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Kommentare zu:
Georgien: Orthodoxe Kirche kontert Tag gegen Homophobie mit 400 Hetero-Ehen


#1 gerawi63Anonym
  • 16.05.2018, 17:59h
  • Im wahrsten Sinne des Wortes 'pervers': woanders heiratet man aus Liebe, hier aber aus 'HASS'!
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#2 stephan
#3 Petrus48Anonym
  • 17.05.2018, 01:50h
  • Antwort auf #2 von stephan
  • In der Tat: in den orthodoxen Kirchen Osteuropas haben wir es mit erheblicher Homophobie zu schaffen.

    ---------
    Sowieso während das protestantisch geprägte Nordeuropa mit der lutherischen Isländischen Kirche in Island, mit der lutherischen Norwegischen Kirche in Norwegen, mit der lutherischen Schwedischen Kirche in Schweden und mit der lutherischen Dänischen Kirche in Dänemark christliche Kirchen hat, die regulär kirchliche Trauungen für verheiratete homosexuelle Paare ermöglichen und in Finnland die Evangelisch-Lutherische Kirche Finnlands zumindest Segnungsgottesdienste erlaubt, schaut es in den Orthodox-christliche geprägten Staaten Osteuropas in Russland, in Weißrussland, in Georgien, in Bulkgarien, in Serbien, in Rumänien und in Griechenland genau umgekehrt ist.

    ----

    Dafür haben wir aber nicht nur in Nordeuropa sondern auch hier in West- und Mitteleuropa ebenso mittlerweile eine Reihe von christlichen Kirchen, die Trauungen für verheiratete homosexuelle Paare ermöglichen wie beispielsweise mittlerweile sechs EKD-Landeskirchen in Deutschland, die Anglikanische Kirche in Schottland, die Vereinigte Protestantische Kirche in Frankreich, die Vereinigte Protestantische Kirche in Belgien und vor allem viele christliche Kirchen, die zumindest Segnungsgottesdienste erlauben wie beipielsweise die Protestantische Kirche der Niederlande, eine Reihe der reformierten Kantonskirchen in der Schweiz, die Helvetische Kirche in Österreich, die Augsburgische Kirche in Österreich, die Altkatholische Kirche oder auch die United Reformed Church in England.

    ---

    Interessant ist derzeit die Entwicklung in der Römisch-Katholischen Kirche, wo schwere Debatten bei diesem Thema innerhalb der r-k Kleriker "toben" und es kein einheitliches Bild mehr dort gibt. Gerade in der R-k Kirche ist es derzeit am Wichtigsten hier weiter auf Reformen zu drängen, wie es Barbara Hendricks und Manfred Bruns auch auf dem Katholikentag in Münster vorbildlich gemacht haben. Ich kann mir in den kommenden 20 Jahren eine LSBTI-freundliche Positionierung des Vatikans durchaus vorstellen, aber bei den Orthodoxen Kirchen Osteuropas sehe ich da eher sehr pessimistisch in die Zukunft.

    Die orthodox geprägten Länder Osteuropas marschieren überwiegend (Ausnahme: Griechenland/Zypern, evtuell Rumänien) in eine ganz andere Richtung als der Rest Europas
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#4 IsaakAnonym
  • 17.05.2018, 05:40h
  • Antwort auf #3 von Petrus48
  • Wo sehen Sie zu dem Thema in der RKK irgendwelche Debatten "toben"? Gewiss, für die deutschsprachige Öffentlichkeit wird jenseits amtskirchlicher Verlautbarung bisweilen ein gewisses, quasi-liberales Schaufechten ausgetragen aber das ist für die Weltkirche von eher geringer Relevanz. Da verschiebt sich der Ton eher in Richtung Anti-Modernismus; sowieso würde eine Readjustierung der katholischen Lehre eine Änderung des CIC und vermutlich eine entsprechende Synode bedingen und beides ist mit dem Wort "unwahrscheinlich" dann doch noch sehr freundlich umschrieben.
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#5 swimniAnonym
  • 17.05.2018, 10:22h
  • Zwiad Sekhniaschwili ist ein Gottesbenutzer - wie kann ein angeblich Gläubiger seinen eigenen so billig benutzen?
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#6 Petrus48Anonym
  • 17.05.2018, 10:56h
  • Antwort auf #4 von Isaak
  • @Isaak
    "Wo sehen Sie zu dem Thema in der RKK irgendwelche Debatten "toben"? Gewiss, für die deutschsprachige Öffentlichkeit wird jenseits amtskirchlicher Verlautbarung bisweilen ein gewisses, quasi-liberales Schaufechten ausgetragen aber das ist für die Weltkirche von eher geringer Relevanz."

