Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?31179

AfD

Höcke will Schwule und Lesben nicht akzeptieren

Homosexuelle will der Thüringer AfD-Chef höchstens "ertragen" – in einem Positionspapier seiner Fraktion giftet er außerdem gegen die Ehe für alle, weil dadurch heterosexuelle Familien "torpediert" würden.


Björn Höcke nennt als Feinde der deutschen Leitkultur unter anderem Muslime und heiratende Homosexuelle (Bild: Screenshot NOS)

Der Thüringer AfD-Chef Björn Höcke hat am Dienstag in Erfurt ein 38-seitiges Positionspapier seiner Fraktion zur deutschen Leitkultur vorgestellt und dabei gegen Homosexuelle polemisiert. Einen Tag nach seinem ersten Auftritt bei der rassistischen Pegida-Demo in Dresden erklärte der Politiker bei einer Pressekonferenz, ein demokratischer Rechtsstaat könne sich durch die angebliche "Tyrannei der Werte" in einen "autoritären Gesinnungsstaat" verwandeln.

Der ehemalige Gymnasiallehrer fügte an: "Ein Beispiel: Homosexualität. Ist zweifellos zu tolerieren. Lateinisch: tolerare – ertragen! Selbstverständlich, was denn sonst. Aber: Homosexualität ist auf der Grundlage unserer Rechtsnorm nicht zu akzeptieren", so Höcke. "Akzeptieren ist eine positive, ein befürwortende Zuschreibung beispielsweise eines Zustandes! Das ist etwas, was in unseren Schulen schon angelegt wird, dass man also diese Sexualität, diese Homosexualität nicht nur als etwas Tolerierbares oder Notwendiges vermittelt, sondern als etwas, was sogar als exklusiv, als erstrebenswert suggeriert wird. Und da müssen wir als bürgerliche Partei sagen: Nein." Wenn der Staat eine Zukunft haben wolle, müsse man "natürlich die klassische Familie mit Kindern in das Zentrum unserer Wertevermittlung stellen".

Laut Höcke solle das Positionspapier identitätsstiftend für seine Parteifreunde im ganzen Land sein. Der 46-Jährige behauptete, dass es den Deutschen allgemein an Identität mangle, weswegen etwa die Grenzen nicht gegen Flüchtlinge geschützt werden würden. Durch den "massenhaften Import" von nicht-europäischen Ausländern werde das deutsche Sitten-, Werte- und Normengefüge kaputt gemacht.

- Werbung - Video (60s): KLM – Wir sind eine Airline

Ehe für alle "torpediert" heterosexuelle Familien

Auch in dem Positionspapier wettert die Höcke-Fraktion gegen Homo- und Transsexuelle. In einem Kapitel mit dem sperrigen Titel "Leitkultur, Verfassungspatriotismus, Werte: Das Ungenügen von Abstraktionen" werden mehrere Begriffe wie "Offenheit", "(Bunte) Vielfalt" und "Mitmenschlichkeit" kritisiert, die "Ideologisierung und ideologische Neuschöpfung" zeigten.

In dem Papier beklagt Höcke die "tyrannische Durchsetzung" von Werten auch beim Thema "Gender". In dem Abschnitt wettert er nicht nur gegen "All Gender Toiletten", sondern erklärt auch, die Gleichbehandlung von Schwulen und Lesben im Ehe-Recht schade heterosexuellen Familien mit Kindern: "'Gender' wird vor allem als Wertformel verwendet, um die traditionelle Familie (Vater, Mutter und ihre Kinder) zu torpedieren und einen familienpolitischen Relativismus zu installieren − etwa auf dem Wege der Durchsetzung einer 'Ehe für alle' oder des Adoptionsrechtes für homosexuelle Paare etc."

Höcke hat bereits wiederholt mit Attacken auf Schwule und Lesben für Schlagzeilen gesorgt. So warnte er etwa vor einem "perversen Zeitgeist", der es zulasse, dass über Homosexualität an Schulen gesprochen werde. Nach dem Urteil zum Dritten Geschlecht verglich er Intersexualität mit Schizophrenie und "Spinnerei" (queer.de berichtete). (dk)



#1 FelixAnonym
  • 16.05.2018, 11:51h
  • ""giftet er außerdem gegen die Ehe für alle, weil dadurch heterosexuelle Familie "torpediert" würden.""

    Wenn mehr Menschen die Ehe eingehen können, wird dadurch denen, die es immer schon konnten, nichts weg genommen...

    Es gibt keine begrenzte Menge an Liebe.
  • Antworten » | Direktlink »
#2 von_hinten_genommenAnonym
#3 EulenspiegelAnonym
  • 16.05.2018, 12:16h
  • Dabei ist das Familienbild von ihm gleich dem von vielen erzkonservativen Migranten:

    Mann: Boss
    Frau: Dienerin, Sollte in Sack und Asche rumlaufen und Kinder Küche Kirche (Moschee) tun.

    Absolut gleiches Weltbild ob AFD oder konservativer Islam / konservative Christen.
  • Antworten » | Direktlink »
#4 Petrus48Anonym
  • 16.05.2018, 12:18h
  • Antwort auf #2 von von_hinten_genommen
  • Was wohl die Bundestagsfraktion mit Alice Weidel zu diesem Thüringer Fraktionspapier der AfD sagt ???

