sie besser als Anne Will oder Böttcher.

    Viel Erfolg weiterhin und alles Gute für das aktuelle Sportstudio :-)
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#2 Rabauke76Anonym
  • 15.05.2018, 16:34h
  • Herzlichen Glückwunsch!!! Diese Frau ist einfach nur Weltklasse!!! Unerschrocken, direkt, ehrlich.
  • Antworten » | Direktlink »
#3 MarcAnonym
#4 AndreasKAProfil
  • 15.05.2018, 17:23hKarlsruhe
  • Angesichts der Tatsache, wie sehr sie in sozialen (?) Medien beschimpft und bedroht wird, finde ich es umso beeindruckender, wie sie ihren Rücken gerade macht und unbeirrt ihren Weg geht.

    Sie ist eine Ausnahmeerscheinung in den Medien. Ich freue mich sehr für sie, dass sie auch öffentlich geehrt wird.
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#5 SzenefreiAnonym
  • 15.05.2018, 20:18h
  • Ich erwarte von Journalisten neutrale Berichterstattung. Diese Frau ist ist indes nie neutral.

    Und daher mag sie ein guter Mensch sein, privat, aber sie ist keine gute Journalistin.

    Und sie tut niemandem einen Gefallen mit dem was sie tut: niemand der benachteiligt wird, wird durch sie weniger benachteiligt. Im Gegenteil, diejenigen die dringend erreicht werden müssen für einen Diskurs (der immer weniger möglich ist in diesem Land), diese Leute blocken bei ihr nur noch ab - und sie hinterlässt das Bild einer Staatsfernsehjournalistin, mit dem Ergebnis dass ihr Sender als ganzes nicht mehr ernst genommen wird. Und diese Entwicklung ist tragisch.
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#6 herve64Ehemaliges Profil
  • 15.05.2018, 20:28h
  • Eine absolut verdiente Empfängerin. Solche Frauen wie Dunja Hayali sind es, vor denen ich nicht nur Respekt habe, sondern zudem den Hut ziehe. Das ist eine Journalistin mit Rückgrat, von denen es leider viel zu wenige gibt.
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#7 Patroklos
#8 SzenefreiAnonym
  • 15.05.2018, 20:42h
  • Antwort auf #6 von herve64
  • Das ist eine Journalistin mit Rückgrat, von denen es leider viel zu wenige gibt.

    Ich korrigiere, weil es sein muss:
    Das ist ein MENSCH (oder eine FRAU) mit Rückgrat, von denen es leider viel zu wenige gibt.

    DENN:
    Einen guten Journalisten erkennt man daran, dass er sich nicht gemein macht mit einer Sache, auch nicht mit einer guten Sache!."
    Hanns Joachim Friedrichs

    Das bedeutet für mich nicht, dass man als Journalist haltungslos sein soll. Aber eine distanziertere Betrachtungsweise, ein neutraleres Herangehen an Themen kann dazu führen dass man nicht nur von der Seite wahrgenommen wird, für die man sich einsetzt. Und es ist Aufgabe von Journalisten generell wahrgenommen zu werden - zumal Frau Halali nicht für einen Spartensender arbeitet, sondern für ein ZDF das durch die Gebühren aller Bürger finanziert wird.
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#9 von_hinten_genommenAnonym
  • 15.05.2018, 21:04h
  • Antwort auf #5 von Szenefrei
  • Wie gut, dass ich einige Moderationen von ihr sah, so dass ich deinen Kommentar kommentieren kann.
    Wenn jemand neutral berichtet oder moderiert, dann ist es sie.
    Und nun folgendes: jeder Mensch ist beeinflusst von einer eigenen Sichtweise und von einem eigenen politischen Standpunkt. Wie kannst du dir es eigentlich anmaßen, zu fordern, sie solle doch nicht ihre Persönlichkeit und auch nicht ihre eigene Sichtweise einfließen lassen??

    Hast du eigentlich eine Ahnung von Journalismus? Selbst Sandra Maischberger hat ihre persönliche Sichtweise, die sie in ihre Diskussionen einbaut, und der frühere Journalist Tiziano Terzani hat sehr beeindruckend aus seiner Sicht Bericht erstattet.
    Jemand, der/die wie ne Puppe vor der Kamera steht und keine eigene Meinung hat, wird solch einen Job erst gar nicht erhalten.
    Das ist mal das erste.

    Und das zweite: wenn du es nicht ertragen kannst, dass Dunja Hayali ihre eigene Einstellung hat, dann schaue halt was anderes. Jedes Mal wenn Angela Merkel spricht, kannst du zuhören und applaudieren, denn sie ist diejenige, die nicht auf aktuelle Situationen professionell reagiert und keine ignoriert Notstände und unmenschliche Bedingungen so sehr und so kaltschnäuzig wie sie. Wenn dir das besser gefällt, bitte.

    Tragisch ist dein Kommentar und dein Unverständnis über das einfachste der Welt: Herzlichkeit und Respekt gegenüber den Menschen. Für dich ist das nicht neutral?
    Nö, deine eigenen Gedanken sind nicht neutral, das ist dein Problem. Ich weiß ja nicht, an was du denkst, wenn du Dunja Hayali sprechen siehst, aber du scheinst der Meinung zu sein, dass sie nicht unvoreingenommen sei, stimmt's? Weshalb denn? Weil sie lesbisch ist und dich das gar nichts angeht, oder weil sie irakischer Abstammung ist und in Deutschland geboren wurde?
    Was auch immer das ist bei dir, aber es wird deutlich, dass es deine eigenen Gedanken sind, die nicht neutral sind.

    Also projiziere mal deine eigene neblige Sichtweise nicht auf eine andere Person, die eine wunderbare Einstellung hat und den Menschen aufgeschlossen gegenüber tritt, im Gegensatz zu dir.

    Und zum Schluss nennst du mir bitte mal einen einzigen Hetero Journalisten, der nicht entweder mit einem Wort oder mit einer Geste verrät, dass er hetero ist. Viele prahlen regelrecht damit. Manche flirten miteinander, wenn sie auf Sendung sind. Es wird sogar mitgeteilt, wenn eine Journalistin schwanger ist und ein Kind erwartet. Wo ist da Neutralität???

    Halte du mal den Ball flach und akzeptiere, dass nicht alle Menschen hetero sind.

    Ende!
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#10 herve64Ehemaliges Profil
  • 15.05.2018, 21:14h
  • Antwort auf #8 von Szenefrei
  • Netter Störkommentar eines Trolls, der darin gipfelt, dass er den Nachnamen der Bundesverdienstkreuzträgerin mit "halali" verballhornt und verunglimpft. Troll woanders herum, du dummes Stück Fleisch!
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