    --> Nicht nur hier in Deutschland finden diese Debatten in der römisch-katholischen Kirche statt, wo Bischöfe wie Franz-Josef Bode aus dem Bistum Osnabrück sich für Segnungsgottesdienste ausgesprochen hat und dies ebenso der Weihbischof Schepers im Bistum Essen fordert.

    Auch in benachbarten katholisch geprägten Ländern wie Österreich, wie Belgien oder auch in Frankreich haben wir diese Forderungen mittlerweile bei einigen römisch-katholischen Bischöfen wie dem Bischof Jozef De Kesel aus dem Bistum Brüssel.

    ----
    In der römisch-katholischen Kirche finden einige Reformen nunmehr unter Franziskus statt:

    * Reform des kirchlichen Arbeitsrechtes:

    ** keine automatische Kündigung bei Eingehen einer gleichgeschlechtlichen Ehe bei den Mitarbeitern der sonstigen Berufe (Ausnahme: verkündungsnahe Berufe)

    ** keine Kündigung von nach Scheidung wiederverheirateten katholischen Mitarbeitern

    * Zulassung von landeskirchlichen evangelischen Ehepartnern katholischer Gemeindemitglieder zur Eucharistie mit ZweiDrittelmehrheit der Bischofskonferenz in Deutschland

    * Zulassung von wiederverheirateten katholischen Gemeindemitgliedern zur Eucharistie

    * wahrscheinlich auf der Amazonassynode 2019 die Durchbrechung des Pflichtzölibates bei den Priestern ("viri probati") wegen des Priestermangels in Lateinamerika ("nicht nur Europa auch in Lateinamerika fehlen die Priester")

    * Entmystifzierung des Papstamtes

    * "Rauswurf"/Entmachtung einer Reihe von erzreaktionären Kardinälen wie Müller oder Burke

    ---> Und eines fällt auch auf, vieles an der Basis bei den katholischen Gemeinden wird mittlerweile anders gehandhabt, als es der Vatikan vorgibt, weil der Seelsorgernotstand bei den Priestern so massiv ist; was beispielsweise heute dort "alles" von weiblichen Pastoralreferentinnen und von verheirateten Diakonen erledigt wird. das hat sich vollkommen verändert: Wortgottesdienste (ohne Eucharistie), Beerdigungen, Taufen oder Betreuung der Kommunion- und Firmungskinder wird mittlerweile alles von verheirateten Diakonen/Pastoralreferentinnen erledigt, weil nicht genügend Priester vorhanden sind: NUR die Eucharistiefeier am Sonntag, die bleibt weiterhin den Singlepriestern bisher noch überlassen; alles andere wird zunehmend auch von Frauen und auch von verheirateten Männern erledigt.
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#7 Gott_mit_unsAnonym
  • 17.05.2018, 13:08h
  • Antwort auf #6 von Petrus48
  • "Zulassung von landeskirchlichen evangelischen Ehepartnern katholischer Gemeindemitglieder zur Eucharistie mit ZweiDrittelmehrheit der Bischofskonferenz in Deutschland"

    Bedeutet dies, dass Angehörige von lustigen Splittersekten nun mit Partnern aus anderen lustigen Splittersekten rituellen Kannibalismus spielen dürfen, ohne dass die mit Zahngold verzierten Ober-Magier schadenszauberisch tätig werden müssen? Ist ja supi! Aber so ganz ist der sich selbst befruchtende Gott doch nicht einverstanden, oder erklärt sich die Zweidrittelmehrheit aus den drei Falten des abrahamitischen Pantheon?
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#8 Vater
  • 17.05.2018, 17:47h
  • Da wir Homos ja bekanntermaßen Feinde der Familie sind und selbige mit Gender-Mainstreaming zerstören wollen ist es in der Tat ein sehr schwerer Schlag für uns alle, wenn viele Heteros heiraten.
    Jede geschlossene Hetero-Ehe ist eine tiefe und persönliche Niederlage für uns Gender-Vertreter.
    Mit nichts kann man uns Familienhasser so schwer treffen, wie mit frisch vermählten Heteros.