    Mir würde es gefallen, wenn die AfD wieder aus allen 14 Landtagen und dem Bundestag wieder rausfliegt, aber es wird umgekehrt kommen; im Herbst zieht die AfD dann in die letzten beiden Landtage in Hessen und in Bayern ein.

    Rpt-Grün in Hessen hat dann keine Mehrheit mehr und es gibt dort eine GroKo und in Bayern verliert die CSU ihre Mehrheit und dort gibt es dann auch eine GroKo.

    Und 2019 wird es dann richtig übel, wenn die Landtagswahlen in Thüringen, in Brandenburg, in Bremen und in Sachsen sind.

    Dann "kippt" die grün-sozialdemokratische Landesregierungen in Bremen, wo es dann auch eine GroKo geben wird.

    In Thüringen kippt dann rot-rot-grün und dort gibt es dann auch GroKo sowie ebenfalls in Thüringen, wo die links-sozialdemokratische Regierung in Brandenburg kippen wird.

    Fazit: Wir werden im Herbst und 2019 lauter GroKo Regierungen sehen, da die SPD mit einer kleineren Partei keine Mehrheit am linken Flügel zusammen bekommen wird.
  • Antworten » | Direktlink »
#5 GreenbasicAnonym
  • 16.05.2018, 12:35h
  • >>Und da müssen wir als bürgerliche Partei sagen: Nein." Wenn der Staat eine Zukunft haben wolle, müsse man "natürlich die klassische Familie mit Kindern in das Zentrum unserer Wertevermittlung stellen".<<

    Statistiken beweisen. Die Bevölkerung geht durch die "Ehe für alle" nicht zurück, sondern im Gegenteil sie steigt sogar!!!

    Mittlerweile haben 1 Milliarde Menschen (und da ist die halbe EU dabei) das Recht, auch gleichgeschlechtlich zu Heiraten!
    Und in keinem Land wo eine "eingetragene Partnerschaft" oder "Ehe für alle" eingeführt wurde, sind die Geburten zurückgegangen. Sondern die Geburten nahmen danach sogar zu.
    Zum Beispiel Frankreich hat die "Ehe für alle" und hat mit über 2 "Kindern pro Frau" die meisten Kinder in Europa. Übrigens ist in Frankreich auch nach der gleichgeschlechtlichem Ehe die Geburtenrate weiter gestiegen.
    Oder Niederlande hatte 1983 durchschnittlich 1,47 Geburten pro Frau und nach der "Ehe für alle" hatte die Niederlande 2009 1,79 Geburten.
    Singapur verfolgt Homosexuelle und hatte 1983 1,61 Geburten pro Frau und 2009 1,22 Geburten pro Frau. Die Geburten sind trotz "Homophobie" zurückgegangen.
    Diese Fakten kann man ganz einfach nachgoogeln
  • Antworten » | Direktlink »
#6 DemokratiaAnonym
  • 16.05.2018, 12:37h
  • Herr Höckertier (= Kamel), in der Kirche werden Sie sicher gefeiert und hofiert.
    Ich habe lange nicht mehr solche Nenschenfeinde erlebt wie die in der AfD. Die Nazizeit ist mir zum Glück ja auch erspart geblieben.
    Hoffensichtlich eerden Sie zukünftig nie wieder als Lehrer arbeiten..
    So jemanden wie Sie bzw. mit Ihrer Gesinnung vor Schüler zu stellen, ist verantwortungslos.
    Schönen Sie sich, wenn Sie dazu überhaupt in der Lage sind. Denn Scham
    setzt eine moralische Grunderziehumg voraus. Dass sich die AfD nicht von Ihnen getrennt hat, macht sie für mich endgültig zur braunen Abschaum-Partei.
  • Antworten » | Direktlink »
#7 niccinicciAnonym
  • 16.05.2018, 12:42h
  • ein ewig gestriger spinner! leider das produkt schlechter politik und politiker, die den bezug zur wählenden bevölkerung verloren haben! leider ist sahra wagenknecht in der falschen partei, eine der wenigen positiven ausnahmen!!!
  • Antworten » | Direktlink »
#8 alter schwedeAnonym
  • 16.05.2018, 12:52h
  • Weshalb werden diese Frust-Biedermänner eigentlich immer noch als Politiker bezeichnet? Das sind Faschisten und Rassisten aus der geistigen Billig-Rasierwasserkiste, welche die gewetzten Messer mit Wonne in ihren sogenannten Positionspapieren schwingen um endlich mal in ihrer erbärmlichen Armseligkeit wahrgenommen zu werden. Brauner Rotz den man nur allzugut aus Adolfs tausendjähriger Bruchbude kennt.
    Deshalb Herr Höcke: "Es ist eine Ehre von Ihnen als schizophren bezeichnet zu werden".
  • Antworten » | Direktlink »
#9 lollipopAnonym
  • 16.05.2018, 13:23h
  • Guter Artikel, aber der Redaktion ist wohl ein Fehler unterlaufen. Er heißt Bernd Höcke ;)
  • Antworten » | Direktlink »
#10 LavendelschwertAnonym