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Leo e.V. in Sachsen-Anhalt

Neuer Versuch: "Homoheiler"-Verein soll freie Trägerschaft aberkannt werden

Nachdem Leo e.V. in einem Seminar die "Heilung" von Homosexuellen propagiert hatte, will der Landkreis gegen den Verein vorgehen. Vor vier Jahren scheiterte allerdings der Versuch, die freie Trägerschaft abzuerkennen.


In den USA werben Homo-"Heiler" offen auf großen Werbetafeln – wie hier in der Stadt Waco im Bundesstaat Texas

Der Landkreis Mansfeld-Südharz unternimmt nach einem Bericht der "Mitteldeutschen Zeitung" erneut einen Versuch, dem homophoben Verein Leo e.V. die freie Trägerschaft abzuerkennen. Im Jugendhilfe-Ausschuss des Landkreises in Sangerhausen wurde mehrheitlich beschlossen, zu überprüfen, ob die Tätigkeiten von Leo mit dem Grundgesetz vereinbar seien.

Der von Bernhard Ritter, einem ehemaligen evangelischen Pfarrer und Ex-CDU-Landtagsabgeordneten, geführte Verein war mehrfach beschuldigt worden, Seminare zur "Heilung" von Homosexuellen anzubieten. Vergangenen Monat veröffentlichten Journalisten eine Einladung zu einem Seminar in der Gemeinde Bennungen, in dem Homosexualität auf eine Stufe mit Pädophilie gestellt und als "Fehlorientierung" beschrieben wurde, die man korrigieren könne (queer.de berichtete).

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Versuch vor vier Jahren scheiterte

Der Landkreis hatte bereits vor vier Jahren die Aberkennung der freien Trägerschaft beschlossen, wodurch der Verein keine öffentlichen Gelder mehr erhalten konnte. Damals hatte Leo aber dagegen geklagt und in zwei Verfahren Recht bekommen. Begründet wurde dies seinerzeit damit, dass man nicht mit Sicherheit sagen könne, was in den Kursen tatsächlich gelehrt wird.

Die Jugendausschuss-Vorsitzende Christine Kümmel (Linke) bekräftigte jetzt, dass Homosexualität keine "Störung" sei und man deshalb gegen den Verein vorgehen müsse. Man wolle nun überprüfen, ob der Verein gegen den Antidiskriminierungsartikel 3 im Grundgesetz verstößt. Auch Stefan Müller vom Christlichen Jugenddorfwerk Deutschlands unterstützte das Anliegen in der Ausschusssitzung und erklärte: "Dass Leo vor Gericht Erfolg hatte, lag an Verfahrensfehlern."

Leo-Chef Bernhard Ritter hat sich in den vergangenen Wochen nicht zum Thema geäußert. Er hat bis heute noch gute Verbindungen in seiner Partei. So ist er nach wie vor gemeinsam mit Landesgleichstellungsministerin Anne-Marie Keding im Vorstand des Evangelischen Arbeitskreises der CDU in Sachsen-Anhalt vertreten – Kedings Aufgabe ist es eigentlich, auch Homosexuelle vor Diskriminierung zu schützen. Im Kreis-Jugendausschuss konnte sich außerdem seine Parteifreundin Marlies Schneeberg nicht dazu durchringen, für die Überprüfung auf Verfassungsmäßigkeit des Vereins zu stimmen. Sie lobte Ritter vielmehr gegenüber der "Mitteldeutschen Zeitung": "Ich kenne Herrn Ritter als einen anständigen und integeren Menschen."

Weltärztebund: Homo-"Heiler" verletzen Menschenrechte

Bereits seit Jahren warnen nicht nur LGBTI-Aktivisten, sondern auch Psychologenverbände davor, dass Homosexuelle mit derartigen "Therapien" in den Selbstmord getrieben werden könnten. Der Weltärztebund verabschiedete 2013 eine Stellungnahme, nach der derartige Behandlungen "die Menschenrechte verletzen und nicht zu rechtfertigen" seien (queer.de berichtete). In Deutschland dürfen Homo-"Heiler" trotzdem generell aktiv sein: Die Bundesregierung hatte im letzten Jahr erklärt, dass sie "Konversionsthreapien" zwar ablehne, aber keinen Grund sehe, diese zu verbieten (queer.de berichtete). Allerdings gibt es vermehrt Debatten über das Thema. Derzeit gibt es auch eine Online-Petition für ein Verbot, die sich an Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) richtet. (dk)