    Diese Leute haben wirklich begriffen worauf es uns bei diesem Kulturkampf ankommt.
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#9 ursus
  • 17.05.2018, 18:50h
  • Antwort auf #3 von Petrus48
  • "und in Finnland die Evangelisch-Lutherische Kirche Finnlands zumindest Segnungsgottesdienste erlaubt,"

    das ist meines wissens falsch. in der synode von 2011 hat sie sich dazu durchgerungen, "gebete" zu erlauben und wert darauf gelegt, dass diese sich zwar auf die personen beziehen, nicht aber auf ihre partnerschaft.
    das wort "gebet" aus diesem beschluss wird hier und da gern zur "segnung" schöngeredet, es geht aber, zumindest offiziell, ausdrücklich nicht um eine solche.

    nach der eheöffnung hat die finnische kirche noch einmal bekräftigt, nur heterosexuelle ehen gottesdienstlich zu begleiten und auf den beschluss von 2011 verwiesen.

    wenn du eine neuere entscheidung kennen solltest, verlinke bitte einen beleg.
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#10 IsaakAnonym
  • 18.05.2018, 01:20h
  • Antwort auf #7 von Gott_mit_uns
  • Na, Sie sind ja lustig. Man kann Religionen gerne doof finden aber wer die Katholische Kirche mit weltweit mehr als 1,2 Milliarden Mitgliedern (darunter immerhin an die 28-30% der Deutschen) und die EKD (der beinahe ebenso viele Menschen hierzulande angehören) als "Splittersekten" betitelt, der muss auf einem anderen Planeten leben. Davon abgesehen, dass beides demographisch gesehen keine Splittergruppen sind, sind sie auch religionswissenschaftlich keine Sekten oder in irgendeiner Form mit Sekten vergleichbar. Was der Rest ihres Geschreibsels soll, weiß ich nicht, aber so eine kleine Einführung in Religionsgeschichte (und gerne auch Dogmatik, Christologie, Soteriologie und Sakramentenlehre) würde Ihnen wohl ganz gut tun... und sei es nur, damit Sie für das, was Sie beschimpfen, ein besseres Verständnis entwickeln. Dann wird es vielleicht auch irgendwann witziger.
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#11 IsaakAnonym
  • 18.05.2018, 01:56h
  • Antwort auf #6 von Petrus48
  • Danke für Ihre Antwort; ganz so einfach ist es aber dann doch nicht. Natürlich gibt es hier und da überall im Westen den einen oder anderen Hierarchen, der sich für eine entspanntere Haltung zum Thema Homosexualität einsetzt. Die gab es vor zehn Jahren aber auch schon, nun sind sie eben zahlreicher und gehen mit ihren Forderungen eher an die Öffentlichkeit (was durchaus als positives Signal zu werten ist). Treiben sie es aber zu bunt, werden sie in der Regel schnell wieder von der Glaubenskongregation eingefangen, etwa indem klargestellt wird, dass die Verlautbarungen des CICs unabänderliche Gültigkeit besitzen. Diskutieren kann man da natürlich viel, entscheiden aber ohne ein Placet der Weltkirche wenig. Und hier wird es für affirmative Stimmen immer schwieriger, je mehr sich das innerkirchliche Gewicht nach Afrika und Asien verschiebt. Was einige Bischöfe in Münster oder anderswo in der deutschen Provinz tun, das interessiert, mit Verlaub, in Kinshasa, Seoul, Goa oder Maputo niemanden so wirklich.

