Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?31196

Historische Verantwortung

KZ-Gedenkstätte Mauthausen startet weltweite Aktion gegen Homophobie

Mit dem Rosa Winkel als Symbol und zusammen mit dem Magazin "Vangardist" soll Geld für verfolgte LGBTI gesammelt werden.


Aktivisten aus zehn Ländern bildeten in der Gedenkstätte des KZ Mauthausen ein menschliches Dreieck, um den Rosa Winkel neu zu besetzen (Bild: Olaf Becker)

Vor achtzig Jahren wurde das Konzentrationslager Mauthausen errichtet. Dort wurden auch schwule Männer inhaftiert und gezwungen, einen rosa Winkel als Kennzeichen ihrer Homosexualität zu tragen. Doch auch lange nach der Befreiung wissen bis heute nicht alle Menschen von den Verbrechen an Homosexuellen in nationalsozialistischen Lagern. Und noch heute wird gleichgeschlechtliche Liebe in mehr als 70 Ländern strafrechtlich verfolgt, in einigen Staaten steht darauf sogar die Todesstrafe.

Die KZ-Gedenkstätte Mauthausen hat deshalb zusammen mit dem österreichischen Magazin "Vangardist" eine Allianz gegen die andauernden massiven Verletzungen der Rechte von LGBTI-Personen ins Leben gerufen. Ziel ist es unter anderem, finanzielle Mittel für die Arbeit der Organisation "Rainbow Railroad" zu sammeln. Eine Online-Petition appelliert zudem an UN-Generalsekretär António Guterres, die Rechte von LGBTI in Artikel 2 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte aufzunehmen.

- Werbung - Video (60s): KLM – Wir sind eine Airline

Verantwortung für die Vergangenheit übernehmen

"Es geht nicht nur um den Kampf für Menschenrechte, sondern auch um eine historische Verantwortung, der wir gerecht werden müssen", begründete Barbara Glück, Direktorin der KZ-Gedenkstätte Mauthausen, ihr Engagement. "Obwohl die Anerkennung als Opfergruppe in Österreich zu spät erfolgte, war es dennoch ein wichtiger Schritt, Verantwortung für die Verfolgung von Homosexuellen in der Vergangenheit zu übernehmen und auf deren gesellschaftliche Gleichstellung hinzuarbeiten."

Am 7. April reisten 80 Menschen aus zehn Ländern zur KZ-Gedenkstätte Mauthausen und formten gemeinsam einen menschlichen Rosa Winkel, um dieses emotionale Symbol neu zu besetzen. An der Spitze des Dreiecks stand Barbara Glück mit "Vangardist"-Chefredakteur Julian Wiehl und einem queeren Menschen, der der Folter in Jamaika mithilfe von Rainbow Railroad entkommen konnte.

"Als Hommage an die Underground Railroad ist Rainbow Railroad eine internationale Organisation, die sich der Unterstützung von LGBTQI+-Personen widmet, die einen sicheren Hafen vor staatlich geförderter oder aktivierter Gewalt suchen", erklärte Bobby Hrehoruk, Director of Development der Organisation. Seit der Gründung im Jahr 2006 konnte Rainbow Railroad über 300 verfolgten LGBTI die Ausreise finanzieren. (ots/cw)

Direktlink | Video zur Aktion



#1 von_hinten_genommenAnonym
  • 18.05.2018, 09:28h
  • Genau so könnte man eine weltweite Aktion gegen Diskriminierung und Mobbing starten.
    :-)
  • Antworten » | Direktlink »
#2 FelixAnonym
  • 18.05.2018, 12:45h
  • Sehr wichtig, denn die Opfer des rosa Winkels werden leider all zu oft vergessen oder gar bewusst verschwiegen.

    Auch im Geschichtsunterricht in den Schulen wird dieses Thema oft ausgeklammert, was sich endlich ändern muss und an allen Schulen verpflichtend werden muss.
  • Antworten » | Direktlink »