#1 Peter LauerAnonym
  • 17.05.2018, 11:03h
  • Kurze Frage mit BITTE um eine Antwort von Queer.de
    Die FREIE - TRÄGERSCHAFT wie ist die zu Verstehen!
    Denn Stratus " KÖRPERSCHAFT DES ÖFFENTLICHEN RECHTS "
    Oder - E.V. " EINGETRAGENER VEREIN "
    Bei der Ersten Variation ist es nur Möglich wenn dass Bundes Verwaltungs Gericht in Leipzig diesen Antrag von der Landesregierung zustimmt !
    Variante Zwei Reicht schon das Oberverwaltungsgericht des Bundeslandes !
    Viele Liebe Grüße und alles Gute + Viel Erfolg euer Peter.
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  • Anm. d. Red.: E.V., wie im Text erwähnt.
#2 Gott_mit_unsAnonym
  • 17.05.2018, 12:15h
  • Es ist zwar müssig darauf hinzuweisen, - da so erwartbar wie das Amen im Tempel - doch hinter dieser Menschenverachtung und dem Sadismus steckt eine abrahamitische Sekte. DIE Sekte, für die einige Forums-User bei queer.de beständig und mit den immer gleichen copy&paste -Sätzen, werben.
    Hier in diesem Strang sehe ich zwar noch keine entsprechenden Posts, doch ich bin sicher, die kommen noch.
    Was ich nun nicht verstehe ist, warum unter solchen richtigen und wichtigen Artikeln über den alltäglichen Theofaschismus in Deutschland und der Welt, den Lesern immer wieder die Verhöhnung der Opfer, durch Fans dieser Hass-Ideologie zugemutete wird. Es ist, als würden sich unter einem Artikel zum Thema "nationalsozialistische Rassenhygiene", Jubel-Posts für Josef Mengele ansammeln.
    Diese Schere ist mir ein sehr bitteres Rätsel.
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#3 schwarzerkater
  • 17.05.2018, 12:40h
  • Können sich bitte endlich mal Profis um diesen abstrusen Verein kümmern, damit ihm die öffentlichen Gelder endgültig gestrichen werden.
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#4 ToffAnonym
  • 17.05.2018, 13:01h
  • Antwort auf #1 von Peter Lauer
  • Hallo,

    vielleicht zur Aufklärung, ein "freier Träger der Jugendhilfe" ist erstmal nur eine juristische Person oder Vereinigung die im Bereich der Jugendhilfe gemeinnützig tätig ist und noch weitere Voraussetzungen erfüllt. Damit ist erstmal nichts weiteres verbunden was den Vereinsstatus oder Steuervorteile betrifft sondern es geht lediglich um die Zusammenarbeit mit den Jugendämtern, z.B. in Arbeitsgemeinschaften. Der Status kann aber z.B. Voraussetzung sein um Fördergelder, etc. zu erhalten.

    Da eine der Voraussetzungen für die Anerkennung ist, "eine den Zielen des Grundgesetzes förderliche Arbeit zu bieten" könnte hier der Ansatzpunkt liegen dem Verein diesen Status zu entziehen. Damit würde aber nicht der Verein verboten.
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#5 monchichiAnonym
  • 17.05.2018, 17:24h
  • Eine gute geschäftsidee :)
    SEMINARE ZUR HEILUNG VON MONOTHEISTISCHER BEWUSSTSEINS- DEPROGRAMMIERUNG ZU GEBEN.
    Was ja auch irgendwie logischer ist, weil ja sexuelle orientierung genetisch bedingt ist und die abrahamitischen programmierungen sich nur in der psyche abspielen.
    Wenn ich hier so einige kommentare lese, fällt mir auf, das selbst die kommentatoren die sich als nicht religiös oder gar atheistisch geben ,selbst in monotheistischen bewusstseins strukturen denken und schreiben.
  • Antworten » | Direktlink »
#6 TraumzerstörerYnAnonym
#7 monchichiAnonym
  • 17.05.2018, 18:48h
  • Antwort auf #6 von TraumzerstörerYn
  • Wie laufen die denn so ab, also wie wird behandelt?