    Zu den angesprochenen Reformen: Das meiste (etwa das Kündigungsrecht) liegt an und für sich im Aufgabenbereich der nationalen Bischofskonferenzen und wird woanders natürlich anders geregelt. Die Zulassung evangelischer Ehepartner zur Eucharistie, die sie nennen, ist (a) an klare Bedingungen und Ausnahmen gekoppelt, also kein Normalfall, und (b) wie Sie sicher wissen, vom Vatikan noch längst nicht abgesegnet. Vielmehr hat eine Delegation inkl. Woelki dagegen erst kürzlich heftig bei Franziskus opponiert, was dazu geführt hat, dass gerade die deutsche Kirche in dieser Frage noch gespaltener ist als ohnehin schon. Das Freundlichste was man vom Heiligen Stuhl wiederum hört ist abermals die Idee, dieses Thema den Bischofskonferenzen anheimzustellen - was faktisch bedeutet, dass eine weltkirchliche Bewegung in diese Richtung erst einmal ausgeschlossen ist. Die Ergebnisse der Amazonassynode bleiben abzuwarten; bei der (dringend überfälligen) Entmystifizierung des Papstamtes stimme ich Ihnen dagegen zu. Dass es an der Basis zum Glück häufig anders abläuft ist sicher ebenfalls richtig, aber das ist ja kein Zustand, mit dem beide Seiten auf Dauer zufrieden sein können.

    Vielleicht aber noch ein Wort zum Thema Entmachtung konservativer Kardinäle: Ich fürchte, Sie zäumen das Pferd da von der falschen Seite auf. Sicher, Burke und Müller sind unter Franziskus weitgehend isoliert (wobei man die beiden nicht leichtfertig abschreiben sollte; sind beide noch recht jung und gerade Burke ist und bleibt im US-amerikanischen Episkopat bestens vernetzt) aber das hat wohl wenig mit ihrer konservativen Natur zu tun, sondern damit, dass Sie Franziskus unbequem geworden sind. Bei Burke war die Sache jedenfalls ziemlich sicher eine persönliche und Müller wurde vom Papst ja zunächst im Amt bestätigt und durfte auch seine Amtszeit bis zum Ende voll absitzen. Sie wurde lediglich nicht verlängert. Aber weder ist sein Nachfolger in der Glaubenskongregation, Luis Ladaria, als großer Liberaler bekannt, noch hat sich Franziskus an viele andere einflussreiche Konservative herangetraut: Ich denke da etwa an die Kardinäle Sarah (Guinea), Eijk (Niederlande), Turkson (Ghana), Erdö (Ungarn), Bagnasco (Italien) und Napier (Südafrika). Sollte Franziskus morgen sterben, wäre beileibe nicht auszuschließen, dass einer der Genannten ihm nachfolgt. Kronprinz Tagle ist nämlich keineswegs so fest im Sattel, wie es der Papst gerne hätte.
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#12 TheDadProfil
  • 18.05.2018, 11:57hHannover
  • Antwort auf #10 von Isaak
  • Klingt alles recht logisch, ist es aber nicht..
    Der Begriff "Sekte" wurde von der besagten RKK "erfunden" um sich von anderen "christlichen gemeinschaften" abzugrenzen..

    Der Begriffs-Definition zufolge handelt es sich bei "Sekten" um
    "Abspaltungen vom Ursprung"..

    Nun hat sich die RKK nachweislich von einer aramäisch-jüdischen Religionsgemeinschaft abgespalten, die wiederum selbst schon eine Abspaltung vom ursprünglichem Judaismus war..

    Danach erfüllt die RKK alle Definitionen die sie selbst für "Sekten" ersonnen hat..

    Zusätzlich haben sich neben den Orthodoxen dann noch die Evangelen von der RKK abgespalten, und bilden damit ebenfalls eigenständige "Sekten"..

    Auch den "Islam" kann man als "Sekte" bezeichnen, denn nach den Aussagen des Gründers Mohammed als Propheten in der Sunna festgehalten, sprach der Prophet :
    "ich schenke euch ein buch zur erneuerung der religion",
    was damit meinte, die jüdische "Religion" ins arabische Übersetzt zu haben..
    Der Koran ist dann auch konsequent nichts weiter als die arabische Fassung der Thora mit dem Inhalt der 5 Bücher Mose..
    Und damit eine weitere "Sekte"..

    Dein "Argument" mit den "etwa 1,2 Milliarden" Mitgliedern ist per sé Unsinn, denn es ist völlig unerheblich wie viele Mitglieder einer solchen "Religions-Gemeinschaft" angehören müßten, um der Definition der RKK darüber was Sekten seien, nicht mehr zu genügen, und damit etwa von einer "Sekte" zu einer "Kirche" "aufzusteigen"..
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