    Stell dir einfach einen roboter vor der nach einen bestimmten programm(gott,allah,jahve,etc) läuft.
    Eine maschine, die einfach nur tag für tag ihr programm erfüllt, das ihr einprogrammiert wurde.
    Und jetzt stell dir vor das dieser roboter die fähigkeit entwickelt sein eigenes programm als solches zu erkennen und lernt sein eigenes programme zu modifizieren oder umzuschreiben.
    Eine art geistiger evolutionssprung!
    Somit wird gott, also das programm, entmystifiziert und und es ergibt sich die möglichkeit für die menschen ihre geistigen fähigkeiten zu besserem zu nutzen als drohnen für unnütze relgionen zu spielen und künstliche lächerliche homophobie kulturell und politisch zu etablieren.
  • Antworten » | Direktlink »
#8 TraumzerstörerYnAnonym
  • 17.05.2018, 19:55h
  • Antwort auf #7 von monchichi
  • "Und jetzt stell dir vor das dieser roboter die fähigkeit entwickelt sein eigenes programm als solches zu erkennen und lernt sein eigenes programme zu modifizieren oder umzuschreiben.
    Eine art geistiger evolutionssprung! "

    Ein Roboter kann selbst nichts entwickeln, weil er von anderen Programmiert wurde.
    Er kann nichts selbst erschaffen, weil er nicht dazu gefähigt wurde.

    "und es ergibt sich die möglichkeit für die menschen ihre geistigen fähigkeiten zu besserem zu nutzen als drohnen für unnütze relgionen zu spielen "

    Wir sind alle Drohnen von irgendwem oder irgendetwas. Mit der Abkehr von einer Idee, wenden wir uns lediglich einer anderen zu.
    In den Platz deines sog Gott-Programms tritt dann ein anderer Herr. Irgendwo suchen wir uns schon eine neue Erklärung.

    z.B. Mister Urknall, der dann alles erklärt, und verteidigt werden muss.
    Oder Stephen Hawking, Sigmund Freud und wie sie alle heißen.
  • Antworten » | Direktlink »
#9 Homonklin44Profil
  • 18.05.2018, 06:03hTauroa Point
  • Antwort auf #2 von Gott_mit_uns
  • Das liegt daran, dass die Indoktrinierung mit religioten Inhalten oft in die Wiege gelegt wird, und sich die eigene Emanzipation dagegen durch kämpfen muss.
    Je nach Charakter und Person haut das aber nicht hin, oder wird auch erst gar nicht angestrebt. Die Art Leute verbleiben zeitlebens im Wahn davon, es gäbe Hoffnung, und auch die Sekte könnte eines Tages dazu lernen.

    Dazu kommt bei einigen noch sowas Ähnliches wie ein der Religion gewidmetes Stockholm-Syndrom, auich wenn der Vergleich mit diesem Begriff hier gern mal hinkt.
  • Antworten » | Direktlink »
#10 Homonklin44Profil
  • 18.05.2018, 06:16hTauroa Point
  • Antwort auf #8 von TraumzerstörerYn
  • ""In den Platz deines sog Gott-Programms tritt dann ein anderer Herr. Irgendwo suchen wir uns schon eine neue Erklärung.""

    Es ist schon viel geschafft, wenn man erkennt, dass man dieser "Herr" bzw. die Frau dann selbst ist, und man keine weiteren Herren nötig hat.

    Dass Drohnen/Roboter den Sprung nicht hinkriegen, ist sinngemäß des Beispiels zur religionsbesetzten Person nicht falsch gedacht. Viele von denen merken ihr ganzes Leben lang nicht, dass sie Sprachrohre dieser Mathologie bzw. Ideologie sind.

    Sigmund Freud wird heute von den meisten ernsthaften Psychologen auch eher belächelt. Er experimentierte mit Drogen, war ein notorischer Schürzenjäger und erklärte restlos alles mit irgend einem sexuell motivierten Zusammenhang. Sogar das Ticken einer Uhr.

    Hawking war auch nicht allwissend. Er hat verschiedene und faszinierende Überlegungen angestellt, Problemlösungen angedacht und Altes neu erfunden, sozusagen. Auch er war nicht frei von einem Schöpfungskomplex, und die Idee mit dem Urknall ist eine technosophische Analogie zur Schöpferidee, wenn man anerkennen will, dass davor keine Raumzeit oder Materie existiert haben soll.
    Also es war ewig nichts, dann bumm, und seither ist alles da??
    Wie logisch ist sowas denn bitte?

    :o))))))
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